Porlex Mini II
Handmühle

Porlex Mini II

★★★★☆Redaktionswertung 4,2 / 5Keramik-Kegelmahlwerk, in fünf Teile zerlegbar, Kurbelhalter im Lieferumfang
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Der Mini II passt, wenn dir eine bezifferte Rastung und eine bis zum Keramikkegel zerlegbare Mühle für rund 69 Euro wichtiger sind als ein Stahlmahlwerk. Wer zu Hause regelmäßig drei Füllungen oder mehr am Stück mahlt, ist mit einer Elektromühle oder einer Handmühle mit größerem Trichter besser bedient, und wer Richtung Espresso will, mit einem Stahl-Kegelmahlwerk.

Keramik-Kegelmahlwerk16 Klicks je Umdrehung, 18 StufenIn fünf Teile zerlegbarKurbelhalter im Lieferumfang
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Kurz & knapp8.3/10

Der Porlex Mini II kostet rund 69 Euro. Die Rastung der Einstellschraube beziffert Porlex mit 16 Klicks je Umdrehung, 18 Stufen und im Mittel 37 Mikrometern je Klick. Alle fünf Teile lassen sich abnehmen und mit Wasser waschen, Spülmaschine und Mikrowelle untersagt die Anleitung ausdrücklich. Einen Kurbelhalter legt Porlex genau diesem Modell bei.

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Offiziell heißt diese Mühle bei Porlex Kaffeemühle II Mini, auf der englischen Seite des Herstellers PORLEX MINI COFFEE GRINDER II. In Japan steht sie mit 9.130 Yen inklusive Steuer in der Preisliste des Herstellers, bei uns liegt der Richtwert bei ca. 69 Euro laut unserer Preisbox. Ein Abrufdatum können wir dazu nicht angeben, denn für die ASIN B082L26FLX enthält unser Amazon-Export keinen Datensatz: kein Katalogtext, keine Maße, kein Preisstand. Jede Angabe zum Gerät stammt deshalb vom Hersteller selbst: von der Produktseite, aus der Bedienungsanleitung als PDF, von der Seite der Professional-Reihe und aus der japanischen Preisliste.

Fünf Teile, gesteckt statt geschraubt

Auf dem Produktfoto ist der Korpus ein schlanker, runder Zylinder. Oben sitzt eine gekröpfte Kurbel mit schwarzem Knauf, um die Mitte läuft ein schwarzes Band. Dem Foto nach ist das der Kurbelhalter, den Porlex dem Mini II beilegt.

Deckel, Körper und Auffangbehälter stecken ineinander, statt sich zu verschrauben. Porlex zieht daraus selbst zwei Konsequenzen und schreibt beide auf die Produktseite: Weil kein Gewinde die Teile zusammenzieht, sitzt die Passung beim einen Exemplar strammer und beim anderen lockerer, und abgezogen wie aufgesetzt werden die Teile leicht drehend und langsam.

Zum Reinigen zerfällt die Mühle in fünf Teile, die die Anleitung einzeln aufzählt: Körper, Außenkegel, Innenkegel, Innenkegel-Basis und Einstellschraube. Die Feder im Inneren des Körpers bleibt, wo sie ist, dafür steht ein eigener Satz in der Anleitung. Beim Zusammensetzen kann genau eine Sache schiefgehen: Der Außenkegel hat drei Nuten, im Körper sitzen drei Nasen, und die müssen ineinandergreifen. Steht der Kegel daneben, dreht er beim Kurbeln leer mit und nimmt Schaden. Die Achse dagegen dreht absichtlich mit, weil die Kurbel laut Porlex dann leichter läuft.

Zum Werkstoff sagt der Hersteller genau eine Sache, und die betrifft das Mahlwerk. Der Kegel ist aus Porzellan, nimmt kein Wasser auf und lässt sich deshalb abwaschen. Rost und Metallgeruch schließt Porlex für ihn aus, abnutzen soll er sich laut Hersteller kaum. Auf dem Foto glänzt der Korpus metallisch. Welches Metall das ist, bleibt offen.

Im Detail: 37 Mikrometer je Klick

Die Mahlgradverstellung läuft über eine Einstellschraube, und die rastet. Porlex beziffert diese Rastung mit 16 Klicks je Umdrehung und im Mittel 37 Mikrometern je Klick, die Schraube selbst beschreibt der Hersteller als gut greifbar geformt. Die dritte Zahl steht auf der Seite der Professional-Reihe, wo der Hersteller die Kaffeemühle II mit 18 Stufen einordnet. Das Mahlwerk selbst hat Porlex nach eigener Darstellung so entwickelt, dass es unabhängig von Röstgrad und gewünschtem Mahlgrad effizient arbeitet.

Eine volle Umdrehung schiebt die Kegel um rund 0,59 Millimeter auseinander, die 18 Stufen zusammen um knapp 0,67 Millimeter. Der ganze Bereich von fein bis grob ist damit eine und eine achtel Umdrehung lang. Raste, Klick und Stufe behandeln wir dabei als dasselbe, weil Porlex allen dreien dieselben 37 Mikrometer zugrunde legt. Die Ausgangszahlen stammen vom Hersteller, die Multiplikation von uns.

Den Nullpunkt musst du nicht raten. Die Anleitung beschreibt ihn als den Zustand, in dem sich die Achse gerade noch mit dem Finger drehen lässt. Von dort wird es im Uhrzeigersinn feiner und gegen den Uhrzeigersinn gröber, und beim Drehen rastet die Schraube laut Anleitung hör- und fühlbar ein. Wer eine gefundene Einstellung wiederfinden will, zählt mit, um wie viele Klicks er von der Null aus zurückgedreht hat. Eine Notiz auf dem Handy ersetzt hier die Skala, die andere Mühlen außen am Gehäuse tragen.

Warum die Schrittweite überhaupt zählt, hängt an der Zubereitung und nicht an der Mühle. Im Handfilter zieht die Schwerkraft das Wasser über Minuten durch ein locker liegendes Bett, ein Klick mehr oder weniger verschiebt die Durchlaufzeit dort kaum. Im Siebträger drückt eine Pumpe das Wasser in 25 bis 30 Sekunden durch eine fest gepresste Scheibe, und derselbe Klick kann den Bezug um Sekunden verändern. Feine Rasterungen bauen Hersteller deshalb für Espressomühlen. Der Ratgeber Mahlgrad einstellen beschreibt, wie du dich systematisch an eine Einstellung herantastest.

Taugt der Mini II für Espresso?

Der Hersteller sagt dazu nichts. Espresso taucht bei Porlex an einer einzigen Stelle auf, und die gehört der Mini Professional: Nur sie lässt sich bis 9 Klicks unter die Null hinaus zudrehen, und genau diesen Bereich empfiehlt der Hersteller für feine Mahlgrade wie Espresso.

Die Professional-Seite stellt die Zahlen beider Modelle nebeneinander, und der Abstand ist deutlich: 36 Klicks je Umdrehung statt 16, im Mittel 28 Mikrometer je Klick statt 37, 60 Stufen statt 18. Der Verstellweg der Professional kommt damit auf rund 1,68 Millimeter, also auf zweieinhalbmal so weit wie beim Mini II. Auch bei der Bohnengröße trennt die beiden etwas: bis etwa 10,5 Millimeter Durchmesser dort, bis etwa 9 Millimeter hier. Auf der japanischen Preisliste kostet die Mini Professional 12.100 Yen gegenüber 9.130 Yen, ein Abstand von 2.970 Yen.

Wer eine Mühle sucht, die Handfilter und Siebträger bedient, landet in unserem Katalog eine Klasse höher: Timemore beziffert die Chestnut C3 ESP Pro mit 0,0233 Millimetern je Klick, führt Espresso ausdrücklich als vorgesehene Zubereitung und kostet ca. 92 Euro, rund 23 Euro mehr als der Porlex.

Zwanzig Gramm, zwei Tassen

Die Füllmenge beziffert Porlex mit rund 20 Gramm Bohnen und rechnet sie auf der Produktseite in etwa zwei Portionen um, in der Anleitung in etwa zwei Kaffeetassen. Dicker als etwa 9 Millimeter dürfen die Bohnen dabei nicht sein, das ist die Grenze, die der Hersteller für die Kaffeemühle II zieht.

Der Ablauf steht Schritt für Schritt im Merkblatt. Deckel abnehmen, die gewünschte Menge einfüllen, Deckel aufsetzen. Die Kurbel hältst du waagerecht, drückst sie leicht nach unten und mahlst langsam im Uhrzeigersinn. Das Pulver fällt in den Auffangbehälter, den du abziehst und direkt über dem Filter ausleerst. Ohne den Behälter steht der Körper aufrecht auf dem Tisch, und der Hersteller rät, ihn dann auf einen kleinen Teller zu setzen, weil vom Mahlwerk noch Pulver nachfallen kann.

Unser Brüh-Rechner rechnet vor, was 20 Gramm im Alltag bedeuten. Vier Tassen Filterkaffee zu je 125 Millilitern brauchen in der Standardstärke rund 31 Gramm Kaffee, also zwei Füllungen hintereinander. Eine French Press mit einem Liter kommt auf rund 67 Gramm und damit auf vier. Für eine einzelne AeroPress-Tasse reichen knapp 9 Gramm, da bleibt im Trichter reichlich Platz.

Waschen, trocknen, und was verboten ist

Den Keramikkegel bürstest du. Als Werkzeug schlägt die Anleitung eine kleine Bürste vor, zum Beispiel eine Zahnbürste. Die übrigen Teile empfiehlt Porlex mit einem weichen Schwamm unter Wasser zu waschen, und danach folgt ein Satz, den man leicht überliest: Nach dem Waschen gut trocknen lassen, bevor die Mühle wieder benutzt wird.

Für die Kurbel steht eine eigene Regel daneben. Sie darf nicht lange im Wasser liegen, sonst rostet sie, und nach dem Waschen wird sie trocken gewischt.

Fünf Dinge untersagt die Anleitung ausdrücklich, und sie stehen dort als Aufzählung beieinander: Scheuermittel und Metallschwämme, weil beide die Teile zerkratzen, Auskochen zur Desinfektion, die Spülmaschine und die Mikrowelle. Übrig bleibt die Handwäsche, und die ist bei fünf Einzelteilen kein Fünf-Sekunden-Job. Dass sich überhaupt alles zerlegen lässt, ist bei Porlex ein Verkaufsargument: Der Hersteller wirbt damit, dass sich sämtliche Teile bis zum Keramikkegel abnehmen und waschen lassen und sich deshalb kein Pulver der vorherigen Füllung beimischt. Was sich in einer Mühle über die Monate festsetzt, erklärt der Ratgeber Kaffeemühle reinigen.

Was Porlex nicht angibt

Gebündelt, damit es einmal vollständig dasteht. Höhe, Durchmesser und Gewicht der Mühle stehen auf keiner Seite von porlex.co.jp und in keinem Hersteller-PDF. Weil die Maße fehlen, rechnen wir auch kein Fassungsvermögen für den Auffangbehälter aus, und ein Packmaß für den Rucksack lässt sich vorab nicht bestimmen. Offen bleiben ebenso die Werkstoffe aller Teile außerhalb des Mahlwerks, der Durchmesser des Kegels, mögliche Farbvarianten, eine Modell- oder Artikelnummer und der Verpackungsinhalt jenseits des Kurbelhalters.

Zum Betrieb fehlt die zweite Hälfte. Mahldauer je Füllung, Kraftaufwand an der Kurbel und Laufgeräusch beziffert Porlex nirgends, Messwerte zur Partikelverteilung oder zum Feinanteil ebenso wenig, und wie viel Sturz, Kälte oder Feuchte die Mühle verträgt, steht in keiner Unterlage. Nachgemessen haben wir davon nichts. Zwei Auskünfte fehlen dir außerdem beim Kauf: Eine Garantiezusage veröffentlicht Porlex an keiner Stelle, und einen deutschen Vertrieb, einen Importeur oder eine deutsche Preisempfehlung führt der Hersteller ebenfalls nirgendwo auf.

Was sonst infrage kommt

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm diese, wenn
Porlex Mini II (diese) Keramikkegel, bezifferte Rastung mit 18 Stufen ca. 69 € 8,3 dir eine bezifferte Rastung wichtiger ist als Stahl im Mahlwerk
1Zpresso Q Air Kegel aus Edelstahl, innenliegende Verstellung, 365 g ca. 69 € 8,5 du auf jedes Gramm im Gepäck achtest
Hario Mini Slim Plus ebenfalls Keramikkegel, laut Hario 24 Gramm je Füllung, Behälter aus Methacrylharz ca. 31 € 7,6 die Mühle unter 35 Euro bleiben soll
Comandante C40 MK4 Kegel aus Nitro-Rex-Sonderstahl, 49 Ersatzteilpositionen beim Hersteller ca. 237 € 9,4 du täglich mehrere Tassen zu Hause mahlst

Die Preisspalte zeigt die Richtwerte unserer vier Preisboxen im September 2026, beim Porlex ohne Katalog-Abrufdatum aus dem oben genannten Grund. Die Wertung ist unsere redaktionelle Einstufung nach Verarbeitung, Leistung, Handhabung und Preis-Leistung. Wie gleichmäßig die vier Mühlen wirklich mahlen, haben wir nicht gemessen, und vergleichbare Messwerte liegen uns auch nicht vor; dafür taugt die Tabelle also nicht.

Wann der Mini II passt und wann eine andere Mühle

Fünf Fragen entscheiden das, und die erste ist die Menge. Eine Füllung deckt zwei Tassen, für die große Kanne kurbelst du mehrfach hintereinander, jedes Mal mit Nachfüllen und Abnehmen des Deckels. Ab drei Füllungen am Stück würden wir zu einer Elektromühle raten oder zu einer Handmühle mit größerem Trichter.

Die zweite ist die Wiederholbarkeit. Die Rastung ist beziffert, gezählt wird trotzdem im Kopf: Die Anleitung führt über die Null und über die Zahl der Klicks, die du von dort zurückdrehst. Wer zwischen Handfilter und French Press hin und her wechselt, zählt jedes Mal mit und notiert sich die Zahl. Wem das zu fummelig ist, sucht eine Mühle mit Skalenring am Gehäuse.

Die dritte ist die Bohnengröße, und sie fällt erst beim Einkauf auf. Ob deine Sorte unter der 9-Millimeter-Grenze bleibt, siehst du in der Tüte. Wer regelmäßig auffällig große Bohnen kauft, ist bei der Mini Professional besser aufgehoben.

Die vierte ist das Reinigungsritual. Fünf Teile von Hand waschen und danach vollständig trocknen, das ist der Ablauf, den der Hersteller vorgibt, und er lässt sich nicht abkürzen. Wer eine Mühle sucht, die er nach dem Campingwochenende in den Geschirrkorb stellt, ist hier falsch.

Und dann das Geld. 69 Euro stehen gegen ca. 31 Euro für die Hario Mini Slim Plus und ca. 237 Euro für die Comandante C40 MK4. Die rund 38 Euro Abstand nach unten kaufen dir die bezifferte Rastung, der Sprung nach oben kostet rund 168 Euro, und die Comandante kostet damit mehr als das Dreifache des Porlex. Welche Bauarten es sonst gibt und woran du sie unterscheidest, sortiert unsere Handmühlen-Kaufberatung; wer noch zwischen Hand und Motor schwankt, klärt das in wenigen Fragen im Kaffee-Finder.

Hersteller, Platzierung, Ersatzteile

Zehn Handmühlen liegen in unserer Handmühlen-Übersicht nebeneinander, der Mini II steht dort mit 8,3 auf Platz sieben. Wie wir die acht bestbewerteten davon sortieren, steht in der Bestenliste Handmühlen 2026. Laufende Kosten hat die Mühle keine, es gibt weder Filter noch Entkalker nachzukaufen.

Laut Hersteller baut Porlex die Mahlwerke selbst. Das Unternehmen entwickelt seit 1978 Haushaltsprodukte in Japan, die Keramikkegel entstehen im eigenen Haus, gefertigt wird in einer eigenen Fabrik in Kirishima in der Präfektur Kagoshima. Wie die Wettbewerber in dieser Preisklasse fertigen, haben wir nicht geprüft. Auf derselben Produktseite führt Porlex einen Sonderpreis der Erfinderpreise der Region Kyushu 2020 auf, den Preis des Ministers für Bildung, Kultur und Wissenschaft.

Eine Gruppe greift hier trotzdem daneben: alle, die Verschleißteile mit Artikelnummer im europäischen Handel nachbestellen wollen. Porlex gibt Einzelteile ab, der Weg dorthin führt über das Kontaktformular des Herstellers, dessen Büro in Minoo in der Präfektur Osaka sitzt. Was ein einzelnes Teil kostet und wie lange es aus Japan unterwegs ist, erfährst du dort erst auf Anfrage. Nach einzeln bestellbaren Verschleißteilen suchst du deshalb besser bei der Comandante C40 MK4: Der Shop ihres Herstellers führt 49 Ersatzteilpositionen, ein Ersatz-Mahlwerk steht allerdings auch dort nicht in der Liste.

Datenblatt

Technische Daten: Mini II

MahlwerkKeramik-Kegelmahlwerk, Kegel aus Porzellan
VerstellungEinstellschraube mit Rastung, laut Porlex 16 Klicks je Umdrehung, 18 Stufen, im Mittel 37 Mikrometer je Klick
ReinigungKeramikkegel mit kleiner Bürste, übrige Teile mit weichem Schwamm und Wasser; Spülmaschine und Mikrowelle laut Anleitung untersagt
Kapazitätca. 20 g Bohnen pro Füllung, laut Porlex etwa zwei Tassen
Maße und Gewichtkeine Herstellerangabe
Achsedreht laut Porlex bewusst mit, damit die Kurbel leichter läuft
EmpfehlungSkala von fein bis grob, Klick 0 bis 18; Espresso nennt Porlex nur für die Mini Professional
LieferumfangKurbelhalter, laut Porlex Ausstattung genau dieses Modells
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.6
Leistung
7.7
Handhabung
8.4
Preis-Leistung
8.1

Vorteile

  • ✓Porlex bewirbt die Mühle als sehr gut transportabel und outdoortauglich; Sturz- und Feuchtebeständigkeit beziffert der Hersteller allerdings nicht
  • ✓Die Rastung ist beziffert: laut Porlex 16 Klicks je Umdrehung, 18 Stufen, im Mittel 37 Mikrometer je Klick
  • ✓Porlex entwickelt die Keramikkegel laut eigener Angabe selbst und fertigt sie im eigenen Werk in Kirishima

Nachteile

  • ✗Espresso nennt Porlex ausschließlich bei der teureren Mini Professional, die als einzige bis 9 Klicks unter den Nullpunkt geht; für die Kaffeemühle II bleibt es bei der Skala von fein bis grob
  • ✗Rund 20 Gramm je Füllung, laut Hersteller etwa zwei Tassen: Für vier Tassen Filterkaffee kurbelst du zweimal, für eine Literkanne French Press viermal
  • ✗Bohnen über etwa 9 Millimeter Durchmesser sind Sache der Mini Professional, die bis etwa 10,5 Millimeter freigegeben ist
  • ✗Spülmaschine, Mikrowelle, Auskochen, Scheuermittel und Metallschwämme untersagt die Bedienungsanleitung ausdrücklich, gewaschen wird von Hand
  • ✗Einzelteile gibt Porlex nur über das eigene Kontaktformular ab, und das Unternehmen sitzt in Japan
Im Vergleich

Mini II im Vergleich

Porlex Mini IIMini IIComandante C40 MK4 Nitro BladeC40 MK4 Nitro Blade1Zpresso J-UltraJ-Ultra
Gesamtwertung8.3/109.4/109.1/10
Preis69,00 €236,90 €199,00 €
Verarbeitung8.69.69.3
Leistung7.79.69.0
Handhabung8.48.99.0
Preis-Leistung8.18.28.4
TypHandmühleHandmühleHandmühle
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Unser Fazit

Fazit

Der Mini II passt, wenn dir eine bezifferte Rastung und eine bis zum Keramikkegel zerlegbare Mühle für rund 69 Euro wichtiger sind als ein Stahlmahlwerk. Wer zu Hause regelmäßig drei Füllungen oder mehr am Stück mahlt, ist mit einer Elektromühle oder einer Handmühle mit größerem Trichter besser bedient, und wer Richtung Espresso will, mit einem Stahl-Kegelmahlwerk.

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Zuletzt geprüft: 3.10.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Bewertungsmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Mini II

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Mini II.

Die Kurbel lässt sich plötzlich nicht mehr drehen. Was ist los?

Meist sitzt die Einstellschraube zu fest. Innen- und Außenkegel verkeilen sich dann miteinander, und die Kurbel steht. Die Anleitung nennt den Weg zurück: so weit lösen, bis sich die Kurbel wieder ohne Kraft bewegt. Klemmt die Schraube selbst, steckst du laut Porlex die Kurbel auf die Achse, hältst damit gegen und drehst die Schraube mit einem feuchten Tuch zurück. Zu festes Anziehen kann außerdem beide Mahlkegel beschädigen, warnt der Hersteller. Dreht die Kurbel umgekehrt leer durch, ist der Außenkegel aus der Verdrehsicherung gesprungen.

Darf ich mit dem Mini II auch Gewürze, Zucker oder Reis mahlen?

Nein. Die Anleitung schreibt, die Mühle sei ausschließlich zum Mahlen gerösteter Kaffeebohnen konstruiert, und untersagt jede andere Verwendung ausdrücklich. Direkt daneben steht ein zweites Verbot: Leer zu kurbeln, also ohne Bohnen im Trichter, führt laut Porlex zum Bruch des Mahlwerks. Der oft gelesene Tipp, zur Tiefenreinigung eine Handvoll rohen Reis durchzumahlen, widerspricht damit dem, was der Hersteller selbst vorschreibt. Wir geben ihn deshalb nicht weiter.

Was passiert, wenn ich die Mühle länger nicht sauber mache?

Drei Folgen beschreibt die Anleitung. Bleiben Reste im Mahlwerk, wird der eingestellte Mahlgrad nicht mehr erreicht, im schlimmsten Fall entsteht ein Defekt. Zurückgebliebenes Pulver oxidiert mit der Zeit und beeinflusst laut Porlex den Geschmack der nächsten Füllung. Und klemmt Pulver in der Steckverbindung zwischen Körper und Auffangbehälter, zerkratzt das die Teile, und der Behälter lässt sich schwerer abziehen.

Was hat sich gegenüber dem alten Porlex Mini geändert?

Vor allem die Feinheit der Verstellung. Vor der Modellpflege lag die Schrittweite im Mittel bei 80 Mikrometern, und die Schraube rastete achtmal je Umdrehung. Heute sind es 37 Mikrometer und 16 Klicks, die Schritte haben sich also mehr als halbiert. Dazu kommt eine zweite Zahl: Bei gleicher Zahl an Kurbelumdrehungen mahle das neue Mahlwerk rund 1,3-mal mehr Kaffee. Beides sind Vergleiche des Herstellers mit dem eigenen Vorgängermodell.

Mein Keramikkegel sieht anders aus als auf den Produktbildern. Ist das ein Mangel?

Vermutlich nicht, denn Porlex weist auf drei Serienabweichungen selbst hin. Weil der Kegel aus Keramik entsteht, weichen Maß und Form von Stück zu Stück leicht ab. Spuren vom Formen auf der Kegelinnenseite sind normal und führen laut Hersteller nicht zum Bruch. Farbunterschiede auf der Kurbelbeschichtung stammen aus der Galvanik, sie sind kein Rost, sondern eine Unregelmäßigkeit der Beschichtung, die Porlex als vollständig aufgetragen bezeichnet.

Welcher Klick steht für welchen Mahlgrad?

Die Anleitung druckt dafür auf Seite 1 eine Skala von 0 bis 18: 0 bis 4 fein, 4 bis 8 mittelfein, 8 bis 12 mittel, 12 bis 16 mittelgrob, 16 bis 18 grob. Porlex überschreibt die Reihe als Richtwerte für die Mahlgradeinstellung. Welche Zubereitung in welchen Bereich gehört, überlässt der Hersteller dir, denn die Skala trägt nur Mahlgradnamen und keine Brühmethoden.

Passt der Mini II in eine AeroPress?

Das können wir nicht bestätigen. Porlex erwähnt die AeroPress auf keiner eigenen Seite und veröffentlicht weder Höhe noch Durchmesser der Mühle. Damit fehlt jede Maßangabe, gegen die du den Kolben deiner AeroPress prüfen könntest, und eine Zusage des Herstellers existiert dazu nicht. Wer die Mühle genau für diesen Zweck kauft, misst den Innendurchmesser seines Kolbens vorher aus und bestellt bei einem Händler mit Rückgaberecht.

Was liegt dem Mini II bei?

Ein Kurbelhalter, und den führt Porlex als Ausstattung genau dieses Modells. Er soll verhindern, dass die Hand beim Kurbeln abrutscht, und er nimmt die Kurbel zum Verstauen auf. Auf die größere Kaffeemühle II passt derselbe Halter, dort kostet er extra. Ob eine Bürste beiliegt, sagt Porlex nicht: Als Ausstattung des Mini II führt der Hersteller allein den Kurbelhalter auf. Die Anleitung schlägt für den Keramikkegel eine kleine Bürste vor, zum Beispiel eine Zahnbürste.