Die La Specialista Arte mahlt die Bohnen selbst, und zwar direkt in den Siebträger. Angepresst wird von Hand, gebrüht über einen Thermoblock, Milch schäumst du an einer Dampflanze auf. Unsere Preisbox führt die Maschine mit ca. 369 Euro (Stand September 2026), denselben Betrag zeigte der Amazon-Katalog am 7. September 2026.
In unserem Siebträger-Vergleich stehen zwei Geräte aus De’Longhis Reihe La Specialista, und die Arte ist das mit weniger Automatik. Sie hat keinen Touchscreen und nur drei voreingestellte Getränke.
Hat die Arte 8 oder 15 Mahlgrade?
Die Maschine hinter unserem Amazon-Link hat 8. Amazon führt unter der ASIN B09RR1C9FB die EC9155.MB, und für dieses Modell geben De’Longhi und Amazon übereinstimmend 8 Mahlgradeinstellungen an. Die 15 gehören zur Nachfolgerin EC9155.MB EX:2.
Verwechseln lassen sich die beiden leicht, denn sie tragen dieselbe Grundnummer. Im deutschen Shop von De’Longhi steht inzwischen nur noch die EX:2, am 25. September 2026 für 379 Euro in Schwarz und für 399 Euro als weiße EC9155.W EX:2. Die Kategorieseite La Specialista Arte zeigt vier Farben (MB, W, GR, YE), alle mit 15 Stufen. Die alte Produktseite der EC9155.MB lässt sich noch aufrufen, ein Angebot steht dort nicht mehr.
Wie sicher ist die Zuordnung? Von keiner Seite des Herstellers führt ein Link zu Amazon. Wir stützen uns deshalb auf den Amazon-Katalog selbst: Modell und Teilenummer lauten dort EC9155.MB, und der Aufzählungspunkt zum Mahlwerk spricht von 8 Mahlwerkseinstellungen. Dieser Text beschreibt die EC9155.MB nach ihrer Anleitung, die für die Baureihe EC915X gilt.
Ab Werk steht der Mahlgrad bei der EC915X auf 5, bei der EX:2 laut deren Anleitung auf 9. Dieselbe Ziffer am Wahlschalter heißt auf den zwei Maschinen also etwas anderes, und wer eine Einstellung aus einem Video übernimmt, sollte wissen, welche Arte dort auf der Arbeitsplatte stand.
Gehäuse, Maße und der Platz unter dem Hängeschrank
Auf dem Produktfoto sitzt der Bohnenbehälter oben links, an seinem Fuß ein Ring mit Skala. Darunter liegt eine Nische, der Lage nach der Mahlwerksausgang A13, gegen den du den Siebträger zum Mahlen drückst. Die Mitte der Blende nimmt ein Manometer ein (B1 in der Anleitung), darunter sitzen zwei Drehregler mit einer Reihe runder Tasten dazwischen. Die Dampflanze steht rechts ab, unten schließt die Abtropfschale mit Gitter ab.
Die Maße gibt De’Longhi mit 285 × 365 × 399 mm an, gemessen mit Bohnenbehälter, aber ohne Zuordnung zu Breite, Tiefe und Höhe. Auf dem Frontfoto ist die Maschine deutlich höher als breit. Das Verhältnis passt zu 399 zu 285 mm, zu 399 zu 365 mm passt es nicht. Wir lesen die Angabe deshalb als 28,5 cm Breite, 36,5 cm Tiefe und 39,9 cm Höhe. Was der Amazon-Katalog nennt, umgerechnet rund 50 × 10 × 48 cm, sind erkennbar keine Gerätemaße.
Weil die Arte Wärme an die Umgebung abgibt, verlangt das Sicherheitsheft mindestens 3 cm Abstand zu Seitenwänden und Rückwand und mindestens 15 cm Luft nach oben. Mit unserer Lesart der Achsen heißt das: rund 55 cm lichte Höhe bis zur Unterkante des Hängeschranks, 34,5 cm zwischen zwei Wänden und 39,5 cm von der Wand bis zur Vorderkante.
Unter den Auslauf passen laut Datenfeld Tassen bis 120 mm Höhe. Einen Tassenwärmer hat die Maschine nicht, ein Display auch nicht; im Energiedatenblatt steht beim Standby-Wert mit Display deshalb N/A.
Beim Gehäuse widersprechen sich die Quellen. Das Datenfeld der Herstellerseite nennt Metall und Kunststoff, der Amazon-Text ein Edelstahlgehäuse. Eindeutig sind die übrigen Werte: Der Wassertank fasst 1,7 l, lässt sich herausnehmen und hat eine Wasserstandsanzeige, die Abtropfschale ebenfalls (A18). Angeschlossen wird an 220 bis 240 V bei 50 bis 60 Hz, die Leistung liegt bei 1.400 W.
Im Detail: in den Siebträger mahlen, dosieren, brühen
Du setzt den Dosiertrichter C2 auf den Siebträger und drückst ihn gegen den Mahlwerksausgang, bis er klickt. Das Mahlwerk startet und stoppt dann von selbst, ein zweiter Druck bricht ab. Danach ziehst du den Siebträger heraus, klopfst ihn gegen den Trichter, presst das Mehl mit dem Tamper C11 an (bei Modellen mit Matte auf der Tampermatte C12), nimmst den Trichter ab und setzt den Siebträger am Kaffeeauslauf A10 ein.
Wie viel Mehl fällt, bestimmt der Drehknopf B4. Du beginnst bei Min. Die Anleitung warnt davor, seine Skala wörtlich zu nehmen: Die Zahlen entsprechen weder einem Mahlgrad noch Gramm oder Mahldauer. Das Maß ist das Sieb. Innen hat es eine erhabene Linie, und angepresst soll der Kaffee genau bis dorthin reichen.
Den Mahlgrad verstellst du am Wahlschalter A2, und zwar nur bei laufendem Mahlwerk. Werkseinstellung ist 5, für die meisten Kaffees empfiehlt De’Longhi 3 bis 6. Die sehr feinen Stufen 1 und 2 sind laut Anleitung für speziellen, leicht gerösteten Kaffee gedacht oder für verschlissene Mahlwerkzeuge. Läuft der Espresso zu langsam, ist er überextrahiert, und du stellst gröber. Läuft er zu schnell, stellst du feiner.
Unsere Einschätzung zur Zahl der Stufen: Weniger Rasten auf demselben Verstellweg bedeuten größere Sprünge zwischen zwei Einstellungen. Der Mengenregler gleicht nur wenig aus, denn mehr Mehl setzt dem Wasser zwar mehr Widerstand entgegen, die Linie im Sieb legt die Füllhöhe aber fest. In welcher Reihenfolge du Mahlgrad und Dosis veränderst, zeigt unser Ratgeber Mahlgrad einstellen.
Geheizt wird mit einem Thermoblock. Er erhitzt das Wasser erst im Durchlauf durch einen beheizten Metallblock, einen Vorrat wie in einem Kessel gibt es nicht. Bauartbedingt braucht ein Thermoblock in der Regel weniger Platz als ein Kessel und ist schneller auf Temperatur, dafür muss eine Regelung die Temperatur während des Bezugs halten. Ob das bei der Arte ein PID-Regler oder ein Thermostat erledigt, lässt der Hersteller offen. Er wirbt mit voller Temperaturkontrolle: Die Wassertemperatur bleibe beim Brühen konstant.
Drei Brühtemperaturen stehen zur Wahl, alle zwischen 92 und 96 °C. Die Anleitung ordnet sie Röstgraden zu: MIN für dunkle, MED für mittel-dunkle, MAX für helle bis mittlere Röstungen. Robusta will sie niedrig temperiert, Arabica hoch, und dunkle oder frisch geröstete Bohnen behandelst du wie Robusta. Gemeint ist immer das Wasser im Thermoblock. Am Auslauf und in der Tasse weicht die Temperatur laut De’Longhi davon ab.
Im Datenblatt stehen 15 bar Pumpendruck. Espresso wird üblicherweise mit rund 9 bar am Kaffeemehl gebrüht, und die Druckangabe eines Siebträgers beschreibt in aller Regel, was die Pumpe höchstens schafft. Während des Bezugs hast du das Manometer vor Augen.
Jeder Bezug beginnt mit einer Vorbrühphase, deren Pause du im Einstellungsmenü auf keine, 1 oder 2 Sekunden setzt. Ins Menü kommst du, indem du die Tasten B5 (eine oder zwei Tassen) und B7 (Kaffeetemperatur) zusammen 3 Sekunden hältst. Dort liegen außerdem der erweiterte Mahlbereich, die Auto-Abschaltung und die Wasserhärte. Nach 30 Sekunden ohne Eingabe schließt sich das Menü. Hältst du darin die Dampftaste B9 3 Sekunden, ist alles wieder auf Werkseinstellung.
Bohnen auf Vorrat einzufüllen, rät De’Longhi ab, in den Behälter gehören nur so viele, wie du für die Zubereitung brauchst. Wechselst du die Sorte, saugst du den Behälter mit einem Staubsauger leer oder mahlst alles durch und stellst die Menge danach neu ein wie beim ersten Gebrauch. Voll fasst der Behälter 180 g.
Drei Getränke am Wahlschalter, Milch an der Lanze
Am Funktionswahlschalter B8 wählst du Espresso, Americano oder Heißwasser, die vierte Stellung gehört dem Entkalken. Amazon zählt zusätzlich eine Tasse Kaffee auf, De’Longhi selbst spricht von drei Zubereitungen.
Laut Getränketabelle der Anleitung kommen ab Werk ca. 35 ml Espresso in die Tasse, doppelt ca. 70 ml. Beim Americano sind es ca. 120 ml, doppelt ca. 240 ml, beim Heißwasser ca. 250 ml. Passt dir eine Menge nicht, hältst du die Taste OK gedrückt, bis so viel in der Tasse ist, wie du willst. Beim einfachen Espresso geht das von ca. 15 bis 90 ml, beim doppelten von 30 bis 180 ml. Beim Americano legst du Espresso und Wasser getrennt fest, das Wasser zum einfachen auf 25 bis 150 ml, zum doppelten auf 50 bis 240 ml. Heißwasser reicht von ca. 65 bis 300 ml. Gespeichert wird dabei nur die Getränkemenge; wie viel gemahlen wird, bleibt Sache des Mengenreglers, und den Dampf programmierst du überhaupt nicht.
De’Longhi nennt das Schäumen an der Lanze fortschrittliches manuelles Aufschäumen, der Amazon-Text spricht vom My LatteArt-System. Ein Milchkännchen liegt bei.
Beim Schäumen verdoppelt bis verdreifacht sich das Milchvolumen, schreibt die Anleitung. Daraus folgt für uns: Damit nichts überläuft, füllst du das Kännchen höchstens zu einem Drittel. Für gleichmäßigen Schaum empfiehlt De’Longhi frische Kuhvollmilch mit Kühlschranktemperatur, etwa 5 °C, ein Kännchen, das ebenfalls im Kühlschrank steht, und nach dem Schäumen ein kurzes Schwenken. Bei pflanzlichen Getränken fällt der Schaum unterschiedlich aus.
Was im Karton liegt und was danach Geld kostet
Die Anleitung listet den Lieferumfang mit Kennbuchstaben: Siebträger (C1), Dosiertrichter (C2), 1-Tassen-Sieb (C3), 2-Tassen-Sieb (C4), Teststreifen Total Hardness Test (C5), Entkalker (C6), Softballs (C7, nur bei einigen Modellen), Milchkännchen (C8), Reinigungspinsel (C9), Reinigungsnadel (C10), Tamper (C11) und Tampermatte (C12, ebenfalls nur bei einigen Modellen). Für diese ASIN zählt der Amazon-Text Edelstahl-Tamper, Tamping-Matte, Dosierhilfe und Milchkännchen auf. Ob Softballs im Karton liegen, bleibt bei diesem Angebot offen, die Matte gehört laut Amazon dazu.
Beide Siebe sind laut Datenfeld einwandig. So ein Sieb baut den Widerstand allein über das Kaffeemehl auf, Mahlgrad und Menge müssen deshalb stimmen. Ein doppelwandiges Drucksieb, das Fehler beim Mahlgrad abfedert, ist nicht dabei.
Einen Wasserfilter erlaubt das Datenfeld der Herstellerseite, die Anleitung beschreibt stattdessen die Softballs: über Nacht in Wasser legen, in den Tank geben, alle 3 Monate tauschen. Nicht im Karton liegt der Reiniger, den die Anleitung für das Gehäuse vorsieht, Eco MultiClean (EAN 8004399333307).
Wiederkehrend zahlst du vor allem für Entkalker, pro Durchgang kommen 100 ml in den Tank. Den DeLonghi EcoDecalk führt unsere Preisbox mit ca. 7,98 Euro, und die 500-ml-Flasche reicht laut De’Longhi für 5 Anwendungen. Das ergibt rund 1,60 Euro je Anwendung. Wie viele Durchgänge im Jahr anfallen, hängt an deiner Wasserhärte, mehr dazu bei der Pflege.
Was De’Longhi nicht angibt
In keiner Unterlage stehen die Bauart des Mahlwerks (Kegel oder Scheibe) und das Material der Mahlwerkzeuge. Es fehlt der Durchmesser des Siebträgers, den du brauchst, wenn du einen anderen Tamper, ein bodenloses Sieb oder einen Dosierring kaufen willst, ebenso der Werkstoff von Siebträger und Tamper (Edelstahl beim Tamper steht nur im Amazon-Text). Ein belastbares Gewicht gibt es nicht: Das Datenfeld der EC9155.MB zeigt 13 ohne Einheit und damit genau das Verpackungsgewicht, die Seiten der EX:2 zeigen 9.76.
Zum Betrieb fehlen außerdem die Aufheizzeit, die Dampfleistung und die Wartezeit zwischen Espresso und Milchschaum, die Lautstärke, das Fassungsvermögen von Milchkännchen und Abtropfschale, die Kabellänge, eine Artikelnummer für einen passenden Wasserfilter, Grammangaben für Einzel- und Doppeldosis, die Temperatur jeder einzelnen Stufe, ein Überdruckventil, ein Entkalkungsintervall in Wochen, das Herkunftsland, das Jahr der Markteinführung sowie Preise und Lieferbarkeit von Ersatzteilen wie Mahlwerkzeugen und Dichtungen.
Reinigung und Entkalken nach Anleitung
In den Tank gehört nur frisches Wasser, weder Sprudel- noch destilliertes Wasser. Den Tank selbst reinigst du laut Sicherheitsheft alle 30 Tage.
Nach jedem Aufschäumen wischst du die Milchreste mit einem weichen Tuch von der Dampflanze, lässt einige Sekunden Dampf ab und hältst nach dem Abkühlen das Loch mit der Reinigungsnadel C10 frei. Für den Brühkopf verlangt das Sicherheitsheft nach der Zubereitung ein sauberes, feuchtes Tuch, mit Vorsicht an den heißen Teilen. Mit dem Pinsel C9 säuberst du am Mahlwerk den Bereich zum Einrasten und die Kaffeerutsche. Wasser in der Abtropfschale gehört laut Anleitung zum normalen Betrieb, du leerst sie regelmäßig.
Welche Teile wie gereinigt werden, legt die Reinigungstabelle der Anleitung einzeln fest. In die Spülmaschine darf nur die Abtropfschale mit Rost, die auch fließendes Wasser mit Spülmittel verträgt. Wassertank, Siebträger und Siebe wäschst du unter fließendem Wasser mit Spülmittel, die Spülmaschine ist für sie ausgeschlossen. Der Bohnenbehälter bekommt nur ein Tuch, das Gehäuse Eco MultiClean und ein Tuch, ebenfalls keine Spülmaschine.
Vor jeder Reinigung der äußeren Teile schaltest du aus, ziehst den Netzstecker und lässt die Maschine abkühlen. Die Anleitung schreibt: „Während der Reinigung die Kaffeemaschine nie ins Wasser tauchen: es handelt sich um ein Elektrogerät.“ Das Sicherheitsheft schließt Lösungsmittel, scheuernde und alkalische Reinigungsmittel, Alkohol und sonstige brennbare Flüssigkeiten aus und verlangt ein weiches Tuch, gegebenenfalls mit einem neutralen Reinigungsmittel. Gegen Verkrustungen und Kaffeeablagerungen sind Metallgegenstände tabu, weil sie Oberflächen aus Metall oder Kunststoff verkratzen könnten.
Wann entkalkt wird, bestimmt die Wasserhärte. Du misst sie mit dem beiliegenden Teststreifen und stellst im Menü eine von 3 Stufen ein: 1 für weiches, 2 für normales, 3 für hartes oder sehr hartes Wasser. Die Kontrolllampe B3 geht nach einer voreingestellten Betriebszeit an, die von dieser Stufe abhängt.
Zum Entkalken drehst du B8 auf Entkalkung, nimmst den Siebträger heraus, füllst Entkalker bis zur Markierung A und Wasser bis B (1 Liter) in den Tank und stellst einen Behälter mit 2 Litern Fassungsvermögen unter Kaffeeauslauf, Heißwasserauslauf und Dampflanze. OK hältst du mindestens 3 Sekunden. Der Durchgang dauert ca. 40 Minuten, danach füllst du den Tank bis MAX und startest den Spülvorgang. Zugelassen ist dafür ausschließlich Entkalker von De’Longhi: Ungeeignete Entkalker oder eine nicht regelmäßige Entkalkung können laut Anleitung Defekte verursachen, die nicht unter die Herstellergarantie fallen. Verschütteten Entkalker wischst du sofort auf.
Die Arte oder eine der drei anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| DeLonghi La Specialista Arte EC9155 (dieses Gerät) | Mahlwerk mit 8 Stufen im Gehäuse, Dosis über Drehknopf und Linie im Sieb | ca. 369 € | 8,6 | du Mahlen und Anpressen selbst lernen und keine zweite Maschine hinstellen willst |
| Sage Barista Express Impress | Tamperhebel mit 10 kg Anpressdruck laut Sage | ca. 379 € | 8,9 | du Dosis und Anpressdruck nicht von Hand einüben willst |
| DeLonghi La Specialista Touch EC9455 | Auto LatteArt-Lanze schäumt auch automatisch | ca. 549,97 € | 8,8 | du fast nur Milchgetränke trinkst und das Schäumen nicht lernen willst |
| Gaggia Classic Evo Pro | kein Mahlwerk, 58-mm-Siebträger | ca. 499,52 € | 9,4 | du schon eine Espressomühle hast oder sie getrennt aussuchen willst |
Die Preise sind die Richtwerte unserer Preisboxen, die Wertung ist unsere redaktionelle Einstufung und kein Messwert. Die Technikangaben zu den drei anderen Maschinen stammen von ihren Herstellern.
Wann die Arte, wann eine andere Maschine
Am schnellsten entscheidet die Milch. Wer morgens zwei Cappuccini macht und dabei nicht selbst schäumen will, ist bei der Touch richtig: Die La Specialista Touch schäumt mit ihrer Auto LatteArt-Lanze auch selbsttätig, hat laut De’Longhi 15 Mahlgrade und ein Touch-Farbdisplay und kostet in unserem Katalog rund 181 Euro mehr.
Knapp wird es bei der Sage Barista Express Impress, die in unserem Katalog nur 10 Euro mehr kostet. Laut Sage hat sie 25 Mahlstufen, einen 54-mm-Siebträger, eine PID-Temperaturregelung und einen Tamperhebel. Wir würden die Impress nehmen, wenn morgens wenige Handgriffe zählen und feinere Mahlschritte wichtig sind. Die Arte passt eher zu jemandem, der Menge und Anpressen selbst in der Hand behalten will.
Steht schon eine gute Espressomühle in der Küche, bezahlst du bei der Arte ein zweites Mahlwerk mit. In dem Fall würden wir zur Gaggia Classic Evo Pro greifen, die bei uns rund 131 Euro mehr kostet und kein Mahlwerk hat. Ohne vorhandene Mühle kommt deren Preis obendrauf, und die Rechnung kippt zugunsten der Arte.
Vor dem Bestellen lohnt ein Zollstock unter dem Hängeschrank. Mit dem Freiraum aus dem Sicherheitsheft kommt die Arte nach unserer Lesart der Maße auf gut einen halben Meter Platzbedarf zwischen Arbeitsplatte und Schrankboden (die genaue Rechnung steht oben bei Gehäuse und Maßen). Liegt der Schrank tiefer, gehört sie an eine andere Stelle der Arbeitsplatte.
Helle Röstungen schließen die Arte nicht aus, dafür gibt es die feinen Stufen und die Temperatur MAX. Wer aber ständig zwischen hellen und dunklen Bohnen wechselt, leert bei jedem Wechsel den Behälter und hat wenige Zwischenwerte zur Auswahl. Für diesen Fall würden wir eine eigene Mühle mit feinerer Einteilung vorziehen, oder gleich die EX:2. Passt keine der Maschinen aus der Tabelle, grenzt der Kaffeemaschinen-Finder die Auswahl nach deinen Angaben ein.
Die falsche Anschaffung ist die Arte außerhalb des Haushalts. Das Sicherheitsheft, das De’Longhi für alle seine Kaffeemaschinen herausgibt, bestimmt das Gerät ausschließlich für den Hausgebrauch. Nicht vorgesehen ist der Gebrauch in Räumen, die als Küchen für das Personal von Geschäften, Büros und anderen Arbeitsbereichen eingerichtet sind, in landwirtschaftlichen touristischen Einrichtungen, Hotels, Zimmervermietungen, Motels und sonstigen Übernachtungsbetrieben. Die Teeküche im Büro und das Frühstück in der Pension fallen damit heraus.



