Beim Hersteller heißt die Luxe Premier vollständig Ninja Luxe Café Premier, Modell ES601EU. Sie mahlt die Bohnen in den Siebträger, wiegt dabei mit, brüht Espresso und Filterkaffee, macht Cold Brew und schäumt Milch in einem eigenen Kännchen auf. In unserer Preisbox steht sie mit ca. 381,43 Euro, als unverbindliche Preisempfehlung nennt SharkNinja 549,99 Euro (Herstellershop, abgerufen am 01.10.2026).
ES601EU: Modell, Baureihe und seit wann es sie gibt
Unter der ASIN dieses Angebots steht im Amazon-Katalog die Modellnummer ES601EU. Der SharkNinja-Support fasst unter demselben Eintrag vier Varianten zusammen: ES601EU, ES601EUBK, ES601EUCY und ES601EUGM. Die Bedienungsanleitung gilt für die ganze ES600EU-Serie und stellt gleich vorn klar, die Funktionen könnten je nach Modell variieren.
Als Erscheinungsdatum führt Amazon den 23.10.2024, die Anleitung trägt den Vermerk © 2024 SharkNinja Operating LLC. Neu ist die Maschine damit nicht mehr, im Oktober 2026 liegt der Katalogeintrag knapp zwei Jahre zurück. Für Deutschland steht in der Anleitung die SharkNinja Germany GmbH in Frankfurt am Main.
Unter dem Namen Luxe Café verkauft SharkNinja fünf Grundmodelle: MINI (ES301EU), MINI Plus (ES352EU), Premier (ES601EU), Premier Plus (ES655EU) und Pro (ES701EU). Dazu kommen Farbvarianten der Pro und die ES771EUBK, die Ninja als von David Beckham designt bewirbt. Sie teilt die Anleitung der Pro, ist laut Ninja aber größer und schwerer. Im Herstellershop kostet die MINI 419,99 Euro und die MINI Plus 399,99 Euro, Premier, Premier Plus und Pro stehen dort je mit 549,99 Euro. Mit unserer Preisbox, die einen Amazon-Richtwert führt, lassen sich diese Shoppreise nicht direkt vergleichen: Bei der Premier liegen zwischen UVP und Preisbox 168,56 Euro.
In unserem Siebträger-Vergleich gehört sie zu den Maschinen mit eingebautem Mahlwerk, also zu denen, bei denen du keine separate Mühle brauchst.
Aufbau: Mahlwerk links, Milchkännchen rechts
Das Produktfoto zeigt die Anordnung. Links sitzt die Mahlwerkhalterung, in die du den Siebträger zum Mahlen einsetzt, oben links der Bohnenbehälter. In der Mitte hängt der Siebträger im Gruppenkopf, rechts steht das Milchkännchen aus Edelstahl auf einer eigenen Fläche. Oben liegt das Bedienfeld.
Die Anleitung nennt 220 bis 240 V bei 50 bis 60 Hz und eine Leistung von 1650 W, die Produktseite dazu 7,8 A. Der Wasserbehälter fasst 2 l. Befüllt wird er mit kaltem oder zimmerwarmem Wasser, heißes schließt die Anleitung aus, und höchstens bis zur Maximalmarkierung.
Die Tassenablage lässt sich auf drei Höhen stellen oder ganz abnehmen, einen Tassenwärmer hat die Maschine ebenfalls eingebaut. Die Hauptauffangschale ist laut Anleitung für das Wasser ausgelegt, das bei bis zu 6 Cappuccinos anfällt. Um Strom zu sparen, schaltet sich das Gerät nach 20 Minuten von selbst ab, und im Zusatzmenü gibt es einen Eco-Modus, der schon direkt nach dem Brühen ausschaltet. Der Bohnenbehälter ist abnehmbar und laut Produktseite gegen UV-Licht geschützt, das Gerät als BPA-frei ausgewiesen.
Beim Gewicht halten wir uns an SharkNinja: 11,77 kg. Der Amazon-Katalog kommt mit 25,79 Pfund auf rund 11,7 kg, einer der Amazon-Aufzählungspunkte dagegen auf 17 kg, was zu keiner der beiden anderen Zahlen passt.
Einiges steht in keiner Ninja-Quelle, weder auf der Produktseite noch in den 32 Seiten des deutschen Anleitungsteils: der Brühdruck in bar, die Bauart der Pumpe, das Heizsystem und die Aufheizzeit, das Fassungsvermögen von Bohnenbehälter und Milchkännchen, die Werkstoffe von Gehäuse, Siebträger, Baskets und Mahlkegeln samt Kegeldurchmesser, eine Lautstärke in Dezibel, der Verbrauch im Standby, das Fertigungsland, die größte Tassenhöhe, ein Entkalkungsintervall in Wochen und die Zahl der Jahre, die Ersatzteile lieferbar bleiben. Händler nennen für manche dieser Punkte Zahlen, etwa 250 g für den Bohnenbehälter, belegen ließ sich keine davon. Die Kabellänge steht zwar auf der Produktseite, aber als 1,02 cm, was offensichtlich ein Tippfehler ist.
Im Detail: gewogen statt nach Sekunden dosiert
Eine zeitgesteuerte Mühle läuft eine eingestellte Anzahl Sekunden. Wie viel Gramm dabei im Sieb landen, hängt von Bohne und Mahlgrad ab, denn fein eingestellt fördert ein Mahlwerk pro Sekunde weniger Mehl als grob. Wer bei einer Zeitdosierung den Mahlgrad ändert, ändert also die Dosis mit, und zwei Stellschrauben laufen ineinander.
Die Premier wiegt. Sobald der Siebträger in der Mahlwerkhalterung sitzt, wird er gewogen, und die Maschine erkennt, welcher Basket eingesetzt ist. Die Anleitung ordnet zu: Double für Espresso, Americano und kaltgepressten Kaffee, Luxe für den vierfachen Espresso, Americano, kaltgepressten Kaffee und alle Kaffeegetränke. Dazu kommt ein Single für Espresso und Americano, der laut Anleitung nur einem Teil der Modelle beiliegt.
Als Mahlgutmengen stehen dort 9 g für den einfachen Espresso (22,5 ml), 18 g für den doppelten (45 ml) und 40 g für den vierfachen (90 ml). Die Stärke wählst du in drei Stufen. Standard ist ein Verhältnis von Wasser zu Kaffeepulver von 2,5:1, die konzentrierte Stufe liegt bei 2:1, die größere bei 4:1. Beim doppelten Espresso ergeben 18 g und 45 ml genau die 2,5:1 der Standardstufe. Die größere Stufe bedeutet bei gleicher Dosis mehr Flüssigkeit in der Tasse, also einen längeren und dünneren Bezug. Wie sich andere Verhältnisse und Tassengrößen rechnen, zeigt der Brüh-Rechner.
Das Kegelmahlwerk hat 25 Stufen, 1 ist die feinste, 25 die gröbste. Eingestellt wird von Hand am Mahlgradregler an der Geräteseite, die Maschine schlägt aber einen Wert vor. Ninja nennt das Barista Assist: Das Display zeigt den aktuellen und den empfohlenen Mahlgrad, und du drehst den Regler auf die Empfehlung, die sich nach Bohne und letzter Brühung richtet. Bei neuen Bohnen rechnet die Anleitung mit 2 bis 3 Brühvorgängen, bis der passende Wert gefunden ist.
Getampert wird nicht mit einem Hebel. Zum Tampern setzt du den automatischen Tamper ins Innere des Trichters und drückst ihn von Hand ganz nach unten, bis er auf den Trichter trifft. Die Produktseite nennt ihn vorgespannt und unterstützt.
Ninja gibt eine Brühtemperatur von 90 bis 96 °C an, im Zusatzmenü wählst du LO, M (Standard) oder HI. Für Auf Eis, Cold Brew und Cold Press greift diese Einstellung laut Anleitung nicht. Die Empfehlung des Herstellers: niedrig bis mittel für dunklere Röstungen, mittel bis hoch für helle. Gemessen haben wir das an dieser Maschine nicht. Die übliche Begründung lautet, dass dunkel geröstete Bohnen ihre löslichen Stoffe leichter abgeben und heißes Wasser dort schneller bittere Anteile löst.
Filterkaffee, Cold Brew, Heißwasser und Milch
Neben Espresso brüht die Premier Kaffee in vier Arten, die Ninja klassisch, stark, auf Eis und Cold Brew nennt. Dafür gibt es sieben Größen: 175, 235, 295, 355, 415, 475 und 530 ml. Für Americano verlängert die Maschine den Espresso mit Wasser, je nach Stärke kommen beim doppelten 216, 135 oder 108 ml heraus, beim vierfachen 414, 258 oder 207 ml. Kaltgepressten Espresso gibt es mit dem Double und dem Luxe Basket in denselben Dosen wie beim doppelten und vierfachen.
Wechselst du von einem heißen zu einem kalten Getränk, spült die Maschine vorher etwa 250 ml Wasser durch den Gruppenkopf. Plan dafür ein Gefäß ein, das diese Menge aufnimmt. Eine eigene Heißwassertaste liefert Wasser in drei Temperaturstufen, ohne manuellen Stopp 200 ml.
Für Milch hat Ninja das Dual Froth System gebaut: Dampf aus der Düse plus ein abnehmbarer Schneebesen im Edelstahl-Milchkännchen. Vier Programme sind voreingestellt, heiße Milch, dünner Schaum, dicker Schaum und kalter Schaum.
Die Anleitung beschreibt auch den Weg von Hand: Dampfstab herausziehen, das Kännchen selbst führen, START FROTH 3 Sekunden gedrückt halten. Gebaut ist die Maschine aber um die Programme herum. Wer Latte Art ernsthaft üben will, hat nach unserer Einschätzung an einer klassischen Dampflanze mehr Spielraum; die Technik dafür erklären wir im Ratgeber Milch aufschäumen.
Premier oder Pro: Was bringen 5,42 Euro mehr?
Vor allem eine zusätzliche Schaumstufe. In unserer Preisbox kostet die Ninja Luxe Pro ca. 386,85 Euro, das sind 5,42 Euro mehr als die Premier. Auch die Pro mahlt mit Kegelmahlwerk und wiegt in der Halterung.
Die Pro hat fünf Schaumprogramme statt vier, zusätzlich extradicken Schaum, und das Advanced Dual Froth System mit isolierter Dampfdüse. In der Vergleichstabelle auf Ninjas Pro-Seite stehen zwei weitere Zeilen: Bei den Baskets steht für die Premier Doppel und Quad, für die Pro Einfach, Doppel und Quad, beim Tamper für die Pro integrierter Tamper, für die Premier schlicht Tamper. Das Gewicht gibt Ninja für die Pro mit 11,56 kg an, 210 g weniger als bei der Premier.
Der Single Basket ist dabei ein Widerspruch in Ninjas eigenen Unterlagen, denn die Produktseite der Premier zählt ihn zum Lieferumfang, ebenso das Amazon-Angebot. Wer einzelne Espressi machen will, sieht beim Auspacken nach, ob er im Karton liegt.
Unsere Einschätzung: Wer täglich Cappuccino trinkt und die fünfte Schaumstufe will, zahlt die Differenz, alle anderen kommen mit der Premier aus.
Die Premier oder eine der anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Ninja Luxe Premier (dieses Gerät) | Waage in der Mahlwerkhalterung, Espresso, Filterkaffee und Cold Brew, vier Schaumprogramme | ca. 381,43 € | 8,1 | du Espresso und Kaffee in Bechergröße aus einem Gerät willst und die Milch der Automatik überlässt |
| Ninja Luxe Pro | fünf statt vier Schaumprogramme, isolierte Dampfdüse | ca. 386,85 € | 8,3 | du viel Milchschaum machst und die extradicke Stufe willst |
| Sage Barista Express Impress | 54-mm-Siebträger, Dampfstab von Hand geführt | ca. 379,00 € | 8,9 | du Milch selbst aufschäumen lernen willst und einen Siebträger mit angegebenem Maß (54 mm) suchst; Zubehör, das Sage weder vertreibt noch empfiehlt, untersagt aber auch ihre Anleitung |
| Gaggia Classic Evo Pro | 58-mm-Siebträger, kein Mahlwerk, keine Waage | ca. 499,52 € | 9,4 | du schon eine Espressomühle hast oder eine dazukaufst |
Die Preise sind Richtwerte aus den Preisboxen unserer Reviews, keine Tagespreise. Die Wertung ist eine redaktionelle Einschätzung auf Basis der Herstellerdaten, in der Hand hatten wir keines der vier Geräte.
Wann die Premier passt und wann eine andere Maschine
Ob du den 3-in-1-Aufbau brauchst, zeigt dein Tassenschrank. Stehen dort nur Espresso- und Cappuccinotassen, bleiben die vier Kaffeearten von klassisch bis Cold Brew ungenutzt, und die Wahl hängt dann an Siebträgermaß und Milchsystem, also genau an den beiden Punkten, an denen die Sage in der Tabelle oben anders gebaut ist.
Die wichtigste Einschränkung steht in den Sicherheitshinweisen. Fünf der 15 allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen betreffen den Stellplatz, im Wortlaut: „Nur für den Gebrauch im Haushalt und auf der Arbeitsplatte. Lassen Sie KEINESFALLS das Stromkabel über die Tischkante hängen oder heiße Oberflächen wie z. B. den Herd berühren.“ „Benutzen Sie NIEMALS eine Steckdose unter der Arbeitsfläche.“ „Um Brandgefahr, Stromschlag oder Beschädigung des Geräts zu vermeiden, darf das Gerät NICHT in einem Geräteschrank oder unter einem Oberschrank verwendet werden.“ „Stellen Sie das Gerät NICHT auf andere Geräte.“ „Stellen Sie das Gerät bei Gebrauch nicht in einen Schrank.“ Aus den 14 Betriebshinweisen gehören drei dazu: immer auf einer sauberen, trockenen und ebenen Oberfläche, nicht auf heißen Oberflächen, nicht in der Nähe einer heißen Gas- oder Elektroherdplatte und nicht in einem beheizten Ofen, und keinesfalls im Freien. Das Stromkabel ist absichtlich kurz, um Stolpern und Verfangen zu vermeiden, und Verlängerungskabel untersagt die Anleitung.
Für die Stellfläche gibt es zwei Zahlensätze. Ninjas Produktseite nennt 40,41 × 38,71 × 50,8 cm (L × B × H), ein Amazon-Aufzählungspunkt H 37,2 × B 33,6 × T 34,4 cm (die Katalogdaten nennen bei sonst gleichen Werten 35,5 cm Breite). Die Herstellerseite der Premier Plus kommt mit 34,29 × 33,58 × 37,21 cm fast genau auf die Amazon-Werte. Ob die größeren Zahlen die Verpackung beschreiben, erklärt Ninja nicht; wir würden mit ihnen planen, dann passt es in jedem Fall.
Beim Umstellen fasst du die Maschine nicht an der Mahlwerkhalterung an. Die Anleitung verbietet das ausdrücklich, weil die Halterung nicht dazu gedacht ist, das Gewicht des ganzen Geräts zu tragen.
Das Budget entscheidet über die Gaggia. Die Gaggia Classic Evo Pro kostet in unserer Preisbox 118,09 Euro mehr als die Premier und hat kein Mahlwerk, eine Espressomühle kommt also noch obendrauf. Dafür bekommst du einen 58-mm-Siebträger und eine Maschine, an der du Mahlgrad, Dosis und Schaum komplett selbst erarbeitest. Welche Mühle zu welcher Siebgröße passt, behandelt unsere Siebträger-Kaufberatung.
Zwei weitere Grenzen betreffen den Morgenablauf. Laut den Vorsichtsmaßnahmen ist das Gerät „nicht für den Betrieb mittels eines externen Timers oder einer Fernsteuerung gedacht“, und du sollst es „während der Benutzung niemals unbeaufsichtigt“ lassen. Wer den ersten Kaffee per Zeitschaltuhr oder App-Steckdose starten will, bekommt mit der Premier nach unserer Lesart dieser Sätze kein passendes Gerät. Für die Teeküche im Büro gilt Ähnliches: Die Anleitung beschränkt den Gebrauch auf den Innenbereich und private Zwecke, und die Garantie zieht dieselbe Grenze bei normalen Haushaltszwecken.
Lieferumfang, Zubehör und Ersatzteile
Laut Produktseite liegen im Karton das Milchkännchen mit integriertem Schneebesen, eine Reinigungsbürste, ein Starterpaket aus Siebträger, Single, Double und Luxe Basket, Trichter und automatischem Tamper, ein Reinigungs-Set mit zwei Reinigungstabletten und einer Entkalkungstablette, ein Set zum Prüfen der Wasserhärte und ein Rezeptheft. Das Amazon-Angebot listet dieselben Teile mit anderen Wörtern, etwa Schaumkrug mit integriertem Quirl.
Die Anleitung beschreibt zusätzlich einen Wasserfilter samt Gehäuse. Beim Einsetzen stellst du dessen Datumsanzeige 2 Monate vor, das entspricht sechs Wechseln im Jahr; einen Preis für Ersatzfilter haben wir nicht erfasst. In der Lieferliste der Produktseite fehlt der Filter, die Zubehörliste der Anleitung führt Wasserfilter und Wasserfiltergehäuse dagegen als Teile 12 und 13 der Serie.
Einen Siebträgerdurchmesser in Millimetern, an dem du Fremdteile abgleichen könntest, nennen die Unterlagen nicht. Siebe und Siebträger anderer Hersteller sind damit dein Risiko. Unter den Vorsichtsmaßnahmen steht: „Verwenden Sie KEIN Zubehör, das nicht vom Hersteller empfohlen wurde, da dies zu Verletzungen oder Schäden am Gerät führen kann.“ Nach diesem Wortlaut gilt das auch für die üblichen Nachrüstungen, etwa einen bodenlosen Siebträger oder Präzisionssiebe. Unter den sieben Ausschlüssen der Herstellergarantie stehen außerdem Schäden durch Teile und Zubehör, die keine Ninja-Originalteile sind. Aus Ninjas eigenem Sortiment gibt es den Luxe Basket einzeln, unter der Nummer 260UO600EUK.
Im Herstellershop stehen für die Premier (Stand 01.10.2026) unter anderem die Milchkanne (268UO600EUK) für 29,99 Euro, Wasserhärte-Teststreifen (282UO600EUK) für 4,99 Euro, eine Bürste (275UO600EUK) für 5,99 Euro und eine Karaffe (XSKCARAFEEUK) für 39,99 Euro. Sogar die komplette Gerätebasis gibt es dort einzeln, als XBSES601EU für 400,99 Euro, das sind knapp drei Viertel der UVP.
Reinigung und Pflege nach Anleitung
Vor dem ersten Getränk verlangt die Anleitung, das Zubehör von Hand zu reinigen und abzutrocknen und die Maschine einmal durchzuspülen: Double Basket einsetzen, CLASSIC in der Größe M+ wählen, ein Gefäß ab 420 ml unterstellen.
Direkt nach dem Gebrauch sieht sie acht Schritte vor:
- Den Siebträger nach dem Brühen vorsichtig aus dem Gruppenkopf nehmen und das Mahlgut entsorgen, indem du über einem Behälter oder einer separat erhältlichen Knockbox gegen den Basket klopfst.
- Siebträger und Basket nach jedem Gebrauch reinigen.
- Den Basket aus dem Siebträger nehmen und beide Teile von Hand mit Seifenwasser waschen, um sämtliches Kaffeefett zu entfernen. Der Brühkorb muss trocken sein, bevor du wieder brühst.
- Die Düse nach dem Aufschäumen mit einem feuchten Tuch abwischen, bevor du sie wieder in die untere Position bringst.
- Den Dampfstab in die untere Position drücken, damit die automatische Reinigung beginnt.
- Die Auffangschale leeren, wenn die orangefarbene Markierung zu sehen ist.
- Die Auffangschale regelmäßig von Hand waschen und gründlich an der Luft trocknen lassen.
- Die Gerätebasis regelmäßig mit einem feuchten Tuch reinigen.
Vor jeder Reinigung ziehst du den Stecker. Dazu gilt der allgemeine Hinweis: „Um Brandgefahr, Stromschläge und Verletzungen zu vermeiden, tauchen Sie das Kabel, den Stecker sowie andere Teile des Geräts NIEMALS in Wasser oder andere Flüssigkeiten.“ Welche abnehmbaren Teile in die Spülmaschine dürfen, beantworten Anleitung und Produktseite unterschiedlich, das klären wir unten bei den Fragen.
Für das Kegelmahlwerk gilt eine eigene Regel, im Wortlaut: „Das Mahlwerk darf NICHT mit Wasser in Berührung kommen.“ Zum Reinigen schaltest du das Gerät aus, ziehst den Stecker, entfernst die Bohnen, nimmst den Bohnenbehälter ab und drehst den oberen Mahlring gegen den Uhrzeigersinn heraus; die Anleitung orientiert sich dabei an der Markierung ALIGN. Dann wird mit der Bürste gereinigt. Gerät doch Wasser ins Mahlwerk, sollst du sofort den Kundendienst anrufen.
Für die Dampfdüse steckt an der Unterseite der Reinigungsbürste eine Nadel, mit der du Rückstände aus Düse und Düsenspitze holst, dazu ein Ringschlüssel zum Abnehmen der Spitze. Material an der Gummidichtung entfernst du ebenfalls.
Den Reinigungszyklus fordert die CLEAN-Leuchte an. Er dauert ca. 6 Minuten und läuft mit dem Double Basket, der Reinigungsscheibe und einer Reinigungstablette. Bei 11,99 Euro für acht Tabletten im Herstellershop (Stand 01.10.2026) kostet ein Durchgang knapp 1,50 Euro.
Entkalken meldet die DESCALE-Leuchte, abhängig von der Wasserhärte, die du bei der Einrichtung mit dem beiliegenden Teststreifen bestimmst und in sechs Stufen von hd 0 bis hd 5 einstellst. Ab Werk steht hd 5. Warum Kalk einer Maschine schadet und wie du die Härte deines Leitungswassers herausfindest, steht im Ratgeber Entkalken und Reinigen. Ein Entkalkungsdurchgang dauert laut Anleitung ca. 90 Minuten.



