Die KG520.M ist die einzige Mühle aus der Dedica-Reihe, die De’Longhi im deutschen Onlineshop führt. Am 25. September 2026 standen dort in der Kategorie Kaffeemühlen vier Modelle: sie, die KG200, die KG210 und die KG79. Die Variante heißt „Dedica, Metall“, die Artikelnummer 0177111039. Als Herkunftsland trägt De’Longhi China ein.
Ausgelegt ist sie vor allem auf Espresso aus dem Siebträger. Das Mehl fällt entweder in einen Pulverbehälter oder über ein Zubehörteil direkt in den Siebträger deiner Maschine. In unserer Übersicht der elektrischen Kaffeemühlen steht sie mit ca. 131,89 Euro laut unserer Preisbox, erfasst im Juli 2026. Im eigenen Onlineshop verlangte De’Longhi am 25.09.2026 dagegen 235,00 Euro, gut 103 Euro mehr.
Aufbau: Bohnen oben, Pulver unten
Das Produktfoto zeigt einen schmalen, hohen Turm. Oben sitzt der durchsichtige Bohnenbehälter, in der Mitte der silberne Korpus mit zwei runden Tasten, unten der dunkle Pulverbehälter auf einem schwarzen Sockel. De’Longhi gibt die Maße mit 240 × 154 × 382 mm an. Nach dem Produktfoto halten wir die 382 mm für die Höhe.
Beim Gewicht widersprechen sich zwei Herstellerquellen. Die Produktseite nennt 2,86 kg, die technischen Daten der Anleitung 3,5 kg. Soll die Mühle auf ein Wandbord, würden wir mit dem höheren Wert planen. Verpackt wiegt sie laut Produktseite 3,54 kg, der Karton misst 17,5 × 28,5 × 46,0 cm.
In den Bohnenbehälter passen 350 g, in den Pulverbehälter 170 g.
Die Teileliste der Anleitung hat 13 Positionen: Bohnenbehälter und sein Deckel, Mahlgradregler, Wählrad für die Tassenzahl, die Aufnahme für das Halter-Zubehör, eine Box für das Siebträger-Zubehör, das Siebträger-Zubehör selbst, die Ablage des Pulverbehälters, die Ein/Aus-Taste, Deckel und Kappe des Pulverbehälters, der Pulverbehälter und ein Reinigungspinsel. Ein Siebträger steht nicht darauf. Den bringt deine Maschine mit.
Gestartet wird über zwei Tasten mit Symbolen: eine mit einem Behälter für das Mahlen in den Pulverbehälter, eine mit einem Siebträgersymbol für die Ausgabe ohne Umweg. Dazu kommt die Ein/Aus-Taste, und De’Longhi nennt das Ganze Soft-Touch-Buttons. Mahlgrad und Tassenzahl stellst du an zwei getrennten Drehelementen ein, dem Mahlgradregler und dem Wählrad. Der Motor nimmt 150 W auf und läuft an 220 bis 240 V mit 50/60 Hz, am Kabel hängt ein Schuko-Stecker. Laut Anleitung braucht die Mühle eine geerdete, korrekt installierte Steckdose mit mindestens 10 A; welche Netzspannung dein Gerät erwartet, zeigt das Typenschild am Boden.
Im Detail: Kegelmahlwerk, 18 Stufen, sechs davon für den Siebträger
Ein Kegelmahlwerk besteht aus einem kegelförmigen inneren Mahlrad, das sich in einem äußeren Ring dreht. Wie fein das Mehl wird, bestimmt der Spalt zwischen beiden, und genau diesen Spalt verändert der Mahlgradregler. De’Longhi spricht von zwei Mahlrädern aus Edelstahl, das obere lässt sich zur Reinigung herausnehmen. Laut Produktseite verhindern die beiden Mahlräder eine Überhitzung, damit das Aroma der Bohnen erhalten bleibt. Für uns ist das ein Werbeversprechen, eine Temperatur steht nicht dabei.
Den Mahlgrad wählst du in 18 Stufen. Für das Mahlen direkt in den Siebträger engt die Anleitung den Bereich ein: Der Regler gehört dann in den Abschnitt „ESPRESSO“ auf 1 bis 6, und über die 6 hinaus sollst du nicht gehen, weil sonst der Siebträger überläuft. Für Espresso aus der Mühle bleibt damit ein Drittel der Skala.
Warum das zählt, erklärt die Zubereitung. Beim Espresso presst die Maschine Wasser mit Druck durch einen verdichteten Kaffeepuck, und wie schnell es durchläuft, hängt stark an der Partikelgröße. Liegt die passende Einstellung für eine Bohne zwischen zwei Stufen, gleichst du nur noch über die Menge oder den Anpressdruck beim Tampern aus. Doppelwandige Siebe, oft druckbehaftete Siebe genannt, sind nachsichtiger, weil der Widerstand dort im Sieb selbst entsteht. Mit so einem Sieb kommst du nach unserer Einschätzung mit sechs Stufen eher aus als mit einem einwandigen Sieb, in dem du auf eine bestimmte Durchlaufzeit hinarbeitest.
Für die French Press setzt die Anleitung statt einer Stufe eine Mengengrenze: höchstens 8 Tassen am Wählrad. Wo Filterkaffee und French Press auf der Skala liegen, haben wir in den Unterlagen nicht gefunden, und dem PDF der Anleitung, das De’Longhi verlinkt, fehlt die Abbildungsseite 3. Wie du dich bei einer neuen Bohne Stufe für Stufe herantastest, beschreibt unser Ratgeber Mahlgrad einstellen.
Wie dosiert die KG520.M ohne Waage und Display?
Über Voreinstellung und Zeit. In den Pulverbehälter mahlt sie die Menge für 1 bis 14 Tassen, die du am Wählrad einstellst, und hält dann von selbst an. In den Siebträger mahlt sie eine Portion für einen oder zwei Espresso, deren Dauer du einmal programmierst. Gewogen wird nichts.
Beim Pulverbehälter stellst du Tassenzahl und Mahlgrad ein und startest mit der Taste, die das Behältersymbol trägt. Ist die Menge erreicht, stoppt die Mühle; früher stoppt sie, wenn du die Taste noch einmal drückst. Erreicht das Pulver die Max-Markierung im Behälter, beendest du das Mahlen. Die Tassenzahl ist laut Anleitung nur ein grober Richtwert, denn die passende Menge hängt von Geschmack, Sorte, Röstung und Mahlgrad ab, und auch die gemahlene Menge ändert sich mit dem Mahlgrad. Übriges Pulver darf mit geschlossener Kappe im Behälter bleiben. Vor dem nächsten Mahlen leerst du ihn immer.
Mit dem Siebträger-Zubehör fällt die Tassenwahl weg. Ein Druck auf die Siebträger-Taste mahlt die Menge für einen Espresso. Drückst du innerhalb von 1 Sekunde nach Mahlbeginn ein zweites Mal, wird es die doppelte Menge, und auch dann hält die Mühle von selbst an.
Die Einzelportion legst du selbst fest: Siebträger-Taste gedrückt halten, loslassen, sobald genug Mehl im Sieb liegt. Mehr als etwa 7 Sekunden lassen sich laut Anleitung nicht speichern, und die Portion für zwei Tassen ist das Doppelte. Zurück auf die Werkseinstellung kommst du, indem du das Gerät einschaltest, Pulverbehälter oder Siebträger-Zubehör herausnimmst und beide Tasten gleichzeitig drückst.
Eine Zeitdosierung zählt Sekunden. Wie viel Mehl in dieser Zeit fällt, hängt am Durchsatz des Mahlwerks, und der verschiebt sich mit dem Mahlgrad, wie oben beim Pulverbehälter. Wir würden nach jedem Verstellen eine Portion auf der Küchenwaage wiegen und die Mahlzeit dann neu programmieren.
Welche Siebträger passen ins Zubehör?
Das Siebträger-Zubehör ist laut Anleitung für Standardmaße ausgelegt und passt nicht zu allen Modellen, deshalb rät De’Longhi, den Siebträger beim Mahlen festzuhalten. Welche Durchmesser als Standard gelten und ob die Siebträger der Dedica-Maschinen dazugehören, steht in keiner Herstellerunterlage, die wir gelesen haben. Der gemeinsame Reihenname beweist technisch nichts. Wer eine Dedica besitzt, fragt am sichersten vor dem Kauf beim Händler oder beim De’Longhi-Kundendienst nach.
Passt der Siebträger nicht, bleibt der Pulverbehälter. Du mahlst hinein und füllst das Pulver von Hand in den Siebträger um. Das geht mit jeder Maschine und kostet einen Handgriff mehr. Wie viel Wasser zu deiner Kaffeemenge gehört, rechnet der Brüh-Rechner aus.
Die Dedica-Mühle oder eine der anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm diese, wenn |
|---|---|---|---|---|
| De’Longhi Dedica KG520.M (diese) | 18 Stufen, in den Siebträger nur Stufe 1 bis 6, gespeicherte Portion für 1 oder 2 Espresso | ca. 131,89 € | 8,2 | du eine feste Espressodosis per Tastendruck willst und dein Siebträger ein Standardmaß hat |
| Graef CM800 | 40 Mahlgrade am Einstellkragen plus Feinjustierung am oberen Mahlwerk, mahlt, solange der Siebträger den Kontaktschalter drückt | ca. 139,99 € | 8,8 | du feiner nachstellen und die Menge am Siebträger selbst steuern willst |
| Sage Dose Control Pro | 60 Mahleinstellungen, Mahldauer am Drehwähler, Halter für 50 bis 54 mm und 58 mm | ca. 153,25 € | 8,4 | deine Maschine einen 58-mm-Siebträger hat |
| Eureka Mignon Specialita | 55-mm-Flachscheiben, stufenlose Verstellung | ca. 431,90 € | 9,4 | du fast täglich Espresso ziehst und auch zwischen zwei Stufen einstellen willst |
Die Preise stammen aus unseren Preisboxen, ihr Abrufdatum kann je Mühle verschieden sein. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Herstellerdaten; an keiner der vier Mühlen haben wir etwas gemessen.
Wann die KG520.M passt und wann eine andere Mühle
Zuerst der Siebträger. Sitzt deiner im Zubehör, mahlt die KG520.M eine gespeicherte Portion auf Knopfdruck hinein. Bei einem 58-mm-Siebträger würden wir zur Sage Dose Control Pro greifen, die ca. 21 Euro mehr kostet und einen Halter in genau dieser Größe mitbringt.
Dann die Feinheit. Wer oft helle Röstungen im einwandigen Sieb zieht, stößt mit sechs Espresso-Stufen eher an eine Grenze. Die Graef CM800 bietet mehr Stufen und eine Feinjustage am oberen Mahlwerk, kostet ca. 8 Euro mehr und verzichtet dafür auf eine gespeicherte Dosis. Stufenlos verstellt erst die Eureka Mignon Specialita, für rund 300 Euro mehr.
Einen Punkt findest du nur in den Tipps der Anleitung: Nach zwei Zubereitungen hintereinander sollst du 15 Minuten warten. In einem Haushalt, in dem vier Leute nacheinander Espresso wollen, heißt das nach unserer Lesart: zweimal die doppelte Portion, dann Pause. Für ein oder zwei Personen fällt die Regel kaum ins Gewicht.
Unter einem Hängeschrank brauchst du mehr Luft als die Gerätehöhe. Befüllt wird von oben mit abgenommenem Deckel, und wir würden etwa 10 cm Luft über den 382 mm einplanen oder die Mühle zum Befüllen nach vorn ziehen. Die Anleitung verlangt eine ebene Fläche. Laut Sicherheitsblatt gehört die Mühle nicht auf oder neben einen Elektro- oder Gasherd und nicht in einen beheizten Backofen. Neben Wasserhahn und Spülbecken soll sie ebenfalls nicht stehen, weil eindringendes Wasser das Gerät beschädigen kann; im deutschen Teil des Blatts steht dieser Punkt nur auf Englisch.
Wer Maschine und Mühle zusammen neu kauft, zahlt für die KG520.M und die Dedica EC685 laut unseren Preisboxen zusammen gut 250 Euro. Die Passfrage aus dem Abschnitt über das Zubehör gilt dann genauso.
Reinigung nach Anleitung
Nach dem Auspacken prüfst du laut Anleitung, ob das Gerät vollständig und unbeschädigt ist und alle Zubehörteile da sind; bei sichtbaren Schäden bleibt es aus. Vor dem ersten Mahlen wischst du Gehäuse und Bohnenbehälter mit einem sauberen, feuchten Tuch ab und spülst das Zubehör einmal heiß durch. Wasser verträgt nur das Zubehör, das Mahlwerk bleibt immer trocken.
Vor jeder Reinigung schaltest du die Mühle aus und ziehst den Netzstecker, und ins Wasser tauchst du das Gerät nie. Dann löst du den Bohnenbehälter gegen den Uhrzeigersinn und nimmst ihn ab, und zwar leer: Mit Bohnen darin soll er nie abgenommen werden. Pulverbehälter und Zubehör-Box kommen heraus, die Ablage des Pulverbehälters hebst du an. Das Zubehör wäschst du in mildem Seifenwasser, nicht in der Spülmaschine, und trocknest es vor dem nächsten Gebrauch gründlich.
Für die Mahlwerke drehst du den Regler gegen den Uhrzeigersinn auf „OPEN“, hebst das obere heraus und bürstest es mit dem steifen Pinsel ab. Das untere reinigst du mit Pinsel und Staubsauger. Danach setzt du das obere wieder ein und wählst den Mahlgrad. Für frischen Kaffee rät De’Longhi, das Gerät nach jedem Gebrauch zu reinigen.
Das Sicherheitsblatt schließt Lösungsmittel, scheuernde oder alkalische Reinigungsmittel, Alkohol und brennbare Flüssigkeiten aus; zu nehmen ist ein weiches Tuch, gegebenenfalls mit neutralem Reinigungsmittel. Außerdem sollst du das Produkt regelmäßig auf Anzeichen einer Materialverschlechterung prüfen, das Blatt nennt Mikrorisse, Blasen, Delaminierung, Schrumpfung, Klebrigkeit, Transparenzverlust und Korrosion. Entkalken entfällt, durch die Mühle läuft kein Wasser, und Filter oder Kartuschen braucht sie auch nicht.
Was De’Longhi offenlässt
Gesammelt an einer Stelle, nach Produktseite, Anleitung, Produktdatenblatt und deutschem Sicherheitsblatt: Offen bleiben der Werkstoff von Gehäuse, Bohnenbehälter, Pulverbehälter und Siebträger-Zubehör, der Durchmesser des Kegelmahlwerks, der Durchmesser, für den das Siebträger-Zubehör gebaut ist, die Motordrehzahl, die Lautstärke in Dezibel, der Durchsatz in Gramm pro Sekunde, die Restmenge im Mahlwerk, eine Antistatik-Maßnahme, die Kabellänge, eine eigene Lieferumfang-Liste, Preise und Teilenummern der Ersatzmahlwerke und das Jahr der Markteinführung. Im Amazon-Export unseres Katalogs fehlt zu dieser ASIN der Datensatz, dort gibt es weder Aufzählungspunkte noch Maße.
Auch die Anleitung selbst hat Lücken. Sie trägt keinen Modellnamen, und in den Kapiteln 7 und 9 ordnet sie die Bezeichnungen der beiden Starttasten teils vertauscht zu; an einer Stelle heißt eine sogar „(A1)“, so wie der Bohnenbehälter. Beim Zurücksetzen auf die Werkseinstellung erwähnt sie einen „display contrast“, während die Produktseite der KG520.M kein Display kennt. Vermutlich verwendet De’Longhi eine gemeinsame Anleitung für mehrere Dedica-Mühlen.
Für wen geeignet?
Das Sicherheitsblatt bestimmt die Mühle ausschließlich für die Nutzung im Haushalt, und laut Anleitung ist sie nicht für den gewerblichen Gebrauch geeignet. Ausdrücklich nicht vorgesehen sind laut Blatt Personalküchen in Geschäften und Büros, landwirtschaftliche Betriebe, Hotels, Motels und Zimmervermietungen, und ein Café fällt schon unter den gewerblichen Gebrauch. Auch Terrasse und Gartenhaus scheiden aus: Das Blatt legt sie auf Innenräume und nicht extreme Temperaturen fest, geschützt vor direkter Sonne und Feuchtigkeit, und auf höchstens 2000 m über dem Meer.
Bei Kindern ist De’Longhi streng. Für europäische Märkte heißt es im Blatt, das Gerät darf nicht von Kindern benutzt werden, Gerät und Kabel gehören außer ihrer Reichweite, und Kinder dürfen nicht damit spielen. Dasselbe verlangt es für Plastikbeutel und Styropor aus dem Karton. Personen mit eingeschränkten Kenntnissen oder einer Beeinträchtigung der Sinne dürfen die Mühle benutzen, wenn sie beaufsichtigt werden oder im sicheren Gebrauch unterwiesen sind und die Gefahren kennen.



