Pellini N.82 Vivace
Espressobohnen

Pellini N.82 Vivace

★★★★☆Redaktionswertung 4,3 / 5Arabica-Robusta-Mischung, mittlere Röstung, 1 kg
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 14.7.2026

Die N.82 Vivace ist die richtige Bohne für alle, die einen ausgewogenen italienischen Espresso wollen und die Mischung nicht nur im Siebträger, sondern auch mal in der Moka oder der French Press einsetzen. Wer dagegen nach Zahlen kauft und eine klare Intensitätsstufe oder ein ausgewiesenes Mischverhältnis erwartet, wird bei Pellini nicht fündig.

Arabica- und Robusta-MischungMittlere RöstungNoten von Kakao und Lebkuchen (Herstellerangabe)1 kg ganze Bohnen
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Kurz & knapp8.6/10

Die Pellini N.82 Vivace ist eine klassische italienische Arabica-Robusta-Mischung in mittlerer Röstung, ein Kilo kostet 19,21 Euro. Pellini selbst nennt Noten von dunklem Kakao und Lebkuchen und gibt die Bohne für acht Zubereitungsarten frei. Der Haken: eine Intensitätszahl weist der Hersteller nicht aus.

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Die meisten italienischen Espressomischungen im Kilobeutel zielen auf eine Sache: möglichst viel Wucht in der Tasse. Die Pellini N.82 Vivace geht einen anderen Weg. Der Hersteller bewirbt sie als ausgewogene Arabica-Robusta-Mischung in mittlerer Röstung und gibt sie für erstaunlich viele Zubereitungsarten frei. Im Kaffeebohnen-Vergleich 2026 ist sie deshalb weniger der Kraftprotz als der Allrounder.

Röstbild und erster Eindruck

Die mittlere Röstung, die das Amazon-Listing ausweist, sieht man den Bohnen an: mittelbraun, mit gleichmäßiger Färbung und ohne den starken Ölfilm, der bei sehr dunklen Bar-Mischungen typisch ist. Genau dieser fehlende Ölglanz ist in der Praxis ein Vorteil, denn stark ölige Bohnen setzen im Mahlwerk von Vollautomaten mit der Zeit gerne Rückstände an. Das Aroma beim Öffnen ist präsent, aber nicht brandig. Es geht eher in Richtung Kakao und Gebäck als in Richtung verbrannter Röstnote, was zu dem passt, was Pellini selbst über die Mischung schreibt.

Im Detail: Mischung, Röstung und Aroma

Pellini beschreibt die Vivace auf der eigenen Produktseite als ausgewogene Mischung ausgewählter Arabica- und Robusta-Bohnen. Ein Mischverhältnis nennt der Hersteller nicht, und wir halten uns an diese Lücke, statt sie mit Händlerangaben zu füllen, die sich gegenseitig widersprechen. Interessanter sind ohnehin die Aromanoten, die Pellini selbst angibt: dunkler Kakao, kombiniert mit würzigen Anklängen von Lebkuchen. Das ist eine ungewöhnlich konkrete Beschreibung für eine Supermarktmischung und deckt sich gut mit dem, was eine mittlere Röstung mit Robusta-Anteil erwarten lässt: Körper und Crema vom Robusta, Süße und Aromatiefe vom Arabica, ohne die harte Bitterkeit sehr dunkler Röstungen.

Eine Sache fehlt allerdings, und sie fehlt auffällig: eine Intensitätszahl. Fast alle Konkurrenten in dieser Preisklasse drucken eine Stufe auf den Beutel, Pellini nicht. Für dich heißt das, dass du die Vivace nicht per Zahlenvergleich neben andere Mischungen stellen kannst, sondern über Röstgrad und Zusammensetzung einordnen musst. Ehrlicher ist das nicht unbedingt, aber es ist auch keine Schwäche der Bohne selbst, sondern eine der Kommunikation.

Für welche Zubereitung eignet sich die Vivace?

Hier liegt die eigentliche Stärke. Pellini gibt die Vivace für acht Zubereitungsarten frei: Espresso, Ristretto, Cappuccino, Caffè Latte, Napoletana, Moka, French Press und Vollautomat. Eine Espressomischung, die der Hersteller ausdrücklich auch für French Press freigibt, ist selten, und genau das macht die Vivace für Haushalte interessant, in denen morgens die Kanne und abends der Siebträger läuft.

Der Mahlgrad entscheidet dabei über alles. Fein für den Siebträger, mittelfein für die Moka, grob für die French Press. Wenn du dich an die passende Dosierung herantasten willst, hilft der Brüh-Rechner mit Richtwerten für das Verhältnis von Kaffeemehl zu Wasser. Im Vollautomaten ist die mittlere Röstung ein dankbarer Kandidat, weil sie bei leicht daneben liegender Mahlgradeinstellung nicht sofort bitter wird.

Frische und Lagerung

Ein Kilo Kaffee ist für die meisten Haushalte ein Vorrat für mehrere Wochen, und in dieser Zeit ist Sauerstoff der Hauptgegner. Verschließe den Beutel nach jeder Entnahme fest, lagere ihn kühl und dunkel und fülle die Bohnen nicht auf Vorrat in den Bohnenbehälter des Vollautomaten um. Was dort liegt, altert schneller als das, was im Beutel bleibt. Von der oft empfohlenen Lagerung im Kühlschrank raten wir ab, weil Kaffee Fremdgerüche aufnimmt und Kondenswasser das Aroma angreift.

Für wen geeignet?

Die N.82 Vivace ist die richtige Wahl für alle, die einen runden, italienisch geprägten Espresso suchen und ihre Bohne nicht auf eine einzige Maschine festlegen wollen. Im Kaffeebohnen-Vergleich ist sie der Allrounder unter den Italienern, mit einem Profil, das laut Hersteller auf Kakao und Gewürz statt auf pure Röstbittere zielt. Wer dagegen den maximal kräftigen Bar-Espresso sucht, greift zu einer dunkleren Röstung, und wer beim Kauf auf ausgewiesene Zahlen wie Intensitätsstufe und Mischverhältnis angewiesen ist, wird bei Pellini schlicht nicht bedient. Unsicher, welche Bohne zu deiner Maschine passt? Der Kaffee-Finder grenzt die Auswahl nach Zubereitungsart ein.

Wie sich die Vivace gegen die Konkurrenz schlägt, zeigt der Kaffeebohnen-Vergleich.

Datenblatt

Technische Daten: N.82 Vivace

ZusammensetzungArabica- und Robusta-Mischung, Prozentangaben nennt Pellini nicht
RöstgradMittel (Angabe aus dem Amazon-Listing)
IntensitätKeine Intensitätszahl vom Hersteller ausgewiesen
AromanotenDunkler Kakao und Lebkuchen (Herstellerangabe)
Geeignet fürEspresso, Ristretto, Cappuccino, Caffè Latte, Napoletana, Moka, French Press, Vollautomat (laut Pellini)
Packungsgröße1 kg ganze Bohnen, laut Pellini auch als 500 g erhältlich
Preis pro kg19,21 € / kg
LagerungKühl und dunkel lagern, Beutel nach jeder Entnahme fest verschließen
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.7
Leistung
8.8
Handhabung
8.8
Preis-Leistung
8.1

Vorteile

  • Ausgewogenes Profil statt reiner Röstwucht: Pellini beschreibt die Mischung selbst mit Noten von dunklem Kakao und würzigem Lebkuchen
  • Ungewöhnlich vielseitig, Pellini gibt die Vivace für acht Zubereitungsarten frei, von Espresso und Moka bis French Press
  • Die mittlere Röstung bleibt im Siebträger wie im Vollautomaten gut beherrschbar und kippt seltener in harte Bitterkeit als sehr dunkle Blends
  • Kilopreis von 19,21 Euro liegt für eine italienische Markenmischung im üblichen Rahmen

Nachteile

  • Pellini weist keine Intensitätsstufe aus, ein direkter Zahlenvergleich mit Mischungen wie der Caffè Mauro Avvolgente (Intensität 8 von 10) ist deshalb nicht möglich
  • Das Arabica-Robusta-Verhältnis bleibt offen, kursierende Prozentangaben stammen von Händlern und sind kein Beleg
  • Die Herstellerkommunikation ist uneinheitlich: Den Röstgrad nennt das Amazon-Listing (mittel), auf der offiziellen Produktseite fehlt die Angabe
Im Vergleich

N.82 Vivace im Vergleich

Pellini N.82 VivaceN.82 Vivace360° Rundum Ehrlich Bio Honduras SäurearmBio Honduras SäurearmIncapto Single Origin KolumbienSingle Origin Kolumbien
Gesamtwertung8.6/109.3/109.0/10
Preis19,21 €35,59 €30,56 €
Verarbeitung8.79.49.2
Leistung8.89.39.2
Handhabung8.88.69.0
Preis-Leistung8.17.98.6
TypEspressobohnenBio-KaffeebohnenEspressobohnen
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Unser Fazit

Fazit

Die N.82 Vivace ist die richtige Bohne für alle, die einen ausgewogenen italienischen Espresso wollen und die Mischung nicht nur im Siebträger, sondern auch mal in der Moka oder der French Press einsetzen. Wer dagegen nach Zahlen kauft und eine klare Intensitätsstufe oder ein ausgewiesenes Mischverhältnis erwartet, wird bei Pellini nicht fündig.

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Zuletzt geprüft: 14.7.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Testmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu N.82 Vivace

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von N.82 Vivace.

Wie stark ist die Pellini N.82 Vivace?

Eine Intensitätszahl nennt Pellini für die Vivace nicht, weder auf der offiziellen Produktseite noch im Amazon-Listing. Einordnen lässt sie sich über die mittlere Röstung und die Zusammensetzung: Eine Arabica-Robusta-Mischung in mittlerer Röstung liegt üblicherweise im kräftigen Mittelfeld, deutlich unter sehr dunkel gerösteten Bar-Mischungen.

Wie viel Arabica steckt in der Vivace?

Pellini spricht auf der eigenen Produktseite von einer ausgewogenen Mischung ausgewählter Arabica- und Robusta-Bohnen, ohne das Verhältnis zu beziffern. Prozentangaben, die bei einzelnen Händlern auftauchen, sind vom Hersteller nicht bestätigt. Wer ein ausgewiesenes Mischverhältnis braucht, ist bei Spezialitätenröstereien besser aufgehoben.

Eignet sich die Vivace auch für Filterkaffee oder die French Press?

Ja. Pellini listet für die Vivace acht Zubereitungsarten, darunter ausdrücklich French Press und Moka. Das ist für eine Espressomischung ungewöhnlich breit. Für die French Press solltest du grob mahlen, für die Moka mittelfein, im Siebträger dagegen fein.

Wie schmeckt die Vivace im Vergleich zu einer sehr dunklen Espressoröstung?

Die mittlere Röstung bringt weniger Röstbittere mit als tiefdunkle Bar-Mischungen und lässt mehr von den Kakao- und Gewürznoten durch, die Pellini selbst beschreibt. Wer Espresso kompromisslos kräftig mag, empfindet die Vivace eher als rund und zurückhaltend als als Wuchtbrumme.