Beste Elektrische Kaffeemühlen 2026: Vergleich & Kaufberatung
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Beste Elektrische Kaffeemühlen 2026: Vergleich & Kaufberatung

Acht von 14 elektrischen Mühlen unseres Katalogs nach unserer Wertung: Scheibe oder Kegel, Waage oder Timer, und was die Preisstufen voneinander trennt.

Punkte, Auswahl und Quellen

Die Mignon Specialita bekommt in ihrem Review 9,5 für die Verarbeitung, 9,6 für die Leistung, 8,9 für die Handhabung und 8,3 für die Preis-Leistung. Im Schnitt wären das knapp 9,1, ihre Gesamtnote lautet aber 9,4. Diese Zahl ist ein Urteil der Redaktion und kein Mittelwert, und genau so sind die Punkte auf allen acht Plätzen gemeint.

Am 1. Oktober 2026 zählt die Kategorie elektrische Kaffeemühlen vierzehn besprochene Mühlen. Auf diese Seite kommen die acht mit der höchsten Gesamtnote, die Specialita vorneweg und die Fellow Opus mit 8,6 als letzte.

Wo der Schnitt liegt, zeigt sich am unteren Ende: Keine Mühle unter 139,99 Euro hat es auf die Liste geschafft. Die vier günstigeren im Katalog liegen mit 7,6 bis 8,2 Punkten darunter, und ganz am Rand trennt nur die Sortierung zwei Mühlen mit derselben Wertung.

Bei uns stand keines dieser Geräte auf der Arbeitsplatte. Die vierzehn Reviews sind sämtlich überarbeitet, sie stützen sich auf Herstellerseiten und Bedienungsanleitungen und ziehen den Amazon-Katalog zur Gegenprobe heran. Steht hier etwas über eine bestimmte Mühle, dann ist es dort nachzulesen.

Scheibe oder Kegel, und was davon im Datenblatt steht

Drei der acht mahlen zwischen zwei flachen Scheiben, fünf mit einem Kegel, der sich in einem Ring dreht. Die Scheibenmühlen haben bezifferte Durchmesser: 55 Millimeter bei beiden Eureka, 58 bei der Wilfa. Bei den Kegeln geben Baratza für beide Modelle und Fellow 40 Millimeter an, Graef und Sage nennen für ihre Kegel keinen Durchmesser.

Konstruktiv arbeiten beide Bauarten verschieden. Im Kegel werden die Bohnen oben, wo der Spalt weit ist, aufgebrochen und weiter unten zerrieben, den Mahlgrad bestimmt der engste Abstand am Austritt. Zwischen zwei Scheiben wandern sie von der Mitte nach außen, bis sie durch den Spalt am Rand passen. Welche Bauart das gleichmäßigere Mehl liefert, können wir nicht sagen: In keinem der acht Reviews steht eine Messung der Partikelgröße, und auch von uns stammt keine.

Ablesen lässt sich dagegen die Mechanik drumherum. Die beiden Eureka drehen laut Produktseite mit 1.350 Umdrehungen pro Minute, nehmen 310 Watt auf und wiegen 5,6 und 6,5 Kilogramm. Die Kegelmühlen liegen darunter, mit 550 Umdrehungen bei den Baratza, 350 bei der Opus und 70 bis 165 Watt. Die Wilfa passt in keine der beiden Gruppen: 58-Millimeter-Scheiben, aber 80 Watt, und Wilfa wirbt ausdrücklich mit langsamem Mahlen. Für die Graef steht eine Drehzahl (ca. 800 bis 900) nur im Amazon-Katalog.

Im Katalog sitzen die Scheiben übrigens an beiden Enden der Preisskala. Ganz oben die zwei Eureka, ganz unten die zwei günstigsten Mühlen der Kategorie, beide mit Scheibenmahlwerk und beide nicht auf dieser Liste. Die Bauart allein sagt über den Preis also wenig. Nach unserer Einschätzung entscheidet beim Kauf weniger, ob Kegel oder Scheibe mahlt, als die Frage, wie sich der Abstand verstellen lässt.

Stufenlos, gerastet oder mit Werkzeug

Warum die Rasten beim Espresso so viel wiegen, begründen die Reviews von Sage, Baratza und Wilfa gleich: Das Wasser muss unter Druck durch einen fest gepressten Puck, und wie schnell es durchläuft, hängt an der Partikelgröße. Eine French Press zieht mehrere Minuten ohne Druck und nimmt einen Schritt am Mahlgrad viel weniger übel. Liegt der passende Espresso-Mahlgrad zwischen zwei Rasten und hat die Mühle keinen zweiten Verstellweg, bleibt dir nur, die Einwaage zu ändern.

Stufenlos verstellen nur die beiden Eureka. Die übrigen sechs haben Rasten, und wie viele davon dem Espresso gehören, geht weit auseinander. Die Sage-Tabelle reserviert 30 von 60 Stufen für Espresso, Baratza bei der Encore ESP 20 von 40 und nennt diese Hälfte hochauflösend. Die Wilfa sieht die Stufen 3 bis 7 vor, die Opus den Bereich 1 bis 2 mit fünf Raststellungen. Die Virtuoso+ hat keine ausgewiesene Espressozone; Baratza schlägt Stufe 8 vor, darunter bleiben sieben Rasten. Graef gibt für die CM800 gar keine Stufenzahlen vor, sondern die Faustregel fein, mittel, gröber.

Vier der Rastmühlen haben einen zweiten Hebel, der über die Skala hinausreicht, und jeder kostet Handgriffe. An der Graef nimmst du das obere Mahlwerk heraus und versetzt es mit dem Schraubendreher, laut Anleitung zunächst um höchstens zwei bis drei Stellen. Bei der Sage versetzt du den oberen Kegel um eine Nummer, nachdem Behälter und Kegel abgenommen sind. Die Opus hat unter dem Bohnenbehälter einen blauen Innenring, der laut Fellow Schritte von 16,7 Mikrometern erlaubt; dafür kommt der Behälter ab, und jede Korrektur verschiebt nach unserer Lesart die ganze Skala mit. Baratza legt der Encore ESP Unterlegscheiben bei, die den Bereich um etwa fünf Stufen verschieben, aber keine Zwischenwerte schaffen.

Die stufenlose Verstellung hat ihren eigenen Preis: Es fehlt die Rast als Merkzeichen. Eine gefundene Stellung findest du an der Specialita nur über die Kerben am Einstellknopf wieder, und Eureka warnt, dass die Maschine stehen bleiben kann, wenn der Knopf bei stehendem Motor eine volle Umdrehung gedreht wird. Das Vorgehen Schritt für Schritt steht unter Mahlgrad einstellen.

Dosieren nach Sekunden, nach Gramm oder von Hand

Eine Waage bringen nur zwei der acht mit. Die Libra hat die Waage in der Siebträgergabel und schaltet beim eingestellten Grammwert ab, laut Eureka auf plus/minus 0,2 Gramm genau. Die Wilfa wiegt vorher: Ihr Deckel ist eine abnehmbare Waage, laut Wilfa auf 0,1 Gramm genau. Du wiegst die Bohnen darauf ab, schüttest sie ein, und die Mühle läuft, bis der Trichter leer ist.

Vier steuern über die Zeit, mit sehr unterschiedlicher Auflösung. Die Virtuoso+ stellt 0,1 bis 40,0 Sekunden in Zehntelsekunden ein. Die Sage legt für jede Shot- und Tassenzahl eine eigene Dauer ab, laut Sage in bis zu 0,2-Sekunden-Schritten. Die Specialita kennt zwei programmierbare Dosen und einen manuellen Modus. Die Opus hat vier feste Laufzeiten, 30, 60, 90 und 120 Sekunden, und bei ihr ist die Zeit bloß eine Obergrenze, denn gemahlen wird die eingefüllte Portion, bis nichts mehr drin ist.

Zwei haben überhaupt keine Mengensteuerung. Die Encore ESP läuft über Pulse-Taste oder Ein/Aus-Knopf, die CM800 so lange, wie der Siebträger gegen ihren Kontaktschalter drückt.

Ins Gewicht fällt das, sobald du die Bohne wechselst. Ein Timer wiederholt eine Zeit, keine Masse, und wie viel Mehl pro Sekunde fällt, hängt am Mahlgrad. Baratza belegt das für die Encore ESP selbst: 1,3 Gramm pro Sekunde bei Stufe 10, 2,2 Gramm bei Stufe 30. Wer an einer Timer-Mühle die Bohne wechselt, wiegt einmal nach und stellt die Zeit neu ein. Bei sechs der acht gehört deshalb nach unserer Einschätzung eine Waage neben die Mühle, und das Brühverhältnis dazu rechnet der Brüh-Rechner aus.

Die Plätze eins bis acht und ihr Grund

Platz 1: Eureka Mignon Specialita, 9,4

Den ersten Platz hat die Eureka Mignon Specialita wegen eines Details der Verstellung. Eureka bewegt nicht die obere, sondern die untere Mahlscheibe und nennt als Nutzen Wartung, ohne die gefundene Einstellung zu verlieren. Wer zum Reinigen den oberen Scheibenträger öffnet, fängt danach nach unserer Lesart nicht von vorn an. Bei einer stufenlosen Mühle ohne Rasten ist genau das der Punkt, an dem es sonst hakt. Wir würden sie jemandem empfehlen, der jeden Morgen am Siebträger steht und eine Einstellung über Wochen halten will. Eine Waage hat sie nicht, der Bohnenbehälter fasst 300 Gramm, und mit ca. 431,90 Euro ist sie die zweitteuerste Mühle des Katalogs.

Platz 2: Eureka Libra 16CR, 9,2

Das Mahlwerk der Eureka Libra 16CR hat laut Eureka dieselben Kennwerte wie das der Specialita. Was sie zusätzlich kann, steckt in der Gabel: Dort ruht der Siebträger beim Mahlen frei, eine Waage zählt mit, und beim eingestellten Grammwert ist Schluss, wählbar in Zehntelgramm. Das zählt, wenn du jede Woche eine andere Röstung einspannst und sonst nach jedem Wechsel die Mahlzeit neu einwiegen müsstest. Hinter der Mignon Specialita liegt sie trotzdem, weil der Aufpreis von rund 207 Euro allein in der Dosierung steckt. Ein Haken steht in der Anleitung: Ein Stoß gegen Siebträger oder Gabel pausiert den Vorgang, und manche Störungen deutet die Mühle als Entnahme des Siebträgers, dann ist die Dosis verloren. Mit ca. 639 Euro kostet keine der vierzehn Mühlen der Kategorie mehr.

Platz 3: Wilfa Svart Uniform+, 9,1

Die Wilfa Svart Uniform+ ist unter den ersten vier die einzige mit Schwerpunkt Handfilter. Ihr Grund auf der Liste ist der Ablauf, den das Handbuch vorgibt: Mahlgrad wählen, Bohnen auf dem Deckel abwiegen, einfüllen, starten, und nach der letzten Bohne stoppt der Motor von selbst. Die Deckelwaage hat eine Stoppuhr, und ein kurzer Druck auf Ein/Aus tariert und setzt die Zeit gleichzeitig auf null. Wer Pour-over oder Aeropress nach Gramm brüht und noch keine Kaffeewaage besitzt, braucht mit ihr kein zweites Gerät. Als tägliche Espressomühle würden wir sie nicht kaufen, aus dem Grund, der oben bei den Rasten steht, und weil sie keinen Halter für den Siebträger hat. Vor dem Kauf solltest du außerdem wissen, dass Wilfa sie auf der eigenen Seite im September 2026 als ausverkauft führte und sie inzwischen als Vorgängermodell der Uniform Evo bezeichnet. Die Ersatzscheiben waren zur selben Zeit bestellbar.

Platz 4 und 5: Baratza Encore ESP und Baratza Virtuoso+, je 9,0

Zwei Mühlen desselben Herstellers mit derselben Wertung, und laut Baratza mit demselben Kern: 40-Millimeter-Kegel aus M2, einem Schnellarbeitsstahl, dazu gleiche Leistung, Drehzahl, Behälter und Außenmaße. Dass die Baratza Encore ESP vor der Baratza Virtuoso+ steht, ist kein Urteil. Bei Gleichstand sortiert unser Listengerüst nach dem Dateinamen.

Was sie trennt, ist oben schon angelegt: Die ESP teilt ihre Skala und hat keinen Timer, die Virtuoso+ hat den Timer und keine Espressozone. Dazu kommt die Befestigung des Kegels, bei der ESP auf einem Schnellspanner, den du von Hand löst, bei der Virtuoso+ auf einem Gewinde. Der ESP liegen ein Dosierbecher für 54-Millimeter-Siebträger und ein Adapterring für 58 Millimeter bei, für die Virtuoso+ nennt Baratza den Becher nur als kompatibel. Die Virtuoso+ kostet 50 Euro mehr.

Nach unserer Einschätzung gehört die ESP zu jemandem, der morgens Espresso zieht, am Wochenende eine French Press ansetzt und die Dosis ohnehin wiegt. Die Virtuoso+ passt zu jemandem, der überwiegend Filter oder Aeropress brüht und die Menge lieber über die Zeit wiederholt. Ihre Reviews geben der ESP 8,9 für die Preis-Leistung und der Virtuoso+ 8,6, bei der Handhabung ist es genau umgekehrt.

Platz 6 und 7: Graef CM800 und Sage Smart Grinder Pro, je 8,8

Auch hier entscheidet bei gleicher Punktzahl nur der Name über die Reihenfolge, obwohl die beiden Mühlen gegensätzlich gebaut sind. Die Graef CM800 kommt ohne Timer und ohne Waage aus. Du stellst den Schalter auf AUTO, drückst den Siebträger gegen den Kontaktschalter am Halter, und sie mahlt, bis du ihn zurückziehst; zwei Halter mit ca. 60 und ca. 70 Millimetern liegen bei. Mit ca. 139,99 Euro ist sie die günstigste Mühle dieser Liste. Wir sehen sie bei jemandem, der zur ersten Siebträgermaschine eine Mühle sucht, schon eine Waage besitzt und unter 150 Euro bleiben will.

Die Sage Smart Grinder Pro setzt auf Display und gespeicherte Zeiten, und dafür gibt ihr Review bei der Handhabung 9,0, das der Graef 8,3. Für ein bis acht Shots und ein bis zwölf Tassen legst du je eine eigene Dauer ab, und der Wechsel vom Espresso zur Kanne kostet einen Dreh am Mahlgrad, einen Druck auf SHOTS / TASSEN und das Herausziehen des Halters. Gegenüber der Graef CM800 zahlst du rund 59 Euro mehr, und bei der Preis-Leistung liegt die Graef mit 8,6 gegen 8,2 vorn. Ihr Bohnenbehälter fasst 450 Gramm, der größte serienmäßige der acht.

Platz 8: Fellow Opus, 8,6

Bei der Fellow Opus rät schon die Anleitung davon ab, Bohnen in der Mühle aufzubewahren, und der Behälter fasst 100 Gramm. Auf die Liste bringt sie der Wechsel zwischen den Zubereitungen: Vom Espresso auf Pour-over ist es eine Drehung am Außenring, von 1 bis 2 auf 5 bis 9, und solange der Innenring unberührt bleibt, gelten beide gemerkten Stellungen weiter. Sie ist für dich, wenn du jede Portion vorher abwiegst und zwischen Siebträger und Handfilter pendelst, aber nicht jede Woche eine neue Espressobohne einstellst. Der Kegel hat sechs Schneiden und dreht mit 350 Umdrehungen pro Minute bei 6 Newtonmetern Drehmoment.

Worin sich die acht unterscheiden

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Eureka Mignon Specialita 55-mm-Scheiben, stufenlos über die untere Scheibe, Dosierung nach Zeit ca. 431,90 € 9,4 du fast nur Espresso ziehst und eine Einstellung lange halten willst
Eureka Libra 16CR gleiche Mahlwerkskennwerte, Waage in der Gabel stoppt beim Zielgewicht ca. 639 € 9,2 du oft die Röstung wechselst und ohne Nachwiegen nach Gramm dosieren willst
Wilfa Svart Uniform+ 58-mm-Scheiben, Waage im Deckel, mahlt die eingewogene Portion leer ca. 330 € 9,1 du Handfilter oder Aeropress brühst und noch keine Kaffeewaage hast
Baratza Encore ESP 40 Rasten, 1 bis 20 fein für Espresso, kein Timer ca. 179,95 € 9,0 du Espresso und French Press im Wechsel mahlst und die Dosis wiegst
Baratza Virtuoso+ gleicher 40-mm-Kegel, Timer auf die Zehntelsekunde ca. 229,95 € 9,0 du meist Filter brühst und die Menge per Zeit wiederholst
Graef CM800 Kontaktschalter statt Timer, Feinjustage nur mit Werkzeug ca. 139,99 € 8,8 du zur ersten Siebträgermaschine wenig ausgeben willst und eine Waage hast
Sage Smart Grinder Pro eigene Mahldauer je Shot- und Tassenzahl, 60 Stufen ca. 199,00 € 8,8 du werktags Espresso und sonntags eine Kanne mahlst
Fellow Opus Einzeldosierung mit 100-g-Behälter, Innenring für Zwischenwerte ca. 230 € 8,6 du jede Portion abwiegst und zwischen Siebträger und Handfilter wechselst

Die Preise sind die Richtwerte unserer Preisboxen, die Wertung ist unsere Einschätzung aus Datenblättern und Anleitungen. Ob eine Mühle gleichmäßiger mahlt als eine andere, kann diese Tabelle nicht zeigen, denn das hat niemand von uns nachgeprüft.

Wofür du zwischen 139,99 und 639 Euro zahlst

Für fünf der acht weisen die Reviews den Richtpreis mit Stand September 2026 aus. Bei der Libra und der Wilfa führte der Amazon-Katalog beim Abruf am 7. September keinen Preis, beide Werte sind älter, der Wert der Libra steht unverändert seit Juli 2026. Für die Graef CM800 zeigte der Katalog an jenem Tag 149,59 Euro.

Unten steht die Graef CM800 mit ca. 139,99 Euro allein. Du bekommst ein Kegelmahlwerk mit 40 Stufen, einen Bohnenbehälter für 350 Gramm und den Kontaktschalter, die Menge bestimmst du mit der Hand am Siebträger. Im Graef-Shop kostete dieselbe Mühle am 25. September 2026 189,99 Euro.

In der Mitte liegen vier Kegelmühlen dicht beieinander: Encore ESP, Smart Grinder Pro, Virtuoso+ und Opus. Zwischen der günstigsten und der teuersten dieser vier liegen rund 50 Euro, und für dieses Geld kaufst du keine bessere Mühle, sondern eine andere Art zu dosieren, von der geteilten Skala ohne Timer bis zur Einzeldosierung. Im Baratza-Shop kosten Encore ESP und Virtuoso+ dasselbe wie bei Amazon, im Sage-Shop stand die Smart Grinder Pro am 25. September regulär bei 259,90 Euro.

Oben trennen sich die Wege. Von der Wilfa Svart Uniform+ zur Mignon Specialita sind es 101,90 Euro, dafür wechselst du von einer Rastmühle mit Waage zu einer stufenlosen Espressomühle mit Gabel und gibst die Waage dabei wieder ab. Von der Mignon Specialita zur Libra 16CR kommen noch einmal rund 207 Euro dazu, und ab hier kauft der Aufpreis nach den Herstellerdaten kein anderes Mahlwerk mehr, nur die Dosierung nach Gewicht. Die Libra kostet damit rund 499 Euro mehr als die Graef CM800, also gut das Viereinhalbfache ihres Preises.

Welche Mühle zu welcher Küche passt

Dein Siebträger hat 51 Millimeter. Dann scheiden die Dosierbecher der Encore ESP und der Opus aus, beide sind für 54 und 58 Millimeter gebaut, und du mahlst in den Auffangbehälter und füllst um. Die Smart Grinder Pro nimmt so einen Siebträger in ihren kleinen Halter für 50 bis 54 Millimeter. Die Gabeln der beiden Eureka passen laut deren Anleitungen zu allen handelsüblichen Siebträgern. Bei der Graef bleibt offen, welcher ihrer beiden Halter zu welchem Sieb gehört, dort würden wir vor dem Kauf beim Kundendienst nachfragen.

Die Mühle soll unter einen Hängeschrank passen. Die Fellow Opus misst laut Hersteller 26,8 Zentimeter und ist damit die niedrigste der sieben, für die eine Herstellerangabe vorliegt. Dann folgen die beiden Baratza mit 34, die Specialita mit 35, die Sage mit 38,9, die Libra mit 39 und die Graef mit 39,7 Zentimetern. Für die Wilfa gibt es nur die Katalogzahl von Amazon, und ob sie das Gerät oder den Karton meint, ist unklar. Rechne bei allen Luft darüber ein, denn Deckel und Behälter gehen nach oben ab; mit dem optionalen 510-Gramm-Behälter wächst die Libra auf 43 Zentimeter.

Du willst Bohnen für eine Woche in der Mühle lassen. Dann kommen Opus und Wilfa nicht infrage, die eine fasst 100 Gramm, in die andere passen laut Amazon-Katalog bis zu 75 Gramm. Die Sage nimmt 450 Gramm, die Graef 350, die übrigen vier je 300.

Du kaufst Maschine und Mühle aus einem Budget. Dann würden wir nicht bei der Libra anfangen, sondern das Geld in die Maschine stecken. Die Smart Grinder Pro liegt rund 440 Euro unter der Libra 16CR, die Graef CM800 rund 499 Euro.

Du mahlst morgens eine große Kanne auf einmal. Der Kaffeesatzbehälter der Encore ESP fasst 120 Gramm, und Baratza warnt, dass Mehl über der Max-Linie das Mahlwerk verstopfen kann. Bei der Wilfa reichen 75 Gramm Trichterinhalt bei 60 Gramm Kaffee pro Liter (keine Wilfa-Angabe) für gut 1,2 Liter, darüber wiegst und füllst du zweimal.

Pflege, Totraum, Durchsatz: was sich nicht gleichsetzen lässt

Als spülmaschinenfest weist keine dieser Mühlen ein Teil aus. Sieben der acht Anleitungen verbieten die Spülmaschine ausdrücklich, für einzelne Teile oder für alle. Die Graef-Anleitung sagt dazu weder ja noch nein, sie sieht für Bohnen- und Kaffeemehlbehälter warmes Wasser mit etwas Spülmittel vor. Bei den Intervallen reicht die Spanne weit. Graef sieht je nach Gebrauch mindestens einmal pro Woche eine Reinigung vor, Baratza bei täglicher Nutzung etwa einmal im Monat das Abbürsten der Grate, Fellow für die Kegel der Opus mindestens alle drei Monate. Für den Bohnenbehälter von Specialita und Libra empfiehlt Eureka mindestens einmal pro Woche eine Handwäsche. Den Ablauf im Einzelnen erklärt unser Ratgeber Kaffeemühle reinigen.

Zwei Größen lassen sich über die acht hinweg nicht vergleichen. Die erste ist der Totraum, also das Mehl, das im Mahlwerk zurückbleibt. Eine Zahl dazu nennt keiner der Hersteller, deren Review danach fragt, Fellow spricht bei der Opus nur von geringer Rückhaltung. Das Review der Virtuoso+ fragt nicht nach einer Menge, zitiert aber Baratzas Hinweis, dass teilweise gemahlene Bohnen nach dem Ausschalten zwischen den Graten zurückbleiben können. Bei der Wilfa ist das besonders schade, denn Wilfa schreibt, das European Coffee Brewing Centre habe genau diese Rückstände geprüft.

Die zweite ist der Durchsatz in Gramm pro Sekunde. Ihn geben nur Eureka und Baratza an, und Eureka sogar doppelt: Für die Specialita nennt die Anleitung 1,4 bis 1,8 Gramm pro Sekunde im Espressobereich, die Produktseite die höhere Spanne von 1,8 bis 2,5. Ohne Durchsatz lassen sich die Sekunden eines Timers nicht in Gramm übersetzen, und das betrifft ausgerechnet die Sage, die von allen acht am stärksten auf gespeicherte Zeiten setzt.

Sechs Reviews ohne Platz, dazu Nachfolger ohne Review

Sechs Mühlen der Kategorie fehlen hier, alle mit Wertungen unter dem Schnitt oder genau auf ihm. Auch diese sechs Reviews sind überarbeitet; hier greifen wir aus ihnen nur Preis, Wertung und Mahlwerksart auf.

Die Graef CM820 für ca. 157 Euro hat mit 8,6 dieselbe Wertung wie die Fellow Opus. Dass die Opus hier steht und die CM820 nicht, folgt wieder aus der Sortierung nach dem Dateinamen; welche der beiden wir vorziehen, verrät Platz acht deshalb nicht. Wie die Opus mahlt die CM820 mit einem Kegel, und sie kostet rund 73 Euro weniger.

Darunter folgen drei weitere Kegelmühlen und zwei mit Scheiben. Die Sage Dose Control Pro liegt bei ca. 153,25 Euro und 8,4 Punkten, die DeLonghi Dedica KG 520.M bei ca. 131,89 Euro und 8,2, die Rommelsbacher EKM 400 bei ca. 87,99 Euro und 8,0. Mit Scheibenmahlwerk folgen die Rommelsbacher EKM 200 für ca. 54,99 Euro mit 7,8 Punkten und die Caso Barista Crema für ca. 39,99 Euro mit 7,6, die günstigste Mühle der Kategorie.

Nicht im Katalog stehen die Nachfolger und Schwestermodelle, die in den Reviews erwähnt werden. Wilfa führt die Uniform Evo, Fellow verkauft in den USA die Opus 2, Baratza hat über der Encore ESP die ESP Pro, und von den Specialita-Schwestern Compatto, UP und Smart ist keine bei uns besprochen. Handmühlen sind eine eigene Kategorie mit eigener Bestenliste der Handmühlen; einen allgemeinen Überblick über Bauarten gibt der Mühlen-Ratgeber.

Alle Produkte der Liste nebeneinander

ProduktTypBewertungPreis
Mignon SpecialitaElektrische Kaffeemühlen★★★★★ 4.7ca. 431,90 €Zum Shop →
Libra 16CRElektrische Kaffeemühlen★★★★★ 4.6ca. 639,00 €Zum Shop →
Svart Uniform+Elektrische Kaffeemühlen★★★★★ 4.6ca. 330,00 €Zum Shop →
Encore ESPElektrische Kaffeemühlen★★★★★ 4.5ca. 179,95 €Zum Shop →
Virtuoso+Elektrische Kaffeemühlen★★★★★ 4.5ca. 229,95 €Zum Shop →
CM800Elektrische Kaffeemühlen★★★★☆ 4.4ca. 139,99 €Zum Shop →
Smart Grinder ProElektrische Kaffeemühlen★★★★☆ 4.4ca. 199,00 €Zum Shop →
OpusElektrische Kaffeemühlen★★★★☆ 4.3ca. 230,00 €Zum Shop →

Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen und ändern sich mit dem Handel. Den Stand je Produkt findest du auf den verlinkten Einzelseiten, alle Produkte nebeneinander in der Vergleichstabelle.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie laut sind elektrische Kaffeemühlen?

Für keine der acht Mühlen dieser Liste veröffentlicht der Hersteller einen Wert in Dezibel. Am weitesten geht Eureka: Laut Datenblatt der Mignon Specialita senkt die Antivibrationslösung das Mahlgeräusch um rund 20 dB gegenüber konventionellen Mühlen. Welche Mühle als konventionell gilt, steht nicht dabei, und ohne diesen Bezugspunkt beschreibt die Zahl eine Richtung, keinen Pegel in deiner Küche. Fellow verspricht in der Anleitung der Opus lediglich, schnell und leise zu mahlen. Dezibel aus eigener Messung können wir nicht beisteuern.

Was steckt hinter Antistatik-Angaben bei Kaffeemühlen?

Meist eine Behauptung ohne Messgröße. Eureka nennt für die Specialita das ACE System, übersetzt mit Anti-Klumpen und Elektrostatik, und schreibt ihm laut Datenblatt zu, Klumpen zu verhindern und den Kaffeeauslauf zu regeln. Für die Libra führt Eureka es gegen Klumpen und elektrostatische Aufladung im Mahlgut an. Graef wirbt auf der Produktseite der CM800 mit einer Ionizer-Technologie, die im Handbuch nicht vorkommt; ob jedes Gerät im Handel sie hat, ist offen. Baratza nennt den Kaffeesatzbehälter der Virtuoso+ antistatisch, ohne die Art zu erklären. Am greifbarsten ist Fellow: Die Antistatik der Opus wirke am besten für etwa 60 Mahlzyklen, danach soll der Auslaufschacht gebürstet werden.

Wie lange darf eine elektrische Mühle am Stück mahlen?

Wo ein Hersteller eine Grenze nennt, liegt sie zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten, und bei einer großen Kanne kann das knapp werden. Eureka setzt für die Specialita 60 Sekunden Laufzeit bei 120 oder 600 Sekunden Pause an. Die Dauerausgabe der Libra endet nach 30 Sekunden. Die Opus soll unter 120 Sekunden je Durchgang bleiben und danach mindestens 90 Sekunden ruhen; läuft sie in zehn Minuten länger als sechs, schaltet sie sich für 30 Minuten ab. Im Pulse-Modus mahlt die Virtuoso+ höchstens 40,0 Sekunden am Stück. Für die Smart Grinder Pro nennt Sage nur 20 Minuten Abkühlzeit nach einer Überhitzung, Graef und Baratza (Encore ESP) beziffern gar nichts.

Welche laufenden Kosten hat eine elektrische Mühle?

Wenig, denn Filter oder Entkalker braucht sie nicht. Geld kosten Reinigungstabletten für das Mahlwerk, die Eureka, Baratza und Fellow vorsehen (Fellow nennt Urnex Grindz als Beispiel), und ein wenig Strom. Baratza führt die Encore ESP in seiner Ökodesign-Tabelle mit 0,3 Watt im Energiesparmodus und manuellem Ausschalter. Die Virtuoso+ wechselt dort nach drei Minuten in einen Modus mit 0,5 Watt, dauerhaft eingesteckt sind das rechnerisch höchstens rund 4,4 Kilowattstunden im Jahr. Das Mahlen selbst ist kaum der Rede wert: Zwei Espressi täglich ergeben an der Encore ESP nach unserer Rechnung rund 0,2 Kilowattstunden im Jahr.

Wann muss das Mahlwerk getauscht werden, und gibt es Ersatz?

Eine Menge nennt unter den acht nur Eureka. Die Anleitung der Specialita will die Scheiben alle 250 Kilogramm Kaffee geprüft sehen, die Produktseite setzt die Lebensdauer mit 300 Kilogramm an, ebenso bei der Libra; bei 18 Gramm je Doppeltem sind 300 Kilogramm rund 16.700 Bezüge. Fellow legt die Kegel der Opus auf die Lebensdauer des Geräts aus und gleicht Verschleiß über den Innenring aus. Einzeln nachkaufen lassen sich die Mahlwerke der Graef CM800 im Graef-Shop, das obere für 47,99 Euro, das untere für 24,99 Euro, und die Scheiben der Wilfa Uniform unter der Artikelnummer 631799.

Darf ich eine Haushaltsmühle im Büro oder in einem kleinen Café einsetzen?

Gewerbliche Küchen sehen nur die Anleitungen der beiden Eureka-Mühlen vor. Sie nennen Restaurants, Kantinen und Krankenhäuser und schließen nur die kontinuierliche Serienproduktion von Lebensmitteln aus. Die Küche im Büro steht bei Eureka unter den haushaltsähnlichen Anwendungen, und dort führt sie auch Graef: Die CM800 ist für Haushalt und ähnliche Bereiche bestimmt, etwa Mitarbeiterküchen in Läden und Büros oder Frühstückspensionen, für den gewerblichen Gebrauch ausdrücklich nicht. Sage und Fellow beschränken Smart Grinder Pro und Opus auf den Haushalt. Wilfa und Baratza knüpfen ihre Herstellergarantie für Uniform und Virtuoso+ an private Nutzung. Für die Encore ESP enthält unser Review dazu keine Angabe.

Kann ich die Mühle über eine Zeitschaltuhr oder smarte Steckdose betreiben?

Bei zwei Mühlen dieser Liste schließt die Anleitung das aus. Graef schreibt, die CM800 sei nicht dazu bestimmt, mit einer externen Zeitschaltuhr oder einer separaten Fernsteuerung verwendet zu werden; eine schaltbare WLAN-Steckdose fällt nach unserem Verständnis darunter. Unter den 23 Sicherheitshinweisen der Wilfa Uniform steht derselbe Ausschluss. Bei der Wilfa widerspricht ihm der Amazon-Text, der einen Timer für einen vorab bestimmten Zeitpunkt verspricht. Das Handbuch kennt nur die Stoppuhr der Waage, und nach ihm richten wir uns.

Darf ich Gewürze, Rohkaffee oder schon gemahlenen Kaffee durch die Mühle schicken?

Nein: Sechs der acht Reviews zitieren dazu die Anleitung, und keine erlaubt zum Mahlen etwas anderes als ganze Kaffeebohnen; Baratza und Fellow lassen zum Reinigen außerdem Reinigungstabletten durchs Mahlwerk. Sage warnt, ungeröstete grüne und untergeröstete Bohnen könnten das Mahlwerk beschädigen oder zerstören. Baratza präzisiert für die Encore ESP: geröstet über den ersten Crack hinaus. Graef und Fellow untersagen, bereits gemahlenen Kaffee noch einmal durchzuschicken; Fellow begründet das mit schnellerem Verschleiß und dem Verlust der Garantie. Bei der Specialita gilt jede andere Verwendung als unsachgemäß und gefährlich und schließt die Haftung des Herstellers aus.

Darf Wasser an Mahlscheiben oder Kegel?

Freigegeben hat es kein Hersteller dieser Liste, und die Graef-Anleitung lässt die Frage offen, sieht für die Mahlwerke aber nur die Bürste vor. Für die Encore ESP schreibt Baratza, die Grate nicht mit Wasser zu waschen, weil sie sonst rosten, für die Virtuoso+ steht dasselbe Verbot beim Ringgrat. Fellow verbietet für die Opus dasselbe und sieht eine harte Bürste oder Reinigungstabletten vor. Eureka lässt für die Specialita eine trockene Bürste oder ein trockenes Tuch zu, für die Libra eine Bürste oder ein trockenes Tuch, bei beiden notfalls Staubsauger oder Druckluft. Sage rechnet mit dem Fall, dass doch Feuchtigkeit ins Mahlwerk gelangt: Nasse Kegel sollen vor dem Zusammensetzen völlig trocknen, notfalls mit warmer Luft aus dem Haartrockner.

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen