Gaggia Classic Evo Pro
Siebträger
Vergleichssieger 2026

Gaggia Classic Evo Pro

★★★★★Redaktionswertung 4,7 / 5Einkreiser, 58-mm-Siebträger, 2,1 l
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Die Classic Evo Pro passt zu Leuten, die den Mahlgrad selbst suchen und den Siebträger vor dem ersten Bezug mitheizen lassen. Wer stattdessen eine geregelte Brühtemperatur will, bekommt sie zum gleichen Preis bei Lelit und Sage, dort allerdings mit 57 beziehungsweise 54 Millimetern statt 58. Wer Cappuccino auf Knopfdruck erwartet oder morgens mehrere Milchgetränke hintereinander aufschäumt, ist mit einem Vollautomaten oder einem Zweikreiser besser bedient.

58-mm-Siebträger aus EdelstahlKessel und Brühgruppe aus bleifreiem Messing3-Wege-MagnetventilAufschäumdüse mit zwei Löchern und abnehmbarer Spitze
Richtpreis
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Kurz & knapp9.4/10

Die Classic Evo Pro kostet ca. 499 Euro (Stand September 2026) und hat einen 58-mm-Siebträger aus Edelstahl, Kessel und Brühgruppe aus bleifreiem Messing und ein 3-Wege-Magnetventil, aber keinen PID. Eine Regelungsart nennt Gaggia nicht, nach unserer Einordnung hält ein Thermostat die Temperatur, und den richtigen Bezugszeitpunkt findest du selbst. Für Milchschaum gilt eine harte Grenze: höchstens 60 Sekunden Dampf am Stück, danach schreibt die Anleitung eine Abkühlung durch Wasserausgabe vor.

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In Europa heißt diese Maschine Classic E24. Auf Amazon steht sie als “Gaggia Classic Evo rot RI9481/12”, Gaggia North America führt dieselbe Generation als Classic Pro E24, und in einem der Amazon-Bullets nennt Gaggia sie selbst “Gaggia Classic Evo Pro Polar Red”. Die Produktsuche des Herstellers listet die Modellreferenz RI9481/12 als CLASSIC E24 RED, der Amazon-Katalog führt dazu die Teilenummer RI9480/12. Ein Gerät, vier Bezeichnungen. Unter allen vieren steckt dasselbe: ein Einkreiser mit einem Kessel für Brühen und Dampf, ein 58-mm-Siebträger, kein PID.

Herkunft, Baujahr, Preis

Achille Gaggia meldete am 5. September 1938 das Patent Nr. 365726 an, aus dem die Marke hervorging. Die erste Classic kam 1991 auf den Markt, damals schon mit Edelstahlgehäuse. Die Evo-Generation folgte 2023, im Jahr des 85. Jubiläums dieses Patents. Gaggia gibt für die Baureihe 100 Prozent Design und Fertigung in Italien an, der Firmensitz liegt in der Via Torretta 240 in Gaggio Montano in der Provinz Bologna.

Der Preis liegt bei ca. 499 Euro (Stand September 2026). Der Amazon-Katalogdatensatz zur ASIN B0C5HRRDG5 führt kein Preisfeld, den Tagespreis siehst du im Shop. In unserem Siebträgermaschinen-Vergleich landet sie damit im selben Preisfenster wie zwei Konkurrenten, die beide eine PID-Regelung ab Werk mitbringen.

Der Aufbau: Messing, Edelstahl, 2,1 Liter

Der Siebträger misst 58 Millimeter und besteht laut Gaggia aus Edelstahl. Brühgruppe und Kessel sind aus bleifreiem Messing. Den Messingkessel begründet der Hersteller damit, dass er mehr Wärme speichert und dadurch Temperatur und Dampfdruck stabiler hält. Zwischen Pumpe und Brühgruppe sitzt ein 3-Wege-Magnetventil: Es hält laut Gaggia den Wasserdruck im Siebträger konstant und trocknet nach dem Bezug den Kaffeepuck, was die Entnahme und die Reinigung erleichtert.

Gaggia nennt als Bedienung drei Wipptasten mit eigenen Kontrollleuchten: Ein und Aus, Espresso, Dampf. Ein Display oder ein Menü führt die Ausstattungsliste nicht. Der Wassertank fasst 2,1 Liter und wird nach vorn herausgezogen, ebenso die Tropfschale aus Kunststoff mit Edelstahlgitter. Oben liegt eine Tassenablage aus Edelstahl mit Platz für fünf Tassen. Zwei Tassen gleichzeitig sind laut Hersteller möglich. Die Aufschäumdüse aus Edelstahl hat zwei Löcher und eine abnehmbare Spitze.

Anschlusswerte für die EU-Ausführung: 230 Volt, 50 Hertz, 1200 Watt. Dieselbe Tabelle nennt für andere Märkte 120 Volt mit 1350 Watt und 220 Volt mit 1100 Watt für Korea. Das Gewicht gibt Gaggia mit 8,1 Kilogramm an, der Amazon-Katalog mit 17,64 Pfund, also rund 8,0 Kilogramm. Bei den Maßen widersprechen sich die Seiten des Herstellers: Die deutsche Produktseite nennt 23 × 38 × 24 cm (Länge × Höhe × Tiefe), die englische 20 × 35,5 × 27 cm. Welche der beiden Seiten stimmt, lässt sich von außen nicht entscheiden, deshalb rechnen wir mit dem jeweils größeren Wert je Richtung, also rund 23 cm Breite, 27 cm Tiefe, 38 cm Höhe.

Aus der Bedienungsanleitung kommt ein Detail, das auf keiner Produktseite steht: Nach 20 Minuten ohne Bedienung schaltet sich die Maschine ab.

An dieser Maschine gibt es eine ganze Reihe von Angaben, die Gaggia nirgends veröffentlicht. Damit du sie nicht über fünf Abschnitte verteilt suchst, stehen sie hier gesammelt: Kesselvolumen (die Tech-Tabelle schreibt nur von einer höheren Kapazität gegenüber der Vorgängergeneration), Pumpentyp, Brühtemperatur in Grad, die Schaltpunkte des Thermostats, Dampfdruck, Aufheizzeit bis zur Brühbereitschaft, Standby-Verbrauch, Lautstärke in Dezibel, Kabellänge, Blechstärke des Gehäuses, eine empfohlene Wasserhärte, die Preise des Zubehörs und alles zur Ersatzteilversorgung. Dazu eine Leerstelle in der Anleitung: Das Rückspülen mit Blindsieb, das man von Siebträgern kennt, kommt darin nicht vor, und ein Blindsieb liegt auch nicht bei. Keine dieser Angaben haben wir woanders zusammengesucht, und geschätzt haben wir sie auch nicht.

Beim Farbkauf zählt noch ein Punkt. Die rote RI9481/12 gehört zur Color-Vibes-Reihe, und für diese Reihe gibt Gaggia ein Gehäuse aus verzinktem Stahl an. Gebürsteter Edelstahl bleibt der Standardausführung vorbehalten. Zur Farbreihe gehören Deep Blue, Industrial Grey, Polar White, Cherry Red und Thunder Black.

Im Detail: 15 bar Pumpendruck und der Druck am Sieb

Die europäische Herstellerseite nennt einen nominalen Pumpendruck von 15 bar. Das ist der Höchstwert, den die Pumpe gegen einen geschlossenen Widerstand aufbauen kann, nicht der Druck, der am Kaffeemehl ankommt. Bei dieser Bauart sitzt zwischen Pumpe und Sieb üblicherweise ein Überdruckventil, das den Überschuss abführt. Auf welchen Wert Gaggia es einstellt, steht für die EU-Version auf keiner Seite des Herstellers.

Gaggia North America nennt für seine Version derselben Baureihe 9 bar am Sieb. Diese Zahl übertragen wir nicht auf die Maschine, die du in Deutschland kaufst: Die Seite gilt für die dortige 120-Volt-Ausführung, nicht für die 230-Volt-Maschine aus dem europäischen Katalog.

Gaggia nennt für die Evo Pro keine Regelungsart. Nach unserer Einordnung hält sie ihre Temperatur ohne PID über einen Thermostat, der um einen Sollwert pendelt: Er heizt, schaltet ab, das Wasser kühlt aus, er heizt wieder. An welcher Stelle dieses Pendelns der Bezug startet, entscheidet der Mensch davor. Wer früher oder später startet, brüht mit einer anderen Wassertemperatur am Sieb, und genau diese Schwankung nimmt ein PID der Bedienung ab.

Einen Anhaltspunkt für die Bezugszeit liefert die Fehlertabelle der Anleitung: Läuft der Espresso in weniger als 20 Sekunden durch, führt Gaggia das als Störung auf. Mit dem Ratgeber zum Mahlgrad tastest du dich an die passende Einstellung heran, die Mengenverhältnisse für deine Tassengröße rechnet der Brüh-Rechner aus.

Dampf: 60 Sekunden, dann Abkühlpause

Milchgetränke in Serie bremst die Bauart aus. Gaggia begrenzt die Dampfabgabe auf 60 Sekunden am Stück, weil der Boiler sonst leer laufen kann. Und nach jedem Aufschäumen verlangt die Anleitung, die Kesseltemperatur vor dem nächsten Espresso durch Wasserausgabe zu senken. Wie lange das dauert, sagt Gaggia nicht.

Der Ablauf: Dampftaste drücken, 15 bis 20 Sekunden warten, bis die Kontrolllampe für die Dampftemperatur leuchtet, dann aufschäumen, nicht länger als eine Minute. Danach Wasser ablassen, bis der Kessel wieder auf Brühtemperatur ist. Die Anleitung formuliert das nicht als Rat, sondern als Warnung: Ohne die Absenkung droht laut Gaggia Verbrennungsgefahr.

Auf einen Sonntagmorgen mit vier Milchgetränken übertragen heißt das: Vor jedem Espresso, der auf einen Dampfvorgang folgt, steht diese Abkühlung. Ein Kessel liefert Brüh- und Dampftemperatur nie gleichzeitig. Ein Zweikreiser trennt beides und kostet mehr.

Eine Milchkanne liegt übrigens nicht bei, die führt Gaggia als eigenes Zubehör.

Was kommt sonst infrage?

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Gaggia Classic Evo Pro (dieses Gerät) Messingkessel, 58 mm, Thermostat statt PID ca. 499 € 9,4 du unter 500 Euro bleiben und das 58-mm-Maß haben willst
Lelit Anna PL41TEM PID ab Werk, dafür 57-mm-Siebe (LELIT57) statt 58 mm ca. 489 € 8,6 dir geregelte Temperatur wichtiger ist als das gängigere Siebmaß
Sage Barista Express Kegelmahlwerk eingebaut, PID, 54-mm-Siebträger ca. 489 € 9,0 500 Euro dein Gesamtbudget sind und keine separate Mühle mehr dazukommt
Rancilio Silvia ebenfalls 58 mm (Rancilio nennt für die Silvia einen Tamper mit 58-mm-Fuß), 0,3-l-Kessel, wie die Gaggia kein PID ab Werk ca. 829 € 9,0 du dieselbe Handarbeit ohne PID in Kauf nimmst und für den bezifferten 0,3-Liter-Kessel rund 330 Euro mehr ausgibst

Die Preise sind die Richtwerte aus unserem Katalog zum Stand September 2026 und keine tagesaktuelle Abfrage. Die Wertungen sind unsere redaktionelle Einschätzung aus Datenlage und Konstruktion, kein Messergebnis.

Wann diese Maschine passt und wann eine andere

Milchgetränke sind der Punkt, an dem diese Bauart am häufigsten scheitert. Wie der Wechsel zwischen Dampf und Espresso abläuft, steht oben im Abschnitt zum Dampf, und daran ändert Übung nichts.

Das Zeitbudget am Morgen ist der zweite Punkt. Vor dem ersten Bezug sollen laut Anleitung rund 150 Milliliter Wasser durchlaufen, danach heizt der Siebträger einige Minuten mit, bis die Maschine die richtige Temperatur erreicht hat. Fehlt morgens die Zeit dafür, ist eine Maschine mit Temperaturautomatik die ehrlichere Wahl.

Beim Mahlgrad macht der mitgelieferte Druckfilter Crema Perfetta den Anfang leicht, weil er den Widerstand selbst aufbaut. Die beiden herkömmlichen Siebe verlangen den passenden Mahlgrad und einen sauberen Tamp. Stört dich das Einstellen, statt dass es dich interessiert, kauf einen Vollautomaten. Worauf es beim Siebträger sonst ankommt, steht in unserer Siebträger-Kaufberatung.

Zwei Espressi gleichzeitig gehen laut Gaggia. Wie viele Bezüge direkt hintereinander möglich sind, bevor der eine Kessel nachheizen muss, sagt der Hersteller nicht, und Kesselvolumen wie Aufheizzeit gehören zu der Lücke weiter oben.

Für die Stellfläche rechne mit 38 Zentimetern Höhe plus Luft für den Tankdeckel und die Tassenablage. Deine Wasserhärte ändert am Pflegeintervall nichts, dazu unten mehr. Und die Mühle ist ein zweiter Posten, denn im Karton liegt kein Mahlwerk. Gaggia verlangt für gute Ergebnisse frisch gemahlenen Kaffee. Ohne diesen Posten kaufst du eine 500-Euro-Maschine für Supermarktpulver.

Drei Siebe und ein 58-mm-Träger

Drei Siebe liegen bei: ein Druckfilter Crema Perfetta für eine oder zwei Tassen, ein herkömmlicher Filter für eine Tasse oder ein Pad und ein herkömmlicher für zwei Tassen. Der Crema-Perfetta-Filter darf nur zusammen mit dem Perlstrahl-Aufschäumer laufen, den die Teileliste als Bauteil 16 führt. Ohne ihn spritzt die Maschine den Kaffee heraus, warnt die Anleitung, und es besteht Verbrennungsgefahr. Beim Umstieg auf die herkömmlichen Siebe müssen beide Teile raus, Filter und Aufschäumer.

Das 58-Millimeter-Format ist das Maß, das auch Gastro-Maschinen nutzen, und Gaggia bedient es zum Teil selbst. Im Programm stehen unter anderem ein bodenloser Siebträger mit Eschenholzgriff für die Classic (Siebträgerdurchmesser laut Hersteller 59 mm, Gesamtlänge 220 mm, Produktcode 421946507221) und der dazugehörige Barista Pro IMS Filter 20 g Nanotech mit 70 mm Durchmesser, 26 mm Höhe und 661 Löchern aus AISI-304-Stahl (Produktcode 421946509311). Dazu kommen das Crema XL System, ein Siebträger mit Holzgriff, Tamper mit Holzgriff, Tamping Mat, Intenza-Wasserfilter, Entkalker und Reinigungstabs.

Die Zubehörseite schreibt den bodenlosen Siebträger nur allgemein für die Gaggia Classic aus, ohne Baujahr oder Modellnummer, eine ausdrückliche Freigabe für die E24-Generation haben wir dort nicht gefunden. Wer umrüsten will, sollte diese Lücke kennen, statt sich auf die Zahl 58 zu verlassen. Beim Wasserfilter widersprechen sich die Herstellerseiten erneut: Die englische Tech-Tabelle lässt das Feld leer, die deutsche sagt JA.

Dazu gehört ein Satz aus dem Sicherheitsheft: Gaggia untersagt darin ausdrücklich Zubehörteile anderer Hersteller und solche, die es nicht selbst empfiehlt. Wer trotzdem mit solchem Zubehör umrüstet, handelt gegen diese Vorgabe und verliert laut Heft die Garantie.

Entkalken, spülen, Siebe auswaschen

Das Intervall gibt Gaggia in Nutzungsmonaten vor, nicht in Litern und nicht nach Wasserhärte: alle zwei Monate der Maschinennutzung. Du entkalkst in München im selben Rhythmus wie in Hamburg. Die Tech-Tabelle des Herstellers führt den Entkalkungszyklus als manuell und lässt das Feld für einen Spülzyklus leer. Erlaubt ist nur der Gaggia-Entkalker, Essig und andere Entkalker sind ausdrücklich verboten.

Die Anleitung verlangt, die Siebe täglich aus dem Siebträger zu nehmen und mit warmem Wasser auszuwaschen. Sind die Löcher zu, nennt sie zehn Minuten in kochendem Wasser als Gegenmaßnahme. Für die gründlichere Reinigung empfiehlt sie die Reinigungstabs von Gaggia, eine Packung mit sechs Stück. Dieselbe Zubehörseite ordnet genau diese Tabs den Vollautomaten der Marke zu. Beide Sätze stammen von Gaggia, wir geben sie so weiter, wie sie dort stehen.

Der Druckfilterhalter darf weder in die Spülmaschine noch mit Spülmittel in Berührung kommen. Was der Betrieb im Jahr kostet, lässt sich nicht seriös beziffern, weil die Preisliste zum Zubehör in der Sammlung oben fehlt. Der Rhythmus steht dagegen fest: sechs Entkalkungen im Jahr bei durchgehender Nutzung und tägliches Auswaschen der Siebe. Dichtungen sind konstruktionsbedingt Verschleißteile und irgendwann ein eigener Posten. Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt unser Ratgeber Entkalken und Reinigen.

Noch ein Hinweis für alle mit unbeheiztem Nebenraum: Unter 0 °C darf die Maschine laut Sicherheitsheft nicht stehen, weil Restwasser im Heizsystem gefrieren und Schäden anrichten kann.

Für wen geeignet?

Für Leute, die Espresso als Handwerk lernen wollen und bereit sind, morgens ein paar Minuten zu investieren, bevor die erste Tasse läuft. Das 58-mm-Format, der Messingkessel und das 3-Wege-Magnetventil sind die Punkte, die in unserer Kategorie Siebträger zur Wertung 9,4 und zum Badge Vergleichssieger 2026 geführt haben. Bei der Temperatur verliert sie im selben Vergleich: Lelit und Sage regeln zum gleichen Preis per PID, die Gaggia arbeitet mit einem Thermostat.

Falsch liegt hier, wer morgens sofort loslegen will. Ohne die Vorwärmzeit mit eingesetztem Siebträger startet der erste Bezug des Tages an kaltem Metall, und genau das soll das Vorwärmen verhindern. Genau hinsehen sollte auch, wer die Maschine gleich nach dem Kauf umbauen will: Zubehörteile anderer Hersteller untersagt das Sicherheitsheft, und mit ihnen erlischt die Garantie.

Bleibt die Zwischenlösung für alle, die geregelte Temperatur wollen, ohne sich das Timing anzueignen: Die Gaggia Classic UP derselben Marke hat zwei PID-Regler (Brühen und Dampf) und eine automatische Vorbrühung in drei Stufen, kostet in unserem Katalog dafür fast das Doppelte.

Datenblatt

Technische Daten: Classic Evo Pro

BauartEinkreiser, ein Kessel für Brühen und Dampf, 15 bar nominaler Pumpendruck
Kesselbleifreies Messing (Herstellerangabe)
Siebträger58 mm, Edelstahl (Herstellerangabe)
Ventil3-Wege-Magnetventil, laut Gaggia für konstanten Wasserdruck und trockene Kaffeepucks
Dampfdüsezwei Löcher, abnehmbare Spitze
Wassertank2,1 l, nach vorn entnehmbar
Anschluss230 V, 50 Hz, 1200 W (EU-Version)
Gewicht8,1 kg (Herstellerangabe), Amazon-Katalog 17,64 Pfund
Maßeca. 23 × 27 × 38 cm (B × T × H); Herstellerseiten weichen ab: deutsch 23 × 38 × 24 cm, englisch 20 × 35,5 × 27 cm
PflegeSiebe täglich mit warmem Wasser auswaschen, entkalken alle 2 Monate der Nutzung, nur mit Gaggia-Entkalker
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
9.4
Leistung
9.5
Handhabung
8.6
Preis-Leistung
9.0

Vorteile

  • ✓58-mm-Siebträger, ein Maß ohne Norm, das Gaggia selbst als „Professional“ bezeichnet und das Lelit für seine „commercial group“ nennt; Gaggia führt selbst einen bodenlosen Siebträger (421946507221), ausgeschrieben allgemein für die Gaggia Classic ohne Baujahr, und ein Präzisionssieb mit 661 Löchern (421946509311)
  • ✓3-Wege-Magnetventil: Der Kaffeepuck kommt laut Gaggia trocken aus dem Sieb, das spart beim Ausklopfen und Spülen Zeit
  • ✓Kessel und Brühgruppe aus bleifreiem Messing: laut Gaggia speichert der Kessel mehr Wärme und hält Temperatur und Dampfdruck stabiler
  • ✓Drei Wipptasten mit eigenen Kontrollleuchten, ein Display oder Menü führt die Ausstattungsliste nicht, dazu eine Abschaltung nach 20 Minuten ohne Bedienung

Nachteile

  • ✗Kein PID: Gaggia nennt weder eine Regelungsart noch einen Sollwert in Grad noch eine Aufheizzeit, nach unserer Einordnung regelt ein Thermostat die Brühtemperatur
  • ✗Ein Kessel für Brühen und Dampf: bis die Dampf-Kontrolllampe leuchtet, vergehen laut Anleitung 15 bis 20 Sekunden, und den Rückweg zum Espresso beschreibt die Anleitung als Pflichtschritt, nicht als Option
  • ✗Das Sicherheitsheft untersagt Zubehörteile anderer Hersteller, mit ihnen erlischt die Garantie; zu Umbauten wie einer nachgerüsteten Temperaturregelung äußert sich der Hersteller nicht
  • ✗Die roten Color-Vibes-Varianten haben ein Gehäuse aus verzinktem Stahl, gebürsteter Edelstahl bleibt der Standardausführung vorbehalten
Im Vergleich

Classic Evo Pro im Vergleich

Gaggia Classic Evo ProClassic Evo ProLelit ElizabethElizabethLelit VictoriaVictoria
Gesamtwertung9.4/109.2/109.1/10
Preis499,52 €1.187,29 €799,00 €
Verarbeitung9.49.59.4
Leistung9.59.69.3
Handhabung8.68.88.6
Preis-Leistung9.08.58.9
TypSiebträgerSiebträgerSiebträger
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Die Classic Evo Pro passt zu Leuten, die den Mahlgrad selbst suchen und den Siebträger vor dem ersten Bezug mitheizen lassen. Wer stattdessen eine geregelte Brühtemperatur will, bekommt sie zum gleichen Preis bei Lelit und Sage, dort allerdings mit 57 beziehungsweise 54 Millimetern statt 58. Wer Cappuccino auf Knopfdruck erwartet oder morgens mehrere Milchgetränke hintereinander aufschäumt, ist mit einem Vollautomaten oder einem Zweikreiser besser bedient.

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Zuletzt geprüft: 14.10.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Bewertungsmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Classic Evo Pro

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Classic Evo Pro.

Ist die Classic Evo Pro dieselbe Maschine wie die Gaggia Classic E24?

Ja. In der Produktsuche des Herstellers steht die Modellreferenz RI9481/12 als CLASSIC E24 RED mit der EAN 886948112020, und unter dem Namen Classic E24 liegt dort auch die Bedienungsanleitung. Der Handel verkauft dasselbe Gerät als Classic Evo, Gaggia North America führt die Generation als Classic Pro E24. Wenn du Zubehör oder Ersatzteile suchst, ist die EAN das verlässlichere Suchwort als der Verkaufsname.

Aus welchem Material sind Kessel, Brühgruppe und Gehäuse?

Kessel und Brühgruppe bestehen laut Gaggia aus bleifreiem Messing, der 58-mm-Siebträger aus Edelstahl. Beim Gehäuse entscheidet die Variante: gebürsteter Edelstahl in der Standardausführung, verzinkter Stahl bei den Farben der Color-Vibes-Reihe, zu der die rote RI9481/12 gehört. Was die Evo-Edition gegenüber der Vorgängergeneration ändert, fasst Gaggia in einem Amazon-Bullet zusammen: Filterhalter aus Edelstahl, neues Material für die Brühgruppe, zusätzliche Abstützung aus Edelstahl.

Kann ich zwei Cappuccino direkt hintereinander aufschäumen?

Nacheinander ja, aber nicht ohne Pause. Nach dem Druck auf die Dampftaste leuchtet die Kontrolllampe nach 15 bis 20 Sekunden, und länger als 60 Sekunden am Stück soll die Dampfabgabe nicht laufen, sonst leert sich der Boiler. Vor jedem Espresso, der auf einen Dampfvorgang folgt, verlangt die Anleitung, die Kesseltemperatur durch Wasserausgabe zu senken, sonst besteht Verbrennungsgefahr. Praktisch heißt das: erst beide Espressi ziehen, solange der Kessel auf Brühtemperatur steht, dann die Dampftaste drücken und die Milch in einem Durchgang aufschäumen. Die Abkühlung durch Wasserausgabe brauchst du dann erst vor der nächsten Runde.

Brauche ich zur Gaggia eine eigene Mühle?

Ja, ein Mahlwerk ist nicht eingebaut. Im Lieferumfang nennt die deutsche Herstellerseite einen Kaffee-Messlöffel, einen Tamper und drei Filter, die englische Seite führt den Tamper als Kunststoffteil. Die Bedienungsanleitung verlangt frisch gemahlenen Kaffee und rät ausdrücklich zu einer Mahlmühle statt einer Messermühle, weil letztere zu viel Kaffeepulver freisetzt. Im eigenen Programm führt Gaggia dafür die Modelle Grinder MDF 55 und Grinder MD15.

Kann ich vorgemahlenen Kaffee oder ESE-Pads verwenden?

Hier widersprechen sich zwei Gaggia-Quellen. Das Amazon-Bullet schreibt ESE-Kapseln dem mitgelieferten Druckkorb zu, die Bedienungsanleitung erlaubt Pads ausschließlich im herkömmlichen Filter für eine Tasse, ausdrücklich nicht im Druckfilter und nicht im Sieb für zwei Tassen. Wir halten uns an die Anleitung. Wer dauerhaft mit Pads arbeitet, braucht weder Mühle noch Tamper, verschenkt aber genau den 58-mm-Siebträger, für den die Maschine gebaut ist.

Wie oft muss ich entkalken?

Alle zwei Monate der Maschinennutzung, so steht es in der Bedienungsanleitung. Erlaubt ist ausschließlich der Gaggia-Entkalker, den der Hersteller in einer Flasche mit 250 Millilitern für alle Espressomaschinen der Marke führt. Essig und andere Mittel sind ausdrücklich verboten. Ein automatisches Entkalkungsprogramm gibt es nicht, der Vorgang läuft von Hand und dauert so lange, wie du ihn begleitest.

Kann ich eine Temperaturregelung nachrüsten?

Gaggia macht dazu keine Angabe. Ab Werk hat sie keinen PID, eine Regelungsart nennt Gaggia nicht, nach unserer Einordnung ist es ein Thermostat. Eine PID-Regelung mit zwei Reglern für Brühen und Dampf hat erst die teurere Classic UP. Wer nachrüstet, arbeitet ohne Vergleichswert, denn ein Sollwert in Grad und Schaltpunkte stehen auf keiner Herstellerseite. Im Sicherheitsheft untersagt Gaggia außerdem Zubehörteile anderer Hersteller, mit ihnen erlischt die Garantie, und im eigenen Zubehörprogramm der Marke steht kein Teil zur Temperaturregelung.

Was unterscheidet sie von der teureren Gaggia Classic UP?

Die UP hat zwei PID-Regler, einen für den Brühvorgang und einen für den Dampf, dazu eine automatische Vorbrühung in drei Stufen. Die Evo Pro hat keinen PID, eine Regelungsart nennt Gaggia nicht, nach unserer Einordnung ist es ein Thermostat. Zur Vorbrühung widersprechen sich bei der Evo die Herstellerseiten: englisch steht dort ein Strich, deutsch manuell. Das 58-mm-Format nutzen beide. In unserem Katalog steht die UP bei 950,89 Euro (Stand Juli 2026), die Evo Pro bei 499,52 Euro (Stand September 2026), und in der Wertung 8,8 gegen 9,4.

Wie viel Platz braucht die Maschine?

Rund 23 cm Breite, 27 cm Tiefe und 38 cm Höhe, dazu Luft nach oben für Tankdeckel und Tassenablage. Das sind die jeweils größeren Werte je Richtung, weil sich die deutsche und die englische Herstellerseite widersprechen. Der Amazon-Katalog hilft nicht weiter, dort stehen Höhe, Länge und Breite jeweils auf 0 Zoll. Das Gewicht gibt Gaggia mit 8,1 kg an. Das Sicherheitsheft verbietet den Betrieb in einem Schrank, eine Nische mit Klappe fällt also aus.