Beste Kaffeebohnen 2026: Vergleich & Kaufberatung
Vergleich

Beste Kaffeebohnen 2026: Vergleich & Kaufberatung

Acht von 23 Kaffeebohnen unseres Katalogs nach unserer Wertung: was jeder Röster über Herkunft und Röstung herausgibt und was das Kilo kostet.

Welche acht der 23 Sorten hier stehen

Am 15. September 2026 führt unsere Kategorie Kaffeebohnen 23 Sorten. Hier stehen die acht, die in unserer Gesamtwertung am weitesten oben liegen, von 9,3 bis hinunter zu 8,6 Punkten. Bei 8,6 drängen sich allerdings fünf Sorten, und für die fünfte, die Segafredo Intermezzo, war kein Platz mehr.

Was hier über eine Sorte steht, kommt aus ihrem eigenen Review. Stand dieser Reviews ist der September 2026, ausgewertet haben wir dafür Herstellerseiten, Amazon-Katalogdaten und vergrößerte Produktfotos. Keine der Bohnen haben wir gemahlen oder aufgebrüht, und keine Packung lag bei uns auf dem Tisch.

Hinter jeder Punktzahl stehen vier Teilwerte für Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung. Einzelnoten wie Gesamtnote sind unsere redaktionelle Einschätzung, gemessen hat niemand etwas. Eine Eigenheit erleichtert das Rechnen: Alle acht sind Kilobeutel mit ganzen Bohnen, ihr Richtpreis ist damit gleichzeitig der Kilopreis.

Jede Marke zählt anders, und keine Skala passt zur anderen

An zwei Angaben entscheidet sich in dieser Kategorie fast alles: an der Röstung und daran, wie weit der Röster mit seiner Herkunft herausgeht. Die Röstung kommt zuerst, weil sie festlegt, in welche Maschine die Bohne gehört.

Nur ist die Zahl, mit der die Röster ihre Röstung beschreiben, jedes Mal eine andere. Lavazza führt die Cremoso mit Intensität 8 von 10, Dallmayr die Crema d’Oro mit Intensität 6 von 10, Pellini die Vivace mit 8 von 9, Melitta die BellaCrema Espresso mit Stärke 5 von 5 und die La Crema mit Stärke 3 von 5, Mount Hagen setzt einen Steckbrief mit Stärke 5 von 7 und Säure 4 von 7 daneben, Incapto eine Prozentleiste mit Säure 60, Körper 60, Intensität 80, Bitterkeit 80 und Stärke 60. Die Bio Honduras kommt ganz ohne solche Stufe.

Brauchbar werden die Zahlen erst innerhalb eines Sortiments. Lavazza ordnet damit das eigene Bohnensortiment, von der Espresso Italiano Aromatico mit 7 bis zur Espresso Lamborghini mit 10. Melitta reiht die BellaCrema von der Crema Dolce auf 2 bis zur Espresso auf 5, Dallmayr die d’Oro-Leiter von der Crema d’Oro auf 6 bis zur intensa und der Espresso d’Oro auf je 8. Ganz fest sitzt die Zahl selbst in einer Reihe nicht: Bei der BellaCrema Speciale stehen in den technischen Daten eine 2 und im Beschreibungstext derselben Seite eine 3.

Dazu kommt eine Verwechslung, die Melitta selbst auf den Beutel druckt. Auf der Vorderseite laufen zwei Reihen untereinander: die Stärke, bei der Espresso die 5 eingekreist, und darunter der Röstgrad, bei dem vier von fünf Bohnensymbolen gefüllt sind. Wer die 5 als sehr dunkle Röstung liest, liest die falsche Reihe. Dallmayr zeigt im eigenen Versandshop eine Balkengrafik, deren Zeile Intensität bei der milden Crema d’Oro fünf von fünf Symbolen zeigt und bei der kräftigeren intensa ebenfalls fünf von fünf, weshalb diese Zeile nichts trennt. Maßgeblich bleibt dort die Textangabe.

Was in der Tasse wirklich anders ausfällt, hängt weniger an der Stufe als an der Kaffeeart. Drei Sorten der Liste sind reiner Arabica: Bio Honduras, Incapto und Mount Hagen. Bei Lavazza und Pellini steht ein Robusta-Anteil ausgewiesen. Dallmayr führt ihn auf der heutigen Produktseite unter dem botanischen Namen Canephora, während der englische Amazon-Text und eine Pressemitteilung von 2018 noch 100 Prozent Arabica nennen. Bei der BellaCrema Espresso hat das Melitta-Onlineteam den Robusta-Anteil in einer Antwort unter den Kundenbewertungen bestätigt, zur La Crema steht in Melittas Produktangaben nichts über die Bohnenmischung. Robusta gibt beim Brühen mehr Bitterstoffe und mehr lösliche Feststoffe ab, baut Körper auf und stabilisiert die Crema. Für jemanden, der täglich zwei Cappuccini zieht, spielt dieser Unterschied eine größere Rolle als jede Intensitätsstufe, weil sich eine reine Arabica gegen viel Milch schlechter durchsetzt. Was hinter Arabica, Robusta und den Röstgraden steckt, sortiert der Ratgeber Bohnen-Grundlagen.

Die dritte Folge der Röstung steht in der Freigabe. Mount Hagen nennt Siebträger, Herdkännchen und Vollautomat, Lavazza Espresso und Mokka, Incapto Vollautomat, Siebträger und Mokkakanne. Dallmayr führt auf der Produktseite Vollautomat und Siebträgermaschine, der Versandshop derselben Firma schreibt nur Vollautomat. Melitta nennt in den technischen Daten beider BellaCrema-Sorten allein den Vollautomaten, Pellini sieht alle drei Vivace für Espresso und Vollautomat vor.

Bei Handfilter und French Press gehen die Quellen auseinander. Ausdrücklich nennt beide der Anbieter der Bio Honduras, im Amazon-Katalog steht dort zusätzlich Filterkaffee. Für die zwei BellaCrema-Sorten stehen beide Wege im Amazon-Text, die technischen Daten beschränken sich auf den Vollautomaten, und von den fünf Brühsymbolen auf dem Beutel der Espresso sind auf dem Foto nur zwei eindeutig zu lesen, ein Vollautomat und eine Herdkanne. Bei Pellini hängt es an der Mischung: Den Beutel der Espressobar Vivace bildet Pellini mit dem Symbol Filter ab, die Classica steht auf der Karte für die French Press, und welche Vivace unter unserer Nummer verschickt wird, ist offen. Drei Reviews raten für den langen Aufguss ausdrücklich ab: bei der Cremoso für Handfilter und French Press, bei der BellaCrema Espresso für den Handfilter, beide wegen einer Espressoröstung, die dort schnell ins Röstbittere kippt, und bei der Crema d’Oro, deren Zubereitungsliste keines der beiden Verfahren enthält.

Wie weit der Röster mit der Herkunft herausgeht

Die Auskunft über die Herkunft ordnet sich bei den acht Röstern in drei Stufen, und die oberste ist die teuerste.

Ganz unten steht die Formel. Dallmayr schreibt, für die Crema d’Oro würden Spitzenqualitäten aus den besten Anbauregionen der Welt ausgewählt, ein Land steht dazu nirgends. Melitta lässt bei beiden BellaCrema-Sorten das Anbauland offen, obwohl derselbe Hersteller bei der BellaCrema Selection des Jahres 2026 ein Feld Herkunftsland führt und dort Äthiopien und Nicaragua einträgt. Bei Pellini fehlt das Herkunftsland für alle drei Vivace. Eine Stufe darüber liegt Lavazza mit zwei Regionen, Südamerika und Südostasien.

Oben wird es konkret, bei Höhenlage und Aufbereitung, die nach unserem Ratgeber Kaffee, Herkunft und Geschmack bis in die Tasse durchschlagen. Incapto benennt Huila als Region, dazu die Gemeinden Pitalito und Acevedo, eine Anbauhöhe von 1.400 bis 1.800 Metern, die Varietät Castillo Supremo und die gewaschene Aufbereitung. Der Anbieter der Bio Honduras nennt eine Höhe über 1.300 Metern, Schattenbäume, Handpflücke, gewaschene Aufbereitung, Trockenbetten, den Röstort im Lebenshilfewerk Hagenow und eine Chargengröße von 15 Kilo. Mount Hagen führt drei Kooperativen mit Namen, HOAC in Papua-Neuguinea, Atahualpa in Peru und Sidama in Äthiopien, dazu eine Sonnentrocknung von 5 bis 10 Tagen auf etwa 12 Prozent Restfeuchte und als Röstort Hamburg. Welchen Anteil jedes der drei Länder beiträgt, bleibt dabei offen, und ein Mischverhältnis nennt keine Mischung dieser Liste.

Was die Auskunft kostet, lässt sich beziffern. Zwischen der Dallmayr Crema d’Oro mit ihrer Formel und der Bio Honduras mit ihren Einzelangaben liegen 19,60 Euro pro Kilo.

Eine Zahl fehlt allerdings an jeder Station dieser Leiter, und es ist die einzige, die sich am Regal überprüfen ließe: das Röstdatum. Für sieben der acht Sorten halten die Reviews ausdrücklich fest, dass online keines zu finden war, darunter die beiden, deren Anbieter mit Röstfrische werben. Bei der Crema d’Oro vermerkt das Review, dass Dallmayr weder ein Mindesthaltbarkeitsdatum noch eine Aufbrauchfrist online stellt. Bei einem Kilo, das wochenlang offen steht, ist das aus unserer Sicht die empfindlichste Lücke der ganzen Kategorie.

Die acht Sorten in der Reihenfolge der Wertung

Von Platz 5 an tragen vier Sorten dieselbe 8,6. Zwischen ihnen entscheidet keine Feinwertung, gereiht sind sie nach dem Kürzel ihrer Seitenadresse, von dallmayr bis pellini.

Platz 1: 360° Rundum Ehrlich Bio Honduras, 9,3 Punkte

Vorn liegt die Bio Honduras, weil keine andere Sorte der Liste Anbauhöhe, Aufbereitung, Röstort und Chargengröße zusammen offenlegt, und weil die Handröstung im Lebenshilfewerk einen Teil des Kilopreises erklärt. Dazu gibt der Anbieter an, jede Ernte werde mehrfach in einem deutschen Lebensmittellabor auf Schadstoffe und Mykotoxine untersucht, nennt aber weder Laborname noch Prüfdatum noch Messwerte. Trinkst du schwarz und hat dich an bisherigen Bohnen die Säure gestört, liegt sie nahe: Weniger Säure ist laut Anbieter das Ziel seiner langen Trommelröstung, einen Messwert dazu legt er nicht vor. Ihre schwächste Einzelnote ist mit 7,9 die Preis-Leistung, der niedrigste Wert in dieser Spalte auf der ganzen Liste.

Platz 2: Incapto Single Origin Kolumbien, 9,0 Punkte

Die Incapto steht hier, weil sie die Herkunft bis auf die Gemeinde hinunter benennt und als einzige der acht eine Qualitätsbewertung dazu nennt, 84 Punkte nach eigener Angabe. Mit 36 Cent über Platz 1 ist sie zugleich die teuerste Sorte dieser Liste. Wer Espresso oder Kaffee schwarz trinkt und die Angaben wirklich nachliest, ist bei ihr richtig, denn der Röster empfiehlt sie ausdrücklich ohne Milch. Zwei Dinge sprechen dagegen: Für diese Bohne weist Incapto kein Siegel aus, und der Amazon-Titel verspricht Espresso, während die Produktseite eine mittlere Röstung für Vollautomaten beschreibt.

Platz 3: Lavazza Espresso Italiano Cremoso, 8,9 Punkte

Bei der Cremoso trägt die Einordnung den Platz: Lavazza trennt Röstgrad und Intensität sauber, hängt die 8 an ein Sortiment, in dem von 7 bis 10 jede Stufe belegt ist, und nennt für die Lagerung Fristen in Monaten, die unten in der Frage zum angebrochenen Kilo stehen. Gedacht ist sie für Espresso und für die Herdkanne, und dafür würden wir sie auch kaufen. Der Beutel zeigt unter der Zeile IDEAL FOR vier Gerätesymbole, von denen auf dem Produktfoto nur die Herdkanne eindeutig zu erkennen ist.

Platz 4: Melitta BellaCrema Espresso, 8,8 Punkte

Die BellaCrema Espresso trägt unser Badge Redaktionstipp wegen der Preis-Leistung, mit 9,2 die höchste Einzelnote in dieser Spalte auf der Liste, und wegen einer Zuordnung, die der Hersteller selbst trifft: Maschinenverwendung Vollautomat, empfohlen für Milchschaumspezialitäten und Espresso. In Melittas eigener Sortimentskategorie Kaffee für Siebträger taucht sie trotzdem ebenfalls auf. Sie gehört in Haushalte, in denen morgens Cappuccino und Latte macchiato aus derselben Maschine kommen und niemand am Mahlwerk drehen will. Wer milder trinkt, greift hier an sich vorbei, denn innerhalb der BellaCrema-Reihe ist die 5 der Höchstwert.

Plätze 5 und 6, beide mit 8,6: Dallmayr Crema d’Oro und Melitta BellaCrema La Crema

Zwei Sorten für die lange Tasse, im Richtpreis 10 Cent voneinander entfernt. Dallmayr beschreibt die Crema d’Oro als samtig fein und mild, Melitta setzt die La Crema mit Stärke 3 auf die Mitte der eigenen Fünferskala. Der Unterschied liegt in der Auskunft. Zur Crema d’Oro nennt Dallmayr die Bohnenmischung und ein Röstverfahren, schonend bei niedriger Temperatur lange geröstet, und auf dem Beutel steht dazu das Siegel Langzeit Röstung. Zur La Crema nennt Melitta keine Bohnenmischung, und einen Röstgrad in Worten gibt es nur im Amazon-Text: mittel, dazu die Formulierung sanft geröstet. In den Einzelnoten liegt die La Crema bei der Preis-Leistung vorn, 9,0 gegen 8,2, die Crema d’Oro in den drei anderen.

Platz 7: Mount Hagen Espresso Bio, 8,6 Punkte

Der Mount Hagen steht auf der Liste, weil er als einzige Sorte laut Hersteller drei Siegel ausweist, EU-Bio, Naturland und Fairtrade, und weil seine Produktseite zur Röstung Zahlen nennt: 15 bis 16 Minuten bei ca. 200 °C im Trommelröster. Kaufen würden wir ihn für Siebträger oder Herdkännchen, pur oder mit wenig Milch, wenn die Siegel der Grund sind. Filterkaffee und French Press fehlen allerdings in seiner Zubereitungsliste, und die beiden Packungsfotos widersprechen sich: Das Bild aus dem Amazon-Katalog trägt als drittes Land Mexico, das Foto im Herstellershop Äthiopien. Es gilt, was auf der Front deines Beutels steht.

Platz 8: Pellini N.82 Vivace, 8,6 Punkte

Bei der Vivace hält sich die Einstufung auch dann, wenn die Zuordnung offen bleibt: Pellini führt heute drei Mischungen dieses Namens, und alle drei stehen bei Intensität 8 von 9, bestehen aus Arabica und Robusta und sind für Espresso und Vollautomat vorgesehen. Genau das trägt den Platz. Welcher der drei Beutel unter dieser Artikelnummer verschickt wird, ist dagegen nicht geklärt: Das Katalogfoto zeigt die Classica, zwei Kaufknöpfe des Herstellers führen auf dieselbe Nummer. Für die Herdkanne kaufst du damit eine Unbekannte, für den Vollautomaten eine Bohne unter 20 Euro das Kilo. Ihre Preis-Leistung steht bei 8,1.

Was jede Sorte von den anderen trennt

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm dieses, wenn
360° Rundum Ehrlich Bio Honduras Handröstung in Chargen von 15 Kilo im Lebenshilfewerk Hagenow ca. 35,59 € 9,3 du schwarz trinkst und auch Handfilter oder French Press benutzt
Incapto Single Origin Kolumbien Cupping-Zahl des Rösters, dazu Varietät und Anbauhöhe benannt ca. 35,95 € 9,0 du eine benannte Einzelherkunft willst und ohne Siegel auskommst
Lavazza Espresso Italiano Cremoso Röstgrad und Intensität getrennt, Hausskala von 7 bis 10 durchgehend belegt ca. 16,99 € 8,9 du Espresso im Siebträger oder in der Herdkanne machst
Melitta BellaCrema Espresso Höchste Stufe der eigenen Reihe, vom Hersteller für Milchgetränke ausgeschrieben ca. 17,99 € 8,8 morgens Cappuccino und Latte macchiato aus dem Vollautomaten kommen
Dallmayr Crema d’Oro Bohnenmischung und Röstverfahren benannt ca. 15,99 € 8,6 du Vollautomat und Siebträger aus einer Tüte bedienen willst
Melitta BellaCrema La Crema Mittlere Stufe der Reihe, für die lange Tasse empfohlen ca. 15,89 € 8,6 jemand mittrinkt, dem kräftige Röstungen zu viel sind
Mount Hagen Espresso Bio Laut Hersteller drei Siegel, Röstdauer und Rösttemperatur veröffentlicht ca. 23,01 € 8,6 Siegel dein Kaufgrund sind und du pur oder mit wenig Milch trinkst
Pellini N.82 Vivace Alle drei Vivace aus Arabica und Robusta, Intensität 8 von 9 ca. 19,21 € 8,6 dein Vollautomat eine Bohne unter 20 Euro das Kilo bekommen soll und die Aromarichtung offen bleiben darf

Richtpreis und Note jeder Zeile stammen aus dem Datenblatt ihres Reviews, Stand 15. September 2026. Was Amazon am Tag deiner Bestellung verlangt, kann davon abweichen.

Drei Preislagen zwischen 15,89 und 35,95 Euro

Vier der acht liegen in einem Band von 2,10 Euro: die Melitta BellaCrema La Crema bei ca. 15,89 Euro, die Dallmayr Crema d’Oro bei ca. 15,99 Euro, die Lavazza Espresso Italiano Cremoso bei ca. 16,99 Euro und die Melitta BellaCrema Espresso bei ca. 17,99 Euro. In dieser Preislage bekommst du eine Hausskala und, zumindest im Amazon-Text, einen Röstgrad in Worten. Ein Anbauland nennt keine der vier, nur Lavazza gibt zwei Regionen an.

Die Mitte besetzen zwei Sorten. Von der Cremoso zur Pellini Vivace sind es 2,22 Euro, und dieser Aufpreis kauft keine zusätzliche Auskunft über die Herkunft. Von der Vivace zum Mount Hagen Espresso Bio sind es weitere 3,80 Euro. Dafür kommen die Angaben dazu, die oben bei Platz 7 stehen, und die drei Kooperativen mit Namen.

Oben stehen die beiden Single Origins, die Bio Honduras bei ca. 35,59 Euro und die Incapto bei ca. 35,95 Euro. Bis zum Mount Hagen sind es 12,58 Euro Abstand nach unten. Dafür bekommst du die Einzelangaben, die im Abschnitt zur Herkunft aufgezählt sind.

Ab wann kauft der Aufpreis nichts Messbares mehr? Wir sehen die Grenze bei etwa 23 Euro. Von dort an zahlst du für Auskunft über Anbau und Röstung, und die bleibt eine Angabe der Anbieter: Die 84 Punkte der Incapto nennen keine prüfende Stelle, und bei beiden Bio-Sorten weichen die Öko-Kontrollnummern zwischen Produktseite und Impressum voneinander ab. Alle Beträge sind Katalogstände vom September 2026.

Nach Maschine, Menge und Siegel entschieden

Steht bei dir ein Vollautomat, der vor allem Milchgetränke macht, sind drei der vier günstigsten Sorten genau dafür ausgeschrieben: die BellaCrema Espresso und die La Crema für Milchschaumspezialitäten, die Crema d’Oro laut Beutel für Caffè Latte, Caffè Macchiato und Cappuccino. Wechselst du auf eine davon, rät Dallmayr, die Maschine unbedingt neu einzustellen, und nennt als Stellschrauben Kaffeemenge, Mahlgrad, Wassertemperatur und Brühdruck. Kommt der Kaffee danach bitter heraus, gibt Melitta in der Produkt-FAQ die Richtung vor: Das Mahlwerk ist dann möglicherweise zu fein eingestellt und wird während des Mahlvorgangs gröber gestellt.

Arbeitest du am Siebträger und stellst selbst ein, kommen die Cremoso und der Mount Hagen infrage, wobei Lavazza statt des Siebträgers nur Espresso nennt. Die beiden verlangen Unterschiedliches. Bei der mittleren Röstung kommt eine Unterextraktion sofort als Säure durch, du korrigierst über den Mahlgrad, bevor du an der Temperatur drehst. Die dunkle Röstung ist spröder und poröser, gibt ihre löslichen Stoffe schneller ab und braucht deshalb eher eine gröbere Stufe. Als Startwerte für den Siebträger nennt Mount Hagen 7 Gramm Mehl, 30 Milliliter Wasser und 25 Sekunden Durchlaufzeit. Das entspricht ungefähr einer Einzelportion: Für den doppelten Bezug rechnet der Brüh-Rechner die Mengen aus, von Mount Hagen übernimmst du dann vor allem die Zeit.

Brühst du auf dem Herd, zeigt die Freigabe den Weg: Lavazza nennt Mokka ausdrücklich, Mount Hagen das Herdkännchen, Incapto die Mokkakanne. Wie fein gemahlen wird, sagen die Quellen unterschiedlich: Mount Hagen nennt für das Herdkännchen ein feines Mehl, das zwischen dem Espresso- und dem French-Press-Mahlgrad liegt, also gröber als für Espresso, Bialetti schreibt in der Anleitung des Moka Express, man solle keinen fein gemahlenen Kaffee verwenden. Das Mehl im Trichter drückst du nicht an, so rät es Mount Hagen. Den Ablauf an der Kanne erklärt die Anleitung zum Espressokocher.

Trinkst du wenig, entscheidet die Menge. Ein Kilo reicht bei einer Tasse am Tag rund vier Monate, bei zwei doppelten Espressi knapp vier Wochen. Liegt dein Verbrauch bei einer Tasse täglich oder darunter, steht der Beutel also monatelang offen, und dann lohnt einer der kleineren Beutel aus der Frage zur Mühle unten, die mehrere Anbieter außerhalb unserer Artikelnummern führen.

Brauchst du ein Siegel, bleiben zwei: der Mount Hagen mit den bei Platz 7 genannten Siegeln und die Bio Honduras, die laut Anbieter die EU-Öko-Kennzeichnung trägt. Bei den übrigen sechs stehen weder Bio noch Fairtrade noch Rainforest Alliance auf der Produktseite.

Die Segafredo und 14 weitere Sorten außerhalb der Liste

Die Segafredo Intermezzo liegt mit 8,6 Punkten und ca. 17,19 Euro gleichauf mit den Plätzen 5 bis 8 und bleibt nur draußen, weil ihr Kürzel segafredo-intermezzo hinter pellini-n-82-vivace einsortiert wird. Ihr Review beschreibt eine dunkle, Robusta-betonte Mischung, für die Segafredo ein Aromaventil und eine wiederverschließbare Packung nennt und die es unter demselben Sortennamen auch gemahlen, als ESE-Pads und als Kapseln gibt. Für Handfilter und French Press hält ihr Review sie für die falsche Wahl.

Den kleinsten Packungspreis der Kategorie hat die Dallmayr Prodomo Entkoffeiniert mit ca. 9,29 Euro und 8,3 Punkten, allerdings für 500 Gramm, aufs Kilo gerechnet 18,58 Euro. Der höchste Richtpreis steht beim Starbucks Espresso Roast mit ca. 58,24 Euro und 8,0 Punkten, und ob das ein Kilopreis ist, steht allein in seinem noch nicht überarbeiteten Review, weshalb wir ihn hier gegen keine dieser Sorten aufrechnen. Der Richtpreis in der Aufzählung unten ist deshalb immer der Preis der Packung.

Die übrigen 13 stehen bei 8,5 Punkten oder darunter. Überarbeitet sind deren Reviews noch nicht, und bis dahin zeigen wir von jeder Sorte nur Note und Richtpreis:

  • Gimoka Classico Espressobohnen, 8,5 Punkte, ca. 13,63 Euro
  • Melitta BellaCrema Speciale, 8,5 Punkte, ca. 16,99 Euro
  • J. Hornig Caffè Crema Bio, 8,4 Punkte, ca. 30,99 Euro
  • Jacobs Barista Espresso, 8,4 Punkte, ca. 19,99 Euro
  • Lavazza Tierra for Planet, 8,4 Punkte, ca. 23,49 Euro
  • Melitta Barista Crema, 8,4 Punkte, ca. 17,99 Euro
  • Gorilla Super Bar Crema, 8,3 Punkte, ca. 19,96 Euro
  • Caffè Mauro Torrefazione Avvolgente, 8,2 Punkte, ca. 21,46 Euro
  • Jacobs Krönung Caffè Crema, 8,2 Punkte, ca. 15,29 Euro
  • Schwiizer Schüümli Crema Mild, 8,2 Punkte, ca. 21,99 Euro
  • Gimoka Armonioso, 8,1 Punkte, ca. 15,34 Euro
  • Starbucks Espresso Roast, 8,0 Punkte, ca. 58,24 Euro
  • Amazon Colombian Medium Roast, 7,9 Punkte, ca. 14,19 Euro

Zwei Folgen hat dieser Schnitt. Unter 15 Euro das Kilo findest du auf dieser Liste nichts, und unser Badge Preis-Tipp liegt bei der Gimoka Classico, die mit 8,5 Punkten knapp darunter bleibt. Wer entkoffeiniert sucht, kommt hier ebenfalls nicht weiter: Von den acht Sorten ist keine entkoffeiniert, in der Kategorie führt diese Eigenschaft allein die Dallmayr Prodomo.

Alle Produkte der Liste nebeneinander

ProduktTypBewertungPreis
Bio Honduras SäurearmBohnen & Röstereien★★★★★ 4.7ca. 35,59 €Zum Shop →
Single Origin KolumbienBohnen & Röstereien★★★★★ 4.5ca. 35,95 €Zum Shop →
Espresso Italiano CremosoBohnen & Röstereien★★★★★ 4.5ca. 16,99 €Zum Shop →
BellaCrema EspressoBohnen & Röstereien★★★★☆ 4.4ca. 17,99 €Zum Shop →
Crema d'OroBohnen & Röstereien★★★★☆ 4.3ca. 15,99 €Zum Shop →
BellaCrema La CremaBohnen & Röstereien★★★★☆ 4.3ca. 15,89 €Zum Shop →
Espresso BioBohnen & Röstereien★★★★☆ 4.3ca. 23,01 €Zum Shop →
N.82 VivaceBohnen & Röstereien★★★★☆ 4.3ca. 19,21 €Zum Shop →

Die Preise sind Richtwerte aus unseren Preisboxen und ändern sich mit dem Handel. Den Stand je Produkt findest du auf den verlinkten Einzelseiten, alle Produkte nebeneinander in der Vergleichstabelle.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum lassen sich die Stärkezahlen zweier Marken nicht vergleichen?

Weil jede Leiste nur das eigene Sortiment ordnet. Melitta zählt bis 5, Dallmayr und Lavazza bis 10, Pellini bis 9, Mount Hagen bis 7. Segafredo hat die Skala sogar mitten im Sortiment gewechselt: Die Intermezzo steht auf der Produktseite mit 12 von 13 und auf der neuen Kilopackung mit 10 von 10, und laut italienischer Fassung derselben Seite ist beides dieselbe Einstufung. Ein genormtes Prüfverfahren steht hinter keiner dieser Zahlen. Wer zwei davon ins Verhältnis setzt, erfindet eine Umrechnung.

Wie lange bleibt ein angebrochenes Kilo brauchbar?

Lavazza ist der einzige Röster dieser Liste, der dazu Zahlen veröffentlicht: zwei bis sechs Monate nach der Röstung, gemahlener Kaffee innerhalb eines Monats. Fürs Einfrieren nennt derselbe Ratgeberteil vakuumversiegelt bis zu zwei Jahre und ohne Versiegelung höchstens sechs Monate, dazu die Vorgabe, in Portionen einzufrieren und jede nur einmal aufzutauen, weil sich beim Temperaturwechsel Kondenswasser bildet. Der Haken sitzt im Bezugspunkt: Die Frist beginnt mit der Röstung und nicht mit dem Kauf.

Gehören Bohnen in den Kühlschrank?

Nein. Ausdrücklich davon ab raten zwei Röster dieser Liste: Lavazza in seinem Ratgeberteil, Mount Hagen auf der Produktseite mit den Worten luftdicht, trocken und kühl, aber bitte nicht in den Kühlschrank. Melitta und Dallmayr schreiben nur kühl und trocken, die Anbieter der übrigen drei Sorten geben dazu nichts an. Der Grund ist physikalisch: Auf kalten Bohnen schlägt sich beim Herausnehmen Feuchtigkeit nieder, und Kaffee zieht Fremdgerüche an. Melitta verlangt in seiner Molino-FAQ außerdem, die Bohnen in der Originalverpackung zu lassen. Das Vorratsglas auf der Arbeitsplatte deckt sich damit nicht.

Was kostet eine Tasse aus diesen Bohnen?

Zwischen rund 10 und 65 Cent, je nach Dosis und Sorte. Wir rechnen mit 8 Gramm für eine Tasse aus dem Vollautomaten und mit 18 Gramm für einen doppelten Bezug im Siebträger, ein Kilo ergibt damit etwa 125 Tassen oder 55 doppelte Espressi. Nach Melittas eigener Empfehlung von 6 bis 8 Gramm je großer Tasse kommt die La Crema auf rund 10 bis 13 Cent, der doppelte Espresso aus der Bio Honduras auf rund 64 Cent. Die Dosen sind unsere Annahmen, nicht die der Röster.

Was bedeuten 84 Punkte der Specialty Coffee Association?

Die Skala reicht bis 100 und wird im Cupping vergeben, einer standardisierten Verkostung nach festen Kriterien wie Duft, Säure, Körper, Ausgewogenheit und Nachgeschmack. Ab 80 Punkten läuft ein Kaffee im Fachhandel als Specialty, alles darunter als Commercial Grade. 84 Punkte liegen also vier Punkte über der Schwelle. Genau eine Sorte dieser Liste trägt so eine Zahl, und sie steht ohne Prüfdatum und ohne prüfende Stelle in der Produkttabelle des Rösters. Ohne Protokoll bleibt sie eine Angabe des Verkäufers.

Sind Bio- und Fairtrade-Angaben auf einer Kaffeepackung geprüft?

Das Siegel selbst ja, die Kontrollstelle dahinter ist aber nicht immer eindeutig. Bei beiden Bio-Sorten dieser Liste weichen Produktseite und Impressum voneinander ab, einmal DE-ÖKO-005 gegen DE-ÖKO 009 und einmal DE-ÖKO-039 gegen DE-ÖKO-005, und jeder dieser Codes gehört zu genau einer zugelassenen Stelle. Fairtrade ist dagegen öffentlich beziffert: Für gewaschenen Arabica steigt der Mindestpreis am 1. Dezember 2026 von 1,80 auf 2,00 US-Dollar je Pfund, Prämie und Bio-Aufschlag bleiben laut Fairtrade unverändert.

Brauche ich für diese Sorten eine Mühle?

Ja, denn unter unseren Artikelnummern kommen alle acht als ganze Bohne, und Lavazza verlangt sogar, erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen. Kleiner gibt es außerhalb dieser Nummern die Crema d'Oro laut Dallmayr-Produktseite mit 500 und 200 Gramm, den Mount Hagen im eigenen Shop mit 250 Gramm für 7,69 Euro, die Bio Honduras im Shop des Anbieters mit 250 und 500 Gramm und die Incapto mit 500 und 100 Gramm. Ob in den kleinen Honduras-Beuteln dieselbe Röstung steckt wie im Kilo, sagt der Anbieter nicht. Von den drei Vivace führt Pellini nur die Classica auch als 500-Gramm-Packung, die BellaCrema Espresso gibt es laut Melitta nur als Kilo.

Was ist an einer Angabe wie säurearm belegbar?

Die Röstlogik, nicht die Wirkung. Chlorogensäuren machen einen großen Teil der Säure im Rohkaffee aus und zerfallen mit steigender Rösttemperatur und Röstdauer, eine lang geführte dunkle Röstung bringt deshalb weniger Säure aus der Trommel. Wie viel weniger, misst am Beutel niemand. Wie schnell so eine Zusage kippt, zeigt Mount Hagen: Der Steckbrief stuft die Säure auf 4 von 7 ein, die Übersichtsseite derselben Marke nennt die Espressi sehr säurearm. Mit Magenverträglichkeit hat beides nichts zu tun.

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen