Die Rivelia EXAM440.55.B ist ein Kaffeevollautomat von De’Longhi, der mit zwei Bohnenbehältern zu je 250 Gramm geliefert wird: Einer sitzt oben auf der Maschine, der andere wartet daneben, bis du die Sorte wechselst. Bei Amazon kostet sie ca. 660 Euro (Stand September 2026). Im De’Longhi-Shop standen am 24. September 699,00 Euro, bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799,90 Euro. In den Produktdaten, die De’Longhi im Quelltext der Produktseite mitliefert, ist der 1. September 2023 als Verfügbarkeitsdatum eingetragen.
De’Longhi wirbt auf der Produktseite damit, die Rivelia sei Testsieger der Stiftung Warentest, und nennt dazu weder Heft noch Note. Die zugehörige Meldung steht im Newsroom der De’Longhi-Gruppe, datiert auf den 21. November 2024. Wie die EXAM440.55.B im heutigen Prüfprogramm der Stiftung dasteht, haben wir auf test.de nicht nachgelesen, und Noten geben wir hier bewusst nicht wieder.
Wir hatten die Maschine nicht in der Hand. Was hier steht, kommt aus der 65-seitigen deutschen Bedienungsanleitung (FEB4455), dem Sicherheitsheft, dem Produktdatenblatt, der Produktseite bei De’Longhi und dem Amazon-Katalog.
Zwei Behälter teilen sich ein Mahlwerk
Das ist der Punkt, an dem das Bean Switch System hängt. Es gibt zwei Behälter, aber nur ein Mahlwerk, und im Mahlwerk liegen nach jedem Bezug noch Bohnen der alten Sorte. Die Anleitung sagt auf Seite 38, was passiert, wenn du einfach tauschst: Dann „wird der Kaffee mit einer Mischung aus alten und neuen Bohnen zubereitet“.
Für den sauberen Wechsel gibt es den Switch-Modus. Er leert das Mahlwerk auf eine von zwei Arten. Entweder bereitest du eine letzte Tasse mit der alten Sorte zu, oder die Maschine mahlt den Rest, und du bewahrst dieses Pulver auf. Danach drehst du den Behälter in die Entriegelungsstellung, hebst ihn ab und setzt den anderen ein.
Einen dritten Behälter verkauft De’Longhi als Zubehör, den DLSC403 für 19,90 Euro im Herstellershop. Damit hältst du drei Sorten griffbereit.
Wofür sich das lohnt, liegt nahe: normaler Kaffee am Morgen und Entkoffeinierter am Abend, oder eine dunkle Espressoröstung neben einer helleren Bohne für lange Getränke. Wie entkoffeinierte Bohnen hergestellt werden und worauf du beim Kauf achtest, steht im Ratgeber Entkoffeinierter Kaffee. Wer nur eine Sorte trinkt, zahlt das System mit, ohne es zu nutzen.
Passt die Rivelia unter einen Hängeschrank?
Plane mindestens 54 Zentimeter zwischen Arbeitsplatte und Schrankunterkante ein. Die Anleitung nennt 390 Millimeter Höhe, und das Sicherheitsheft verlangt über der Maschine mindestens 15 Zentimeter Freiraum, seitlich und hinten mindestens 3 Zentimeter.
Breite und Tiefe laut Anleitung: 250 und 430 Millimeter. Die Produktseite schreibt 245 x 430 x 385, ohne Einheit und ohne Achsen, der Amazon-Katalog kommt umgerechnet auf dieselben 24,5 x 43,0 x 38,5 Zentimeter. Auf dem Produktfoto steckt die Milchkaraffe links vorn an der Maschine, der Wassertank sitzt rechts an der Seite, und der aufgesetzte Bohnenbehälter ragt oben aus dem Gehäuse. Ob er in den 390 Millimetern enthalten ist, lässt die Anleitung offen. Wird es knapp, würden wir am ausgestellten Gerät nachmessen.
Die Rivelia wiegt 9,7 Kilogramm. Das Netzkabel ist 1200 Millimeter lang und endet in einem Schuko-Stecker, die Leistung liegt bei 1450 Watt an 220 bis 240 Volt. Die Steckdose muss laut Sicherheitsheft „stets einwandfrei zugänglich“ sein, und die Arbeitsfläche muss mehr als 850 Millimeter über dem Boden liegen. Zum Standort heißt es dort außerdem: „Stellen Sie das Gerät nicht in der Nähe von Wasserhähnen oder Spülbecken auf.“ Während des Betriebs darf die Maschine nicht in einem Schrank stehen.
Unter den Auslauf passen Tassen bis 140 Millimeter Höhe. Das Gehäuse besteht laut den eingebetteten Produktdaten aus Metall und Kunststoff mit matter Oberfläche.
Im Detail: Bean Adapt empfiehlt, den Mahlgrad drehst du
Im Amazon-Katalog steht, die Technik stimme Mahlgrad, Brühtemperatur und Dosierung auf deine Bohnen ab. Die Anleitung beschreibt auf Seite 27 einen bescheideneren Ablauf. Du wählst zuerst die Bohnensorte, 100 Prozent Arabica oder eine Mischung aus Arabica und Robusta, dann den Röstgrad in vier Stufen: Hell, Mittel, Dunkel, X-Dunkel. Anschließend bereitest du einen Espresso zu und bewertest ihn am Display. Daraufhin empfiehlt die Maschine eine Kaffeetemperatur, eine Intensität und einen Mahlgrad.
Den Mahlgrad stellst du dann selbst ein, am Mahlgradregler, und zwar nur, solange das Mahlwerk läuft. Außerdem verlangt die Anleitung, dass vor jeder Änderung des Mahlwerks mindestens 3 Tassen Kaffee zubereitet werden. Wer einer Empfehlung folgt, sieht die Wirkung also erst ein paar Bezüge später. Bean Adapt gibt es ausschließlich für Espresso. Speichern lassen sich bis zu 6 Bohnenprofile, das reicht für die beiden Behälter und einige Sorten mehr.
Unsere Einschätzung: Für jemanden, der noch nie einen Mahlgrad verstellt hat, halten wir das trotzdem für nützlich, weil die Maschine die Richtung vorgibt. Wer einen Automaten sucht, der eine neue Bohne von selbst einmisst, findet ihn hier nicht.
Die Stellgrößen, die De’Longhi in den Seitendaten führt: 13 Mahlgradstufen, 5 Aromastufen, 3 Stufen für die Kaffeetemperatur. In der Anleitung heißen die beiden oberen Temperaturstufen Mittel und Max. Geheizt wird laut denselben Daten mit einem Thermoblock. Ein Thermoblock erhitzt das Wasser im Durchlauf durch einen beheizten Metallblock, statt einen Vorrat in einem Kessel heiß zu halten. Bei jedem Einschalten läuft ein Vorheiz- und Spülvorgang, der sich nicht abbrechen lässt, und beim Ausschalten wird gespült, falls vorher ein Kaffee zubereitet wurde.
Auf Seite 64 steht der Druck: 1,9 MPa, also 19 bar. Gemeint ist in der Regel der Pumpendruck. Üblich sind für Espresso rund 9 bar am Kaffeemehl, weshalb eine hohe Pumpenangabe allein wenig über die Extraktion verrät.
Milch, Pflanzendrinks und das Cool-Set
An der LatteCrema-Hot-Karaffe sitzt ein Regler mit drei Schaumstellungen, Fein, Cremig und Fest, und einer vierten Stellung namens Clean für die Reinigung. Acht heiße Milchgetränke listet die Produktseite: Caffè Latte, Cappuccino, Cappuccino Mix, Cortado, Espresso Macchiato, Flat White, Heiße Milch und Latte Macchiato.
Mit der Hot-Karaffe funktionieren laut Tabelle auf Seite 29 Vollmilch, fettarme Milch und Magermilch sowie Soja-, Mandel- und Haferdrink. Die Milch soll Kühlschranktemperatur haben, die Anleitung nennt 5 °C, und bei Pflanzendrinks empfiehlt De’Longhi die Barista-Varianten. Rohmilch ist ausgeschlossen. Für Haushalte mit Allergie steht im Sicherheitsheft ein Satz, den man kennen sollte: „Die in der mitgelieferten Bedienungsanleitung angegebenen Reinigungssysteme garantieren nicht die vollständige Beseitigung von Allergenen.“
Kalte Kaffees gehen ohne Zubehör, nämlich Kalter Kaffee, Kalter Espresso und Cold Americano; die Maschine schlägt dafür eine Eiswürfelmenge vor. Kalte Milchgetränke gibt es erst mit dem LatteCrema Cool Upgrade Set DLSC032, das laut Produktseite 6 kalte Milchspezialitäten freischaltet und im Herstellershop 99,90 Euro kostet. Mit der Cool-Karaffe wird die Milchwahl enger: Vollmilch und fettarme Milch sind laut derselben Tabelle nicht geeignet, Magermilch und die drei Pflanzendrinks schon.
Wie viele Getränke die Rivelia beherrscht, beantwortet De’Longhi uneinheitlich. Kategorieseite, Produktuntertitel und Amazon-Titel sprechen von 16, ein Aufzählungspunkt der Produktseite von 8 vorprogrammierten Getränken. Wir kommen beim Zusammenzählen der Getränkelisten auf der Produktseite auf 17 Einträge: 5 heiße Kaffees, 8 Milchgetränke, 3 kalte Kaffees und Heißwasser.
Zwei Punkte betreffen Serien von Milchgetränken. Nach vielen Bezügen hintereinander sperrt die Maschine weitere Milchgetränke, bis sie abgekühlt ist, das Display meldet dann „Ich habe mich überhitzt“. Und der Tassenrost aus Metall wird dabei heiß; die Anleitung sagt: „Berühre ihn nicht, solange er nicht abgekühlt ist und fasse ihn nur vorne an.“
Reinigung nach Anleitung: täglich, alle zwei Tage, monatlich
Nach jedem Milchgetränk fordert die Rivelia zur Clean-Funktion auf. Du drehst dafür den Drehknopf an der Karaffe auf Clean, dann fließen Heißwasser und Dampf aus dem Milchauslauf. Die Anleitung dazu: „Die Funktion ist automatisch. Ihr Ablauf darf nicht unterbrochen werden.“ Danach wandert die Karaffe in den Kühlschrank, die Hot-Karaffe höchstens 2 Tage lang.
Ist die Karaffe nach dem Gebrauch leer oder stand sie länger als 30 Minuten außerhalb des Kühlschranks, wird sie zerlegt und komplett gereinigt. Die Teile sind Deckel, Milchauslauf, Verlängerung, das Milchansaugrohr aus Silikon, Milchschaumregler und Anschluss. Empfohlen ist der Geschirrspüler bei 50 °C. Von Hand legst du die Teile mindestens 30 Minuten in 40 bis 50 °C heißes Wasser mit Spülmittel.
Außer der zerlegten Karaffe dürfen laut Seite 40 der Rost der Abtropfschale und die Abtropfschale in den Geschirrspüler, der Tassenrost dagegen nicht. Den Kaffeepulverschacht reinigst du etwa einmal im Monat unter 40 bis 50 °C heißem Wasser oder im Geschirrspüler bei 50 °C.
Die Brüheinheit muss mindestens einmal im Monat heraus. Das geht nur bei ausgeschalteter Maschine: Wassertank abnehmen, Serviceklappe rechts öffnen, Brüheinheit entnehmen. Sie liegt dann etwa fünf Minuten in frischem Wasser und wird unter dem Hahn abgespült. Auf Seite 44 steht in Großbuchstaben, dass dafür nur Wasser in Frage kommt, kein Reinigungsmittel und kein Geschirrspüler.
Der Kaffeesatzbehälter fasst laut Produktseite 10 Portionen. Die Maschine meldet ihn zusätzlich 72 Stunden nach der ersten Zubereitung als zu leeren, auch wenn er nicht voll ist; damit diese Zählung stimmt, soll sie dafür nicht vom Netz getrennt werden. Nimmst du die Abtropfschale heraus, leerst du den Satzbehälter immer mit. Die Abtropfschale hat einen roten Schwimmer, sie gehört geleert, bevor er aus dem Tassenrost hervortritt.
Den Bohnenbehälter reinigst du laut Anleitung regelmäßig: Mahlwerk leeren, Behälter abnehmen und leeren, innen und außen mit einem weichen, angefeuchteten Tuch reinigen, die Aufnahme mit Pinsel, Tuch und Krümelsauger säubern, alles vollständig trocknen lassen. Den Wassertank spülst du etwa einmal im Monat und nach jedem Filterwechsel mit 40 bis 50 °C heißem Wasser aus, und das Wasser darin soll laut Sicherheitsheft mindestens alle 3 Tage gewechselt werden. Etwa monatlich kommt ein Blick ins Geräteinnere hinter der Abtropfschale dazu, vorher ausgeschaltet und vom Netz getrennt.
Für das Gehäuse gilt: „Verwende zur Reinigung des Kaffeevollautomaten keine Lösungs- und Scheuermittel oder Alkohol.“ Das Sicherheitsheft nennt ein weiches Tuch und gegebenenfalls ein neutrales Reinigungsmittel. In Flüssigkeit getaucht wird die Maschine nie.
Entkalken, Filter, Strom: die laufenden Kosten
Die Wasserhärte misst du mit dem beiliegenden Teststreifen. Er zeigt 1 bis 4 rote Quadrate, jedes steht für eine Stufe, und diese Stufe stellst du an der Maschine ein. Danach fordert die Rivelia das Entkalken nach einer Betriebszeit an, die von der eingestellten Härte abhängt. Wie du die Härte an deinem Wohnort herausfindest, erklärt der Ratgeber Wasserhärte und Kaffee.
Ein Entkalkungsdurchgang dauert rund 30 Minuten. Der Entkalker kommt bis zur Markierung A in den Tank, das ist eine 100-ml-Packung oder Einzeldosis, dann Wasser bis Markierung B (1 Liter), und unter den Auslauf gehört ein Gefäß mit mindestens 1,5 Litern. Verwenden darfst du ausschließlich Entkalker von De’Longhi. Im Sicherheitsheft steht warum: „Die Verwendung von ungeeigneten Entkalkern kann zum Auftreten vom Defekten führen, die nicht durch die Herstellergarantie abgedeckt sind.“ Den De’Longhi EcoDecalk haben wir gesondert beschrieben, die allgemeine Schrittfolge steht im Ratgeber Kaffeevollautomat entkalken.
Der Wasserfilter von De’Longhi (EAN 8004399327252) hält laut Anleitung zwei Monate bei normalem Gebrauch, steht die Maschine still, höchstens 3 Wochen. Durchgehend genutzt sind das sechs Filter im Jahr. Die Zubehörliste auf Seite 8 führt einen Filter auf, mit dem Vorbehalt, dass Art und Anzahl des Zubehörs je nach Modell abweichen.
Reinigungstabletten für Brüheinheit oder Milchsystem sieht die Anleitung nicht vor. Sie formuliert es so: „Mit den Vollautomaten von De’Longhi benötigst Du für die Reinigung des Gerätes keine chemischen Zusatzstoffe.“ Das unterscheidet sie von den beiden Jura-Geräten weiter unten, deren Brüheinheit laut Jura-Anleitung über ein Tablettenprogramm gereinigt wird.
Beim Strom nennt das Datenblatt höchstens 0,5 Watt im Stand-by und höchstens 0,3 Watt im Off-Modus, in den Stand-by geht die Maschine nach weniger als 30 Minuten ohne Bedienung. De’Longhi empfiehlt, die Selbstabschaltung auf 15 Minuten zu stellen und die Milchkaraffe nach der Zubereitung abzunehmen.
Was De’Longhi offenlässt
Einige Angaben, die man beim Vergleich von Vollautomaten sucht, fehlen in Anleitung, Datenblatt und Produktseite. Wir haben sie gesammelt, statt sie zu schätzen:
- Bauart und Werkstoff des Mahlwerks, also etwa Kegel- oder Scheibenmahlwerk, Stahl oder Keramik
- die Pulvermenge pro Bezug in Gramm; die Anleitung arbeitet nur mit Intensitätsstufen
- die Brühtemperatur in Grad Celsius und der Druck an der Brüheinheit
- das Fassungsvermögen der Milchkaraffe; in den Seitendaten steht nur eine 500 ohne eindeutige Einheit
- nach wie vielen Milchgetränken in Folge der Überhitzungsschutz greift
- Lautstärke in Dezibel und Aufheizzeit in Sekunden
- die Energieeffizienzklasse, das Feld dafür ist auf der Produktseite leer
- Werkstoffe von Karaffe und Bohnenbehältern, abgesehen vom Milchansaugrohr aus Silikon
- wie lange Ersatzteile lieferbar bleiben; im Shop findet sich als Einzelteil nur der Bohnenbehälter DLSC403
Rivelia neben Jura E6, E8 und Dinamica Plus
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| DeLonghi Rivelia EXAM440.55.B (dieses) | zwei Bohnenbehälter zu je 250 g im Wechsel, 1,4-l-Tank, Milch aus der Karaffe | ca. 660 € | 8,9 | du zwei Sorten im Haus hast und beim Wechsel das Mahlwerk leeren magst |
| Jura E6 | ein Bohnenbehälter mit 280 g, 1,9-l-Tank, Milch per Schlauch aus einem externen Behälter | ca. 699 € | 9,2 | du mit einer Sorte auskommst und den größeren Tank willst |
| Jura E8 | 1,9-l-Tank und 280-g-Behälter wie die E6, die Milchsystem-Spülung startet 15 Minuten nach dem Milchgetränk von selbst | ca. 1.049 € | 9,4 | du die Milchspülung nicht selbst anstoßen willst und das Budget über 1.000 Euro reicht |
| DeLonghi Dinamica Plus 380.95 | 1,8-l-Tank, Kaffeesatzbehälter für 14 Portionen, Kaffeekannen-Funktion | ca. 589 € | 8,7 | du für Besuch oft mehrere Tassen am Stück brauchst |
Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen. Für die Rivelia und die Dinamica Plus 380.95 stammen sie aus dem Amazon-Katalog vom 7. September 2026, für Jura E6 und E8 haben wir keinen genauen Abruftag. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Anleitungen und Datenblättern, gemessen haben wir an keinem der vier Geräte etwas.
Wann die Rivelia, wann eine der anderen?
Die erste Frage ist die nach den Bohnen. Trinken bei dir zwei Leute verschiedene Sorten, oder soll abends Entkoffeiniertes in die Tasse, dann ist die Rivelia das Gerät dieser Tabelle, das genau dafür gebaut ist. Kommst du mit einer Sorte aus, würden wir eher zur Jura E6 greifen: Sie kostet in unserer Preisbox 39 Euro mehr, liegt in unserem Vergleich mit 9,2 vor der Rivelia mit 8,9 und hat den größeren Tank.
Beim Milchsystem ist die Abwägung weniger eindeutig. Die Rivelia verlangt nach jedem Milchgetränk den Dreh auf Clean und spätestens nach zwei Tagen im Kühlschrank die Komplettreinigung, einen eigenen Milchsystem-Reiniger braucht sie dafür aber nicht (siehe oben bei den laufenden Kosten). Bei der E6 öffnest und schließt du laut Jura-Anleitung bei jedem Milchbezug einen Drehknopf, und das Milchsystem wird täglich mit Jura-Milchsystem-Reiniger gereinigt, wenn Milch zubereitet wurde.
Dann die Menge. Mit der Werkseinstellung von 180 ml für einen Kaffee reicht der 1,4-Liter-Tank rechnerisch für sieben Tassen, abzüglich des Spülwassers beim Ein- und Ausschalten, dessen Menge wir nicht kennen, und der Satzbehälter ist nach 10 Portionen voll. Wer am Wochenende für sechs Leute Kaffee kocht, ist mit der DeLonghi Dinamica Plus 380.95 besser bedient: Sie hat eine Kaffeekannen-Funktion, und in unserer Preisbox liegt sie 71 Euro unter der Rivelia.
Die Jura E8 kostet in unserer Preisbox 389 Euro mehr als die Rivelia. Aus unserer Sicht lohnt sich das vor allem, wenn du den Dreh auf Clean nach jedem Milchgetränk nicht selbst erledigen willst: Bei der E8 läuft die Milchsystem-Spülung 15 Minuten nach dem Milchgetränk von selbst an.
Für eine Gruppe ist die Rivelia laut Hersteller nicht gedacht. Das Sicherheitsheft sagt: „Dieses Gerät ist ausschließlich für den Hausgebrauch bestimmt. Der Gebrauch ist nicht vorgesehen in: Räumen, die als Küchen für das Personal von Geschäften, Büros und anderen Arbeitsbereichen eingerichtet sind, in landwirtschaftlichen touristischen Einrichtungen, Hotels, Zimmervermietungen, Motels und sonstigen Übernachtungsbetrieben.“ Für die Teeküche im Büro und für die Ferienwohnung scheidet sie damit aus. Weitere Geräte für den Haushalt stehen im Vollautomaten-Vergleich, und welche Fragen du vor dem Kauf klären solltest, sammelt die Kaufberatung Kaffeevollautomat.

