Beste Siebträgermaschinen 2026: Vergleich & Kaufberatung
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Beste Siebträgermaschinen 2026: Vergleich & Kaufberatung

Die acht höchstbewerteten der 17 Siebträger in unserem Katalog: mit oder ohne Mühle, Kessel oder Durchlauferhitzer, Preise und wer nicht auf der Liste steht.

Siebzehn Reviews und der Punktgleichstand bei 8,8

In unserer Kategorie Siebträger stehen siebzehn Maschinen mit eigenem Review, und alle siebzehn liegen inzwischen in überarbeiteter Fassung vor. Hier stehen davon die acht, die am höchsten bewertet sind. Die Spanne reicht von 9,4 Punkten für die Gaggia Classic Evo Pro bis 8,8 für die DeLonghi La Specialista Touch EC9455. Ein anderes Kriterium als die Punktzahl hat bei der Auswahl nicht mitgezählt.

An der Grenze wird es eng. Auch die Gaggia Classic UP steht bei 8,8 Punkten und fehlt trotzdem. Den Ausschlag gab keine redaktionelle Abwägung, sondern das Skript, das diese Liste zusammenstellt: Es sortiert nach Punkten und lässt gleich bewertete Maschinen in der alphabetischen Folge ihrer Dateinamen stehen. Der Dateiname der DeLonghi beginnt mit d, der der Gaggia mit g. Nach demselben Mechanismus steht die Rancilio Silvia vor der Barista Express (beide 9,0) und die Impress vor der Barista Pro (beide 8,9). Was die Reviews als Unterschied zwischen diesen Paaren hergeben, steht weiter unten bei den Plätzen.

Ein einfacher Durchschnitt ist die Gesamtnote nicht. Daneben bekommt jede Maschine in ihrem Review vier Einzelnoten, nämlich für Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung. Bei der Barista Pro ergeben 8,9, 9,1, 8,8 und 8,8 im Mittel genau ihre 8,9. Bei der Gaggia Classic Evo Pro kämen aus 9,4, 9,5, 8,6 und 9,0 rund 9,1 heraus, vergeben sind 9,4. Eine Formel, die diesen Abstand erklärt, hält kein Review fest, also bleibt die Gesamtnote eine redaktionelle Einstufung, die sich nicht nachrechnen lässt. Einzelnoten, die wir weiter unten nennen, stammen jeweils aus dem Review der Maschine.

Ausprobiert haben wir keine der acht. Unser Material besteht aus Bedienungsanleitungen, Herstellerseiten und Amazon-Katalogdaten. Wie der Espresso schmeckt oder wie die Crema aussieht, kann diese Seite deshalb nicht beantworten, dafür aber Fragen zu Siebmaß, Kesselbau, Pflegepflichten und Preis.

Fünf der acht Plätze gehören zu einem Konzern. Lelit führt sich auf seiner deutschen Garantieseite als Marke der Sage Appliances GmbH, die dort auch Breville zu ihren Marken zählt, und die Produktseite der Impress trägt das Copyright der Breville Pty Limited. Elizabeth und Victoria kommen damit aus demselben Haus wie die drei Barista-Modelle.

Mahlwerk im Gehäuse oder daneben

Vier mit Mahlwerk, vier ohne. Eingebaut haben es die drei Sage-Modelle und die DeLonghi. Gaggia, Rancilio und die beiden Lelit brühen nur, für sie brauchst du eine Espressomühle als zweite Anschaffung, und bei keiner der vier liegt eine im Karton.

Mit dieser Entscheidung kaufst du ein Siebmaß mit. Die Sage-Maschinen sind auf 54 Millimeter festgelegt, und Siebe, Tamper oder Trichter im 58-mm-Maß passen dort nicht. Für die La Specialista Touch nennt De’Longhi überhaupt keinen Durchmesser, ein Ersatztamper lässt sich deshalb nicht sicher zuordnen. Auf der anderen Seite bewegen sich die Angaben um 58 Millimeter. Gaggia gibt den Siebträger der Classic Evo Pro mit 58 Millimetern an, Lelit beziffert die gemeinsame Brühgruppe LELIT58 von Elizabeth und Victoria in einem Zubehörtext mit 58,55 Millimetern. Für die Silvia nennt Rancilio einen Tamper mit 58 Millimetern Durchmesser, ein Maß für die Brühgruppe selbst steht weder auf der Produktseite noch in Katalog oder Anleitung.

Wie fein die eingebauten Mahlwerke rasten, ist in allen vier Reviews belegt: 15 Stufen bei der DeLonghi, 16 bei der Barista Express, 25 bei der Impress und 30 bei der Barista Pro. Bei den drei Sage-Modellen lässt sich der Bereich zusätzlich über den verstellbaren oberen Mahlkegel verschieben. An der DeLonghi drehst du den Wahlschalter nur, solange das Mahlwerk läuft.

Für den Störfall legt die Anleitung der Impress fest, dass Wartung und Reparatur nur ein autorisierter Servicepartner übernimmt. Fällt das Mahlwerk aus, geht also die ganze Maschine zum Service, nicht nur die Mühle. Nach unserer Einschätzung kostet die Kompaktlösung genau das, und in keiner Preisbox steht es.

Kessel, Thermocoil, Thermoblock und ThermoJet

Drei der vier Maschinen ohne Mahlwerk sind Einkreiser. Gaggia, Rancilio und Victoria haben einen einzigen Kessel für Brühwasser und Dampf, bei Silvia und Victoria fasst er 0,3 Liter. Für Dampf muss dieser Kessel heißer werden als zum Brühen, er heizt also nach dem Espresso hoch und muss vor dem nächsten wieder herunter. Gaggia begrenzt die Dampfabgabe auf eine Minute am Stück und verlangt danach, Wasser abzulassen, bis der Kessel wieder Brühtemperatur hat. Wer das auslässt, riskiert laut Anleitung Verbrennungen.

Die Elizabeth hat für dieses Problem einen zweiten Kessel. 300 Milliliter Messing liefern das Brühwasser, ab Werk auf 95 °C, 600 Milliliter Edelstahl AISI 316L den Dampf, ab Werk auf 135 °C. Espresso und Milchschaum laufen dort zur selben Zeit.

Express, Impress und die DeLonghi halten kein heißes Wasser vorrätig, sie erhitzen es im Durchlauf, Sage im Thermocoil, De’Longhi in einem Thermoblock. Die Pro heizt mit dem ThermoJet, für den Sage 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur angibt. Wie er das Wasser erhitzt, lässt ihr Review offen, und deshalb ordnen wir sie hier keiner der beiden Bauarten zu. Für Impress und Pro verlangt die Anleitung ausdrücklich, den Siebträger vor dem Aufschäumen aus dem Brühkopf zu nehmen. Ob die DeLonghi gleichzeitig brühen und dampfen kann, lässt De’Longhi offen.

Bei der Regelung sortiert sich die Liste anders. Gaggia und Rancilio arbeiten mit einem Thermostat: Er schaltet die Heizung an festen Punkten ein und aus, das Wasser pendelt dazwischen, und wann du den Bezug startest, bestimmt mit, wie heiß es am Kaffee ankommt. An der Silvia bleibt dir als Signal nur eine orange Heizlampe. Bei Elizabeth und Victoria gibst du Kaffee- und Dampftemperatur als Gradzahl im LCC vor, wobei Lelit das Wort PID für keine der beiden verwendet. Sage regelt per PID, setzt Express und Impress auf 93 °C und lässt dich um bis zu 2 °C nach oben oder unten gehen. Die Pro zeigt die Brühtemperatur dagegen nur als Balken zwischen HOTTER und COOLER. De’Longhi gibt vier Brühtemperaturprofile vor, ebenfalls ohne Gradwerte.

Platz eins bis acht, mit dem Grund aus dem Review

Platz 1: Gaggia Classic Evo Pro (9,4)

Drei Bauteile tragen im Review die 9,4: der 58-mm-Siebträger, der Kessel aus bleifreiem Messing und das 3-Wege-Magnetventil, das den Kaffeepuck laut Gaggia nach dem Bezug trocknet. Bei der Temperatur sieht ihr eigenes Review sie hinten, denn die Lelit Anna und die Barista Express regeln für ca. 489,00 Euro per PID, die Gaggia mit einem Thermostat. Die Evo-Generation kam 2023 auf den Markt, Gaggia gibt für die Baureihe Design und Fertigung in Italien an.

Vor dem ersten Espresso des Tages sollen laut Anleitung rund 150 Milliliter Wasser durchlaufen, danach heizt der eingespannte Siebträger einige Minuten mit. Wer diese Minuten morgens übrig hat, die Mühle schon besitzt oder bewusst getrennt aussucht und den Bezugszeitpunkt selbst finden will, bekommt hier das 58-mm-Format für ca. 499,52 Euro.

Platz 2: Lelit Elizabeth (9,2)

Was die Elizabeth auszeichnet, ist der zweite Kessel, dessen Werte oben bei der Heizung stehen. Sie trägt bei uns das Badge Premium-Wahl und kostet ca. 1.187,29 Euro. Ihr Review gibt ihr 9,6 für die Leistung und 8,5 für die Preis-Leistung, und an diesem Abstand lässt sich ablesen, wo es sie stark sieht und wo nicht.

Zwei Pflichten kommen mit. Einmal im Jahr entkalkt den Hydraulikkreislauf nach der Anleitung ein spezialisierter Techniker, nicht du. Und auf der Arbeitsplatte stehen 15,3 Kilogramm. Lohnen wird sich das nach unserer Einschätzung nur, wenn bei dir regelmäßig mehrere Milchgetränke direkt hintereinander entstehen, denn genau dafür arbeitet der Dampfkessel neben dem Brühkessel.

Platz 3: Lelit Victoria (9,1)

Neben der Elizabeth fehlt der Victoria der Dampfkessel: Sie teilt mit ihr die LELIT58-Gruppe und hat einen Messingkessel in der Größe von deren Kaffeekessel, aber nur diesen einen. Was sie der Gaggia voraushat, sind die Temperatur als Zahl und ein OLED-Display mit laufender Brühzeit. Gedacht ist sie für dich, wenn du überwiegend Espresso trinkst, die Brühtemperatur für hellere oder dunklere Röstungen in Grad verschieben willst und die Mühle separat einplanst. Die Vorbrühung schaltest du nur ein oder aus, ihre Dauer lässt sich nicht einstellen. In unserer Preisbox steht sie mit ca. 799,00 Euro, im deutschen Lelit-Shop kostete sie am 24. September 2026 879 Euro.

Platz 4: Rancilio Silvia (9,0)

Die Silvia gibt es seit 1997, und Rancilio schrieb 2020 selbst, an ihr habe sich in mehr als zwanzig Jahren wenig geändert. Ihre höchste Einzelnote bekommt sie für die Verarbeitung, 9,4, getragen von Edelstahlgehäuse, Messing-Brühgruppe und einem Siebträger aus verchromtem Messing bei 14 Kilogramm Gesamtgewicht. Die schwächste ist die Handhabung mit 8,2, denn Manometer, Temperaturanzeige und PID hat sie nicht.

Mit der Barista Express teilt sie die 9,0, und die beiden Reviews beschreiben fast Gegenteile. Die Silvia braucht eine Mühle daneben und meldet nur, ob sie heizt. Die Express mahlt selbst und regelt per PID. In den Einzelnoten liegt die Silvia bei der Verarbeitung vorn, die Express bei Handhabung und Preis-Leistung mit 8,9 und 9,2. Wir würden die Silvia nehmen, wenn du ohne Anzeige auskommst und die Handgriffe selbst übernehmen willst. Frag vor dem Kauf, ob der Händler die Silvia oder die Silvia E liefert: Die E schaltet sich 30 Minuten nach dem letzten Bezug selbst ab, und unser Kauflink führt mangels eindeutiger Artikelnummer nur auf eine Amazon-Suche.

Platz 5: Sage Barista Express (9,0)

Für ca. 489,00 Euro stecken bei der Express Kegelmahlwerk und PID-Regelung in einem Gehäuse. Ihre Note für Preis-Leistung liegt bei 9,2, und bei uns trägt sie das Badge Redaktionstipp. Getampert wird von Hand, die Anleitung nennt dafür 10 bis 15 Kilogramm, und bis Mahlgrad und Anpressdruck sitzen, rechnet ihr Review mit mehreren Packungen Bohnen. Wer beide Geräte in einem Kauf erledigen und das Tampern selbst lernen will, ist bei ihr richtig. Mit eigener Mühle lohnt der Seitenblick zur Gaggia Classic Evo Pro: Sie hat kein Mahlwerk, dafür den 58-mm-Siebträger, und kostet bei uns 10,52 Euro mehr als die Barista Express. Im Amazon-Katalog steht das Modell seit dem 1. April 2018.

Platz 6: Sage Barista Express Impress (8,9)

Bei der Impress übernimmt ein Hebel das Anpressen. Sage gibt 10 Kilogramm Druck an und eine Drehung um 7 Grad, die der Hersteller Barista-Twist nennt. Die Dosis berechnet die Maschine aus der letzten Mahlgutmenge, eine Balkenanzeige meldet, ob die Menge stimmt. Den Mahlgrad suchst du trotzdem selbst, als Start empfiehlt Sage Stufe 16 von 25. Mit ca. 379,00 Euro ist sie die günstigste der acht.

Von der Barista Pro mit derselben Punktzahl trennt sie das Prinzip. Die Impress automatisiert die Puckvorbereitung. Die Pro setzt auf den ThermoJet und auf 30 statt 25 Mahlstufen. Wer schon sicher tampert, hat am Hebel wenig Spielraum: Im Automatikmodus presst er immer auf die Höhe, die Sage vorgibt, eine eigene gibt es nur im manuellen Dosiermodus. Ihr Feld ist damit der Einstieg ohne eigene Mühle, wenn du den Anpressdruck nicht selbst lernen willst.

Platz 7: Sage Barista Pro (8,9)

Das Review der Barista Pro hebt zwei Dinge hervor: den ThermoJet aus dem Abschnitt zur Heizung und 30 Mahlstufen an einem 40-mm-Kegelmahlwerk aus gehärtetem Edelstahl, ab Werk auf Stufe 15. Trinkst du den Tag über einzelne Espressi und geht die Maschine dazwischen wieder aus, hilft die kurze Aufheizzeit nach unserer Einschätzung am meisten, bei vier Tassen am Stück dagegen wenig. Die Milch schäumst du an der Dampfdüse selbst. In unserer Preisbox steht sie bei ca. 474,01 Euro und damit 14,99 Euro unter der Barista Express.

Platz 8: DeLonghi La Specialista Touch EC9455 (8,8)

Auf Platz acht steht die DeLonghi mit 8,8 Punkten, gleichauf mit der Gaggia Classic UP, die nur der Dateiname hinter sie sortiert. Was sie von den übrigen sieben unterscheidet: Als einzige schäumt sie Milch selbsttätig und macht Cold Brew. Ihre Auto-LatteArt-Lanze arbeitet in Stellung A automatisch nach einer von fünf Schaumstufen, in Stellung M von Hand. Cold Brew liefert sie laut De’Longhi in unter fünf Minuten, allerdings nur als Einzelportion zwischen 90 und 220 Millilitern, und vor jedem Cold Brew muss der Tank geleert, ausgespült und frisch gefüllt werden.

Für Preis-Leistung gibt ihr Review 8,2. Gebaut ist sie für alle, die jeden Tag Milchgetränke trinken und das Schäumen nicht lernen wollen. Rechne aber mit Tiefe: Die Anleitung gibt 46 Zentimeter an, die Produktseite 36,7, und wir würden mit dem größeren Wert planen.

Welcher Unterschied welche Maschine ausmacht

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Gaggia Classic Evo Pro ein Messingkessel mit Thermostat, 58-mm-Siebträger, kein Mahlwerk ca. 499,52 € 9,4 du schon eine Espressomühle hast oder getrennt kaufst und unter 500 Euro bleiben willst
Lelit Elizabeth zwei Kessel, Brühen und Dampfen gleichzeitig ca. 1.187,29 € 9,2 bei dir regelmäßig mehrere Milchgetränke direkt nacheinander entstehen
Lelit Victoria ein 300-ml-Messingkessel, Temperatur als Gradzahl im Display ca. 799,00 € 9,1 du vor allem Espresso trinkst und die Brühtemperatur ablesen willst
Rancilio Silvia Thermostat ohne Anzeige und ohne Manometer, 14 kg ca. 829,00 € 9,0 du nach der Heizlampe arbeiten kannst und keine Anzeige vermisst
Sage Barista Express Kegelmahlwerk mit 16 Stufen, Tampern von Hand ca. 489,00 € 9,0 du Mühle und Maschine zusammen kaufst und das Tampern selbst lernen willst
Sage Barista Express Impress Hebel presst mit 10 kg an, 25 Mahlstufen ca. 379,00 € 8,9 du ohne Mühle startest und den Anpressdruck abgeben willst
Sage Barista Pro ThermoJet-Heizung, 30 Mahlstufen ca. 474,01 € 8,9 du mehrmals am Tag je einen Espresso ziehst
DeLonghi La Specialista Touch EC9455 Milchautomatik und Cold Extraction neben dem Mahlwerk ca. 549,97 € 8,8 du Milch nicht selbst schäumen willst und viel Tiefe auf der Arbeitsplatte hast

Einen Tagespreis ersetzt die Tabelle nicht. Die Preisspalte gibt wieder, was unsere Preisboxen am 1. Oktober 2026 als Richtwert führten, und die Wertung ist eine redaktionelle Einstufung, kein Messwert. Über Aktionspreise und lieferbare Farben sagt sie nichts.

Was die rund 808 Euro zwischen Impress und Elizabeth kaufen

Nach unseren Preisboxen ordnen sich die acht in drei Gruppen. Unten steht allein die Barista Express Impress mit ca. 379,00 Euro. Auf 75,96 Euro drängen sich danach vier Maschinen: die Barista Pro mit ca. 474,01 Euro, die Barista Express mit ca. 489,00 Euro, die Gaggia Classic Evo Pro mit ca. 499,52 Euro und die La Specialista Touch mit ca. 549,97 Euro. Oben folgen die Lelit Victoria mit ca. 799,00 Euro, die Rancilio Silvia mit ca. 829,00 Euro und die Lelit Elizabeth mit ca. 1.187,29 Euro.

Für die Maschinen ohne Mahlwerk gilt eine zweite Rechnung, weil die Mühle dazukommt. Wer etwa die Eureka Mignon Specialità für ca. 431,90 Euro aus unserer Mühlen-Kategorie wählt, landet mit der Gaggia Classic Evo Pro bei 931,42 Euro und mit der Lelit Victoria bei 1.230,90 Euro. Die Victoria samt dieser Mühle liegt damit über dem Preis der Elizabeth ohne Mühle. Steht bei dir noch keine Mühle, kommst du unter den acht mit der Impress am günstigsten zu Espresso. Steht schon eine da, bezahlst du bei ihr ein zweites Mahlwerk mit.

Zwei Aufpreise bringen nach unserer Einschätzung wenig Gegenwert. Der erste liegt zwischen Gaggia Classic Evo Pro und Rancilio Silvia. Für 329,48 Euro mehr bekommst du dasselbe Regelprinzip, einen Thermostat ohne Anzeige an einem Kessel für Brühen und Dampf, dazu mehr Masse, 14 statt 8,1 Kilogramm, und einen Siebträger aus verchromtem Messing statt aus Edelstahl. Der Tank der Silvia fasst mit 2 Litern sogar etwas weniger als die 2,1 Liter der Gaggia.

Der zweite steckt bei Sage, wo die Katalogpreise gegen die Ausstattung laufen. Die Barista Express kostet bei uns 110 Euro mehr als die Impress, hat aber 16 statt 25 Mahlstufen und keinen Tamperhebel. Auch die Barista Pro, mit 30 Stufen und ThermoJet, ist bei uns günstiger als die Express. Im eigenen Shop ordnet Sage zwei der drei andersherum: 599,90 Euro für die Express und 729,90 Euro für die Pro, deren Shop-Preis am 25. September 2026 erfasst wurde.

Anders liegt der Schritt von der Victoria zur Elizabeth. Die 388,29 Euro Abstand kaufen den zweiten Kessel und mit ihm Brühen und Dampfen zur selben Zeit. Das ist eine Funktion, die sich benennen lässt, sie nützt aber nur, wenn du Milchgetränke in Serie machst.

Welche Maschine zu welchem Morgen passt

Steht bei dir schon eine Espressomühle und soll die Maschine unter 500 Euro bleiben, nimm die Gaggia. Ihr Wassertank fasst 2,1 Liter und wird nach vorn herausgezogen, die Tropfschale ebenso. Über den 38 Zentimetern Gerätehöhe brauchst du trotzdem Luft für Tankdeckel und Tassenablage, und in einen Schrank darf sie laut Sicherheitsheft nicht.

Machst du am Wochenende regelmäßig drei oder vier Milchgetränke hintereinander, rechne die Elizabeth durch. An jedem Einkreiser wiederholst du pro Tasse den Wechsel zwischen Dampf und Brühtemperatur, an Impress und Pro kommt das Aus- und Einspannen des Siebträgers dazu. Für die Elizabeth planst du 38 Zentimeter Höhe ein, den Wert, der in allen drei Quellen ihres Reviews übereinstimmt.

Fängst du ohne Mühle an und willst morgens wenig selbst führen, ist die Impress der Kandidat. Prüf vorher deine Arbeitsplatte: Die Anleitungen von Impress und Pro schließen Holz und poröse Oberflächen als Standfläche aus, ebenso den Betrieb in einem geschlossenen Bereich oder Schrank. Eine Massivholzplatte fällt damit für beide weg.

Trinkst du jeden Tag Cappuccino oder Latte und willst das Schäumen nicht lernen, bleibt unter den acht nur die DeLonghi. Sie gibt Wärme ab, De’Longhi verlangt deshalb mindestens 3 Zentimeter Abstand zu Seiten- und Rückwand und 15 Zentimeter Luft nach oben. Unter einem Hängeschrank heißt das bei 40 Zentimetern Gerätehöhe mindestens 55 Zentimeter lichte Höhe.

Willst du die Brühtemperatur in Grad sehen und arbeitest mit einer separaten Mühle, liegt die Lelit Victoria vorn. Reicht dir das Timing nach einer Lampe, ist die Rancilio Silvia die Alternative, sie kostet allerdings 30 Euro mehr als die Victoria.

Neun Maschinen, die nicht auf der Liste stehen

Unter Platz acht führt unser Katalog neun weitere Siebträger. Sie fehlen hier, weil ihre Gesamtwertung niedriger liegt, im Fall der Gaggia Classic UP wegen des Punktgleichstands, den oben die Folge der Dateinamen auflöst. Für bestimmte Käufer ist eine von ihnen die bessere Wahl, und zwei Badges der Kategorie, Einsteiger-Tipp und Preis-Tipp, hängen an Maschinen außerhalb dieser Liste.

Die Gaggia Classic UP (8,8 Punkte, ca. 950,89 Euro) gehört zur selben Baureihe wie die Classic Evo Pro und hat einen 58-mm-Siebträger, zwei PID-Regler, ein Display und eine Vorbrühung in drei Stufen. Wer an der Evo Pro nur die Temperaturregelung vermisst, findet sie dort, für 451,37 Euro mehr als die Classic Evo Pro.

Die Sage Barista Touch (8,7 Punkte, ca. 971,54 Euro) ist nach der Elizabeth die zweitteuerste Maschine der Kategorie. Sie schäumt die Milch per Automatik, die Milchtemperatur wählst du am Touchscreen zwischen 40 und 75 °C, und gemahlen wird wie bei der Barista Pro in 30 Stufen.

Die DeLonghi La Specialista Arte EC9155 (8,6 Punkte, ca. 369,00 Euro) ist die günstigste Siebträgermaschine mit eingebautem Mahlwerk in unserem Katalog, zehn Euro unter der Barista Express Impress. Gleichauf mit ihr steht die Lelit Anna PL41TEM (8,6 Punkte, ca. 489,00 Euro), die so viel kostet wie die Barista Express und an einem Einkreiser PID und Manometer hat, allerdings im Lelit-Format LELIT57 mit 57,35 statt 58 Millimetern.

Die Sage Bambino Plus (8,4 Punkte, ca. 479,90 Euro) trägt unser Badge Einsteiger-Tipp. Sie heizt per ThermoJet, schäumt die Milch mit Hilfe eines Temperatursensors selbsttätig und hat kein Mahlwerk.

Waage und Kegelmahlwerk mit 25 Stufen haben beide Ninja, die Ninja Luxe Pro (8,3 Punkte, ca. 386,85 Euro) und die Ninja Luxe Premier (8,1 Punkte, ca. 381,43 Euro). Ninja verkauft beide als 3-in-1 für Espresso, Filterkaffee und Cold Brew.

Am unteren Ende stehen zwei De’Longhi. Die DeLonghi Dedica EC685 (8,3 Punkte, ca. 123,99 Euro) ist die günstigste Siebträgermaschine, die wir führen, nach Herstellerangabe 149 Millimeter breit, und trägt den Preis-Tipp. Die DeLonghi Classic EM450 (7,8 Punkte, ca. 127,00 Euro) hat Thermoblock und Manometer, aber weder Mahlwerk noch Temperaturwahl, und mit 7,8 Punkten die niedrigste Wertung der Kategorie.

Alle Produkte der Liste nebeneinander

ProduktTypBewertungPreis
Classic Evo ProSiebträgermaschinen★★★★★ 4.7ca. 499,52 €Zum Shop →
ElizabethSiebträgermaschinen★★★★★ 4.6ca. 1.187,29 €Zum Shop →
VictoriaSiebträgermaschinen★★★★★ 4.6ca. 799,00 €Zum Shop →
SilviaSiebträgermaschinen★★★★★ 4.5ca. 829,00 €Zum Shop →
Barista ExpressSiebträgermaschinen★★★★★ 4.5ca. 489,00 €Zum Shop →
Barista Express ImpressSiebträgermaschinen★★★★★ 4.5ca. 379,00 €Zum Shop →
Barista ProSiebträgermaschinen★★★★★ 4.5ca. 474,01 €Zum Shop →
La Specialista Touch EC9455Siebträgermaschinen★★★★☆ 4.4ca. 549,97 €Zum Shop →

Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen und ändern sich mit dem Handel. Den Stand je Produkt findest du auf den verlinkten Einzelseiten, alle Produkte nebeneinander in der Vergleichstabelle.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was bedeuten die 15 bar auf dem Datenblatt einer Siebträgermaschine?

Sie beschreiben, was die Pumpe höchstens aufbauen kann, nicht den Druck am Kaffeemehl. Sage bewirbt eine 15-bar-Pumpe und nennt auf derselben Produktseite 9 bar für die Extraktion. Lelit gibt in der Anleitung der Victoria ebenfalls 15 bar an und als Zielwert während des Bezugs 8 bis 10 bar. Am Manometer der Elizabeth markiert eine grüne Zone den Bereich von 8 bis 12 bar, dort soll die Nadel beim Bezug stehen. Gaggia nennt für die europäische Classic Evo Pro nur die 15 bar nominal. Als Vergleichsmaß zwischen zwei Maschinen taugt die Pumpenzahl deshalb kaum.

Kann ich mit einer Siebträgermaschine vorgemahlenen Kaffee verwenden?

Bei vier der acht liegt dafür ein Sieb bei, das den Widerstand selbst aufbaut statt über das Kaffeebett. Sage legt Express, Impress und Pro doppelwandige Siebe ausdrücklich für Kaffee aus der Packung bei. Gaggia liefert zur Classic Evo Pro den Druckfilter Crema Perfetta, der nur zusammen mit dem Perlstrahl-Aufschäumer laufen darf. Bei der La Specialista Touch sind beide mitgelieferten Siebe einwandig. Elizabeth und Victoria kommen mit Einzel-, Doppel- und Blindsieb von IMS, ein Drucksieb nennen ihre Reviews nicht. Für die Silvia führt Rancilio einen Umrüstsatz für Pads und Kapseln, die Anleitung schickt dich dafür zum Händler.

Was fällt an Pflege und Verbrauchsmaterial im Jahr an?

Das hängt an Hersteller und Bauart, in Mengen lässt es sich für mehrere Maschinen beziffern. Gaggia schreibt für die Classic Evo Pro eine Entkalkung alle zwei Monate der Nutzung vor, also sechs im Jahr, und erlaubt dafür ausschließlich den Gaggia-Entkalker. Bei der Barista Express staffelt Sage das Intervall nach Wasserhärte, alle 90 Tage bei Sage-Härtestufe 4 und alle 60 Tage bei Stufe 6, den Wasserfilter tauschst du dort nach 90 Tagen oder 40 Litern. Für die Elizabeth sieht Lelits Wochenroutine drei Beutel Reinigungspulver vor, das sind 156 im Jahr oder knapp vier Packungen PLA9201 zu je 40 Beuteln.

Darf ich Siebe und Tamper anderer Hersteller benutzen?

Gaggia, Lelit und Sage raten davon ab, Rancilio verlangt Originalersatzteile. Gaggia und Lelit knüpfen außerdem die Garantie daran. Gaggia untersagt im Sicherheitsheft Zubehörteile anderer Hersteller, mit ihnen erlischt die Garantie. Lelit übernimmt für nicht autorisiertes Zubehör keine Haftung, auch dort erlischt die Garantie. Sage warnt in den Anleitungen von Impress und Pro, Zubehör, das Sage weder vertreibt noch empfiehlt, könne zu Bränden, Stromschlägen oder Verletzungen führen. Rancilios Anleitung begründet die Originalersatzteile mit dem störungsfreien Betrieb. Gaggia führt allerdings selbst einen bodenlosen Siebträger für die Classic, ausgeschrieben ohne Baujahr oder Modellnummer.

Welche Herstellerangaben in dieser Kategorie sind Werbung?

Aus unseren Reviews lassen sich etwa diese vier nennen. Die 3 Sekunden, die Sage für den ThermoJet der Barista Pro angibt, gelten der Extraktionstemperatur, für die Dampfbereitschaft steht dort keine Zeit. Dieselbe Produktseite verspricht bis zu 32 Prozent weniger Energie als ein Thermoblock, gestützt auf interne Benchmarks ab November 2022. De'Longhi schreibt, Bean Adapt optimiere Mahlgrad, Dosierung und Temperatur automatisch, laut Anleitung der La Specialista Touch drehst du den Wahlschalter aber selbst. Und ein Amazon-Aufzählungspunkt zur Elizabeth spricht von einer integrierten Kaffeemühle, die in Lelits Produktseite, Datenblatt und Anleitung nicht vorkommt.

Kann ich die Maschine per Zeitschaltuhr vorheizen lassen?

Bei Impress und Pro nein: Beide Anleitungen schließen den Betrieb über einen externen Zeitschalter oder eine separate Fernbedienung aus. Für die Silvia führt das Datenblatt den Einschalttimer mit Nein, und zur Victoria schreibt Lelit, das Gerät solle nicht unbeaufsichtigt bleiben und der Stecker gehöre gezogen, wenn es nicht benutzt wird. Dazu kommen Abschaltautomatiken: Express und Pro gehen nach 30 Minuten ohne Bedienung aus, Elizabeth und Victoria nach 30 Minuten in den Standby, die La Specialista Touch ab Werk schon nach 5 Minuten in den Energiesparmodus.

Wie laut sind Siebträgermaschinen?

Dezibelwerte gibt es für drei der acht Maschinen, alle als Obergrenze formuliert. Lelit schreibt für die Victoria, der Schallpegel überschreite 70 dB(A) nicht, das Lelit-Handbuch von 2018 nennt denselben Wert für eine frühere Revision der Elizabeth, und Rancilio beziffert die Silvia im Betrieb mit unter 70 dB. Für die übrigen fünf fehlt eine Angabe. De'Longhi warnt, die La Specialista Touch könne beim ersten Gebrauch sehr laut sein, bis sich der leere Kreislauf gefüllt hat. Gehört haben wir keine der acht.

Darf eine Siebträgermaschine ins Büro oder in die Pension?

Das entscheidet der Hersteller, und die Antworten gehen auseinander. Lelit nennt für die Victoria neben dem Haushalt ausdrücklich Personalküchen in Läden, Büros und anderen Arbeitsumgebungen, Bauernhäuser, Gäste in Hotels, Motels und anderen Wohnumgebungen sowie Frühstückspensionen, schließt aber den dauerhaften professionellen Einsatz aus. De'Longhi bestimmt die La Specialista Touch ausschließlich für den Hausgebrauch und nimmt Küchen für das Personal von Geschäften, Büros und anderen Arbeitsbereichen, landwirtschaftliche touristische Einrichtungen, Hotels, Zimmervermietungen, Motels und sonstige Übernachtungsbetriebe ausdrücklich aus. Rancilios Katalog von 2020 empfiehlt die Silvia für Zuhause und Büro.

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