Philips Serie 5400 EP5447
Vollautomat

Philips Serie 5400 EP5447

★★★★☆Redaktionswertung 4,3 / 5LatteGo-Milchsystem, 12 Getränke, 4 Nutzerprofile
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Die EP5447/90 hat laut Philips das 100-%-Keramikmahlwerk mit 12 Stufen, LatteGo ohne Schläuche und SilentBrew. Wer mit 4 Profilen plus Gast auskommt, bekommt hier nach unserer Einschätzung das LatteGo-System günstiger als bei der Serie 5500. Wer Eis- oder Kaltgetränke per Knopfdruck will, greift zur Serie 5500 oder zur EP5441/50 aus derselben Serie.

LatteGo-Milchsystem12 KaffeespezialitätenTFT-Display4 Nutzerprofile plus GastVerchromte Vorderseite
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Kurz & knapp8.6/10

Die Philips Serie 5400 EP5447 hat das LatteGo-Milchsystem und ein 12-stufiges Keramikmahlwerk für ca. 424 Euro (Stand September 2026). Im Vollautomaten-Vergleich 2026 ist sie der günstigere Einstieg ins LatteGo-Prinzip als die Serie 5500. Vorher wissen solltest du: Milchgetränke laufen laut Philips nur einzeln, und die Brühgruppe nimmst du jede Woche heraus und spülst sie.

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Die Philips LatteGo 5400 mit der Modellnummer EP5447/90 ist ein Kaffeevollautomat mit Keramikmahlwerk und LatteGo, einer Milchkaraffe ohne Schlauch, die vorn an die Maschine gesteckt wird. Philips nennt die Farbe Schwarz, die Vorderseite ist verchromt. In unserer Preisbox steht sie bei ca. 424 Euro (Stand September 2026). Philips selbst setzt die unverbindliche Preisempfehlung auf 799,99 Euro und verkaufte sie im eigenen Shop am 25. September 2026 in einer Aktion für 439,00 Euro.

Neu ist sie nicht. Im Amazon-Katalog ist der 4. Juli 2020 als Erscheinungsdatum eingetragen, und die EU-Konformitätserklärung des Herstellers DAP B.V. aus Drachten datiert die CE-Kennzeichnung auf Dezember 2020. Das aktuelle deutsche Datenblatt trägt das Veröffentlichungsdatum 1. März 2026.

Wir hatten die Maschine nicht in der Hand und haben nichts aus ihr getrunken. Was hier steht, stammt aus der Produktseite bei Philips, zwei Datenblättern (deutsch von 2026, englisch von 2023), der gemeinsamen Bedienungsanleitung der Serien 4300 und 5400, der Sicherheitsbroschüre und dem Amazon-Katalog. Wo sich diese Quellen widersprechen, stehen beide Werte da.

Was die 5400 von ihren Schwestern trennt

Philips zählt 12 vorprogrammierte Getränke. Die Produktseite listet Espresso, Kaffee, Americano, Cappuccino, Latte Macchiato, Flat White, Café au Lait, Caffè Latte, Caffè Crema, Ristretto und Espresso Lungo, dazu eine Reisebecher-Funktion, Milchschaum und heißes Wasser. Ohne Milchschaum und Heißwasser zählen wir 12, die Reisebecher-Funktion eingerechnet. Sechs davon haben laut Anleitung ein eigenes Symbol auf dem Bedienfeld (Espresso, Kaffee, Americano, Cappuccino, Latte Macchiato, Café au lait), den Rest holst du über das Menü „Weitere Getränke“.

Eis- oder Kaltgetränke stehen nicht auf der Liste. Genau da setzen die beiden Nachbarn an. Die Serie 5500 kommt im Amazon-Katalog auf 20 heiße und kalte Spezialitäten, darunter Iced Americano und Iced Espresso. Und innerhalb der Serie 5400 gibt es die EP5441/50, deren Getränkeliste im Philips-Shop einen Americano und einen Espresso mit Eiswürfeln enthält. Sie speichert dafür nur 2 Profile plus Gast.

Die Anleitung führt für die Serie sechs Varianten: EP5447, EP5446, EP5444, EP5443, EP5441 und EP5144. Im deutschen Philips-Shop fanden sich am 25. September drei davon, die EP5447/90 und die EP5441/50 in Schwarz und die EP5443/70 in Weiß.

Wie viel Platz braucht die 5400?

Nach den Herstellermaßen braucht sie auf der Arbeitsplatte knapp 25 mal gut 43 Zentimeter, hoch ist sie laut Anleitung 37,7 Zentimeter. Darüber brauchst du Luft zum Nachfüllen, denn der Bohnenbehälter sitzt oben unter einem Deckel.

Philips gibt die Maße zweimal verschieden an. Auf der Produktseite stehen 433 mm Länge, 246 mm Breite und 371 mm Höhe bei 8 kg, in der Anleitung 246 x 377 x 434 mm (B x H x T) bei 7 bis 7,5 kg, und das englische Datenblatt von 2023 kommt auf 372 mm Höhe. Oben haben wir mit den größeren Werten gerechnet. Die Angaben im Amazon-Katalog, umgerechnet ca. 30 x 50 x 48 cm und 10 kg, liegen nahe an den Verpackungsmaßen, für die Philips 491,5 x 287,5 x 487 mm und 10 bis 12,3 kg angibt.

Wassertank und Kaffeesatzbehälter erreichst du von vorn. Angeschlossen wird die Maschine mit 1.500 W an 230 V und 50 Hz, das Netzkabel misst laut Anleitung 800 bis 1200 mm, laut Datenblatt 2023 100 cm. Das Gehäuse besteht laut Produktseite hauptsächlich aus Kunststoff, als Sekundärmaterial steht dort Metall.

Zum Standort macht die Sicherheitsbroschüre fünf Vorgaben. Die Maschine gehört auf eine ebene, stabile Fläche und bleibt aufrecht, auch beim Transport. Sie steht nicht auf einer Warmhalteplatte und nicht direkt neben einem heißen Ofen, einer Heizung oder einer ähnlichen Wärmequelle. Während der Benutzung darf sie nicht in einem Schrank stehen. Weil Wasserbehälter und Abtropfschale tropfen können, fallen Schäden an der Tischoberfläche nicht unter die Garantie. Temperaturen unter 0 °C soll sie nicht ausgesetzt werden, weil Restwasser gefrieren kann; dann entleerst du den Wasserkreislauf.

Im Detail: LatteGo ohne Schlauch

Bei vielen Vollautomaten zieht ein Schlauch die Milch aus einem Behälter oder direkt aus der Packung in einen Aufschäumkopf, wo Dampf und Luft dazukommen. In Schlauch und Kopf bleiben Milchreste. Deshalb spülen solche Maschinen nach dem Milchbezug, und die Schläuche werden zu Verschleißteilen.

LatteGo hat keinen Schlauch. Laut Anleitung besteht das System aus einem Milchbehälter, einem Rahmen und einem Aufbewahrungsdeckel. Die zwei Teile, mit denen Philips wirbt, sind nach unserer Lesart Behälter und Rahmen, der Deckel kommt nur zum Aufbewahren drauf. In den Behälter passen laut Produktseite 0,26 l, laut Anleitung 250 ml.

Die Reihenfolge im Glas hängt vom Rezept ab. Bei Cappuccino, Flat White und Latte Macchiato läuft zuerst Milch und dann Kaffee, bei Caffè Latte und Café au Lait umgekehrt. Für die Milchtemperatur verweist Philips in einer Fußnote auf 70 bis 82 °C.

Mit einer Reinigung in 15 Sekunden wirbt Philips auf der Produktseite. Die Fußnote im Datenblatt von 2023 erklärt, worauf die Zahl laut Philips beruht: auf Verbrauchertests in Deutschland aus dem Jahr 2018, bei denen LatteGo mit führenden One-Touch-Vollautomaten verglichen wurde.

Die Sicherheitsbroschüre hat für das Milchsystem einen eigenen Abschnitt. Vor der Ausgabe können Milch- und Dampfstrahlen austreten, es besteht Verbrennungsgefahr, und abnehmen sollst du das System erst, wenn der Ausgabezyklus beendet ist. Zum Reinigen zerlegst du es, spülst es unter warmem Wasser, reinigst es mit einem lebensmittelsicheren Reinigungsmittel und baust es erst nach dem Trocknen wieder zusammen. Vor jedem Milchgetränk prüfst du, ob es nach Anleitung eingesetzt ist, und du benutzt es nur, wenn alle Teile richtig zusammengesetzt und unbeschädigt sind. Andere Flüssigkeiten als Wasser und Milch kommen nicht hinein. Beim Entkalken und bei heißem Wasser nimmst du es immer heraus. Alle seine Teile sind spülmaschinenfest.

Mahlwerk, Stärke, Temperatur: was sich einstellen lässt

Das Mahlwerk ist laut Philips zu 100 % aus Keramik und hat 12 Mahlgradstufen. Verstellt wird am Drehknopf im Bohnenbehälter, und zwar nur, während die Maschine mahlt, und immer nur um eine Position pro Schritt. Die Wirkung zeigt sich laut Anleitung nach 2 bis 3 Getränken. Philips rät, die Einstellung erst nach 100 bis 150 Tassen zu verändern, was die Anleitung mit etwa einem Monat gleichsetzt. Wie du dich an den passenden Mahlgrad herantastest, beschreibt der Ratgeber Kaffeevollautomat einstellen.

In den Behälter passen 275 g Bohnen. Karamellisierte oder aromatisierte Bohnen sind ausgeschlossen, Schäden durch sie fallen laut Sicherheitsbroschüre nicht unter die Garantie. Für eine zweite Sorte, etwa Entkoffeinierten am Abend, ist der Pulverschacht da. Er nimmt einen Messlöffel gemahlenen Kaffee, dann brüht die Maschine eine einzelne Tasse und lässt die Aromastärke außen vor. In das Fach gehören laut Broschüre nur gemahlener Kaffee und die Kaffeefettlöser-Tabletten von Philips.

Pro Getränk wählst du die Aromastärke in 5 Stufen, Kaffee- und Milchmenge in je 5 Mengen. Die Brühtemperatur kennt 3 Stufen und ist eine Geräteeinstellung. Philips gibt an, das Wasser beim Brühen zwischen 90 °C und 98 °C zu halten. ExtraShot setzt einen zusätzlichen Schuss Ristretto obendrauf, das geht nur bei der höchsten Stärke, und mit ExtraShot läuft immer nur ein Getränk.

Gesteuert wird über ein TFT-Display, das der Amazon-Katalog als Touchscreen beschreibt. Bei Konnektivität trägt die Produktseite ein Nein ein, eine App-Steuerung entfällt also. Vier Profile plus Gast lassen sich anlegen. Nach jedem Bezug speichert die Maschine die gewählten Einstellungen automatisch im aktiven Profil; im Gastprofil kannst du ebenfalls anpassen, das Rezept bleibt dort aber nicht erhalten. Im Einstellungsmenü liegen außerdem Wasserhärte, Stand-by-Timer, Displayhelligkeit in drei Stufen, Sprache, Tastenton und die Wahl zwischen ml und oz. Alles lässt sich jederzeit auf die Werkseinstellung zurücksetzen.

Im Stand-by zieht die Maschine laut Produktseite 0,2 W, gemessen nach EN 50564:2011. Ab Werk wechselt sie nach 30 Minuten dorthin, einstellbar sind 15, 30, 60 oder 180 Minuten. Wer die Stand-by-Zeit ändert, erhöht laut Broschüre den Energieverbrauch.

Beim Druck steht auf der Produktseite 15 bar. Das ist der Pumpendruck, also das, was die Pumpe aufbauen kann. Wie viel davon am Kaffeemehl ankommt, hängt vom Widerstand ab, den Mahlgrad und Pulvermenge in der Brühgruppe bilden; einen Wert dafür nennt Philips nicht. Unter den Funktionen führt das Datenblatt von 2023 außerdem Pre-Brew Aroma control, Aroma Seal, eine geführte Entkalkung und eine ECO-Einstellung.

Was kommt sonst infrage?

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Philips LatteGo 5400 (dieses) 12 Getränke, 4 Profile plus Gast ca. 424 € 8,6 du Milchgetränke für bis zu vier Leute mit festen Vorlieben machst
Philips LatteGo 5500 laut Philips 20 statt 12 Spezialitäten, laut Amazon-Katalog auch kalte ca. 515 € 8,7 du Eiskaffee per Knopfdruck willst
DeLonghi Magnifica S laut Amazon-Katalog Aufschäumdüse statt Milchkaraffe, 13-stufiges Kegelmahlwerk ca. 320 € 8,3 du meist schwarz trinkst und Milch nur ab und zu selbst aufschäumst
Jura E8 Brüheinheit bleibt fest im Gerät und wird per Tablettenprogramm gereinigt ca. 1.049 € 9,4 du keine Brühgruppe von Hand ausbauen, spülen und fetten willst

Die Preise sind die Richtwerte unserer Preisboxen (Stand September 2026). Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Anleitungen, Datenblättern und Katalogdaten, gemessen haben wir an keinem der vier Geräte. Alle Maschinen der Kategorie stehen im Vollautomaten-Vergleich.

Wann die 5400, wann eine andere?

Zuerst die Frage, ob bei dir überhaupt Milch in die Tasse kommt. Wenn fast nur Espresso und Kaffee laufen, bezahlst du bei der 5400 für eine Karaffe, die ungenutzt im Schrank steht. Die DeLonghi Magnifica S spart dir laut unserer Preisbox rund 105 Euro gegenüber der Serie 5400 und hat laut Amazon-Katalog eine Aufschäumdüse, an der du die Milch nach Bauart selbst im Kännchen aufschäumst.

Soll morgens auch ein Iced Americano aus der Maschine kommen, ist die EP5447/90 die falsche Wahl; dann bleiben die Philips Serie 5500 oder innerhalb der Serie 5400 die EP5441/50, siehe oben.

Dann die Haushaltsgröße. Der Wassertank fasst 1,8 l, und die Broschüre will das Wasser darin innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbraucht sehen. Wer allein zwei Tassen am Tag trinkt, füllt den Tank deshalb nach unserer Einschätzung besser nur zur Hälfte. Umgekehrt beim Kaffeesatzbehälter: Er fasst laut Anleitung 12 Portionen. Trinken vier Leute je zwei Tassen am Tag, ist er nach anderthalb Tagen voll.

Für hohe Gläser zählt der Auslauf. Er lässt sich laut Anleitung zwischen 88 und 145 mm verstellen, das Datenblatt von 2023 schreibt 85 bis 145 mm. Ein Latte-Macchiato-Glas über 14,5 Zentimetern passt nach diesen Angaben nicht darunter.

Und die Pflege. Die Brühgruppe der 5400 kommt jede Woche heraus (der Plan steht unten bei der Reinigung). Wer das nie tun will, landet bei der Jura E8, deren Brüheinheit im Gerät bleibt. Dafür legst du nach unserer Preisbox rund 625 Euro drauf, und wir würden das nur zahlen, wenn dich genau dieser Handgriff stört.

Reinigung und Entkalken nach Anleitung

Nach jedem Milchgetränk ist die Karaffe dran. Du startest entweder Quick Milk Clean an der Maschine oder nimmst den LatteGo ab und spülst ihn unter fließendem Wasser oder im Geschirrspüler. Für die gründliche Reinigung gießt du Milchreste aus, drückst die Entriegelungstaste, nimmst den Milchbehälter aus dem Rahmen und reinigst alle Teile in der Spülmaschine oder unter lauwarmem, fließendem Wasser mit etwas Spülmittel. Die Abtropfschale leerst du täglich, sobald ihre rote Anzeige sichtbar wird.

Einmal pro Woche kommt die Brühgruppe heraus. Du schaltest die Maschine aus, nimmst den Wasserbehälter heraus, öffnest die Serviceklappe, drückst die PUSH-Taste und ziehst die Gruppe am Griff heraus. Gespült wird sie unter fließendem Leitungswasser, laut Sicherheitsbroschüre nicht in der Spülmaschine und ohne Spül- oder Reinigungsmittel. Mit einem Tuch trocknen sollst du sie laut Anleitung nicht, weil Fusseln hängen bleiben; sie trocknet an der Luft.

In derselben Woche prüfst du den Behälter für gemahlenen Kaffee auf Verstopfung (Netzstecker ziehen, Brühgruppe heraus, Reste mit einem Löffelstiel lösen) und spülst den Wasserbehälter unter fließendem Wasser. Abtropfschale und Kaffeesatzbehälter werden wöchentlich gereinigt, den Satzbehälter leerst du außerdem, wenn die Maschine es verlangt, und nimmst ihn immer bei eingeschaltetem Gerät heraus. Er darf mit Spülmittel oder in die Spülmaschine, seine Vorderseite ausgenommen, die laut Anleitung nicht spülmaschinenfest ist. Die Produktseite zählt ihn ohne diese Einschränkung zu den spülmaschinenfesten Teilen.

Monatlich reinigst du die Brühgruppe über das Reinigungsmenü mit einer Philips-Tablette zum Entfernen von Kaffeefett. Alle zwei Monate empfiehlt Philips, sie dünn zu schmieren, an Kolben, Schaft und Führungsschienen, laut Broschüre nur mit lebensmitteltauglichem, genehmigtem H1-Fett.

Das Gehäuse wischst du mit einem weichen, feuchten Tuch und höchstens mildem Reinigungsmittel ab, die Vorderseite laut Anleitung einmal pro Woche; Scheuerschwamm, Scheuermittel, Benzin oder Azeton schließt die Broschüre aus. Maschine, Netzstecker und Netzkabel tauchst du nie in Wasser, sonst besteht Stromschlaggefahr. Den Heißwasserspender reinigst du laut Broschüre vorsichtig, ohne den Lufteinlass zu blockieren, und lässt dabei kein Wasser eindringen. Wird die Maschine nicht gereinigt und gewartet, kann laut Broschüre ein Defekt oder Schimmel entstehen; bei Schimmel sollst du öfter reinigen, und die Reparatur ist dann von der Garantie ausgeschlossen.

Entkalkt wird, wenn das Display es meldet. Die Wasserhärte stellst du in 5 Stufen ein, ab Werk steht Stufe 4 für hartes Wasser, bestimmen lässt sie sich mit dem beiliegenden Teststreifen. Ein Durchgang dauert etwa 30 Minuten und besteht aus Entkalkungs- und Spülzyklus: eine ganze Flasche Philips-Entkalker in den Tank, mit Wasser bis zur Markierung CALC/CLEAN auffüllen, einen Behälter für 1,5 l unterstellen. Die ausgegebene Lösung trinkst du nie. Wer nicht entkalkt, riskiert laut Anleitung die Garantie. Die Schritte im Allgemeinen beschreibt der Ratgeber Kaffeevollautomat entkalken.

Mit dem AquaClean-Filter entfällt das Entkalken laut Philips für bis zu 5.000 Tassen, gerechnet mit 8 Filterwechseln nach Anzeige. Ein Filter ist nach 95 Litern erschöpft und muss spätestens nach 3 Monaten raus, auch wenn die Maschine nicht danach fragt. Jeden neuen Filter aktivierst du im Reinigungsmenü, das dauert etwa 5 Minuten und geht nur bei kalkfreiem Gerät. Vorher bereitest du ihn in kaltem Wasser vor, sonst gerät laut Anleitung Luft ins System, und die Maschine wird laut.

Die Broschüre setzt dem Filter Grenzen. Er ist nur für kommunal behandeltes Leitungswasser oder Wasser aus privaten Quellen mit nachgewiesener Trinkwasserqualität gedacht; gilt ein Abkochgebot, kochst du das Wasser ab und lässt es abkühlen, danach reinigst du die Maschine und setzt eine neue Patrone ein. Den Wassertank reinigst du regelmäßig. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und für Babys empfiehlt Philips auch mit Filter gereinigtes oder abgekochtes Wasser. Beim Filtern kann der Natriumgehalt leicht steigen, wer eine Nierenerkrankung hat, zur Dialyse geht oder sich natriumarm ernähren muss, fragt vorher einen Arzt. Beim Entkalken nimmst du den Filter aus dem Tank, reinigst den Tank gründlich und setzt ihn danach wieder ein. Wer die Empfehlungen zu Verwendung und Austausch nicht befolgt, bei dem lehnt der Hersteller jede Haftung ab.

Gerechnet: Der Drei-Monats-Takt verlangt mindestens vier Filter im Jahr. Das AquaClean-Doppelpack CA6903/22 steht in unserer Preisbox bei ca. 19,99 Euro, für ein Jahr brauchst du zwei davon, zusammen ca. 40 Euro. Wer im Schnitt mehr als gut einen Liter am Tag durch die Maschine schickt, Spülwasser eingerechnet, erreicht die 95 Liter vor Ablauf der drei Monate und braucht entsprechend mehr. Dazu kommen zwölf Fettlöser-Tabletten und sechs Fettungen im Jahr.

Was Philips offenlässt

Einige Angaben, nach denen Käufer Vollautomaten vergleichen, fehlen auf der Produktseite, in beiden Datenblättern und in der Anleitung. Wir sammeln sie hier, statt sie zu schätzen:

  • die Lautstärke in Dezibel, und was SilentBrew an der EP5447/90 konkret bewirkt
  • die Aufheizzeit, über das Stichwort Schnellstart hinaus
  • die Temperatur jeder der drei Brühstufen
  • die Bauart der Pumpe
  • der Werkstoff von Wassertank, Bohnenbehälter, Abtropfschale und Brühgruppe
  • das Volumen von Abtropfschale und Kaffeesatzbehälter in Litern oder Gramm
  • die Wasserhärte je Stufe in °dH
  • wie oft ohne AquaClean-Filter entkalkt werden muss, in Tassen oder Litern
  • der Stromverbrauch pro Jahr in kWh
  • die Preise für Entkalker, Fettlöser-Tabletten und Schmierfett
  • wie lange Ersatzteile lieferbar bleiben
  • Mindestabstände bei der Aufstellung
  • die höchste Becherhöhe für die Reisebecher-Funktion

Beim Herstellungsland widersprechen sich die Unterlagen. Produktseite und Datenblatt von 2026 schreiben China, das Datenblatt von 2023 schreibt Designed in Italy, Made in Romania.

Für wen geeignet?

Für einen Privathaushalt, und laut Sicherheitsbroschüre nur dafür. Wer Kinder hat, findet im selben Heft vier Regeln. Kinder ab 8 Jahren sowie Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten oder ohne Erfahrung dürfen die Maschine nur unter Aufsicht oder nach einer Unterweisung benutzen, und nur, wenn sie die Gefahren verstehen. Reinigung und Pflege übernehmen Kinder nicht, außer sie sind älter als 8 und werden beaufsichtigt. Kinder unter 8 sollen weder an die Maschine noch an Zubehör und Kabel kommen, und spielen dürfen Kinder mit ihr nicht.

Ausgeschlossen sind laut Broschüre Personalküchen, Büros, landwirtschaftliche Betriebe und andere gewerbliche Umgebungen. Für die Teeküche im Büro ist die 5400 damit die falsche Wahl, auch wenn vier Profile dort auf den ersten Blick passen würden.

Datenblatt

Technische Daten: Serie 5400 EP5447

Mahlwerk100 % Keramik, 12 Mahlgradstufen
MilchsystemLatteGo, 2-teilige Karaffe ohne Schläuche
BrühgruppeEntnehmbar, spülbar unter fließendem Wasser
Bohnenbehälterca. 275 g
Wassertank1,8 l
BedienungTFT-Display (laut Amazon Touchscreen), 12 Kaffeespezialitäten, 4 Nutzerprofile plus Gast
PflegeEntkalkungsprogramm, AquaClean-Filter optional
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.3
Leistung
8.4
Handhabung
8.8
Preis-Leistung
8.8

Vorteile

  • ✓LatteGo aus zwei Teilen ohne Schläuche, alle Teile laut Philips spülmaschinenfest
  • ✓4 Nutzerprofile plus Gast; nach jedem Bezug speichert die Maschine die Einstellungen im aktiven Profil
  • ✓Keramikmahlwerk laut Philips für mindestens 20.000 Tassen ausgelegt
  • ✓In unserer Preisbox rund 90 Euro unter der LatteGo 5500, die dafür laut Philips 20 statt 12 Spezialitäten hat

Nachteile

  • ✗12 vorprogrammierte Getränke, darunter kein Eis- oder Kaltgetränk
  • ✗Milchgetränke nur einzeln: Zwei Milchgetränke gleichzeitig kann die Maschine laut Philips-Datenblatt nicht, zwei Tassen auf einmal gehen nur bei Kaffee ohne Milch
  • ✗Die Brühgruppe pflegst du selbst: wöchentlich herausnehmen und unter Leitungswasser spülen, monatlich eine Fettlöser-Tablette, alle zwei Monate fetten; Spülmaschine sowie Spül- und Reinigungsmittel sind für sie ausgeschlossen
  • ✗Den Mahlgrad verstellst du nur, während die Maschine mahlt, und immer nur um eine Stufe pro Schritt
Im Vergleich

Serie 5400 EP5447 im Vergleich

Philips Serie 5400 EP5447Serie 5400 EP5447Jura E8E8Jura E6E6
Gesamtwertung8.6/109.4/109.2/10
Preis424,48 €1.049,00 €699,00 €
Verarbeitung8.39.69.3
Leistung8.49.69.4
Handhabung8.89.29.0
Preis-Leistung8.88.09.1
TypVollautomatVollautomatVollautomat
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Die EP5447/90 hat laut Philips das 100-%-Keramikmahlwerk mit 12 Stufen, LatteGo ohne Schläuche und SilentBrew. Wer mit 4 Profilen plus Gast auskommt, bekommt hier nach unserer Einschätzung das LatteGo-System günstiger als bei der Serie 5500. Wer Eis- oder Kaltgetränke per Knopfdruck will, greift zur Serie 5500 oder zur EP5441/50 aus derselben Serie.

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Zuletzt geprüft: 1.10.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Bewertungsmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Serie 5400 EP5447

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Serie 5400 EP5447.

Hat die LatteGo 5400 SilentBrew?

Laut Philips ja. Auf der Produktseite der EP5447/90 und im deutschen Datenblatt vom März 2026 steht SilentBrew unter Technologie, neben Schnellstart und LatteGo. Was SilentBrew an der EP5447/90 bewirkt, beschreiben weder Produktseite noch Datenblätter noch Anleitung, einen Dezibelwert nennt Philips auch nicht. Für die Serie 5500 gibt Philips 40 Prozent weniger Lärm als bei früheren eigenen Vollautomaten an; ob das auf die 5400 übertragbar ist, sagt Philips nicht. Deshalb schicken wir niemanden wegen der Lautstärke zur Serie 5500.

Kann ich zwei Milchgetränke gleichzeitig zubereiten?

Nein. Das englische Datenblatt von 2023 führt den Punkt Milk Double Cup mit No. Zwei Tassen auf einmal gehen nur bei Getränken ohne Milch: Du tippst das Getränkesymbol zweimal an oder wählst das 2x-Symbol, dann laufen zwei Portionen parallel. Wer morgens für zwei Leute Cappuccino macht, startet den Bezug also zweimal hintereinander und stellt die zweite Tasse erst unter, wenn die erste fertig ist.

Funktioniert LatteGo mit Hafer- oder Sojadrink?

Laut Philips ja, mit Einschränkung. Die Produktseite spricht von pflanzlichen Milchalternativen mit angemessenem Fett- und Proteingehalt, welche Werte damit gemeint sind, bleibt offen. Unabhängig von der Sorte rät die Anleitung zu Milch, die direkt aus dem Kühlschrank kommt. Was nach dem Bezug in der Karaffe übrig bleibt, bewahrst du laut Anleitung samt LatteGo im Kühlschrank auf, dafür liegt der Aufbewahrungsdeckel bei.

Darf ich einen Brita-Filter oder Essig verwenden?

Beides nicht. Die Anleitung schreibt, dass Brita-Filter mit diesem Gerät nicht kompatibel sind; vorgesehen ist der AquaClean-Filter von Philips. Beim Entkalker schließt die Sicherheitsbroschüre Mittel auf Mineralsäurebasis aus und zählt dazu Schwefel-, Salz-, Sulfamin- oder Essigsäure, als Beispiel ausdrücklich Essig. Empfohlen werden dort Philips-Produkte, und die Bedienungsanleitung wiederholt das Verbot für Schwefel-, Salz- und Essigsäure.

Was liegt bei, und was muss ich nachkaufen?

Laut Produktseite liegen Messlöffel, Wasserhärte-Teststreifen, ein AquaClean-Filter und der LatteGo-Deckel im Karton; das englische Datenblatt von 2023 nennt zusätzlich eine Tube Schmierfett. Gedruckt gibt es eine Kurzanleitung mit Bildern und eine Sicherheitsbroschüre, die ausführliche Anleitung steht online in der HomeID-App und auf der Supportseite home.id. Als passendes Zubehör führt Philips Kaffeefettlöser-Tabletten, Entkalker, eine Reinigungsbürste und Brühgruppenschmiermittel, das kaufst du also nach.

Was muss ich vor dem ersten Kaffee beachten?

Alle abnehmbaren Teile, die mit Wasser, Kaffee oder Milch in Berührung kommen, spülst du vor dem ersten Gebrauch mit heißem Wasser aus. Die Spannungsangabe auf der Maschine muss zu deiner Netzspannung passen, und die Steckdose muss schutzgeerdet sein. Danach bereitest du laut Anleitung zuerst 5 Tassen zu, weil die Maschine die Menge an gemahlenem Kaffee selbst nachjustiert. Kaffeereste im Gerät sind normal, es lief im Werk bereits mit Kaffee.

Wie lange hält die Maschine, und gibt es Ersatzteile?

Für das Keramikmahlwerk nennt Philips mindestens 20.000 Tassen. Bei vier Tassen am Tag wären das rechnerisch knapp 14 Jahre, das ist unsere Rechnung. Für den Rest der Maschine gibt Philips keine Lebensdauer an. Die Ersatzteilliste findest du online über die Modellnummer, die innen an der Serviceklappe steht, und Reparaturen buchst du über home.id, laut Philips auch für einige Geräte außerhalb der Garantie.

Was mache ich, wenn die Maschine länger nicht läuft?

Ab drei Tagen Pause leerst du den Wassertank, spülst ihn gründlich und füllst frisches Trinkwasser ein, so steht es in der Sicherheitsbroschüre. Bei längerer Nichtbenutzung soll gar kein Wasser im Tank bleiben. Steckt ein AquaClean-Filter, wiederholst du nach mehr als drei Monaten ab der Installation, etwa nach einem langen Urlaub, die Aktivierungsschritte aus der Anleitung. Den Netzstecker ziehst du laut Broschüre bei längerer Nichtbenutzung, bei einer Störung und vor dem Reinigen.