Der Siemens EQ600 iAroma TP601E09 ist ein Kaffeevollautomat in Klavierlack schwarz. Bei Amazon kostet er ca. 779 Euro (Stand September 2026, abgerufen am 7. September), im Siemens-Onlineshop standen am 25. September 749 Euro. Im Amazon-Katalog ist der 17. Juni 2026 als Erscheinungsdatum eingetragen, und Siemens stellt die Baureihe auf der Kategorieseite als „neue EQ600 iAroma Kaffeevollautomaten“ vor. In unserem Vollautomaten-Vergleich ist er nach dem Jura E8 das zweitteuerste von 18 Geräten.
Wir hatten den EQ600 nicht in der Hand und haben keinen Kaffee aus ihm getrunken. Was hier steht, kommt aus den Unterlagen des Herstellers: Produktseite und Datenblatt des TP601E09, die Produktinformation zum Bereitschaftsverbrauch nach Verordnung (EU) 2023/826 und der deutsche Teil der Gebrauchsanleitung 8001347206 (Seiten 7 bis 37), als Hersteller nennt sie die BSH Hausgeräte GmbH aus München. Diese Anleitung gilt für die ganze Serie EQ600 TP6, manche Ausstattung steht dort mit dem Zusatz „je nach Geräteausstattung“. Wo Anleitung und Datenblatt voneinander abweichen, stehen unten beide Werte.
Welcher EQ600 ist das?
Auf der EQ600-Kategorieseite von Siemens stehen zehn Modelle. Acht davon hatten am 25. September einen Preis im Siemens-Shop: der TP601E09 für 749 Euro, TP601E19 und TP6X3B08 für je 799 Euro, TP603E07, TP603E08, TP605EM3 und TP6X7BT8 für je 899 Euro und der TP607ET8 für 949 Euro. TP603EF6 und TP607EF5 verweisen nur auf Händler.
Einen Amazon-Knopf haben nur zwei der zehn Produktseiten. Der des TP601E09 führt auf die ASIN B0GZL2P3WM, also genau auf das Angebot, zu dem auch diese Seite verlinkt; der andere gehört zum TP605EM3 in Edelstahl. Bei den übrigen Modellen landest du bei Otto, Euronics oder Expert.
Direkt daneben steht der TP601E19, ebenfalls in Klavierlack schwarz. Laut den beiden Datenblättern haben die Geräte dieselbe Ausstattung und dieselben Maße. Weitere Unterschiede nennen die Datenblätter nicht; der TP601E19 wiegt 100 Gramm mehr, trägt eine eigene EAN (4242003980194 statt 4242003969830) und kostete im Siemens-Shop 50 Euro mehr.
Eine Ausstattungsstufe höher liegt der TP603E07 in Inox silver metallic, 899 Euro im Siemens-Shop. Sein Datenblatt listet einen beleuchteten Kaffeeauslauf, bis zu 10 gespeicherte Favoriten (der TP601E09 speichert 5) und die kühlen Spezialitäten Cold Brew, Slow Brew und Cold Brew macchiato direkt im Gerät. Das Set aus Reinigungs- und Entkalkungstabletten, das dem TP601E09 beiliegt, fehlt in seinem Lieferumfang.
Passt der EQ600 unter deinen Hängeschrank?
Nur, wenn zwischen Arbeitsplatte und Schrank mehr als 38,2 Zentimeter frei sind, und zum Nachfüllen der Bohnen brauchst du darüber noch Luft. Einen Mindestabstand nach oben nennt Siemens nicht. Der EQ600 ist laut Anleitung 38,2 Zentimeter hoch, das Datenblatt nennt 37,8.
Auf dem Produktfoto sitzt der Bohnenbehälter oben auf dem Gehäuse, und beim Nachfüllen muss sein Deckel auf. Plan diese Luft ein oder zieh das Gerät zum Befüllen nach vorn.
Die Breite beträgt in beiden Quellen 28,4 Zentimeter. Bei der Tiefe weichen sie ab, 47,2 Zentimeter im Datenblatt, 46,9 in der Anleitung. Netto wiegt der TP601E09 laut Datenblatt 8,5 Kilogramm, die Anleitung rechnet für die Serie mit 8 bis 9 Kilogramm ungefüllt. Geliefert wird in einem Karton von 50,5 x 36,0 x 42,0 Zentimetern, der brutto 10,2 Kilogramm wiegt.
Der entnehmbare Wassertank fasst 1,8 Liter, die Anleitung präzisiert: ohne eingesetzten Filter. Für die Bohnen gibt es einen einzigen Behälter mit Aromaschutzdeckel. Datenblatt und Produktseite nennen 300 Gramm, die Anleitung 275 Gramm. Rechne mit 275 Gramm, dem kleineren Wert.
Angeschlossen wird mit 1500 Watt an 220 bis 240 Volt und 50 oder 60 Hertz, über einen Schuko-Stecker an einem 100 Zentimeter langen Kabel. Einen Umweg über die Steckdosenleiste erlaubt die Anleitung nicht: „Keine Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosenleisten verwenden. Nur vom Hersteller zugelassene Adapter und Netzanschlussleitungen verwenden.“ Die Steckdose muss also in Reichweite dieses einen Meters liegen. Reicht die Leitung nicht und ist keine längere verfügbar, sollst du einen Elektrofachbetrieb die Hausinstallation anpassen lassen.
Zum Standort verlangt die Anleitung eine ebene, ausreichend tragfähige und wasserfeste Fläche in einem geschlossenen, frostfreien Raum, dazu ausreichende Belüftung und den Satz „Nie das Gerät in einem Schrank betreiben.“ Wasserfest hat einen Grund: Im Betrieb können sich an den Lüftungsschlitzen und oberhalb der Brühraumtür Wassertropfen bilden, auch Dampf kann austreten. Wurde der EQ600 unter 0 °C transportiert oder gelagert, wartest du vor der Inbetriebnahme 3 Stunden bei Raumtemperatur.
Im Gerät sitzen Permanentmagnete. Personen mit elektronischen Implantaten müssen laut Anleitung 10 Zentimeter Mindestabstand zum Gerät, zum entnommenen Wassertank und zur Brüheinheit halten.
Im Detail: Keramikmahlwerk, Durchlauferhitzer und 15 bar
Das Mahlwerk heißt bei Siemens ceramDrive und besteht aus Keramik. Im Datenblatt wird es als geräuscharm und verschleißfrei beworben, und auf der Produktseite steht beim Merkmal superSilent ein Nein.
Den Mahlgrad stellst du mit einem Drehwähler in 6 Stufen ein: gegen den Uhrzeigersinn feiner für hell geröstete Bohnen, im Uhrzeigersinn gröber für dunkel geröstete. Zwei Bedingungen hängt die Anleitung daran. Gedreht wird nur, während das Mahlwerk läuft, sonst droht ein Schaden. Und die neue Einstellung wirkt sich erst nach der zweiten Tasse aus, wer also nachjustiert, beurteilt frühestens die dritte. Ab Werk ist das Mahlwerk voreingestellt. Bei einer neuen Bohne drehst du deshalb am besten nur eine Stufe auf einmal und bewertest erst die dritte Tasse, bevor du weiterdrehst. Wie man sich an eine neue Bohne herantastet, beschreibt der Ratgeber Kaffeevollautomat einstellen.
In den Behälter gehören laut Anleitung „ausschließlich reine, geröstete Espresso- oder Vollautomaten-Bohnenmischungen“. Ausgeschlossen sind glasierte Bohnen, karamellisierte Bohnen, Bohnen mit zuckerhaltigen Zusätzen und Pulverkaffee. Im Kapitel zu Störungen kommt ein weiterer Fall dazu: Zu ölige Bohnen fallen nicht ins Mahlwerk, und die Anleitung rät von ihnen ab. Öl tritt vor allem bei sehr dunklen Röstungen an die Oberfläche, tiefschwarze, glänzende Espressobohnen sind deshalb Kandidaten für diese Störung.
Für den Brühvorgang beschreibt Siemens ein Zusammenspiel aus Keramikmahlwerk, einem „intelligenten Durchlauferhitzer“, einer „smarten Wasserpumpe“ und der Brüheinheit. Ein Durchlauferhitzer erhitzt das Wasser, während es hindurchfließt, statt einen Vorrat in einem Kessel heiß zu halten.
Beim Druck steht in der Anleitung ein einziger Wert: 15 bar, maximaler statischer Pumpendruck. Statisch heißt, gemessen gegen einen geschlossenen Ausgang, ohne dass Wasser fließt. Den Druck, der beim Brühen tatsächlich an der Brüheinheit anliegt, nennt Siemens nicht, und aus den 15 bar lässt er sich nicht ablesen, weil er auch vom Widerstand des Kaffeemehls abhängt. Für Espresso arbeitet man üblicherweise mit rund 9 bar am Kaffeemehl.
Für große Getränke gibt es aromaDouble Shot. Die Maschine mahlt und brüht dabei zweimal, und Siemens verspricht dadurch einen „reduzierten Bitterstoffgehalt in großen Getränken“. Dahinter steht eine einfache Überlegung: Läuft sehr viel Wasser durch eine einzige Portion Kaffeemehl, lösen sich gegen Ende der Extraktion vor allem Bitterstoffe, und zwei kürzere Durchläufe vermeiden diese späte Phase.
Einstellen lassen sich laut Produktseite Stärke, Größe, Milchmischverhältnis und aromaSelect, ein Aromaprofil mit den Stufen mild, ausgewogen und markant. Die Serienanleitung führt außerdem eine Brühtemperatur, die sich in Stufen einstellen lässt, sowie die Reihenfolge von Milch und Kaffee und die Länge der Pause beim Latte Macchiato.
Nach der Erstinbetriebnahme, nach einem Service-Programm und nach einer längeren Pause hat das erste Getränk laut Anleitung noch nicht das volle Aroma, die Anweisung dazu lautet schlicht: „Das Getränk nicht trinken.“ Eine dauerhaft feinporige Crema stellt Siemens erst in Aussicht, wenn einige Tassen bezogen sind.
Sechs auf dem Display, 22 im Gerät, 41 mit App
Für die Getränkeauswahl kursieren drei Zahlen, und alle drei stammen von Siemens. Sechs Spezialitäten liegen auf dem coffeeSelect Display als Schnellauswahl. Im Gerät hinterlegt sind 22 Getränke, darunter die XL-Varianten Americano XL, Cappuccino XL, Latte macchiato XL, XL Kaffee und Heißes Wasser XL, dazu Babyccino, Flat white und die Kaffeekanne. Auf 41 kommt das Datenblatt, wenn die Home Connect App mitzählt, Milch, Milchschaum und Heißwasser eingerechnet. Die übrigen 19 Programme laufen beim TP601E09 nur über die App, etwa Black eye, Café cortado, Café con leche, Cortado, Cold Brew, Cold Brew Macchiato und Slow Brew.
XL-Bezüge reichen bis 480 ml. Damit ein großer Becher darunter passt, ist die Tropfschale höhenverstellbar, und den Kaffeeauslauf stellst du zwischen 8,5 und 16,3 Zentimetern ein.
Die Kannenfunktion bereitet laut Produktseite auf Tastendruck bis zu 6 Tassen Caffè Crema zu. Für Besuch, der einfach Kaffee in der Tasse will, halten wir das für die nützlichste Funktion des Geräts. Als Sonderzubehör führt Siemens dazu die Thermo-Kaffeekanne TZ40001.
Bei oneTouch DoubleCup ist die Sache verwickelter. Die Produktseite verspricht zwei Getränke gleichzeitig, auch Milchspezialitäten, und das Produktfoto zeigt zwei Latte macchiato nebeneinander unter dem Auslauf. Die Anleitung beschreibt den Ablauf so: Je nach Getränk entsteht der Doppelbezug in 2 Schritten, und die Bohnen werden in 2 Mahlvorgängen gemahlen. „Gleichzeitig“ heißt also: zwei Gläser auf einen Tastendruck, nicht zwingend die halbe Zeit. Solange die Funktion doubleShot aktiv ist, lassen sich keine zwei Tassen auf einmal beziehen.
Aus der Bereitschaft heraus startet quickCup ein Getränk der Schnellauswahl, wenn du es 2 Sekunden lang drückst: Der EQ600 schaltet sich ein, überspringt den Spülvorgang und beginnt sofort. Sonst spült er beim Ein- und beim Ausschalten, beim Abschalten dampft er zusätzlich in die Tropfschale ab. Die Kindersicherung schaltest du mit mindestens 3 Sekunden Druck ein und wieder aus.
Mit der Home Connect App verbindet sich der EQ600 über WLAN im 2,4- und im 5-GHz-Band. Laut Datenblatt gehören Fernzugriff, Software-Updates, Online-Support und die coffeePlaylist dazu, in die du mehrere Getränke eingibst, die dann in deiner Reihenfolge zubereitet werden. Über einen Skill lässt er sich auch mit Amazon Alexa steuern. Vernetzt braucht er in Bereitschaft laut Produktinformation 2,0 Watt, bei ausgeschaltetem Display 0,5 Watt, und in beide Zustände wechselt er nach spätestens 30 Minuten von selbst. Zum Stromsparen rät die Anleitung, das Abschaltintervall auf den kleinsten Wert zu stellen, keinen Bezug vorzeitig abzubrechen und regelmäßig zu entkalken.
Milch über einen Schlauch statt aus einer Karaffe
Siemens nennt das Milchsystem einen flexiblen Cappuccinatore: Die Milch wird über einen Schlauch angesaugt, und laut Datenblatt funktioniert das mit jeder Art von Milchbehälter. Im Karton liegen ein Verbindungsschlauch zur Milchdüse und ein Milchsteigrohr aus Edelstahl. Beim Zusammenstecken verlangt die Anleitung, das Ansaugrohr immer auf der Seite mit der Edelstahlhülse einzustecken.
Pflanzliche Getränke gehen ebenfalls, die Anleitung nennt Soja als Beispiel und schränkt ein, dass die Schaumqualität von der Sorte abhängt. Für zu kalten Milchschaum hat die Störungstabelle eine schlichte Antwort: Die Milch ist zu kalt, verwende lauwarme Milch.
Nach jeder Getränkezubereitung reinigt autoMilk Clean das Milchsystem mit Dampf, ohne dass du etwas drücken musst. Das zusätzliche Reinigungsprogramm für das Milchsystem startest du als Direktwahl vom coffeeSelect Display aus.
Reinigung und Entkalken nach Anleitung
Täglich leerst und reinigst du Tropfschale und Kaffeesatzbehälter, „um Ablagerungen zu vermeiden“. Der Wassertank bekommt jeden Tag frisches, kaltes Trinkwasser ohne Kohlensäure. Zur Gerätereinigung gehört außerdem, ihn mit frischem, klarem Wasser auszuspülen. Gehäuse, Hochglanzoberflächen und Bedienfeld reinigst du mit einem Mikrofasertuch, das Auslaufsystem nach dem Bezug mit einem weichen, feuchten Tuch. Stand der EQ600 länger still, im Urlaub etwa, verlangt die Anleitung eine Reinigung des kompletten Geräts einschließlich Brüheinheit und Wassertank.
Für die Oberflächen gilt: „Keine scharfen oder scheuernden Reinigungsmittel verwenden. Keine alkoholhaltigen oder spiritushaltigen Reinigungsmittel verwenden.“ Harte Scheuerkissen sind ebenso ausgeschlossen. Aus den Sicherheitshinweisen kommen zwei Sätze dazu: „Nie das Gerät oder die Netzanschlussleitung in Wasser tauchen. Auf die Gerätesteckverbindung darf keine Flüssigkeit überlaufen.“ Dampf- und Hochdruckreiniger sind verboten. Neue Schwammtücher wäschst du vorher gründlich aus und entfernst Rückstände sofort, weil Salze laut Anleitung Flugrost an Edelstahloberflächen verursachen können.
In den Geschirrspüler dürfen die Abdeckung des Getränkeverteilers, der Getränkeverteiler, die Tropfschale mit Einleger, Abdeckung und Tropfblech, der Kaffeesatzbehälter sowie Milchschlauch und Ansaugrohr, und zwar nur in Programmen, die die Teile nicht über 60 °C erhitzen. Nicht hinein gehören der Deckel des Bohnenbehälters, Brüheinheit und Brühraumtür, der Wassertank mit Griff und die Tropfschalenblende.
Die Brüheinheit nimmst du zusätzlich zum automatischen Spülen regelmäßig heraus und reinigst sie. Dazu stehen in der Anleitung drei Sätze: „Kein Spülmittel verwenden. Keine essighaltigen und säurehaltigen Reinigungsmittel verwenden. Nicht in der Geschirrspülmaschine reinigen.“
Die Anleitung führt acht Service-Programme: INTENZA-Filter, Milchsystem Reinigung, Calc’n Clean, Reinigung, Entkalken, Reinigung Brüheinheit, Getränkeauslauf Reinigung und Restwasserentleerung. Das Reinigungsprogramm arbeitet mit Tablette, calc’nClean verbindet Reinigen und Entkalken in einem Durchgang, und wann das fällig ist, meldet der EQ600 selbst. An den Filterwechsel erinnert er ebenfalls. Vor Transport oder Lagerung leert die Restwasserentleerung das Leitungssystem, damit darin nichts einfriert.
Zum Entkalken sind die eigens dafür entwickelten Tabletten vorgesehen. Die Anleitung schließt ausdrücklich aus: „Zum Entkalken keine reine Zitronensäure, Essig oder Mittel auf Essigbasis verwenden. Kein Entkalkungsmittel mit Phosphorsäure verwenden.“
Wie oft entkalkt werden muss, richtet sich nach der eingestellten Wasserhärte. Die Anleitung kennt vier Stufen: 1 bis 7 °dH, 8 bis 14 °dH, 15 bis 21 °dH und 22 bis 30 °dH. Ab Werk steht Stufe 4, deinen Wert ermittelst du mit dem beiliegenden Teststreifen. Liegt die Härte über 21 °dH, darfst du vorgefiltertes Wasser in den Tank füllen. Wie du die Härte deines Leitungswassers herausfindest und einordnest, erklärt der Ratgeber Wasserhärte und Kaffee.
Ab Werk liegt ein BRITA-INTENZA-Filter bei, der spätestens nach 2 Monaten ersetzt werden muss. Mit Filter entkalkst du seltener, ohne ihn läuft der EQ600 ebenfalls. Wer ihn durchgehend nutzt, braucht mindestens sechs Filter im Jahr.
Außer dem Filter liegt laut Datenblatt ein Set Reinigungs- und Entkalkungstabletten im Karton, dazu der Teststreifen und eine Welcome-Box. Danach kaufst du nach, und Siemens hat dafür eigene Nummern: Reinigungstabletten TZ80001A, Entkalkungstabletten TZ80002A, das Set TZ80003A, das Pflegeset TZ80004A und das Multipack Entkalker TZ80032A.
Was Siemens offenlässt
Einige Zahlen, nach denen man beim Vergleich von Vollautomaten sucht, stehen weder auf der Produktseite noch im Datenblatt noch in der Anleitung:
- wie viele Portionen der Kaffeesatzbehälter aufnimmt und wie viel die Tropfschale fasst
- die Brühtemperatur in Grad Celsius und die Zahl der Temperaturstufen; die Produktseite des TP601E09 führt die Temperatur nicht einmal unter den einstellbaren Parametern, nur die Serienanleitung kennt sie
- wie fein die sechs Mahlgradstufen abgestuft sind, also wie weit eine Stufe den Mahlgrad verschiebt
- die Aufheizzeit
- die Lautstärke in Dezibel
- Jahresenergieverbrauch und Energieeffizienzklasse; belegt sind nur die Bereitschaftswerte
- Zahl und Leistung der Heizsysteme
- die Pulvermenge pro Bezug in Gramm und die Füllmengen der einzelnen Getränke unterhalb der XL-Grenze, also auch, wie viel eine Tasse der Kannenfunktion enthält
- nach wie vielen Wochen oder Bezügen Entkalken und Reinigung anstehen, und ab welcher Zahl von Bezügen das Gerät sperrt, wenn du das Entkalken aufschiebst
- wie viele Liter der INTENZA-Filter schafft
- was Filter, Tabletten und Pflegesets kosten; eine Jahressumme für die Folgekosten lässt sich aus den Siemens-Unterlagen deshalb nicht bilden
- eine Tageskapazität für den Dauerbetrieb, etwa in einer Büroküche
- aus welchem Material Gehäuse, Wassertank, Bohnenbehälter und Tropfschale bestehen; zum Gehäuse steht nur die Farbe Klavierlack schwarz da
- die Displaydiagonale; Siemens spricht von einem TFT-Touchdisplay, der Amazon-Katalog von 3,7 Zoll
- das Herstellungsland
- ein offizieller Marktstart; das Datum ganz oben stammt aus dem Amazon-Katalog
Der EQ600 oder einer der drei anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Siemens EQ600 iAroma TP601E09 (dieses) | 22 Getränke im Gerät, XL bis 480 ml, Kanne bis 6 Tassen | ca. 779 € | 8,8 | du oft große Becher füllst oder Besuch mit Kaffee versorgst |
| Siemens EQ6 plus s700 | laut Amazon-Titel 12 Getränke, im Amazon-Katalog seit 2017 | ca. 748 € | 8,6 | du bei Standardgrößen bleibst und mit 12 Getränken auskommst |
| Nivona NICR 790 | Pulverfach für eine Portion gemahlenen Kaffee | ca. 750 € | 9,0 | du abends gelegentlich Entkoffeinierten willst, ohne den Bohnenbehälter zu leeren |
| Jura E8 | mit CLARIS-Smart+-Filter laut Jura kein Entkalken mehr | ca. 1.049 € | 9,4 | du hartes Wasser hast und das Entkalken ganz loswerden willst |
Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen, mit Datum belegen können wir nur den des EQ600 (Amazon, 7. September 2026). Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Datenblättern und Anleitungen, für keines der vier Geräte beruht sie auf eigenen Messungen.
Für wen der EQ600 passt, und wann ein anderer Vollautomat
Wer ausschließlich Espresso aus kleinen Tassen trinkt, bezahlt beim EQ600 XL-Bezüge und Kanne mit, ohne sie zu brauchen.
Der Siemens EQ6 plus ist das ältere Gerät, im Amazon-Katalog steht er seit 2017. In unserer Preisbox liegt er rund 31 Euro unter dem EQ600. Bei diesem kleinen Abstand würden wir zum EQ600 greifen, es sei denn, dein Händler hat den EQ6 plus gerade deutlich günstiger.
Liegt dein Wasser über 21 °dH, also in der obersten Härtestufe (22 bis 30 °dH), bleibt beim EQ600 das Entkalken (siehe Pflege). Die Jura E8 muss laut Jura mit eingesetzter CLARIS-Smart+-Patrone gar nicht mehr entkalkt werden. Dafür zahlst du in unserer Preisbox 270 Euro mehr. Wir würden diesen Aufpreis nur dann einplanen, wenn dich das Entkalkungsprogramm wirklich stört. Laufende Filterkosten hast du bei beiden Geräten.
Wenn du Cold Brew ohne Smartphone willst: Die übrigen Modelle der Reihe haben wir darauf nicht geprüft, beim TP603E07 aber sind Cold Brew, Slow Brew und Cold Brew macchiato laut Datenblatt im Gerät hinterlegt. Ein eigenes Review zu ihm haben wir nicht. Im Siemens-Shop kostet er 899 Euro und damit 150 Euro mehr als der TP601E09 dort.
Die Nivona NICR 790 hat ein Pulverfach, der EQ600 nur einen Bohnenbehälter. Einen Vorrat für die zweite Sorte hält das Fach allerdings nicht, laut Nivona-Anleitung kommt immer nur eine Portion hinein. Die Nivona kostet in unserer Preisbox 29 Euro weniger und steht in unserer Wertung vor dem EQ600.

