Sage Barista Touch
Siebträger

Sage Barista Touch

★★★★☆Redaktionswertung 4,4 / 5ThermoJet (ca. 3 Sek.), 54-mm-Siebträger, Touchscreen
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Die Barista Touch lohnt sich in unserem Vergleich für Haushalte, die überwiegend Milchgetränke trinken und das Schäumen der Automatik überlassen wollen. Wer fast nur Espresso trinkt, bekommt dieselbe ThermoJet-Basis mit 30 Mahlgraden in der Barista Pro für rund 498 Euro weniger. Für Büroküchen ist sie nicht gedacht: Sage bestimmt das Gerät nur für den Haushaltsgebrauch.

Touchscreen-Bedienung54-mm-SiebträgerAutomatischer Milchaufschäumer5 Getränke-Voreinstellungen
Richtpreis
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971,54 €
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Kurz & knapp8.7/10

Die Sage Barista Touch kostet ca. 971,54 Euro laut unserer Preisbox. Am Touchscreen wählst du Getränk, Bezugsdauer, Milchtemperatur von 40 bis 75 °C und Schaum in 8 Stufen. Den Mahlgrad stellst du am Drehwähler mit 30 Stufen ein, getampert wird von Hand. Unsere Einschätzung: sinnvoll, wenn du vor allem Milchgetränke trinkst.

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Die Barista Touch ist eine Siebträgermaschine mit eingebautem Kegelmahlwerk, bei der ein Touchscreen die Tasten ersetzt, die bei der Barista Pro sitzen. Das Handbuch führt sie als BES880 beziehungsweise SES880. Hinter unserem Amazon-Link steckt die Variante SES880BSS4EEU1 in gebürstetem Edelstahlgrau, Teilenummer 41008470, im Amazon-Katalog seit dem 23.05.2018 gelistet. Unsere Preisbox steht bei ca. 971,54 Euro (Stand September 2026).

Im Sage-Shop kostete dieselbe Farbe am 25.09.2026 1.049,90 Euro und war ausverkauft. Von fünf Farbvarianten war an diesem Tag nur Trüffelschwarz lieferbar (ebenfalls 1.049,90 Euro). Die Produktseite trägt den Vermerk © Breville Pty Limited, der Amazon-Katalog nennt als Hersteller BRG Appliances.

Mahlwerk oben, Brühgruppe in der Mitte, Dampf rechts

Auf dem Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl sitzt der Bohnenbehälter für 250 g. Darunter mahlt ein Kegelmahlwerk, das Sage als europäisches Baratza-Präzisionsmahlwerk aus gehärtetem Edelstahl bezeichnet. Die Kegel haben laut Anleitung 40 mm Durchmesser, die Produktseite nennt 30 Mahlgradstufen.

Das Mehl fällt freihändig in den Siebträger. Du setzt ihn in die Mahlwerkausgabe, und dann hast du zwei Wege: Entweder tippst du auf Grind oder drückst den Siebträger kurz an, woraufhin die automatische Mengenregelung den Mahlvorgang von selbst beendet. Oder du hältst den Siebträger gedrückt, bis dir die Menge reicht.

Der Siebträger ist aus Edelstahl und misst 54 mm. Den Tamper hat Sage magnetisch an der Maschine befestigt; du nimmst ihn ab und drückst selbst.

Rechts neben der Brühgruppe (so zeigt es das Produktfoto) sitzt die Aufschäumdüse mit einem Milchtemperatur-Sensor (in der Anleitung Bauteil P), dazu kommt eine eigene Heißwasserausgabe (Bauteil M). Die Heißwasserausgabe ist auf etwa 90 Sekunden begrenzt und läuft nie gleichzeitig mit einem Espresso. Der Wassertank fasst 2 Liter, ist abnehmbar und laut Sage BPA-frei; die Anleitung dehnt das auf alle Teile aus, die mit Kaffee, Wasser oder Milch in Kontakt kommen. Unten trennt die Auffangschale feuchten von trockenem Kaffee, hinter ihr liegt eine Ablage für Zubehör.

Zum Lieferumfang zählt die Anleitung 13 Positionen: Edelstahl-Milchkännchen, Reinigungsscheibe, Reinigungspulver, doppelwandige und einwandige Siebe jeweils in der Größe für eine und für zwei Tassen, Wasserfilterhalter mit Filter (laut Produktseite ein ClaroSwiss), Reinigungsbürste, Razor-Präzisionsklinge, ein Reinigungswerkzeug für die Aufschäumdüse, Teststreifen für die Wasserhärte, Entkalkungspulver, den Dosing Funnel 54 mm und einen Abtropfschalenschutz, den nur die farbigen Geräte bekommen. Ab Werk steckt das einwandige Sieb für zwei Tassen im Siebträger.

Im Detail: ThermoJet, PID und warum zweimal bar dasteht

Sage nennt das Heizsystem ThermoJet und hängt zwei Zahlen daran: 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur und bis zu 32 Prozent weniger Energie als ein Thermoblock-Heizsystem. Die zweite Zahl stützt Sage auf eigene interne Messungen ab November 2022.

Was die 3 Sekunden praktisch bedeuten: Eine Maschine mit großem Kessel muss vor dem ersten Bezug erst ein ganzes Wasservolumen aufheizen, das dauert Minuten. Nach Sages Angabe wartest du hier vor dem Espresso kaum. Wie lange es bis zur Dampfbereitschaft dauert, steht allerdings in keiner Sage-Quelle, und bei Milchgetränken ist das die Wartezeit, die zählt.

Die Temperatur regelt ein PID-Regler. So ein Regler misst laufend den Istwert und führt die Heizleistung laufend nach, statt wie ein einfacher Thermostat nur an- und auszuschalten. Erhöhen lässt sich die Brühtemperatur im Menü Settings; die Anleitung erwähnt das in ihrer Problemtabelle als Abhilfe.

Zum Druck stehen auf der Produktseite zwei Werte. Die italienische Pumpe ist mit 15 bar angegeben, die Extraktion selbst mit 9 bar. Davor liegt eine Preinfusion unter niedrigem Druck. Die Idee dahinter: Das Kaffeemehl wird erst angefeuchtet und quillt auf, bevor der volle Druck kommt, damit das Wasser sich keine einzelnen Kanäle durch den Kuchen sucht. Die 15 bar sind also die Angabe zur Pumpe, die Extraktion läuft laut Sage mit 9 bar. Zum Vergleichen zweier Maschinen taugt der Extraktionsdruck besser, und bei rund 9 bar liegt der übliche Richtwert für Espresso.

Stellt der Touchscreen alles ein, oder musst du selbst ran?

Nicht alles. Getränk, Bezugsdauer, Milchtemperatur und Schaum wählst du am Display, dazu kommt die Mahlmenge, die das Datenblatt als anpassbare Mahl-Kontrolle führt. Den Mahlgrad drehst du am Drehwähler MAHLGRAD (Bauteil D), der Bildschirm zeigt die gewählte Stufe nur an. Das Tampern bleibt Handarbeit.

Sage spricht von einem vorprogrammierten Kaffeemenü mit 5 Café-Favoriten. Die Bildschirmgrafik der Anleitung zeigt beim Wischen Americano, Café Crema, Latte, Flat White und Cappuccino, im Text kommt zusätzlich der Long Black vor. Für ihn sind drei Größen hinterlegt, 180, 240 und 360 ml, wobei erst das Heißwasser und dann der Espresso in die Tasse läuft. Beim Café Crema sind es 120, 150 und 180 ml, und das Display verlangt dafür das Sieb für eine Tasse und eine grobe Mahleinstellung.

Wie viele eigene Getränke du ablegen kannst, beantwortet Sage zweimal verschieden. Das Datenblatt auf der deutschen und der britischen Seite nennt 6 individuelle Kaffeeeinstellungen, die du wählen, speichern und benennen kannst. Der Fließtext derselben deutschen Seite und der Amazon-Eintrag sprechen von bis zu 8. Ob ein gespeichertes Getränk auch die Mahlgradstufe festhält, lässt die Anleitung offen; weil der Mahlgrad an einem Drehwähler und nicht am Bildschirm sitzt, würden wir davon nicht ausgehen.

Den Espresso startest du über die Taste Brew und wechselst dort zwischen Single, Double und Custom. Die Bezugsdauer ist voreingestellt und lässt sich ändern. Hältst du Brew etwa 2 Sekunden gedrückt, läuft der Bezug manuell, bis du ihn stoppst.

Für das eigentliche Einstellen gibt die Anleitung Richtwerte vor. Ins Sieb für eine Tasse gehören 8 bis 11 g, ins Sieb für zwei Tassen 16 bis 19 g; auf der Produktseite nennt Sage 18 g als ideale Dosis. Getampert wird fest mit 10 bis 15 kg, danach streichst du mit dem Razor ab. Richtig extrahiert ist der Espresso laut Sage, wenn die Ausgabe nach 8 bis 12 Sekunden beginnt. Nach der üblichen Faustregel deutet ein früherer Fluss auf zu grobes Mehl, ein späterer auf zu feines, und korrigiert wird dann am Drehwähler. Welche Menge Mehl zu welcher Menge Espresso passt, rechnet dir unser Brüh-Rechner aus.

Unsere Einschätzung: Das Display nimmt dir Menüarbeit und Milch ab. Um die Grammangaben einzuhalten, brauchst du allerdings eine Küchenwaage, und die gehört nicht zu den 13 Teilen im Lieferumfang.

Auto MilQ: was die Automatik übernimmt

Du tippst auf Milk, das Display zeigt während des Aufwärmens die Temperatur, und das Aufschäumen endet von selbst, sobald der eingestellte Wert erreicht ist. Einstellbar sind 40 bis 75 °C, die Textur hat 8 Stufen. Sage verspricht mindestens eine Million Mikrobläschen pro ml. Senkst du das Kännchen nach dem Schäumen ab, spült die Maschine die Düse automatisch durch.

Von Hand schäumen geht auch. Dann sind laut Anleitung das automatische Aufschäumen und die Selbstabschaltung deaktiviert. Außerdem deaktiviert die Maschine die Dampffunktion laut Anleitung nach 90 Sekunden kontinuierlicher Dampfausgabe.

Zwei Vorgaben der Anleitung solltest du im Wortlaut kennen. Die erste: „Zum Aufschäumen von Milch nur das beiliegende Edelstahl-Milchkännchen verwenden. Das Aufschäumen von Milch in Behältern aus Glas oder Kunststoff kann zu gefährlichen Bedingungen führen.“ Die Milch muss dabei den Ring am Kännchen bedecken, das eine MIN/MAX-Markierung trägt. Die britische Produktseite gibt das Kännchen mit 480 ml an, auf der deutschen steht an derselben Stelle „480mm“. Die zweite Vorgabe: „VORSICHT: Wenn Sie Kaffee auf Milchbasis zubereiten, entfernen Sie den Siebträger aus dem Brühkopf, bevor Sie die Milch aufschäumen.“ Für einen Cappuccino heißt das: erst der Espresso, dann Siebträger heraus, dann die Milch.

Was kommt sonst infrage?

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
Sage Barista Touch (dieses) Touchscreen und Auto MilQ, die Milch stoppt bei der eingestellten Temperatur ca. 971,54 € 8,7 du vor allem Milchgetränke machst und das Schäumen nicht lernen willst
Sage Barista Pro gleiche ThermoJet-Basis und 30 Mahlgrade, aber Tasten, LCD und Dampf per Drehregler ca. 474,01 € 8,9 du selbst schäumen willst oder fast nur Espresso trinkst
De’Longhi La Specialista Touch EC9455 ebenfalls Touchscreen und Milchautomatik, aber 15 Mahlgradeinstellungen ca. 549,97 € 8,8 du Display und Milchautomatik willst und dein Budget knapper ist
Gaggia Classic Evo Pro 58-mm-Siebträger und Messingkessel, kein Mahlwerk ca. 499,52 € 9,4 du schon eine Espressomühle hast oder eine dazukaufen willst

Die Preise sind die Richtwerte unserer Preisboxen im September 2026 und ändern sich laufend. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus dem Datenvergleich; wie gut der Espresso aus einer dieser Maschinen gerät, kann die Tabelle nicht sagen.

Wann die Barista Touch, wann eine der anderen?

Die wichtigste Frage ist die nach der Milch. Wenn in deinem Haushalt fast jede Tasse ein Cappuccino oder Flat White wird, ist Auto MilQ der Grund, diese Maschine zu kaufen. Trinkst du dagegen überwiegend Espresso, bezahlst du bei der Barista Touch rund 498 Euro mehr als für die Barista Pro aus der Tabelle, vor allem für Touchscreen und eine Automatik, die du kaum nutzt. Die Pro schäumt nur von Hand.

Die De’Longhi La Specialista Touch liegt rund 422 Euro unter der Barista Touch und hat ebenfalls ein Display und eine Dampflanze mit Automatik. Dafür hat ihr Mahlwerk laut De’Longhi 15 statt 30 Einstellungen, und für die Milchtemperatur nennt die De’Longhi-Produktseite 4 Einstellungen, wo Sage einen Temperaturbereich angibt. Für Espresso würden wir die 30 Stufen vorziehen, wobei mehr Stufen nur bei vergleichbarem Verstellbereich auch feinere Schritte bedeuten. Wer allerdings viel Hafer- oder Sojamilch schäumt, findet bei der De’Longhi eine Milchauswahl im Menü, die ausdrücklich pflanzliche Getränke vorsieht; Sage nennt solche Einstellungen nur für die Barista Touch Impress und die Oracle, für die Barista Touch erwähnt der Hersteller keine.

Beim Budget lohnt sich eine Rechnung mit Mühle. Die Gaggia Classic Evo Pro hat kein Mahlwerk. Zusammen mit der Sage Smart Grinder Pro (ca. 199 Euro, laut Sage mit Halter für 58-mm-Siebträger) kommst du auf ca. 698,52 Euro und bleibst damit unter der Barista Touch. Geschäumt wird bei der Gaggia allerdings komplett von Hand.

Bei der Stellfläche hilft Sage wenig, denn die Maße widersprechen sich. Die deutsche Seite nennt 32 x 32 x 41 cm (Breite, Tiefe, Höhe), die britische 40 x 31,9 x 31,4 cm (dort ebenfalls Breite, Tiefe, Höhe), der Amazon-Katalog 44,6 x 40,5 x 41 cm bei 10,3 kg, ohne zu sagen, ob das die Verpackung ist. Wir würden mit den größten Werten planen. Der Bohnenbehälter sitzt oben auf dem Gehäuse, unter einem Hängeschrank brauchst du also über den 41 cm noch Luft, um den Deckel abzunehmen und nachzufüllen.

Und das Wasser: Teststreifen liegen bei, und die Anleitung ist bei hartem Wasser deutlich. „Bei getesteten Wasserhärten von 4 oder 5 wird die Verwendung einer alternativen Wasserquelle dringend empfohlen.“ Die 4 und 5 beziehen sich auf die Skala der beiliegenden Streifen. Wenn dein Leitungswasser so hart ist, rechne Flaschen- oder gefiltertes Wasser in die Betriebskosten ein; wie du deine Härte einordnest, erklärt unser Ratgeber zur Wasserhärte. Nach oben gibt es noch die Barista Touch Impress, deren Unterschiede in der FAQ unten stehen. Alle übrigen Modelle findest du im Siebträger-Vergleich.

Pflege und laufende Kosten nach Anleitung

Den Grundsatz formuliert die Anleitung als Hinweis, und er gilt für jedes Teil: „Alle Teile sollten von Hand mit warmem Wasser und einem sanften Spülmittel gereinigt werden. Keine scheuernden Mittel, Schwämme oder Tücher verwenden. Keine der Teile oder Zubehörteile in der Spülmaschine waschen.“ Die Produktseite nennt den Dosing Funnel dagegen spülmaschinenfest. Wir halten uns an die Anleitung.

Nach jedem Gebrauch spülst du Filtersiebe und Siebträger sofort unter heißem Wasser ab, um Kaffeeöl zu entfernen. Die Aufschäumdüse wischst du nach jedem Aufschäumen mit einem feuchten Tuch ab. Brühgruppe und Dusche wischst du innen ebenfalls feucht aus, um Kaffeemehlreste zu entfernen, und zwischendurch lässt du mit leerem Sieb über Brew kurz Wasser durchlaufen. Verstopfte Löcher in der Düsenspitze können die Aufschäumleistung beeinträchtigen; dafür gibt es unter Settings den Punkt Steam wand cleaning mit Anweisungen auf dem Display. Verstopfte Sieblöcher stichst du mit der Nadel am Reinigungswerkzeug frei. Hilft das nicht, weichst du Sieb und Siebträger ca. 20 Minuten in heißem Wasser mit aufgelöstem Reinigungspulver ein und spülst danach gründlich.

Den Reinigungszyklus fordert die Maschine selbst an, wenn er fällig ist. Er ist ein Spülzyklus, getrennt von der Entkalkung, und du folgst dabei den Anweisungen auf dem Touchscreen.

Entkalken sollst du, wenn sich im Wassertank Kalk ablagert, und zwar auch dann, wenn du den Filter benutzt. Gestartet wird über Settings und Descale cycle. Beim Entkalken selbst gilt: „Netzkabel, Netzstecker oder Gerät nicht in Wasser oder andere Flüssigkeiten tauchen. Wassertank während der Entkalkung weder entnehmen noch völlig leer laufen lassen.“

Den Wasserfilter tauschst du nach drei Monaten oder 40 Litern. Die 40 Liter beruhen auf Wasserhärte 4, bei Härte 2 hält er bis 60 Liter. Vor dem ersten Einsetzen weicht er 5 Minuten in kaltem Wasser ein, danach spülst du ihn unter kaltem Wasser aus und stellst die Wechsel-Erinnerung ein.

Beim Mahlwerk entfernt ein eigener Reinigungsgang Kaffeeölrückstände von den Kegeln. Die Bildfolge der Anleitung zeigt, wie du den Behälter leerst, das Mahlwerk leer laufen lässt, den oberen Kegel entriegelst und beide Kegel samt Kanal mit dem Bürstchen säuberst. Fass die Kegel vorsichtig an, die Anleitung warnt, dass sie extrem scharf sind.

Eine Stelle ist widersprüchlich. Die Sicherheitshinweise sagen: „Alle Wartungsarbeiten außer Reinigung nur von autorisierten Sage-Kundendienststellen vornehmen lassen.“ Den Tausch der Silikondichtung an der Dusche beschreibt dieselbe Anleitung aber in acht Schritten zum Selbermachen, mit Flachschraubenzieher, gerippte Seite der neuen Dichtung nach unten. Ersatzdichtungen gibt es über den Sage-Kundendienst oder die Website. Außengehäuse und Tassen-Wärmeplatte reinigst du mit einem weichen, feuchten Tuch und polierst mit einem trockenen nach, den Touchscreen hältst du sauber und trocken, damit er richtig funktioniert.

Laufend kaufst du Bohnen und Wasserfilter nach, die Silikondichtung erst nach längerer Zeit. Frische setzt Sage eng an: Bohnen innerhalb von 5 bis 20 Tagen ab Röstung verbrauchen. Nach Kauf und Registrierung legt Sage laut Amazon-Eintrag 2 Beutel Bohnen dazu, auf der Sage-Seite ist außerdem von 20 Prozent Rabatt auf weitere Bohnen die Rede, unter den dortigen AGB.

Was Sage nicht angibt, und wo die Quellen auseinanderliegen

Ausgewertet haben wir die deutsche und die britische Produktseite, die EU-Anleitung und den Amazon-Eintrag, abgerufen am 07. und 25.09.2026. In keiner dieser Quellen steht:

  • das Gewicht des Geräts ohne Verpackung
  • die Größe des Touchscreens in Zoll
  • die Brühtemperatur in Grad und die Zahl der Temperaturstufen
  • ein festes Entkalkungsintervall in Wochen oder Litern
  • die Lautstärke in Dezibel
  • die maximale Tassenhöhe unter dem Auslauf (Sage schreibt nur von Raum für hohe Becher)
  • die Kabellänge
  • der Standby-Verbrauch und die Zeit bis zum Stromsparmodus
  • das Fertigungsland; genannt sind nur die italienische Pumpe und das europäische Mahlwerk
  • das Fassungsvermögen der Abtropfschale
  • das Material von Tropfschale, Bohnenbehälter und Wassertank über „BPA-frei“ hinaus
  • wie viele Milchgetränke hintereinander gehen
  • Einstellungen für Hafer-, Soja- oder Mandelmilch bei der BES880
  • eine lesbare Ersatzteilliste mit Preisen, weil die Ersatzteilseite ihre Teile erst im Browser nachlädt
  • Preise für Wasserfilter, Dichtung, Reinigungs- und Entkalkungspulver

Dazu kommt ein Widerspruch bei der Leistung: Die Produktseite gibt die Leistung mit 1680 W an, die Anleitung mit 1380 bis 1650 W bei 220 bis 240 V und 50 bis 60 Hz.

Wo sie laut Anleitung nicht hingehört

Die falsche Wahl ist sie für Büroküchen, und auch unterwegs gehört sie nicht hin. „Dieses Gerät ist nur für den Haushaltsgebrauch bestimmt. Gerät nur bestimmungsgemäß verwenden. Nicht in fahrenden Fahrzeugen oder Booten verwenden. Nicht im Freien verwenden. Missbrauch kann Verletzungen nach sich ziehen.“ So steht es in den Sicherheitshinweisen.

Auch für den Platz in der Küche macht Sage Vorgaben, verteilt auf zwei Hinweise. Der eine: „Stellen Sie das Gerät auf eine stabile, hitze- und wasserbeständige, ebene, trockene Fläche, nicht am Rand der Arbeitsplatte, und verwenden Sie es nicht auf oder in der Nähe einer Wärmequelle wie einer Herdplatte, einem Ofen oder einem Gasherd.“ Der andere: „Verwenden Sie das Gerät nicht auf einer Spülen-Abtropffläche oder auf Holz- bzw. porösen Oberflächen.“ Wer eine Arbeitsplatte aus Massivholz hat oder die Maschine neben den Herd stellen wollte, sollte das vor dem Kauf wissen.

Mit Kindern im Haushalt lohnt ein Blick auf diesen Hinweis: „VORSICHT: VERBRENNUNGSGEFAHR. Dampf kann selbst nach dem Abschalten der Maschine noch unter Druck freigesetzt werden. Kinder stets beaufsichtigen.“

Datenblatt

Technische Daten: Barista Touch

BauartThermoJet-Heizsystem mit PID-Temperaturregelung, laut Sage 3 Sekunden bis zur Extraktionstemperatur
Siebträger54 mm, Edelstahl
MahlwerkBaratza-Kegelmahlwerk aus gehärtetem Edelstahl, 40-mm-Kegel, 30 Stufen am Drehwähler MAHLGRAD
MilchsystemAuto MilQ, Milchtemperatur 40 bis 75 °C, Textur in 8 Stufen, manuelles Schäumen möglich
Wassertank2,0 l
Pumpendruckitalienische 15-bar-Pumpe, Extraktion mit 9 bar nach Preinfusion (Sage)
BedienungTouchscreen, 5 vorprogrammierte Getränke, eigene speicherbar (6 laut Datenblatt, 8 laut Produkttext)
PflegeReinigungszyklus auf Aufforderung, Entkalken bei Kalk im Tank, Filterwechsel nach drei Monaten oder 40 l
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.8
Leistung
8.7
Handhabung
9.0
Preis-Leistung
8.7

Vorteile

  • ✓Auto MilQ schäumt bis zur eingestellten Temperatur zwischen 40 und 75 °C und stoppt dann selbst, die Textur ist in 8 Stufen wählbar
  • ✓ThermoJet mit PID-Regelung, laut Sage in 3 Sekunden auf Extraktionstemperatur
  • ✓Eigene Getränke lassen sich speichern und benennen, dazu kommen 5 vorprogrammierte Getränke, die Sage Café-Favoriten nennt
  • ✓Kegelmahlwerk mit 40-mm-Kegeln und 30 Mahlgradstufen eingebaut, eine separate Espressomühle entfällt

Nachteile

  • ✗Ganz ohne Einstellen geht es nicht: Der Mahlgrad sitzt am Drehwähler MAHLGRAD, getampert wird von Hand mit 10 bis 15 kg
  • ✗Laut Anleitung gehört kein Teil und kein Zubehör in die Spülmaschine, auch Siebe und Milchkännchen werden von Hand gereinigt
  • ✗Sages eigene Angaben widersprechen sich bei den Speicherplätzen (6 oder 8), der Leistung (1680 W oder 1380 bis 1650 W) und den Maßen
  • ✗Espresso und Milch laufen nacheinander: Laut Anleitung muss der Siebträger aus dem Brühkopf, bevor du Milch aufschäumst
Im Vergleich

Barista Touch im Vergleich

Sage Barista TouchBarista TouchGaggia Classic Evo ProClassic Evo ProLelit ElizabethElizabeth
Gesamtwertung8.7/109.4/109.2/10
Preis971,54 €499,52 €1.187,29 €
Verarbeitung8.89.49.5
Leistung8.79.59.6
Handhabung9.08.68.8
Preis-Leistung8.79.08.5
TypSiebträgerSiebträgerSiebträger
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Die Barista Touch lohnt sich in unserem Vergleich für Haushalte, die überwiegend Milchgetränke trinken und das Schäumen der Automatik überlassen wollen. Wer fast nur Espresso trinkt, bekommt dieselbe ThermoJet-Basis mit 30 Mahlgraden in der Barista Pro für rund 498 Euro weniger. Für Büroküchen ist sie nicht gedacht: Sage bestimmt das Gerät nur für den Haushaltsgebrauch.

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Zuletzt geprüft: 3.10.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Bewertungsmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Barista Touch

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Barista Touch.

Kann ich mit der Barista Touch auch vorgemahlenen Kaffee verwenden?

Ja, dafür sind die doppelwandigen Filtersiebe gedacht, die Sage für eine und zwei Tassen beilegt. Die einwandigen nimmst du für frisch gemahlene Bohnen. Bereits gemahlenen Kaffee sollst du laut Anleitung innerhalb einer Woche ab Röstdatum aufbrauchen. Ins Mahlwerk selbst gehören nur geröstete, ganze Bohnen: Grüne oder untergeröstete Bohnen sind laut Sage zu kompakt und nicht spröde genug, sie können das Mahlwerk beschädigen oder gar zerstören.

Was kann die Barista Touch Impress zusätzlich?

Sie übernimmt einen Teil des Tamperns: Das Impress Puck System dosiert und tampert assistiert mit 10 kg und einer Drehung um 7°. Dazu kommen Cold Brew und kalter Espresso, Auto MilQ mit Einstellungen für Kuh-, Hafer-, Soja- und Mandelmilch sowie ein 340-g-Bohnenbehälter. Sage gibt die Impress mit 36 x 34 x 41,5 cm und 1430 bis 1700 W an. Im Sage-Shop kostete sie am 25.09.2026 zwischen 1.049,90 und 1.299,90 Euro.

Wie speichere ich ein eigenes Getränk?

Entweder legst du über Add New ein neues Getränk auf Basis eines Standardgetränks an, oder du sicherst die gerade gewählten Einstellungen über das kleine Symbol mit Plus und Tasse. Jeder Eintrag bekommt einen eigenen Namen, so findet jede Person im Haushalt ihr Getränk wieder. Zurück ins Hauptmenü kommst du über das Haus-Symbol, die Einstellungen stecken hinter dem Zahnrad und die Hilfe hinter dem i.

Was tun, wenn sich der Siebträger während des Bezugs dreht?

Halte den Siebträgergriff fest und beende den Betrieb sofort. So steht es in der Anleitung: Kalkablagerungen oder eine blockierte Dampflanze können dazu führen, dass sich der Siebträger dreht oder lockert, und andernfalls kann er sich unter Druck lösen, was zu Verletzungen oder Sachschäden führen kann. Im selben Hinweis verlangt Sage, das Gerät während des Betriebs nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Herausnehmen darfst du den Siebträger während der Extraktion nie, heißer Dampf oder Kaffee kann Verbrühungen verursachen.

Warum sind in einer neuen Barista Touch schon Kaffeespuren?

Weil Sage die Maschine zum Schluss mit frischem Kaffee kalibriert. Laut Anleitung wird sie danach gründlich gereinigt, einige Kaffeearomen können trotzdem zurückbleiben, und Sage wertet das als Anzeichen für Qualität. Vor dem ersten Gebrauch ziehst du alle Etiketten und Verpackungsteile ab und reinigst Wassertank, Siebträger, Filtereinsätze, Milchkanne und Abtropfschale mit warmem Wasser und mildem Spülmittel. Danach gut abspülen und vor dem Zusammenbau sorgfältig trocknen.

Warum schaltet sich die Maschine von selbst ab?

Die Anleitung kennt dafür drei Auslöser. Nach 30 Minuten greift die Selbstabschaltung, außerdem wechselt sie nach einer gewissen Zeit ohne Bedienung in einen Stromsparmodus. Der dritte ist die Temperatur-Sicherheitsabschaltung, wenn Pumpe oder Mahlwerk überhitzen: dann ausschalten, Netzstecker ziehen und 30 bis 60 Minuten abkühlen lassen. Ein pulsierendes Pumpgeräusch beim Brühen oder Aufschäumen gehört laut Sage dagegen zum normalen Betrieb.

Speichert die Barista Touch Daten über mich?

Über dich als Person nicht, über die Nutzung schon. Laut Anleitung zeichnet ein internes Speichermedium Geräteinformationen auf, etwa wie häufig und auf welche Art die Maschine verwendet wird. Als Zweck nennt Sage, die Benutzerfreundlichkeit zu steigern, bei einer Wartung Problemquellen schneller zu beheben und künftige Geräte besser an Kundenwünsche anzupassen. Die Daten nutzt also Sage selbst. Informationen über Personen oder den Haushalt werden laut Sage nicht gesammelt. Fragen zum Speicherchip beantwortet Sage laut Anleitung unter privacy@sageappliances.com.

Worin unterscheidet sich die Barista Touch von der Barista Pro?

Vor allem in Bedienung und Milchsystem. Die Pro hat laut Sage ein LCD-Display mit Tasten, je einen Drehregler für Mahlgrad und Mahlmenge und einen weiteren, über den Dampf und Heißwasser laufen; geschäumt wird von Hand an einer um 360 Grad schwenkbaren Düse. Die Touch misst die Milchtemperatur über einen Sensor und hört selbst auf, statt Tasten gibt es einen Touchscreen.