Die Caso Barista Crema mahlt mit einem Scheibenmahlwerk und dosiert über die Zeit. Du drehst an einem Regler den Mahlgrad ein, an einem zweiten die Tassenzahl, drückst Start/Stopp, und nach Ablauf der eingestellten Dauer hört sie von selbst auf. Unsere Preisbox führt sie für ca. 39,99 Euro. Im Amazon-Katalog standen am 7. September 2026 42,08 Euro, im Onlineshop von Caso am 1. Oktober 2026 44,99 Euro, mit dem dort beworbenen Cashback 39,99 Euro.
Caso und die übrigen Mühlen im Sortiment
Hinter der Marke steht die CASO GmbH aus Arnsberg. Gegründet wurde die Firma 1952 als Vertriebsorganisation für deutsche und europäische Markenprodukte, als Marke eingetragen ist Caso seit 2003. Nach eigener Angabe arbeiten rund 110 Leute an mehreren Standorten im Sauerland, exportiert wird in rund 30 Länder.
Auf seiner Kategorieseite für Kaffeemühlen listet Caso fünf Einträge. Die Coffee Flavour (1830) zerkleinert mit einem Schlagmesser. Die BaristaChef Inox (1834) und die BaristaChef Inox Pro (1837) haben laut Caso Kegelmahlwerke aus Edelstahl, dazu kommt ein Paket aus der BaristaChef Inox und dem Caso-Gerät EspressoGourmet. Die Barista Crema, bei Caso Artikel 1833 und unter derselben Nummer im Amazon-Katalog geführt, ist damit die einzige Mühle im Programm mit Scheibenmahlwerk. Im Onlineshop des Herstellers liegt sie preislich zwischen dem Schlagmesser und den beiden Kegelmühlen.
In unserer Übersicht der elektrischen Kaffeemühlen steht sie mit 7,6 von 10 Punkten als Preis-Tipp. Grundlage dieses Textes sind die Produktseite und die Bedienungsanleitung mit der Dokumentnummer 1833 16-02-2024.
Aufbau: was im Karton liegt
Laut Anleitung liegen im Karton die Mühle, der Bohnenbehälter mit Deckel, der Behälter für Kaffeepulver mit Deckel, das Mahlwerk, eine Reinigungs-Bürste und die Bedienungsanleitung. Neben den Behältern nummeriert die Gesamtübersicht die Bedienteile: einen Drehregler für den Mahlgrad, einen zweiten für die Mahldauer, den Caso nach Tassenmenge beschriftet, einen Indikator-Ring, die Start/Stopp-Taste und zwei Sicherungsschalter.
Obenauf sitzt der Bohnenbehälter, der bis zu 190 g aufnimmt. Das Mahlgut fällt in den abnehmbaren Pulverbehälter, für den Caso bis zu 140 g angibt, genug für bis zu 12 Tassen. Auf dem Produktfoto sind beide Behälter durchsichtig, der für das Pulver steckt vorn im unteren Teil des Gehäuses.
Die zwei Füllmengen passen nicht zueinander. Einen vollen Bohnenbehälter kannst du nicht in einem Durchgang vermahlen, ohne dass der Pulverbehälter überläuft, und genau davor warnt die Anleitung.
Die Front ist laut Produktseite aus Edelstahl, die Füße sind gummiert und sollen rutschfest stehen. Caso gibt 130 mm Breite, 180 mm Tiefe und 250 mm Höhe an, das Nettogewicht mit 1,2 kg. Der Amazon-Katalog führt dieselben Maße, beim Gewicht aber rund 1,46 kg.
Angeschlossen wird die Mühle an 220 bis 240 V bei 50 oder 60 Hz, über ein 100 cm langes Kabel mit Eurostecker. Als Prüfzeichen nennt Caso CE und GS. Das Typenschild mit Anschluss- und Leistungsdaten sitzt an der Unterseite.
Im Detail: wie die Scheiben mahlen und die Uhr dosiert
Ein Scheibenmahlwerk besteht aus zwei Mahlscheiben mit Zahnprofil, die sich gegenüberstehen; eine davon treibt der Motor an. Die Bohnen geraten zwischen die Zähne und wandern nach außen, bis die Bruchstücke klein genug für den Spalt sind. Der Abstand der Scheiben begrenzt damit die Korngröße nach oben, und genau diesen Abstand veränderst du am Mahlgradregler. Das Schlagmesser der Coffee Flavour arbeitet nach einem anderen Prinzip: Es zerschlägt die Bohnen, und wie fein das Pulver wird, entscheidet vor allem, wie lange es läuft.
Beim Dosieren setzt Caso auf die Uhr. Der zweite Drehregler heißt in der Anleitung Regler für die Mahldauer, beschriftet ist er aber nach Tassen. Die Zeichnung zeigt die Ziffern 2, 4, 6, 8, 10 und 12 mit kleinen Punkten dazwischen. Eine 1 ist nicht aufgedruckt, die kleinste Stufe mit Ziffer ist die 2. Nach der eingestellten Dauer wechselt die Mühle in den Standby; anhalten kannst du sie vorher jederzeit mit der Start/Stopp-Taste.
Wie viel Pulver auf eine Tasse kommt, sollst du laut Anleitung ausprobieren, weil Tassengröße, Bohnensorte, Mahlgrad und persönlicher Geschmack die Portion beeinflussen. Einen groben Anhalt geben nur die Behälterangaben: 140 g für bis zu 12 Tassen ergeben rechnerisch knapp 12 g je Tasse. Dieses Verhältnis beschreibt den vollen Behälter, nicht jede Stellung des Reglers. Allgemein gilt bei Zeitdosierung (an diesem Gerät gemessen hat das niemand): Fein eingestellt schiebt der Motor pro Sekunde weniger Kaffee durch den engen Spalt als grob, dieselbe Tassenzahl liefert dann weniger Pulver. Eine Küchenwaage neben der Mühle klärt das nach jedem Bohnenwechsel mit einem Durchgang, und der Brüh-Rechner sagt dir, wie viel Pulver zu deiner Wassermenge gehört.
Die Laufzeit hat eine Grenze. Caso empfiehlt höchstens 60 Sekunden Dauerbetrieb mit anschließend 60 Sekunden Abkühlzeit, nach zwei solchen Intervallen soll die Mühle 5 Minuten ruhen. Nach dem Mahlen ziehst du laut Anleitung direkt den Netzstecker, nimmst den Deckel des Pulverbehälters ab und entnimmst das Pulver.
Wie viele Mahlstufen hat die Barista Crema, und reicht das für Espresso?
Eine Stufenzahl nennt Caso nicht, weder auf der Produktseite noch in der Anleitung, und auf dem Foto in der Anleitung sind die Punkte der Skala nicht vollständig zu zählen. Der Mahlgradregler trägt eine Punktskala mit drei Aufdrucken: French Press & Percolator, Drip Coffee/Filterkaffee und Espresso. Beworben wird der Bereich als fein bis grob, für Espresso und Kaffee.
Unsere Einschätzung: Für Filterkaffee und French Press ist die Mühle gut aufgestellt. Beide Zubereitungen haben einen eigenen Bereich auf der Skala, und beide verzeihen es, wenn der Mahlgrad nicht ganz auf den Punkt sitzt.
Beim Espresso aus dem Siebträger ist das anders. Dort entscheidet schon ein kleiner Schritt am Regler darüber, ob der Bezug zu schnell oder zu zäh durchläuft, und wie groß die Schritte der Barista Crema sind und wie fein ihre feinste Stellung mahlt, lässt sich aus den Unterlagen nicht ablesen. Dazu kommt der Weg des Pulvers: Es landet im Behälter, einen Halter für den Siebträger hat die Mühle nicht. Wie Mahlgrad und Zubereitung zusammenhängen, erklärt unser Ratgeber zum Mahlgrad einstellen.
Reinigung nach Anleitung
Vor dem ersten Mahlen soll die Mühle gereinigt werden. Beim Erstgebrauch kann laut Caso ein leichter Geruch entstehen, der harmlos sei und mit der Zeit verschwinde.
Aus den Sicherheitshinweisen in Kapitel 7.1 sind zwei für den Alltag wichtig. Gereinigt wird gleich nach der Verwendung, denn zu langes Warten erschwert die Reinigung und macht sie laut Caso im Extremfall unmöglich, zu starke Verschmutzungen können das Gerät unter Umständen beschädigen. Und das Gerät selbst kommt weder in Wasser oder andere Flüssigkeiten noch in die Spülmaschine.
Die beiden Behälter nimmst du ab, den für die Bohnen nur leer, und spülst sie samt Deckeln unter fließendem Wasser. Danach trocknest du alles gründlich ab.
Das Mahlwerk ist ein eigenes Teil im Lieferumfang. Eingesetzt wird es, indem du den Mahlgradregler festhältst und das Mahlwerk gegen den Uhrzeigersinn drehst, bis es einrastet, zum Säubern lässt es sich also herausnehmen. Laut Kapitel 7.2 reinigst du es vorsichtig mit der mitgelieferten Reinigungs-Bürste, denn Mahlwerk und Mahlschnecke können nach Angabe von Caso scharf sein, die Anleitung warnt vor Verletzungsgefahr.
Stellplatz, Steckdose und Stromverbrauch
Für den Aufstellort verlangt die Anleitung eine ebene und stabile Oberfläche. Im Freien soll die Mühle nicht betrieben werden, und der Platz ist so zu wählen, dass Kinder nicht an das Gerät gelangen. Ein Einbau in eine Wand oder einen Einbauschrank ist nicht vorgesehen. Heiße, nasse oder sehr feuchte Umgebungen scheiden aus, ebenso die Nähe zu brennbarem Material.
Nachgefüllt wird oben. Steht die Mühle unter einem Hängeschrank, muss über dem Gehäuse Platz für den abgenommenen Deckel und deine Hand bleiben, sonst ziehst du sie zum Befüllen kurz nach vorn.
Beim elektrischen Anschluss ist die Anleitung ausführlich. Die Anschlussdaten auf dem Typenschild müssen mit dem Stromnetz übereinstimmen, im Zweifel soll eine Elektro-Fachkraft gefragt werden. Ein Verlängerungskabel darf höchstens 3 m lang sein, muss abgewickelt sein und 1,5 mm² Querschnitt haben, Mehrfachstecker und Steckdosenleisten verbietet Caso wegen Brandgefahr. Das Kabel soll unbeschädigt sein und weder unter dem Ofen noch über heiße oder scharfkantige Flächen laufen. Abgesichert sein muss die Steckdose über einen 16-A-Sicherungsschutzschalter, und elektrisch sicher ist die Mühle laut Anleitung nur an einem vorschriftsmäßig installierten Schutzleitersystem. Wer sie an die Steckdosenleiste neben dem Wasserkocher hängen wollte, braucht nach diesen Vorgaben eine Wandsteckdose, höchstens über ein einzelnes Verlängerungskabel.
Der Verbrauch selbst ist klein. Caso gibt den Motor mit 150 W an, ein volles Intervall aus dem Detailteil kostet damit 2,5 Wh. Liefe die Mühle an jedem Tag des Jahres ein solches Intervall, kämen rund 0,9 kWh zusammen, gerechnet von uns aus Leistung und Laufzeitgrenze.
Ausgedient gehört die Barista Crema laut Anleitung auf keinen Fall in den Restmüll. Sie geht an eine kommunale Sammelstelle und wird bis zum Abtransport kindersicher aufbewahrt.
Was Caso nicht angibt
Neben der Stufenzahl fehlen in Produktseite, Anleitung und Amazon-Katalog einige Angaben, die man vor dem Kauf gern hätte. Offen bleiben Material und Durchmesser der Mahlscheiben; Edelstahl nennt Caso ausdrücklich nur für die Front, und auch für Gehäuse, Behälter und Deckel steht kein Werkstoff in den Unterlagen. Es fehlen Drehzahl und Motortyp, eine Lautstärke in Dezibel, eine Mahlleistung in Gramm pro Sekunde und die Dauer einer Tassenstufe in Sekunden, womit auch offen ist, ob die höchste Tassenstufe in ein einziges Intervall passt. Zur Menge Mahlgut, die im Gerät zurückbleibt, zu einer Antistatik-Funktion und zur Feinheit der feinsten Stellung in Mikrometern gibt es ebenfalls nichts. Herstellungsland, Markteinführungsjahr, Standby-Verbrauch und eine Kabelaufwicklung kommen in den Unterlagen gar nicht vor.
Frühere Fassungen dieser Seite nannten 18 Mahlstufen, eine Tassenskala ab 1, ein Gehäuse überwiegend aus Kunststoff und einen spülmaschinenfesten Auffangbehälter. Belegt ist davon nichts, deshalb steht es hier nicht mehr.
Diese Mühle oder eine der anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Caso Barista Crema (diese) | Scheibenmahlwerk, Zeitdosierung, Pulverbehälter mit 140 g | ca. 39,99 € | 7,6 | du Filterkaffee oder French Press für wenige Tassen mahlst und das Budget knapp ist |
| Rommelsbacher EKM 200 | Scheibenmahlwerk aus Stahl, 250 g Bohnen und 170 g Pulver, bis 2 Minuten am Stück | ca. 54,99 € | 7,8 | du regelmäßig mehrere Kannen hintereinander mahlst |
| Rommelsbacher EKM 400 | Kegelmahlwerk aus Edelstahl mit 35 Stufen, abnehmbarer Siebträgerhalter für ca. 60 mm | ca. 87,99 € | 8,0 | du eine Siebträgermaschine hast und direkt ins Sieb mahlen willst |
| Eureka Mignon Specialita | 55-mm-Flachscheiben aus gehärtetem Stahl, stufenlos verstellbar, Siebträgergabel | ca. 431,90 € | 9,4 | du täglich Espresso ziehst und den Mahlgrad in kleinsten Schritten suchst |
Die Preise sind die Richtwerte unserer Preisboxen, der Tagespreis im Handel kann davon abweichen. Die Wertung fasst unsere redaktionelle Einschätzung der Herstellerdaten zusammen, eine Messung steckt nicht dahinter.
Wann die Barista Crema passt, und wann eine andere
Der Pulverbehälter reicht für eine volle Kanne Filterkaffee oder French Press, und hast du deine Stellung am Tassenregler einmal gefunden, nimmt dir der Regler das tägliche Abwiegen weitgehend ab.
Brauchst du öfter mehr als einen vollen Pulverbehälter hintereinander, musst du zwischendurch leeren, und die Pausen aus dem Detailteil bremsen dich zusätzlich. Dann würden wir zur Rommelsbacher EKM 200 greifen: 15 Euro mehr in unserer Preisbox, größere Behälter, und laut ihrer Anleitung darf sie doppelt so lange am Stück laufen.
Die EKM 400 kostet in unserer Preisbox 48 Euro mehr und mahlt laut Rommelsbacher 1 bis 2 Portionen direkt in den Siebträger.
Ziehst du jeden Tag Espresso und willst am Mahlgrad feilen, lohnt aus unserer Sicht der Sprung zur Eureka Mignon Specialita. Dafür zahlst du knapp das Elffache, rund 392 Euro mehr.
Wechselst du oft die Sorte, hilft ein Detail aus der Anleitung weiter. Den Bohnenbehälter darfst du nur abnehmen, wenn er leer ist, denn sein Boden ist offen, und die Bohnen fielen sonst heraus. Wer morgens eine andere Bohne mahlt als nachmittags, füllt deshalb nur die Menge ein, die gerade gebraucht wird.



