Eine Timer-Mühle misst Zeit. Wie viel Kaffee in dieser Zeit im Sieb landet, hängt an der Bohne und am eingestellten Mahlgrad. Die Eureka Libra 16CR misst stattdessen das Gewicht: Der Siebträger hängt beim Mahlen in einer Gabel, die mitwiegt, und sobald der eingestellte Grammwert erreicht ist, schaltet der Motor ab.
Unsere Preisbox führt die Mühle mit ca. 639 Euro. Der Wert steht dort unverändert seit Juli 2026. Als wir den Amazon-Katalog am 7. September abgerufen haben, war für diese ASIN kein Preis hinterlegt, eine aktuelle Gegenprobe fehlt also.
Mignon Libra mit Frontblende 16CR
Bei Eureka selbst heißt das Gerät Mignon Libra. Es gehört zur Linie Eureka 1920 und steht auf der Herstellerseite unter Prosumer Grinders. Mit 16CR bezeichnet Eureka keine Modellvariante, sondern die Frontblende. Als Standardfarben listet der Hersteller Mattschwarz, Grau, Weiß und Ferrari Rot, verchromt gibt es die Mühle als Sonderfarbe. Amazon führt sie als „Eureka Libra 16CR Schwarz, 618373“ mit der Teilenummer EMR55-001.
Gebaut wird sie von Conti Valerio in Sesto Fiorentino bei Florenz, in der Anleitung trägt sie die Modellbezeichnung MS. Eureka schreibt über sich, das Unternehmen entwerfe und fertige seine Mühlen seit 1920 in Florenz.
Unter dem Namen Libra verkauft Eureka drei Mühlen: die Mignon Libra, die Mignon Libra Brew und die Mignon Libra 65 All Purpose. Die Brew mahlt laut Eureka in einen Auffangbehälter statt in einen Siebträger. Das Produktfoto zu dieser ASIN zeigt die Gabel, und die 55 in der Teilenummer passt zu 55-Millimeter-Scheiben, nicht zu den 65 Millimetern der All Purpose. Besprochen wird hier also das Espressomodell.
Mahlwerk, Motor und Platzbedarf
Die Mahlscheiben sind flach, messen 55 Millimeter und bestehen laut Eureka aus gehärtetem Stahl. Angetrieben werden sie direkt, im Datenblatt heißt das „Traction Direct“. Der AC-Motor dreht laut Produktseite mit 1.350 Umdrehungen pro Minute und nimmt 310 Watt auf. Gegen Klumpen und elektrostatische Aufladung im Mahlgut führt Eureka außerdem das ACE System an.
Beim Mahltempo widersprechen sich Eurekas eigene Unterlagen. Produktseite und Datenblatt geben für Espresso 1,8 bis 2,5 an und lassen die Einheit weg. Die Anleitung rechnet in Gramm pro Sekunde und kommt auf 1,4 bis 1,8 im Espressobereich sowie 1,9 bis 2,5 für gröbere Brew-Mahlgrade. Für einen Doppelten mit 18 Gramm heißt das nach unserer Division: 10 bis 13 Sekunden laut Anleitung, 7 bis 10 Sekunden laut Produktseite, falls dort ebenfalls Gramm pro Sekunde gemeint sind. Weil die Libra ohnehin beim Zielgewicht stoppt, entscheidet der Widerspruch nur darüber, wie lange du davorstehst.
Die Mühle ist 390 Millimeter hoch und 124 Millimeter breit. Für die Tiefe schreiben Produktseite und Datenblatt 192 Millimeter, die Anleitung 193. Mit dem optionalen 510-Gramm-Behälter wächst die Höhe auf 430 Millimeter. Leer wiegt die Libra 6,5 Kilogramm, und die Anleitung verlangt eine ebene, stabile Fläche, die dieses Gewicht trägt.
Bevor wir aus diesen Zahlen etwas über den Platzbedarf ableiten, haben wir das Produktfoto angesehen. Display und Gabel sitzen dort auf einem verchromten Teil, das vorn aus dem schwarzen Gehäuse herausragt, und obenauf steht ein durchsichtiger, eckiger Bohnenbehälter. Ob die 124 und 192 Millimeter diese Teile einschließen, lässt sich den Unterlagen nicht entnehmen. Am Stellplatz würden wir deshalb nach vorn ein paar Zentimeter Reserve lassen.
Im Detail: Wiegen statt Stoppuhr
Warum überhaupt wiegen? Eine Timer-Mühle geht davon aus, dass pro Sekunde immer gleich viel Mehl herauskommt. Das stimmt nur ungefähr, denn der Durchsatz verschiebt sich mit der Bohne und mit jeder Änderung am Mahlgrad. Nach einem Sortenwechsel passt die alte Zeit nicht mehr. Wer dann genau dosieren will, stellt den Siebträger auf eine Waage, liest ab, korrigiert die Sekunden und mahlt nach.
Eureka dreht das Verfahren um und nennt es Instant Grind Weighing Technology, nach eigener Angabe patentiert. Du gibst ein Zielgewicht vor, die Waage in der Gabel wiegt während des Mahlens mit, und der Motor stoppt beim eingestellten Wert. Das Ziel lässt sich in Zehntelgramm-Schritten verstellen. Die zugesagte Genauigkeit ist gröber: plus/minus 0,2 Gramm. Ob du 18,0 oder 18,1 Gramm einstellst, liegt also innerhalb der Toleranz, die Eureka zusagt.
Zwei weitere Aufgaben hängen an der Waage. Nimmst du den Siebträger während des Mahlens ab, bleibt der Motor sofort stehen. Und stellt das Wiegesystem in der Mahlphase keine Veränderung der Grammzahl fest, hält es ebenfalls an; die Anleitung ordnet das als Überhitzungsschutz ein. Welche Situationen das auslöst, zählt sie nicht auf. Ein leerer Bohnenbehälter oder ein geschlossener Bohnenschieber lägen nahe, das ist aber unsere Vermutung.
Beim Anti-Vibrations-System lohnt es sich, Produktseite und Anleitung nebeneinanderzulegen. Die Produktseite verspricht, ein Bezug laufe auch bei Störungen oder Stößen gegen den Siebträger zu Ende. Die Anleitung klingt vorsichtiger. Ein Stoß gegen Siebträger oder Gabel pausiert den Vorgang, und ohne Neustart binnen 5 Sekunden setzt das System zurück. Einige Arten von Störungen, heißt es dort weiter, könne die Mühle als Entnahme des Filterhalters interpretieren, dann ist die Dosis weg. Wer beim Mahlen gern am Siebträger ruckelt, fängt im ungünstigen Fall von vorn an.
Bedienung am Display und am Mahlgradrad
Das Touchdisplay misst 26 mal 40 Millimeter und hat vier Tasten: eine mit einem Tassensymbol für die Einzeldosis, eine mit zwei Tassen für die Doppeldosis, dazu Plus und Minus. Beide Dosen programmierst du getrennt. Gemahlen wird erst, wenn der Siebträger oder ein anderer Behälter auf der Gabel sitzt. Eine Dosiertasse funktioniert also genauso, solange sie in die Gabel passt.
Ein zweiter Druck auf die Dosiertaste pausiert. Setzt du nicht innerhalb von 30 Sekunden fort, beginnt der Bezug neu. In der Pause darfst du die Dosis nur ändern, solange das gemahlene Gewicht den neuen Wert noch nicht überschritten hat: Liegen schon 17 Gramm im Sieb, kannst du nicht mehr auf 16 umstellen. Laut Produktseite lässt sich außerdem während des Mahlens zwischen Einzel- und Doppeldosis wechseln.
Drückst du beide Dosiertasten gleichzeitig, startet die kontinuierliche Abgabe. Die Mühle läuft, bis du loslässt, höchstens aber 30 Sekunden. Gewogen wird auch dabei; im Amazon-Katalogtext steht „Mahlen nach Gewicht auch im manuellen Modus“.
Einige Funktionen liegen hinter Tastenkombinationen. Hältst du Plus und Minus zusammen, ist die Dosiseinstellung gesperrt, was in einer Büroküche mit mehreren Leuten hilft. Wer beim Einschalten Minus und Einzeldosis gedrückt hält, bekommt die Gesamtmenge aller gemahlenen Gramm angezeigt, in aufeinanderfolgenden Ziffernpaaren. Den Kontrast stellst du von 1 bis 10 ein, und nach dem Ausschalten behält die Mühle die zuletzt aktiven Einstellungen.
Für den Mahlgrad hat Eureka das Stepless Micrometric Regulation System eingebaut, stufenlos und laut Hersteller ebenfalls patentiert. Das Datenblatt beschreibt ein größeres Drehrad mit vertikaler Messskala. Im Uhrzeigersinn wird feiner gemahlen, gegen den Uhrzeigersinn gröber. Die Anleitung verlangt, schrittweise zu verstellen und dabei höchstens alle zwei Stufen ein wenig Kaffee zu mahlen. Wichtiger ist die Warnung daneben: Drehst du den Knopf bei stehendem Motor um eine volle Umdrehung, kann die Maschine laut Anleitung stehen bleiben. Vor Arbeitsbeginn soll die Mühle ohnehin auf den Röstgrad der Kaffeemischung eingestellt werden. Wie du dich an einen Espresso-Mahlgrad herantastest, steht in unserem Ratgeber Mahlgrad einstellen, die passende Einwaage für dein Brühverhältnis rechnet der Brüh-Rechner aus.
Reinigung und Sicherheit nach Anleitung
Der Bohnenbehälter wird an der Rückseite mit einer Sicherungsschraube festgezogen. Eine Lasche an seinem Sockel öffnet und schließt den Durchlass. Die deutsche Anleitung nennt den Behälter im Reinigungskapitel Trichter, im italienischen Original steht campana; gemeint ist in beiden Fällen der Bohnenbehälter. Kapitel 6.2 schreibt: „Waschen Sie das Innere des Trichters mit Wasser und milder Seife, um die ölige Schicht zu entfernen“. Danach spülen und trocknen, mit dem Kunststoffdeckel genauso. Dann folgt: „Waschen Sie ihn nicht in der Spülmaschine.“ Und: „Die Reinigung wird mindestens einmal pro Woche empfohlen.“
Das Mahlwerk bleibt trocken. Du nimmst den Deckel ab, öffnest die obere Mahlscheibenhalterung, und dann gilt Kapitel 6.3: „Reinigen Sie dann die Kaffeemühle und andere Innenteile mit einer Bürste oder einem trockenen Tuch. Verwenden Sie bei Bedarf einen Staubsauger oder einen Druckluftstrahl.“ Für eine vollständige Reinigung verweist Eureka auf handelsübliche Reinigungstabletten für Kaffeemühlen, und alle Reinigungs- und Desinfektionsmittel müssen für Lebensmittel zugelassen sein. Die Begründung steht in 6.1: Eine vernachlässigte Mühle könne sich auf die Zubereitung und auf die Genauigkeit von Dosierung und Mahlvorgang auswirken. Bei einer Mühle, die ihre Dosis wiegt, ist der zweite Teil des Satzes der interessantere. Wie trockene Mahlwerkspflege allgemein abläuft, erklärt unser Ratgeber Kaffeemühle reinigen.
Im Reinigungskapitel stehen vier Warnhinweise. Den Siebträger nicht auf der Gabel stecken lassen. Vor Reinigung und Wartung vom Strom trennen, ohne am Netzkabel oder am Gerät zu ziehen. Wartung und Reinigung nur durch Fachpersonal, das der Hersteller autorisiert hat. Keine behelfsmäßigen oder unsicheren Reparaturen und keine Nicht-Originalersatzteile.
Der dritte Hinweis passt schlecht zu einem Kapitel, das dir Schritt für Schritt erklärt, wie du Behälter und Mahlwerk selbst reinigst. Wir würden genau das tun, was Kapitel 6 beschreibt, und alles darüber hinaus dem Fachhandel überlassen. Laut Anleitung lässt ein Gebrauch, der von ihr abweicht, jede Garantie und Herstellerhaftung entfallen. Kapitel 7, die Fehlersuche, besteht aus einem einzigen Satz: „Wenden Sie sich an Fachpersonal.“
Den allgemeinen Sicherheitsvorspann gibt es nur auf Italienisch, Englisch und Französisch. Das meiste darin gilt für jedes Elektrogerät, vom Kabel, das nicht über die Thekenkante hängen soll, bis zum Verbot, die Mühle im Freien zu betreiben. Bei Kindern gehen die Fassungen auseinander. Die englische verlangt nur, sie zu beaufsichtigen, damit sie nicht mit dem Gerät spielen. Die italienische ist genauer: Sie erlaubt die Benutzung ab 8 Jahren unter Aufsicht und schließt die Reinigung durch unbeaufsichtigte Kinder aus.
Ein eigener Hinweis schließt Wasserstrahlen, ungeeignete Reinigungsmittel und Dampfreiniger aus. Für den Heimgebrauch verlangt Eureka zusätzlich, die Mühle auszuschalten und den Stecker zu ziehen, bevor du Zubehör wechselst oder dich bewegten Teilen näherst.
Was Eureka nicht angibt
Wir haben die deutsche und die englische Produktseite, das Datenblatt, die Anleitung und Eurekas Garantie-Mitteilung durchgesehen. Diese Angaben stehen in keiner der Quellen: ein Geräuschwert in Dezibel (Eureka bewirbt eine Silent Technology, die über das Anti-Vibrations-System wirken soll), eine eigene Garantiefrist für die Libra, der maximale Wiegebereich und das Messprinzip der Waage, der Totraum im Mahlwerk, die Teilung der Skala am Drehrad, die Kabellänge, Preise für Ersatzteile und die Dauer ihrer Lieferbarkeit, das Jahr der Markteinführung. Ob ein Probengewicht für die Neukalibrierung beiliegt, bleibt offen, weil die Anleitung keinen Lieferumfang aufführt. Für Gehäuse, Gabel, Behälter und Ausgabedüse nennt Eureka kein Material, erwähnt wird nur ein Kunststoffdeckel. Die Rubrik für Zertifizierungen auf der Produktseite ist leer.
In der Tabelle der technischen Daten stehen außerdem die Kürzel Ton 30 s und Toff 300 s, erklärt werden sie nirgends. In der Elektrotechnik bezeichnen solche Kürzel üblicherweise Einschalt- und Ausschaltzeit, übertragen hieße das 30 Sekunden Betrieb, dann 300 Sekunden Pause. Die 30 Sekunden decken sich mit der Höchstdauer der kontinuierlichen Abgabe. Ob Eureka es so meint, wissen wir nicht. Wer mehrere Portionen am Stück mahlt, bleibt mit fünf Minuten Pause nach einer halben Minute Laufzeit auf der vorsichtigen Seite.
Lohnt der Aufpreis zur Mignon Specialita?
Nur, wenn du jeden Espresso ohnehin nachwiegst. Laut Eureka haben die Libra und die Mignon Specialita ein Mahlwerk mit denselben Kennwerten (55 mm, gehärteter Stahl, 1.350 Umdrehungen, 310 Watt), und die rund 207 Euro Differenz bezahlst du für die Waage in der Gabel und die Bedienlogik, die an ihr hängt.
Die Specialita dosiert über einen Zeit-Timer, eine Waage hat sie nicht. Was das nach einem Sortenwechsel bedeutet, steht oben unter Wiegen statt Stoppuhr.
Unsere Einschätzung: Wer jede Woche eine andere Röstung einspannt, spart mit der Libra jeden Morgen einen Arbeitsschritt, und dafür ist sie gebaut. Weil der Aufpreis allein in der Dosierung steckt, liegt in unserer Wertung trotzdem die Specialita knapp vorn, obwohl sie weniger kann.
Diese Mühle oder eine der drei anderen?
In unserer Übersicht der elektrischen Kaffeemühlen ist die Libra die teuerste. Diese drei stellen wir ihr gegenüber:
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Eureka Libra 16CR (dieses) | Waage in der Siebträgergabel, stoppt beim Zielgewicht | ca. 639 € | 9,2 | du jeden Espresso nach Gramm dosieren willst, ohne den Siebträger umzustellen |
| Eureka Mignon Specialita | gleiche 55-mm-Kennwerte, Dosierung über Zeit | ca. 431,90 € | 9,4 | du schon eine Espressowaage besitzt und für die Dosierung keinen Aufpreis zahlen willst |
| Wilfa Svart Uniform+ | abnehmbare Waage im Deckel (0,1 g), gewogen wird vor dem Mahlen, Schwerpunkt Filter | ca. 330 € | 9,1 | du überwiegend Filterkaffee machst und trotzdem nach Gewicht dosieren willst |
| Sage Smart Grinder Pro | Kegelmahlwerk, 60 Stufen, Timer in 0,2-Sekunden-Schritten | ca. 199 € | 8,8 | du in den Siebträger einsteigst und lieber extern nachwiegst |
Die Preise stammen aus unseren Preisboxen und bewegen sich. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung auf Grundlage von Datenblättern und Anleitungen; keine der vier Mühlen stand bei uns auf dem Tisch. Die Wilfa liegt rund 309 Euro unter der Libra.
Wann die Libra passt, wann eine andere Mühle
Zuerst die Zubereitung. Eureka empfiehlt die Libra für Espresso und für dunkle Röstungen, auf der deutschen Produktseite steht die Röstempfehlung auf Italienisch als scura. Wer überwiegend Handfilter oder French Press macht, zahlt für eine Gabel, die er kaum braucht, und ist in unserem Katalog mit der Wilfa besser bedient. Für Filter hat Eureka außerdem eigene Libra-Modelle, dazu mehr in den Fragen unten.
Dann die Menge. Die Anleitung setzt die Grenze bei 160 Gramm Kaffee pro Aktivierung, davon ist ein einzelner Doppelter weit entfernt. Enger wird es bei der kontinuierlichen Abgabe. Bis sie abschaltet, kommen bei den Durchsätzen aus der Anleitung rechnerisch 42 bis 54 Gramm Espressomehl zusammen, bei Brew-Mahlgrad 57 bis 75 Gramm. Für eine große Kanne Filterkaffee reicht ein Durchgang womöglich nicht.
Der 300-Gramm-Behälter reicht bei 18 Gramm je Doppeltem für gut 16 Bezüge. Als Zubehör listet Eureka unter anderem einen Libra-Dosiertrichter, einen Metall- und einen Holzdeckel für den Bohnenbehälter, das King Size Grind Dial, einen Tamper und einen Abklopfbehälter. Unter einem Hängeschrank genügt die reine Gerätehöhe nicht, denn zum Nachfüllen hebst du den Deckel nach oben ab.
Beim Einsatzort ist die Anleitung weiter gefasst, als man bei einer Heimmühle erwartet. Sie bezeichnet die Mühle als für den gewerblichen Einsatz konzipiert und nennt Restaurantküchen, Kantinen, Krankenhäuser und Geschäfte wie Bäckereien und Metzgereien, schließt aber die kontinuierliche Lebensmittelproduktion aus. Als haushaltsähnliche Anwendungen führt sie Personalküchen in Läden und Büros, landwirtschaftliche Anwesen, Gäste in Hotels und Motels sowie Bed-and-Breakfast-Umgebungen auf. Betrieben werden darf die Libra nur zwischen minus 5 und plus 30 Grad Celsius. Eine kleine Pension ist damit abgedeckt; wegen der ungeklärten Pausenzeit würden wir dort aber kein Dauermahlen für viele Gäste am Stück einplanen.
Die falsche Wahl ist die Libra für jemanden, der gerade seinen ersten Siebträger kauft und Maschine und Mühle aus einem Budget bezahlt. Die Sage Smart Grinder Pro liegt rund 440 Euro darunter, und dieses Geld steckt in unserer Einschätzung besser in der Maschine.



