Ausgewählt nach Wertung, nicht nach Preis
Unter den Kaffeevollautomaten führen wir achtzehn Geräte mit eigenem Review, alle neu geschrieben und gestützt auf Anleitungen, Datenblätter und Produktseiten der Hersteller. Auf diese Seite kommt ein Gerät allein über seine Gesamtwertung, und die acht reichen von 9,4 beim Jura E8 bis 8,6 bei der Dinamica Plus 370.70.
Wie wenig der Preis dabei mitspricht, zeigt der Siemens EQ6 plus: Mit ca. 748,21 Euro kostet er mehr als fünf der acht Listengeräte und fehlt trotzdem. Er steht bei 8,6, und dort liegen drei Geräte gleichauf, außer ihm die Philips Serie 5400 und die DeLonghi Dinamica Plus 370.70. Den achten Platz bekommt die Dinamica, weil unser Listenskript bei gleicher Wertung nach dem Seitennamen sortiert und ihrer im Alphabet vorn steht. Über die Maschine selbst sagt dieser achte Platz also nichts.
Die Gesamtwertung vergibt unsere Redaktion. Im Review steht darunter je eine Teilnote für Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung; wie aus den vieren die Gesamtnote wird, legen die Reviews nicht offen. Keines der acht stand bei uns in der Küche. Was hier über Brühgruppe und Milchspülung steht, kommt aus den Anleitungen, nicht aus eigener Hand.
Die Richtpreise der fünf Geräte mit Amazon-Katalogeintrag stammen aus dem September 2026. Für den Jura E8 gibt sein Review den Preis ebenfalls mit Stand September 2026 an, aber ohne Tag; für Jura E6 und Nivona NICR 790 ist kein Abrufdatum belegt.
Brüheinheit und Milchweg: zwei Fragen, die diese Liste teilen
Die erste lautet: Kommt die Brüheinheit heraus? Die beiden Jura behalten sie im Gehäuse. Ihre Anleitungen führen sie an keiner Stelle als Teil zum Herausnehmen, gereinigt wird sie vom Gerät selbst, mit einer Tablette, nach 180 Zubereitungen oder 80 Einschaltspülungen, in einem Programm von rund 20 Minuten. Bei den sechs anderen ziehst du die Brühgruppe von Hand heraus, und jeder Hersteller gibt dafür einen Rhythmus vor. Nivona sowie De’Longhi bei Rivelia und den zwei Dinamica Plus verlangen das mindestens einmal im Monat, abgespült nur mit Wasser, ohne Spülmittel, nie im Geschirrspüler. Siemens nennt für den EQ600 kein Intervall, nur ein regelmäßiges Herausnehmen, ebenfalls ohne Spülmittel und ohne säurehaltige Reiniger. Am meisten will Philips bei der 5500: wöchentlich spülen, monatlich eine Fettlöser-Tablette, alle zwei Monate Kolben, Schaft und Führungsschienen fetten.
Daran hängt mehr als ein Putzplan. Wer die Brühgruppe nie anfasst, verlässt sich auf das Tablettenprogramm, und bei Jura heißt das Original-Pflegeprodukte. Nach den Garantiebestimmungen beider Jura entfällt jede Garantie, wenn Filter oder Tabletten nicht den Originalspezifikationen entsprechen. De’Longhi dagegen schreibt, für die Reinigung seiner Vollautomaten brauche es keine chemischen Zusatzstoffe; gebunden bist du dort beim Entkalker.
Die zweite Frage ist der Weg der Milch, und auf ihm zerfällt die Liste in drei Bauarten.
Vier Geräte ziehen die Milch über einen Schlauch aus einem Gefäß neben der Maschine: die beiden Jura, die Nivona und der Siemens. Für Schlauch, Anschlussteil und Milchauslauf nennt Jura einen Wechsel etwa alle drei Monate, und wie viel Arbeit nach dem Getränk bleibt, geht weit auseinander. Der E8 startet die Spülung des Milchsystems 15 Minuten nach dem Getränk von selbst, der Siemens reinigt nach jedem Bezug mit Dampf, ohne dass du etwas drückst. Bei der E6 öffnest und schließt du für jedes Milchgetränk einen Drehknopf, und an jedem Tag mit Milch steht eine Reinigung mit Jura-Milchsystem-Reiniger an. Die Nivona fordert nach Milchgetränken eine Spülung, für die du den Schlauch umsteckst.
Die drei De’Longhi arbeiten mit einer Karaffe aus der LatteCrema-Reihe, die an der Maschine steckt. Nach jedem Milchgetränk drehst du den Knopf an der Karaffe auf die Reinigungsstellung, danach darf die Karaffe mit der Milch darin höchstens zwei Tage in den Kühlschrank. Stand sie länger als 30 Minuten draußen, wird sie zerlegt.
Die dritte Bauart hat nur die Philips. LatteGo kommt ohne Schlauch aus und reinigt sich nicht selbst: Nach jedem Milchgetränk nimmst du das Teil ab und spülst es oder stellst es in den Geschirrspüler. Philips begründet das selbst, eine automatische Reinigung gebe es nicht, weil die Teile ohnehin zusätzlich gereinigt werden müssten.
Nach unserer Einschätzung sortieren diese zwei Fragen schneller als jede Getränkeliste. Wer nie eine Brühgruppe in der Hand haben will, wählt zwischen zwei Geräten, beide von Jura. Wer das Ausbauen in Kauf nimmt, hat sechs zur Auswahl, und alle sechs liegen unter 800 Euro.
Warum welches Gerät wo steht
Platz 1: Jura E8 (9,4)
Den ersten Platz begründet das Review des Jura E8 mit zwei Dingen zusammen: der festen Brüheinheit mit ihrem Reinigungsprogramm und einem Menü mit 27 Spezialitäten (Variante ED) und drei Genusswelten. Bei Verarbeitung und Leistung hat er mit je 9,6 die höchsten Teilnoten der Liste, bei Preis-Leistung mit 8,0 die zweitniedrigste. Mit ca. 1.049 Euro ist er das teuerste der achtzehn Geräte im Katalog. Sein Review beschreibt als passenden Haushalt zwei bis sechs Getränke am Tag, einen Teil davon mit Milch, und jemanden, der zwischen Hot Brew, Light Brew und Sweet Foam auch wirklich wechselt.
Platz 2: Jura E6 (9,2)
Die Jura E6 liegt zwei Zehntel dahinter und hat bei Preis-Leistung mit 9,1 die höchste Teilnote der acht. Gegen die Nivona gewinnt sie alle vier Teilnoten, drei davon nur um ein Zehntel, die Verarbeitung um fünf Zehntel. Mit dem E8 teilt sie das Brühsystem, nicht das Menü: 17 Spezialitäten führt die aktuelle E6 (Variante ED, Modelljahr 2026), der E8 in seiner Variante ED 27. Passend ist sie laut ihrem Review bis etwa acht Bezüge am Tag, davon höchstens ein oder zwei mit Milch; die Milchkosten der E6 rechnet der Abschnitt zum Unterhalt vor. Light Brew läuft laut Produktseite mit rund 60 °C.
Platz 3: Nivona NICR 790 (9,0)
Die Nivona NICR 790 ist das bestplatzierte Gerät, dessen Brüheinheit du selbst herausnimmst: Service-Tür rechts ab, roter Schalter nach oben, Haltegriff nach links drehen, herausziehen, unter kaltem Wasser abspülen. Cappuccino und Latte Macchiato kommen auf Knopfdruck, die Milch saugt sie aus einem Gefäß deiner Wahl, einen Behälter legt Nivona nicht bei. Datenblatt und Anleitung nennen ca. 2,2 Liter Tank, nach unserer Zählung der größte unter den achtzehn Vollautomaten im Katalog, wobei Nivonas Serienseite an einer Stelle 1,8 Liter angibt. Für große Becher ist sie nicht gebaut: Ein Bezug reicht von ca. 20 bis 240 Millilitern, der Auslauf geht bis 14 Zentimeter, und in den Kaffeesatzbehälter passen nur 7 bis 11 Portionen.
Platz 4: DeLonghi Rivelia (8,9)
Zur DeLonghi Rivelia gehören zwei Bohnenbehälter mit je 250 Gramm Inhalt, von denen immer nur einer auf dem Gerät steckt. Gemahlen wird in einem einzigen Mahlwerk, und darin bleiben nach jedem Bezug Bohnen der alten Sorte liegen. Für einen sauberen Wechsel leert der Switch-Modus das Mahlwerk vorher, sonst landet laut Anleitung eine Mischung aus alter und neuer Sorte in der Tasse. Das passt, wenn zwei Leute verschiedene Bohnen trinken oder abends Entkoffeiniertes läuft. Dazu kommt ein Tank von 1,4 Litern, der kleinste dieser acht. Den Einstellassistenten Bean Adapt gibt es nur für Espresso, und er empfiehlt bloß, verstellen musst du den Mahlgrad von Hand.
Platz 5: Siemens EQ600 iAroma (8,8)
Beim Siemens EQ600 iAroma hängt der Platz an der Menge. XL-Bezüge reichen bis 480 Milliliter, die Kannenfunktion brüht auf Tastendruck bis zu sechs Tassen Caffè Crema, und der Auslauf lässt sich bis 16,3 Zentimeter hochstellen, höher als bei jedem anderen Gerät dieser Liste. Bei Preis-Leistung steht er mit 7,6 am niedrigsten. Eine Einschränkung gehört dazu: 19 seiner 41 Getränke laufen beim TP601E09 nur über die App. Wer ausschließlich Espresso aus kleinen Tassen trinkt, bezahlt laut seinem Review XL-Bezüge und Kanne mit, ohne sie zu brauchen.
Platz 6 und 7: Dinamica Plus 380.95 und Philips LatteGo 5500 (je 8,7)
Gleiche Gesamtwertung, verschiedene Teilnoten. Bei der Verarbeitung stehen beide bei 8,5, die Dinamica liegt bei der Leistung vorn (8,8 zu 8,7), die Philips bei Handhabung (9,0 zu 8,9) und Preis-Leistung (8,7 zu 8,6). Welches Gerät auf Platz sechs steht, entscheidet allein die Sortierung.
Die DeLonghi Dinamica Plus 380.95 hat 24 Getränke im Menü, die Hälfte davon braucht die Milchkanne, und für Gäste brüht sie 250, 500 oder 750 Milliliter Kaffee in einem Durchgang. Ihr Review sieht sie bei zwei bis vier Leuten, die oft Milchgetränke trinken. Für diese Runde zählt auch der Satzbehälter, der nach 14 Portionen voll ist.
Die Philips LatteGo 5500 ist mit ca. 514,78 Euro das günstigste Gerät der Liste. Ihr Merkmal ist LatteGo, die dritte Bauart aus dem Abschnitt zum Milchweg; dazu kommen acht Iced-Varianten, die warm über Eiswürfel gebrüht werden, gekühlt wird in der Maschine nichts. Zwei Benutzerprofile und ein Gästeprofil sind das Maximum, und in einem Haushalt mit drei oder vier Kaffeetrinkern mit festen Vorlieben wird das laut ihrem Review knapp.
Platz 8: DeLonghi Dinamica Plus 370.70 (8,6)
Die DeLonghi Dinamica Plus 370.70 steht hier wegen des Gleichstands, den der erste Abschnitt erklärt. Für sich spricht ihre Teilnote bei Preis-Leistung von 9,0, und Tank und Leistung gibt De’Longhi genauso an wie bei der 380.95. Gegen sie spricht die Rechnung in unserer Preisbox: Sie kostet 10 Euro mehr als die 380.95 und hat 12 Rezepte statt 24. Im deutschen Shop von De’Longhi führte ihre Produktadresse am 25. September 2026 auf eine Fehlerseite, und eine App-Steuerung verspricht nur der Amazon-Titel, De’Longhi beschreibt keine. Wir würden sie nur nehmen, wenn ihr Preis unter die 589 Euro der 380.95 fällt.
Kaufgrund und Bedingung je Gerät
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Jura E8 | 27 Spezialitäten (Variante ED), Milchspülung startet von selbst | ca. 1.049 € | 9,4 | du das Menü über Kaffee und Cappuccino hinaus nutzt |
| Jura E6 | 17 Spezialitäten (Variante ED), Milch per Drehknopf von Hand | ca. 699 € | 9,2 | dir Hot Brew und Light Brew reichen |
| Nivona NICR 790 | ca. 2,2 l Tank, Bezug bis ca. 240 ml | ca. 750 € | 9,0 | du die Brühgruppe einmal im Monat abspülen magst und Tassen statt Becher füllst |
| DeLonghi Rivelia | Zwei wechselbare Bohnenbehälter zu je 250 g, 1,4-l-Tank | ca. 660 € | 8,9 | bei dir zwei Bohnensorten im Wechsel laufen |
| Siemens EQ600 iAroma | XL bis 480 ml, Kanne bis 6 Tassen, kein Pulverschacht | ca. 779 € | 8,8 | du große Becher füllst oder oft Besuch hast |
| DeLonghi Dinamica Plus 380.95 | 24 Getränke, Kannenfunktion bis 750 ml | ca. 589 € | 8,7 | dir je Milchgetränk zwei Handgriffe am Kannendeckel nichts ausmachen |
| Philips LatteGo 5500 | LatteGo zum Abspülen, acht Iced-Varianten | ca. 514,78 € | 8,7 | du täglich Milchgetränke machst und das Milchteil danach jedes Mal abspülen magst |
| DeLonghi Dinamica Plus 370.70 | 12 Rezepte, Tank und Leistung wie bei der 380.95 | ca. 599 € | 8,6 | du sie günstiger bekommst als die 380.95 |
Preisstufen zwischen ca. 514,78 und ca. 1.049 Euro
Unter der Philips 5500, dem Einstieg dieser Liste, zieht der Katalog noch eine Grenze: Günstiger als die Philips Serie 5400 mit ca. 424,48 Euro führen wir kein einziges Gerät, das Milchgetränke per Taste macht. Die vier günstigeren schäumen an einer Dampfdüse von Hand oder gar nicht.
Vier Geräte dieser Liste kosten zwischen ca. 589 und ca. 699 Euro, am unteren Ende die Dinamica Plus 380.95, am oberen die Jura E6. Auf diesen 110 Euro kauft jedes der vier mit seinem Aufpreis etwas anderes. Die 380.95 bringt die Kannenfunktion und 24 Getränke. Die Rivelia kostet 71 Euro mehr als die Dinamica Plus 380.95 und bringt den zweiten Bohnenbehälter. Die Jura E6 liegt noch einmal 39 Euro über der Rivelia, und für diesen Abstand bekommst du die Brüheinheit, die du nie ausbaust, samt der Bindung an Jura-Pflegemittel. Die 370.70 fällt aus diesem Muster heraus, aus den Gründen, die bei Platz acht stehen.
Darüber liegen Nivona und Siemens 29 Euro auseinander, mit ganz verschiedenen Stärken, die eine bei der Brühgruppe zum Ausbauen, der andere bei der Menge.
Der E8 kostet 350 Euro mehr als die E6 und rund 534 Euro mehr als die Philips 5500, also etwa das Doppelte. Das Brühsystem beschreibt das E8-Review als dasselbe wie in der E6. Bezahlt werden nach dem E6-Review vor allem das Menü, also zehn Spezialitäten mehr und Sweet Foam mit Sirupaufsatz, und ein anderes Anschlussteil am Milchschlauch, HP3 statt HP1. Wer nie ins Menü geht, bezahlt beim E8 laut seinem Review einen Teil der Maschine, den er nicht benutzt, und für ihn endet die sinnvolle Preisstufe nach unserer Einschätzung bei der E6.
Unterhalt: wohin das Geld nach dem Kauf geht
Am genauesten durchgerechnet ist die E6, mit Preisen aus dem JURA-Onlineshop vom 24. September 2026. Ein Haushalt mit vier Bezügen am Tag, davon ein Milchgetränk, landet dort bei rund 272 Euro pro Jahr für Reiniger, Tabletten und Milchteile, Filterpatronen nicht eingerechnet. Zwei Drittel davon entfallen auf den Milchsystem-Reiniger, denn eine Flasche reicht für 30 Reinigungen, und gereinigt wird an jedem Tag mit Milch. Bleiben die Preise im JURA-Onlineshop gleich, kommen bei diesem Profil in drei Jahren rund 816 Euro zusammen, mehr, als die E6 in unserer Preisbox kostet. Für den E8 legt sein Review keine Jahressumme vor, nur die Mengen.
Bei den übrigen sind es vor allem die Filter, die sich beziffern lassen. Die Nivona braucht mindestens sechs CLARIS-Filter im Jahr, in zwei Dreiersets aus dem Nivona-Shop kosteten sie am 24. September 2026 zusammen 79,90 Euro. An der Philips 5500 erzwingt der Wechseltakt mindestens vier AquaClean-Filter, rund 40 Euro pro Jahr, dazu zwölf Fettlöser-Tabletten und sechs Fettungen der Brühgruppe, deren Preis ihr Review offenlässt. Bei der 370.70 kommen sechs De’Longhi-Filter auf ca. 44,94 Euro pro Jahr, und der De’Longhi-Entkalker kostet in unserer Preisbox ca. 1,60 Euro je Anwendung. Für die Rivelia nennt ihr Review sechs Filter im Jahr ohne Preis, für den Siemens fehlen Preise für Filter und Tabletten ganz.
Beim Entkalken heben sich die beiden Jura von den übrigen ab, aber nicht gleich weit. Mit Patrone CLARIS Smart+ fordern beide laut Anleitung kein Entkalkungsprogramm mehr an, und der E8 muss laut seiner Anleitung dann gar nicht mehr entkalkt werden. Die Anleitung der E6 verlangt aber auch im Filterbetrieb, den Wassertank von Zeit zu Zeit mit drei Tabletten über mehrere Stunden zu entkalken. Nivona und Siemens sagen dagegen ausdrücklich, dass auch mit Filter entkalkt wird, nur seltener, und Philips wirbt beim AquaClean mit bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken, die erst nach achtmaligem Filtertausch erreicht sind.
Fünf Haushalte, fünf Antworten
Ihr seid zu zweit und kommt auf vier Tassen am Tag. Dann reicht die E6, und ihr Kaffeesatzbehälter mit 16 Portionen will bei diesem Tempo alle vier Tage geleert werden. Zum E8 raten wir erst, wenn bei euch Flat White oder Sweet Foam wirklich auf den Tisch kommen, denn von den beiden Jura hat nur der E8 Flat White auf der Getränkeliste, und Sweet Foam gibt es nur bei ihm.
Abends soll Entkoffeiniertes in die Tasse. Für eine einzelne Tasse genügt bei sieben der acht ein Schacht für gemahlenen Kaffee; nur der Siemens hat keinen, bei ihm füllst du dafür den Bohnenbehälter um. An der E6 sind höchstens zwei gestrichene Dosierlöffel erlaubt, und der Bezug muss innerhalb von etwa einer Minute nach dem Einfüllen starten. Laufen zwei Sorten dauerhaft nebeneinander, ist die Rivelia das Gerät dafür, und das Leeren des Mahlwerks beim Wechsel gehört dann zur Routine.
Am Wochenende kommen sechs Leute. Eine Kannenfunktion beschreiben die Reviews bei drei der acht: beim Siemens (Mengen bei Platz 5) und bei den beiden Dinamica Plus, die nach einer Kanne fünf Minuten abkühlen, bevor das nächste Getränk läuft. Der Siemens liegt 190 Euro über der Dinamica Plus 380.95, dafür reicht sein Auslauf höher. Für reine Kaffeerunden in der eigenen Küche genügt nach unserer Einschätzung die 380.95.
Dein Hängeschrank sitzt 48 Zentimeter über der Arbeitsplatte. Dann scheiden Rivelia und die beiden Dinamica Plus aus, denn De’Longhi verlangt 15 Zentimeter Freiraum über dem Gehäuse. Bei der Rivelia führt das auf 54 Zentimeter bis zur Schrankunterkante, bei den Dinamica auf 51 mit der Höhe aus der Anleitung und auf 49,8 mit der von der Produktseite. Für die übrigen fünf nennt kein Hersteller einen Mindestabstand nach oben, nur die Gehäusehöhe: Nivona 34 Zentimeter, Jura 34,8, Philips in der Anleitung 37,7 und Siemens 38,2. Bei 48 Zentimetern blieben darüber rund 10 bis 14 Zentimeter, und ob die Deckel darin aufgehen, sagen die Unterlagen nicht. Bei der Nivona sitzen Mahlgradregler und Brühgruppe hinter einer Tür auf der rechten Seite, rechts an einer Wand musst du sie dafür vorziehen.
Dein Leitungswasser ist hart, und ein Entkalkungsprogramm soll bei dir nie laufen. Dann bleiben die beiden Jura, und zwar nur mit eingesetzter Patrone, deren fälligen Wechsel sie selbst melden. An der E6 bleibt dabei die Tankentkalkung mit Tabletten, die beim Unterhalt steht. Den Härtegrad deines Wassers stellst du bei allen acht an der Maschine ein, bei der Nivona laut ihrem Review nur im Betrieb ohne Filter. Für den Geschmack nennt unser Ratgeber Wasserhärte und Kaffee kein belegtes Härtefenster; in der neuesten Studie, die er auswertet (ein Kaffee, French Press), veränderte Hydrogencarbonat die Tasse, während Calcium und Magnesium allein keine auffälligen Unterschiede erzeugten.
Zehn Vollautomaten, die hier fehlen, und was sie stattdessen können
Die beiden, die mit der 370.70 gleichauf liegen, setzen andere Schwerpunkte. Die Philips 5400 nutzt dasselbe LatteGo wie die 5500, kostet 90,30 Euro weniger, hat 12 statt 20 Spezialitäten und vier Benutzerprofile plus Gast, aber kein Eis- oder Kaltgetränk. Der EQ6 plus hat einen Einfüllschacht für gemahlenen Kaffee, kommt aber auf 12 Getränke und hat keine Kanne.
Bei 8,5 stehen vier Geräte. Die Melitta CI Touch teilt die Idee der Rivelia mit zwei Bohnenkammern zu je 135 Gramm, die du per Schieber umschaltest, für ca. 626,06 Euro. Die DeLonghi Magnifica Plus hat 18 Getränke und keine Kannenfunktion. Der Saeco Xelsis macht mit LatteDuo zwei Milchgetränke in einem Durchgang und fasst 450 Gramm Bohnen, ist aber seit 2017 auf dem Markt und im Philips-Shop nicht mehr gelistet. Der Saeco GranAroma speichert vier Profile plus Gast und spült sein Milchsystem nach jedem Milchgetränk mit Dampf.
Darunter folgen die vier günstigsten Geräte des Katalogs. Die DeLonghi Magnifica S (8,3) und die Grundig KVA 6230 (7,8) haben eine Dampfdüse, an der du von Hand schäumst; die Grundig dazu einen Tank von 2,0 Litern. Die Melitta Solo (8,2) ist 20 Zentimeter breit und hat weder Milchsystem noch Heißwasser. Der Tchibo Esperto mini (8,0) ist mit 16 Zentimetern noch schmaler und hat mit ca. 229 Euro den niedrigsten Richtpreis der achtzehn. Für den Esperto mini verlangt Tchibo 150 Millimeter Abstand zu den Wänden links, rechts und hinten, mit dem Gehäuse sind das rund 46 Zentimeter Stellbreite. Allgemeine Fragen vor dem Kauf sammelt unsere Kaufberatung Kaffeevollautomat.
Alle Produkte der Liste nebeneinander
| Produkt | Typ | Bewertung | Preis | |
|---|---|---|---|---|
| E8 | Kaffeevollautomaten | ★★★★★ 4.7 | ca. 1.049,00 € | Zum Shop → |
| E6 | Kaffeevollautomaten | ★★★★★ 4.6 | ca. 699,00 € | Zum Shop → |
| NICR 790 | Kaffeevollautomaten | ★★★★★ 4.5 | ca. 750,00 € | Zum Shop → |
| Rivelia EXAM440.55.B | Kaffeevollautomaten | ★★★★★ 4.5 | ca. 660,00 € | Zum Shop → |
| EQ600 iAroma | Kaffeevollautomaten | ★★★★☆ 4.4 | ca. 779,00 € | Zum Shop → |
| Dinamica Plus ECAM 380.95 | Kaffeevollautomaten | ★★★★☆ 4.4 | ca. 589,00 € | Zum Shop → |
| Serie 5500 EP5546 | Kaffeevollautomaten | ★★★★☆ 4.4 | ca. 514,78 € | Zum Shop → |
| Dinamica Plus ECAM 370.70 | Kaffeevollautomaten | ★★★★☆ 4.3 | ca. 599,00 € | Zum Shop → |
Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen und ändern sich mit dem Handel. Den Stand je Produkt findest du auf den verlinkten Einzelseiten, alle Produkte nebeneinander in der Vergleichstabelle.
