Beste Kaffeevollautomaten 2026: Vergleich & Kaufberatung
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Beste Kaffeevollautomaten 2026: Vergleich & Kaufberatung

Acht Kaffeevollautomaten aus 18 im Katalog, nach Wertung sortiert: Brüheinheit, Milchweg, Unterhalt und Richtpreise von ca. 514,78 bis 1.049 Euro.

Ausgewählt nach Wertung, nicht nach Preis

Unter den Kaffeevollautomaten führen wir achtzehn Geräte mit eigenem Review, alle neu geschrieben und gestützt auf Anleitungen, Datenblätter und Produktseiten der Hersteller. Auf diese Seite kommt ein Gerät allein über seine Gesamtwertung, und die acht reichen von 9,4 beim Jura E8 bis 8,6 bei der Dinamica Plus 370.70.

Wie wenig der Preis dabei mitspricht, zeigt der Siemens EQ6 plus: Mit ca. 748,21 Euro kostet er mehr als fünf der acht Listengeräte und fehlt trotzdem. Er steht bei 8,6, und dort liegen drei Geräte gleichauf, außer ihm die Philips Serie 5400 und die DeLonghi Dinamica Plus 370.70. Den achten Platz bekommt die Dinamica, weil unser Listenskript bei gleicher Wertung nach dem Seitennamen sortiert und ihrer im Alphabet vorn steht. Über die Maschine selbst sagt dieser achte Platz also nichts.

Die Gesamtwertung vergibt unsere Redaktion. Im Review steht darunter je eine Teilnote für Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung; wie aus den vieren die Gesamtnote wird, legen die Reviews nicht offen. Keines der acht stand bei uns in der Küche. Was hier über Brühgruppe und Milchspülung steht, kommt aus den Anleitungen, nicht aus eigener Hand.

Die Richtpreise der fünf Geräte mit Amazon-Katalogeintrag stammen aus dem September 2026. Für den Jura E8 gibt sein Review den Preis ebenfalls mit Stand September 2026 an, aber ohne Tag; für Jura E6 und Nivona NICR 790 ist kein Abrufdatum belegt.

Brüheinheit und Milchweg: zwei Fragen, die diese Liste teilen

Die erste lautet: Kommt die Brüheinheit heraus? Die beiden Jura behalten sie im Gehäuse. Ihre Anleitungen führen sie an keiner Stelle als Teil zum Herausnehmen, gereinigt wird sie vom Gerät selbst, mit einer Tablette, nach 180 Zubereitungen oder 80 Einschaltspülungen, in einem Programm von rund 20 Minuten. Bei den sechs anderen ziehst du die Brühgruppe von Hand heraus, und jeder Hersteller gibt dafür einen Rhythmus vor. Nivona sowie De’Longhi bei Rivelia und den zwei Dinamica Plus verlangen das mindestens einmal im Monat, abgespült nur mit Wasser, ohne Spülmittel, nie im Geschirrspüler. Siemens nennt für den EQ600 kein Intervall, nur ein regelmäßiges Herausnehmen, ebenfalls ohne Spülmittel und ohne säurehaltige Reiniger. Am meisten will Philips bei der 5500: wöchentlich spülen, monatlich eine Fettlöser-Tablette, alle zwei Monate Kolben, Schaft und Führungsschienen fetten.

Daran hängt mehr als ein Putzplan. Wer die Brühgruppe nie anfasst, verlässt sich auf das Tablettenprogramm, und bei Jura heißt das Original-Pflegeprodukte. Nach den Garantiebestimmungen beider Jura entfällt jede Garantie, wenn Filter oder Tabletten nicht den Originalspezifikationen entsprechen. De’Longhi dagegen schreibt, für die Reinigung seiner Vollautomaten brauche es keine chemischen Zusatzstoffe; gebunden bist du dort beim Entkalker.

Die zweite Frage ist der Weg der Milch, und auf ihm zerfällt die Liste in drei Bauarten.

Vier Geräte ziehen die Milch über einen Schlauch aus einem Gefäß neben der Maschine: die beiden Jura, die Nivona und der Siemens. Für Schlauch, Anschlussteil und Milchauslauf nennt Jura einen Wechsel etwa alle drei Monate, und wie viel Arbeit nach dem Getränk bleibt, geht weit auseinander. Der E8 startet die Spülung des Milchsystems 15 Minuten nach dem Getränk von selbst, der Siemens reinigt nach jedem Bezug mit Dampf, ohne dass du etwas drückst. Bei der E6 öffnest und schließt du für jedes Milchgetränk einen Drehknopf, und an jedem Tag mit Milch steht eine Reinigung mit Jura-Milchsystem-Reiniger an. Die Nivona fordert nach Milchgetränken eine Spülung, für die du den Schlauch umsteckst.

Die drei De’Longhi arbeiten mit einer Karaffe aus der LatteCrema-Reihe, die an der Maschine steckt. Nach jedem Milchgetränk drehst du den Knopf an der Karaffe auf die Reinigungsstellung, danach darf die Karaffe mit der Milch darin höchstens zwei Tage in den Kühlschrank. Stand sie länger als 30 Minuten draußen, wird sie zerlegt.

Die dritte Bauart hat nur die Philips. LatteGo kommt ohne Schlauch aus und reinigt sich nicht selbst: Nach jedem Milchgetränk nimmst du das Teil ab und spülst es oder stellst es in den Geschirrspüler. Philips begründet das selbst, eine automatische Reinigung gebe es nicht, weil die Teile ohnehin zusätzlich gereinigt werden müssten.

Nach unserer Einschätzung sortieren diese zwei Fragen schneller als jede Getränkeliste. Wer nie eine Brühgruppe in der Hand haben will, wählt zwischen zwei Geräten, beide von Jura. Wer das Ausbauen in Kauf nimmt, hat sechs zur Auswahl, und alle sechs liegen unter 800 Euro.

Warum welches Gerät wo steht

Platz 1: Jura E8 (9,4)

Den ersten Platz begründet das Review des Jura E8 mit zwei Dingen zusammen: der festen Brüheinheit mit ihrem Reinigungsprogramm und einem Menü mit 27 Spezialitäten (Variante ED) und drei Genusswelten. Bei Verarbeitung und Leistung hat er mit je 9,6 die höchsten Teilnoten der Liste, bei Preis-Leistung mit 8,0 die zweitniedrigste. Mit ca. 1.049 Euro ist er das teuerste der achtzehn Geräte im Katalog. Sein Review beschreibt als passenden Haushalt zwei bis sechs Getränke am Tag, einen Teil davon mit Milch, und jemanden, der zwischen Hot Brew, Light Brew und Sweet Foam auch wirklich wechselt.

Platz 2: Jura E6 (9,2)

Die Jura E6 liegt zwei Zehntel dahinter und hat bei Preis-Leistung mit 9,1 die höchste Teilnote der acht. Gegen die Nivona gewinnt sie alle vier Teilnoten, drei davon nur um ein Zehntel, die Verarbeitung um fünf Zehntel. Mit dem E8 teilt sie das Brühsystem, nicht das Menü: 17 Spezialitäten führt die aktuelle E6 (Variante ED, Modelljahr 2026), der E8 in seiner Variante ED 27. Passend ist sie laut ihrem Review bis etwa acht Bezüge am Tag, davon höchstens ein oder zwei mit Milch; die Milchkosten der E6 rechnet der Abschnitt zum Unterhalt vor. Light Brew läuft laut Produktseite mit rund 60 °C.

Platz 3: Nivona NICR 790 (9,0)

Die Nivona NICR 790 ist das bestplatzierte Gerät, dessen Brüheinheit du selbst herausnimmst: Service-Tür rechts ab, roter Schalter nach oben, Haltegriff nach links drehen, herausziehen, unter kaltem Wasser abspülen. Cappuccino und Latte Macchiato kommen auf Knopfdruck, die Milch saugt sie aus einem Gefäß deiner Wahl, einen Behälter legt Nivona nicht bei. Datenblatt und Anleitung nennen ca. 2,2 Liter Tank, nach unserer Zählung der größte unter den achtzehn Vollautomaten im Katalog, wobei Nivonas Serienseite an einer Stelle 1,8 Liter angibt. Für große Becher ist sie nicht gebaut: Ein Bezug reicht von ca. 20 bis 240 Millilitern, der Auslauf geht bis 14 Zentimeter, und in den Kaffeesatzbehälter passen nur 7 bis 11 Portionen.

Platz 4: DeLonghi Rivelia (8,9)

Zur DeLonghi Rivelia gehören zwei Bohnenbehälter mit je 250 Gramm Inhalt, von denen immer nur einer auf dem Gerät steckt. Gemahlen wird in einem einzigen Mahlwerk, und darin bleiben nach jedem Bezug Bohnen der alten Sorte liegen. Für einen sauberen Wechsel leert der Switch-Modus das Mahlwerk vorher, sonst landet laut Anleitung eine Mischung aus alter und neuer Sorte in der Tasse. Das passt, wenn zwei Leute verschiedene Bohnen trinken oder abends Entkoffeiniertes läuft. Dazu kommt ein Tank von 1,4 Litern, der kleinste dieser acht. Den Einstellassistenten Bean Adapt gibt es nur für Espresso, und er empfiehlt bloß, verstellen musst du den Mahlgrad von Hand.

Platz 5: Siemens EQ600 iAroma (8,8)

Beim Siemens EQ600 iAroma hängt der Platz an der Menge. XL-Bezüge reichen bis 480 Milliliter, die Kannenfunktion brüht auf Tastendruck bis zu sechs Tassen Caffè Crema, und der Auslauf lässt sich bis 16,3 Zentimeter hochstellen, höher als bei jedem anderen Gerät dieser Liste. Bei Preis-Leistung steht er mit 7,6 am niedrigsten. Eine Einschränkung gehört dazu: 19 seiner 41 Getränke laufen beim TP601E09 nur über die App. Wer ausschließlich Espresso aus kleinen Tassen trinkt, bezahlt laut seinem Review XL-Bezüge und Kanne mit, ohne sie zu brauchen.

Platz 6 und 7: Dinamica Plus 380.95 und Philips LatteGo 5500 (je 8,7)

Gleiche Gesamtwertung, verschiedene Teilnoten. Bei der Verarbeitung stehen beide bei 8,5, die Dinamica liegt bei der Leistung vorn (8,8 zu 8,7), die Philips bei Handhabung (9,0 zu 8,9) und Preis-Leistung (8,7 zu 8,6). Welches Gerät auf Platz sechs steht, entscheidet allein die Sortierung.

Die DeLonghi Dinamica Plus 380.95 hat 24 Getränke im Menü, die Hälfte davon braucht die Milchkanne, und für Gäste brüht sie 250, 500 oder 750 Milliliter Kaffee in einem Durchgang. Ihr Review sieht sie bei zwei bis vier Leuten, die oft Milchgetränke trinken. Für diese Runde zählt auch der Satzbehälter, der nach 14 Portionen voll ist.

Die Philips LatteGo 5500 ist mit ca. 514,78 Euro das günstigste Gerät der Liste. Ihr Merkmal ist LatteGo, die dritte Bauart aus dem Abschnitt zum Milchweg; dazu kommen acht Iced-Varianten, die warm über Eiswürfel gebrüht werden, gekühlt wird in der Maschine nichts. Zwei Benutzerprofile und ein Gästeprofil sind das Maximum, und in einem Haushalt mit drei oder vier Kaffeetrinkern mit festen Vorlieben wird das laut ihrem Review knapp.

Platz 8: DeLonghi Dinamica Plus 370.70 (8,6)

Die DeLonghi Dinamica Plus 370.70 steht hier wegen des Gleichstands, den der erste Abschnitt erklärt. Für sich spricht ihre Teilnote bei Preis-Leistung von 9,0, und Tank und Leistung gibt De’Longhi genauso an wie bei der 380.95. Gegen sie spricht die Rechnung in unserer Preisbox: Sie kostet 10 Euro mehr als die 380.95 und hat 12 Rezepte statt 24. Im deutschen Shop von De’Longhi führte ihre Produktadresse am 25. September 2026 auf eine Fehlerseite, und eine App-Steuerung verspricht nur der Amazon-Titel, De’Longhi beschreibt keine. Wir würden sie nur nehmen, wenn ihr Preis unter die 589 Euro der 380.95 fällt.

Kaufgrund und Bedingung je Gerät

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Jura E8 27 Spezialitäten (Variante ED), Milchspülung startet von selbst ca. 1.049 € 9,4 du das Menü über Kaffee und Cappuccino hinaus nutzt
Jura E6 17 Spezialitäten (Variante ED), Milch per Drehknopf von Hand ca. 699 € 9,2 dir Hot Brew und Light Brew reichen
Nivona NICR 790 ca. 2,2 l Tank, Bezug bis ca. 240 ml ca. 750 € 9,0 du die Brühgruppe einmal im Monat abspülen magst und Tassen statt Becher füllst
DeLonghi Rivelia Zwei wechselbare Bohnenbehälter zu je 250 g, 1,4-l-Tank ca. 660 € 8,9 bei dir zwei Bohnensorten im Wechsel laufen
Siemens EQ600 iAroma XL bis 480 ml, Kanne bis 6 Tassen, kein Pulverschacht ca. 779 € 8,8 du große Becher füllst oder oft Besuch hast
DeLonghi Dinamica Plus 380.95 24 Getränke, Kannenfunktion bis 750 ml ca. 589 € 8,7 dir je Milchgetränk zwei Handgriffe am Kannendeckel nichts ausmachen
Philips LatteGo 5500 LatteGo zum Abspülen, acht Iced-Varianten ca. 514,78 € 8,7 du täglich Milchgetränke machst und das Milchteil danach jedes Mal abspülen magst
DeLonghi Dinamica Plus 370.70 12 Rezepte, Tank und Leistung wie bei der 380.95 ca. 599 € 8,6 du sie günstiger bekommst als die 380.95

Preisstufen zwischen ca. 514,78 und ca. 1.049 Euro

Unter der Philips 5500, dem Einstieg dieser Liste, zieht der Katalog noch eine Grenze: Günstiger als die Philips Serie 5400 mit ca. 424,48 Euro führen wir kein einziges Gerät, das Milchgetränke per Taste macht. Die vier günstigeren schäumen an einer Dampfdüse von Hand oder gar nicht.

Vier Geräte dieser Liste kosten zwischen ca. 589 und ca. 699 Euro, am unteren Ende die Dinamica Plus 380.95, am oberen die Jura E6. Auf diesen 110 Euro kauft jedes der vier mit seinem Aufpreis etwas anderes. Die 380.95 bringt die Kannenfunktion und 24 Getränke. Die Rivelia kostet 71 Euro mehr als die Dinamica Plus 380.95 und bringt den zweiten Bohnenbehälter. Die Jura E6 liegt noch einmal 39 Euro über der Rivelia, und für diesen Abstand bekommst du die Brüheinheit, die du nie ausbaust, samt der Bindung an Jura-Pflegemittel. Die 370.70 fällt aus diesem Muster heraus, aus den Gründen, die bei Platz acht stehen.

Darüber liegen Nivona und Siemens 29 Euro auseinander, mit ganz verschiedenen Stärken, die eine bei der Brühgruppe zum Ausbauen, der andere bei der Menge.

Der E8 kostet 350 Euro mehr als die E6 und rund 534 Euro mehr als die Philips 5500, also etwa das Doppelte. Das Brühsystem beschreibt das E8-Review als dasselbe wie in der E6. Bezahlt werden nach dem E6-Review vor allem das Menü, also zehn Spezialitäten mehr und Sweet Foam mit Sirupaufsatz, und ein anderes Anschlussteil am Milchschlauch, HP3 statt HP1. Wer nie ins Menü geht, bezahlt beim E8 laut seinem Review einen Teil der Maschine, den er nicht benutzt, und für ihn endet die sinnvolle Preisstufe nach unserer Einschätzung bei der E6.

Unterhalt: wohin das Geld nach dem Kauf geht

Am genauesten durchgerechnet ist die E6, mit Preisen aus dem JURA-Onlineshop vom 24. September 2026. Ein Haushalt mit vier Bezügen am Tag, davon ein Milchgetränk, landet dort bei rund 272 Euro pro Jahr für Reiniger, Tabletten und Milchteile, Filterpatronen nicht eingerechnet. Zwei Drittel davon entfallen auf den Milchsystem-Reiniger, denn eine Flasche reicht für 30 Reinigungen, und gereinigt wird an jedem Tag mit Milch. Bleiben die Preise im JURA-Onlineshop gleich, kommen bei diesem Profil in drei Jahren rund 816 Euro zusammen, mehr, als die E6 in unserer Preisbox kostet. Für den E8 legt sein Review keine Jahressumme vor, nur die Mengen.

Bei den übrigen sind es vor allem die Filter, die sich beziffern lassen. Die Nivona braucht mindestens sechs CLARIS-Filter im Jahr, in zwei Dreiersets aus dem Nivona-Shop kosteten sie am 24. September 2026 zusammen 79,90 Euro. An der Philips 5500 erzwingt der Wechseltakt mindestens vier AquaClean-Filter, rund 40 Euro pro Jahr, dazu zwölf Fettlöser-Tabletten und sechs Fettungen der Brühgruppe, deren Preis ihr Review offenlässt. Bei der 370.70 kommen sechs De’Longhi-Filter auf ca. 44,94 Euro pro Jahr, und der De’Longhi-Entkalker kostet in unserer Preisbox ca. 1,60 Euro je Anwendung. Für die Rivelia nennt ihr Review sechs Filter im Jahr ohne Preis, für den Siemens fehlen Preise für Filter und Tabletten ganz.

Beim Entkalken heben sich die beiden Jura von den übrigen ab, aber nicht gleich weit. Mit Patrone CLARIS Smart+ fordern beide laut Anleitung kein Entkalkungsprogramm mehr an, und der E8 muss laut seiner Anleitung dann gar nicht mehr entkalkt werden. Die Anleitung der E6 verlangt aber auch im Filterbetrieb, den Wassertank von Zeit zu Zeit mit drei Tabletten über mehrere Stunden zu entkalken. Nivona und Siemens sagen dagegen ausdrücklich, dass auch mit Filter entkalkt wird, nur seltener, und Philips wirbt beim AquaClean mit bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken, die erst nach achtmaligem Filtertausch erreicht sind.

Fünf Haushalte, fünf Antworten

Ihr seid zu zweit und kommt auf vier Tassen am Tag. Dann reicht die E6, und ihr Kaffeesatzbehälter mit 16 Portionen will bei diesem Tempo alle vier Tage geleert werden. Zum E8 raten wir erst, wenn bei euch Flat White oder Sweet Foam wirklich auf den Tisch kommen, denn von den beiden Jura hat nur der E8 Flat White auf der Getränkeliste, und Sweet Foam gibt es nur bei ihm.

Abends soll Entkoffeiniertes in die Tasse. Für eine einzelne Tasse genügt bei sieben der acht ein Schacht für gemahlenen Kaffee; nur der Siemens hat keinen, bei ihm füllst du dafür den Bohnenbehälter um. An der E6 sind höchstens zwei gestrichene Dosierlöffel erlaubt, und der Bezug muss innerhalb von etwa einer Minute nach dem Einfüllen starten. Laufen zwei Sorten dauerhaft nebeneinander, ist die Rivelia das Gerät dafür, und das Leeren des Mahlwerks beim Wechsel gehört dann zur Routine.

Am Wochenende kommen sechs Leute. Eine Kannenfunktion beschreiben die Reviews bei drei der acht: beim Siemens (Mengen bei Platz 5) und bei den beiden Dinamica Plus, die nach einer Kanne fünf Minuten abkühlen, bevor das nächste Getränk läuft. Der Siemens liegt 190 Euro über der Dinamica Plus 380.95, dafür reicht sein Auslauf höher. Für reine Kaffeerunden in der eigenen Küche genügt nach unserer Einschätzung die 380.95.

Dein Hängeschrank sitzt 48 Zentimeter über der Arbeitsplatte. Dann scheiden Rivelia und die beiden Dinamica Plus aus, denn De’Longhi verlangt 15 Zentimeter Freiraum über dem Gehäuse. Bei der Rivelia führt das auf 54 Zentimeter bis zur Schrankunterkante, bei den Dinamica auf 51 mit der Höhe aus der Anleitung und auf 49,8 mit der von der Produktseite. Für die übrigen fünf nennt kein Hersteller einen Mindestabstand nach oben, nur die Gehäusehöhe: Nivona 34 Zentimeter, Jura 34,8, Philips in der Anleitung 37,7 und Siemens 38,2. Bei 48 Zentimetern blieben darüber rund 10 bis 14 Zentimeter, und ob die Deckel darin aufgehen, sagen die Unterlagen nicht. Bei der Nivona sitzen Mahlgradregler und Brühgruppe hinter einer Tür auf der rechten Seite, rechts an einer Wand musst du sie dafür vorziehen.

Dein Leitungswasser ist hart, und ein Entkalkungsprogramm soll bei dir nie laufen. Dann bleiben die beiden Jura, und zwar nur mit eingesetzter Patrone, deren fälligen Wechsel sie selbst melden. An der E6 bleibt dabei die Tankentkalkung mit Tabletten, die beim Unterhalt steht. Den Härtegrad deines Wassers stellst du bei allen acht an der Maschine ein, bei der Nivona laut ihrem Review nur im Betrieb ohne Filter. Für den Geschmack nennt unser Ratgeber Wasserhärte und Kaffee kein belegtes Härtefenster; in der neuesten Studie, die er auswertet (ein Kaffee, French Press), veränderte Hydrogencarbonat die Tasse, während Calcium und Magnesium allein keine auffälligen Unterschiede erzeugten.

Zehn Vollautomaten, die hier fehlen, und was sie stattdessen können

Die beiden, die mit der 370.70 gleichauf liegen, setzen andere Schwerpunkte. Die Philips 5400 nutzt dasselbe LatteGo wie die 5500, kostet 90,30 Euro weniger, hat 12 statt 20 Spezialitäten und vier Benutzerprofile plus Gast, aber kein Eis- oder Kaltgetränk. Der EQ6 plus hat einen Einfüllschacht für gemahlenen Kaffee, kommt aber auf 12 Getränke und hat keine Kanne.

Bei 8,5 stehen vier Geräte. Die Melitta CI Touch teilt die Idee der Rivelia mit zwei Bohnenkammern zu je 135 Gramm, die du per Schieber umschaltest, für ca. 626,06 Euro. Die DeLonghi Magnifica Plus hat 18 Getränke und keine Kannenfunktion. Der Saeco Xelsis macht mit LatteDuo zwei Milchgetränke in einem Durchgang und fasst 450 Gramm Bohnen, ist aber seit 2017 auf dem Markt und im Philips-Shop nicht mehr gelistet. Der Saeco GranAroma speichert vier Profile plus Gast und spült sein Milchsystem nach jedem Milchgetränk mit Dampf.

Darunter folgen die vier günstigsten Geräte des Katalogs. Die DeLonghi Magnifica S (8,3) und die Grundig KVA 6230 (7,8) haben eine Dampfdüse, an der du von Hand schäumst; die Grundig dazu einen Tank von 2,0 Litern. Die Melitta Solo (8,2) ist 20 Zentimeter breit und hat weder Milchsystem noch Heißwasser. Der Tchibo Esperto mini (8,0) ist mit 16 Zentimetern noch schmaler und hat mit ca. 229 Euro den niedrigsten Richtpreis der achtzehn. Für den Esperto mini verlangt Tchibo 150 Millimeter Abstand zu den Wänden links, rechts und hinten, mit dem Gehäuse sind das rund 46 Zentimeter Stellbreite. Allgemeine Fragen vor dem Kauf sammelt unsere Kaufberatung Kaffeevollautomat.

Alle Produkte der Liste nebeneinander

ProduktTypBewertungPreis
E8Kaffeevollautomaten★★★★★ 4.7ca. 1.049,00 €Zum Shop →
E6Kaffeevollautomaten★★★★★ 4.6ca. 699,00 €Zum Shop →
NICR 790Kaffeevollautomaten★★★★★ 4.5ca. 750,00 €Zum Shop →
Rivelia EXAM440.55.BKaffeevollautomaten★★★★★ 4.5ca. 660,00 €Zum Shop →
EQ600 iAromaKaffeevollautomaten★★★★☆ 4.4ca. 779,00 €Zum Shop →
Dinamica Plus ECAM 380.95Kaffeevollautomaten★★★★☆ 4.4ca. 589,00 €Zum Shop →
Serie 5500 EP5546Kaffeevollautomaten★★★★☆ 4.4ca. 514,78 €Zum Shop →
Dinamica Plus ECAM 370.70Kaffeevollautomaten★★★★☆ 4.3ca. 599,00 €Zum Shop →

Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen und ändern sich mit dem Handel. Den Stand je Produkt findest du auf den verlinkten Einzelseiten, alle Produkte nebeneinander in der Vergleichstabelle.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was steckt hinter Getränkezahlen wie 24 oder 41?

Eine Zählweise, die jeder Hersteller selbst festlegt. Siemens kommt beim EQ600 auf 41, rechnet dafür aber die Programme der Home Connect App mit; im Gerät selbst liegen 22, auf dem Display sechs. Unter den 24 der Dinamica Plus 380.95 stehen auch Heißwasser und die Kaffeekanne. Für die Rivelia nennt De'Longhi einmal 16 und einmal 8 Getränke, ihr Review zählt auf der Produktseite 17 Einträge. Die Anleitung der 370.70 listet 15, beworben werden 12. Und Philips führt bei der 5500 den Reisebecher als eine der 20 Spezialitäten.

Sagen 19 bar mehr über den Espresso als 15 bar?

Nein. Gemeint ist in allen acht Reviews der Höchstdruck der Pumpe, und Jura, Nivona und Siemens schreiben ausdrücklich statisch dazu, also gemessen gegen einen geschlossenen Ausgang ohne Durchfluss. Sechs Geräte dieser Liste stehen bei 15 bar, die Rivelia und die Dinamica Plus 370.70 bei 19 bar, die ihre technischen Daten in Megapascal angeben. Für Espresso arbeitet man am Kaffeemehl üblicherweise mit rund 9 bar, und wie viel dort ankommt, hängt am Widerstand, den Mahlgrad und Pulvermenge bilden.

Darf einer dieser Vollautomaten in die Kaffeeküche im Büro?

Nach den Anleitungen nur der Siemens EQ600. Zu seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch zählt Siemens Mitarbeiterküchen von Geschäften und Büros, dazu Hotels, Motels und Frühstückspensionen. Die drei De'Longhi und die Philips 5500 schließen Personalküchen und Büros in ihren Sicherheitsheften aus. Nivona erlaubt nur den Privathaushalt, bei gewerblichem Gebrauch entfallen die Garantieansprüche, und die Jura E6 ist laut Anleitung für den privaten Hausgebrauch vorgesehen. Für den Jura E8 enthält sein Review dazu keine Aussage; das klärst du vor dem Kauf mit dem Händler.

Welchen Entkalker darf ich verwenden?

Den, den der Hersteller vorgibt, und die Verbotslisten unterscheiden sich. De'Longhi lässt für Rivelia und beide Dinamica Plus nur eigenen Entkalker zu und warnt, Defekte durch ungeeignete Mittel deckt die Herstellergarantie nicht. Nivona rät zu flüssigem Entkalker, die Anleitung schließt Essig aus, und die FAQ auf nivona.com nennen dazu Zitronen- und Ameisensäure, weil solche Mittel die Dichtungsringe zerstören. Siemens untersagt reine Zitronensäure, Essig und Mittel mit Phosphorsäure. Philips schließt Entkalker auf Basis von Schwefel-, Salz-, Sulfamin- oder Essigsäure aus. Jura verlangt eigene Tabletten, drei je Durchgang, aufgelöst in 500 Millilitern Wasser.

Wie lange hält ein Wasserfilter in diesen Geräten?

Je nach Hersteller bis zu einer Literzahl, bis zu einem Datum oder bis zum ersten der beiden. Jura koppelt die Patrone CLARIS Smart+ allein an die Wasserhärte: bis 65 Liter bei 1 bis 5 °dH, bis 40 Liter bei 26 bis 30 °dH. Nivona tauscht nach ca. 50 Litern, spätestens nach zwei Monaten. Der AquaClean von Philips läuft bis 95 Liter und muss nach drei Monaten raus. De'Longhi rechnet mit zwei Monaten, bei stillstehender Maschine mit höchstens drei Wochen. Den AquaClean musst du nach jedem Wechsel im Menü aktivieren, die Philips erkennt ihn nicht von selbst.

Was ist beim ersten Einschalten normal?

Lärm, Kaffeereste im Mahlwerk und ein paar Bezüge für den Ausguss. Laut De'Longhi kann die Maschine beim ersten Gebrauch sehr laut sein, weil der Wasserkreislauf noch leer ist, und das Sicherheitsheft verlangt, die ersten fünf Kaffees, drei Heißwasser- und drei Milchbezüge wegzuschütten. Reste im Mahlwerk erklären De'Longhi und Philips gleich: Jede Maschine läuft vor der Auslieferung mit Kaffee. Siemens schreibt zum ersten Getränk nach der Inbetriebnahme, man solle es nicht trinken. Bis das Ergebnis passt, rechnet De'Longhi mit vier bis fünf Cappuccinos.

Wie lange gibt es Ersatzteile, und was kostet eine Reparatur?

Belegt ist das in unseren Reviews nur für zwei Hersteller. Siemens sagt für den EQ600 funktionsrelevante Original-Ersatzteile bis zu zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen zu und holt Vollautomaten in Deutschland per Pickup Service in seine Zentralwerkstatt in Nürnberg. Nivona führt für die Serien 5' bis 10' drei Reparaturpauschalen von 99, 179 und 239 Euro inklusive Versand, Arbeitszeit und Kleinteilen und betreut nach eigener Aussage auch Geräte, die seit 15 Jahren laufen. Philips verweist auf eine Ersatzteilliste im Netz und die Supportseite home.id. Zu Jura und De'Longhi fehlen solche Fristen.

Spielt es eine Rolle, bei wem ich den Vollautomaten kaufe?

Bei Jura und Nivona ja. Beide knüpfen ihre Herstellergarantie an den Kauf bei einem autorisierten Fachhändler, Nivona dazu an Kauf und Betrieb in der EU, und Nivona verkauft nach eigener Aussage ohnehin nur über den Fachhandel. Unsere Links führen zu Amazon, und ob ein Verkäufer dort autorisiert ist, sieht man dem Angebot nicht an. Auch der Preis kann weit auseinanderliegen: Der JURA-Onlineshop verlangte am 24. September 2026 für die E6 zwischen 899 und 979 Euro, je nach Farbe, unsere Preisbox führt ca. 699 Euro.

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