Gebaut wird die CitiZ von De’Longhi, verkauft unter der Marke Nespresso. Die Modellnummer der Variante mit Milchaufschäumer lautet EN267.BAE, im Shop des Herstellers läuft sie unter der SKU 0132194025. Im Karton liegen zwei Geräte: die Kapselmaschine und der Aeroccino, der Milch erhitzt und schäumt. Genau das unterscheidet sie von den schlichteren CitiZ-Varianten.
Beim Preis gehen die Quellen auseinander. Der Richtwert dieser Seite sind ca. 167,89 Euro (Stand September 2026), ein Wert aus unserem eigenen Datenblatt: Er gilt für den Stichtag und nicht für den Tag deines Kaufs. De’Longhi selbst verlangt für dieselbe Modellnummer 229,00 Euro, ausgewiesen als acht Prozent unter der UVP von 249,00 Euro. Das sind gut 61 Euro Abstand für denselben Karton.
Im Handel trägt das Bundle den Zusatz Milk, ausgeschrieben heißt es im Katalog NESPRESSO DE’LONGHI CitiZ & Milk Schwarz Original Kapselmaschine EN267.BAE. Beim Bestellen zählt dieses eine Wort, dahinter die Modellnummer: EN267.BAE für das Set mit Aufschäumer, EN167.B für die Maschine allein. Beide Kartons laufen unter dem Namen CitiZ.
Maße, Gewicht und Stromanschluss
Die Kantenlängen gibt De’Longhi auf der amerikanischen Produktseite in Zoll an: 8,61 x 14,6 x 10,9 Zoll, umgerechnet rund 21,9 cm breit, 37,1 cm tief und 27,7 cm hoch. Der Amazon-Katalog kommt auf 21,8 x 37,2 x 27,7 cm und deckt sich damit bis auf zwei Millimeter. Wichtig ist dabei die Breite: Sie gilt für das Bundle, also für Maschine und Aeroccino nebeneinander. Die Maße der Solo-Variante beschreiben ein Gerät weniger und führen beim Ausmessen der Stellfläche in die Irre.
Das Gewicht steht bei De’Longhi mit 3,95 kg im Datenblatt, Amazon führt 8,82 Pfund, also rund 4,0 kg. Beide Zahlen liegen so dicht beieinander, dass sie das Gerät meinen und nicht den Versandkarton.
Elektrisch hängt die EU-Fassung an 220 bis 240 Volt bei 50 bis 60 Hertz, die Eingangsleistung beziffert De’Longhi auf 1.710 Watt. An 230 Volt sind das rund 7,4 Ampere. Ein üblicher Küchenstromkreis mit 16 Ampere trägt das mit Reserve, ein zweites Großgerät an derselben Leiste wird trotzdem knapp. Abgerufen wird diese Leistung ohnehin nur in den Sekunden, in denen geheizt wird.
Der Wassertank fasst 1 Liter. Als Material führt De’Longhi pauschal Metall und Plastik. Die Farbe dieser Variante heißt Schwarz.
25 Sekunden bis zum Bezug: Thermoblock, 19 bar und zwei Tasten
Geheizt wird über einen Thermoblock. De’Longhi schreibt, er bringe das Wasser innerhalb von 25 Sekunden auf Temperatur, und führt dieselbe Zahl im Datenblatt als Aufheizzeit. Auf welche Temperatur genau, sagt keine der Herstellerquellen, weder in Grad noch als Spanne. Ein Thermoblock erwärmt ohnehin nur das Wasser, das gerade hindurchläuft. Daher die kurze Wartezeit. Einen Kessel, der zwischen zwei Bezügen auf Temperatur bleibt, hat diese Bauart nicht.
Die Pumpe drückt laut Datenblatt 19 bar. Diese Zahl beschreibt den Druck, den die Pumpe gegen einen geschlossenen Widerstand aufbauen kann, nicht den Druck, der während des Bezugs am Kaffeemehl anliegt. Bei einer Kapselmaschine ist sie ohnehin die am wenigsten aussagekräftige Angabe im ganzen Datenblatt: Mahlgrad, Dosis und Verdichtung sind in der Kapsel festgelegt, an der Maschine drehst du daran nichts. Zwei Modelle mit derselben Kapsel und verschiedener Bar-Angabe unterscheiden sich in der Tasse weniger, als die Zahlen vermuten lassen.
Ab Werk kennt die CitiZ zwei Getränke, Espresso und Lungo. Beide Tasten sind programmierbar, die eingestellte Menge speichert die Maschine, und ein automatischer Flow-Stopp beendet den Bezug, ohne dass jemand danebenstehen muss. Ein Display gibt es nicht, De’Longhi führt das Bedienfeld ausdrücklich ohne Anzeige und die Steuerung über Tasten. Für uns ist das eher ein Vorteil, weil ein Bauteil weniger ausfallen kann und die Getränkewahl ohnehin auf diesen zwei programmierbaren Tasten liegt.
Ersetzt der Aeroccino eine Dampfdüse?
Nein. Er ist ein eigenes Gerät neben der Maschine und erhitzt und schäumt Milch nach einem festen Ablauf. Nespresso beschreibt ihn als automatisches System für heißen oder kalten Milchschaum. Das Hersteller-Bullet im Katalogeintrag nennt als Einsatzzweck heiße und kalte Kaffeespezialitäten mit heißer Milch oder Milchschaum. Kalter Schaum gehört bei diesem Gerät also zum beschriebenen Funktionsumfang und ist kein Nebeneffekt.
Auf der deutschen Seite heißt das Zubehör Aeroccino Milk System, die amerikanische Produktseite desselben Bundles nennt es Aeroccino 3. Die Generationsnummer führen wir deshalb als Angabe der US-Seite.
Für den einzeln verkauften Aeroccino 3 nennt Nespresso zwei Höchstmengen: 120 ml für das Schaumprogramm, 240 ml für heiße Milch ohne Schaum. Beides sind Einfüllmengen Milch, keine Ausgabemengen Schaum. An dieser Zahl entscheidet sich der Alltag. Was daraus in der Tasse wird, zeigt die Bildanleitung im Handbuch des Aeroccino 3: Eine Schaumfüllung ergibt zwei Cappuccino-Tassen oder ein Latte-Macchiato-Glas. Danach wird nachgefüllt, gereinigt und neu gestartet. Die Bauarten und ihre Füllmengen stellt unser Ratgeber zu Milchaufschäumern nebeneinander.
Der Unterschied zur Dampfdüse liegt in der Kontrolle. An einer Düse bestimmst du über Eintauchtiefe und Winkel, wie viel Luft in die Milch gezogen wird, und du stoppst, wenn dir die Temperatur reicht. Beim Aeroccino drückst du eine Taste und wartest den Ablauf ab. Für Latte Art fehlt damit der Zugriff auf Temperatur und Schaummenge. Am Morgen ist genau das der schnellere Weg.
Was De’Longhi zu diesem Modell nicht angibt
Für ein Gerät, das seit Jahren im Programm steht, ist die veröffentlichte Datenlage dünn. Gesammelt an einer Stelle, damit du sie nicht über den ganzen Text zusammensuchen musst: De’Longhi nennt keine Lautstärke in Dezibel, keine eigene Wattzahl für den Aeroccino, keine Kabellänge, keine Energieeffizienzklasse und kein Herstellungsland. Offen bleiben außerdem die ab Werk hinterlegten Füllmengen für Espresso und Lungo in Millilitern, die Frage, ob Kanne und Quirl des mitgelieferten Aeroccino in die Spülmaschine dürfen (für das Kännchen des einzeln verkauften Aeroccino 3 verneint Nespresso das), die Dauer eines Entkalkungsvorgangs, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und der genaue Lieferumfang für den deutschen Markt. Dazu kommen zwei Punkte, die uns beim Vergleichen gefehlt haben: Welches Bauteil aus Metall besteht und welches aus Kunststoff, ordnet die Materialzeile nicht zu, und zur Feinheit des Schaums veröffentlicht keiner der beiden Hersteller eine messbare Größe. Wir haben zu diesem Modell nichts aufgeschäumt und tragen deshalb nur zusammen, was die Quellen hergeben.
Auch bei der Garantie bleibt der Hersteller vage: De’Longhi führt auf den Produktseiten eine volle Herstellergarantie ohne Dauer, die 24 Monate stehen allein im Amazon-Katalog. Die gesetzliche Gewährleistung gilt davon unabhängig, für dich ändert sich also wenig, aber es ist der Unterschied zwischen einer Zusage des Herstellers und einer Zeile im Händlerkatalog.
Fünf Angaben, die in älteren Fassungen dieses Textes standen, halten der Prüfung an den Herstellerquellen nicht stand: eine Gehäusebreite von 13 Zentimetern, ein Gewicht von 3,5 Kilogramm, eine Leistungsaufnahme von 1.260 Watt für dieses Bundle (das ist der Wert der CitiZ ohne Aeroccino und zugleich der Wert der 120-Volt-Fassung für die USA), Tassenpreise von 0,40 bis 0,55 Euro und ein Entkalkungsrhythmus von drei bis vier Monaten. Sie sind hier ersatzlos raus.
Diese Liste stammt aus vier Quellen: der deutschen Produktseite zur EN267.BAE, den englischsprachigen Seiten desselben Modells für die USA und Großbritannien, der Nespresso-Zubehörseite zum Aeroccino 3 und dem Amazon-Katalogeintrag. Eine Bedienungsanleitung, in der solche Werte sonst stehen, liegt für dieses Modell nicht in durchsuchbarer Form vor. Der De’Longhi-Support weist für die EN267.BAE bisher kein Handbuch aus. Das PDF von Nespresso ist ein reines Bilddokument ohne Textebene.
Was kommt sonst infrage?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Nespresso CitiZ mit Aeroccino (dieses) | 1 l Tank, der Schaum entsteht in einem separaten Gerät neben der Maschine | ca. 167,89 € | 8,9 | du Milchgetränke willst, ohne das Kännchen führen zu lernen |
| Sage Creatista Plus | Dampfdüse am Gehäuse, Milchtemperatur und Schaumhöhe in Stufen wählbar, 1,5 l Tank | ca. 489,99 € | 9,3 | du die Milch selbst einstellen und Latte Art üben willst |
| Tchibo Cafissimo Milk | Eigenes Cafissimo-Format statt Nespresso Original, 1,2 l Tank | ca. 89,00 € | 8,3 | du deinen Kaffee ohnehin bei Tchibo kaufst |
| Nespresso Essenza Mini | Dieselbe Kapsel, aber kein Aufschäumer im Karton und 0,6 l Tank | ca. 81,38 € | 7,8 | du fast nur schwarzen Espresso trinkst |
Alle vier Preise sind die Richtwerte aus unseren Datenblättern, Stand September 2026, die Wertung daneben ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Hersteller- und Katalogdaten. Was die Tabelle nicht leistet: Sie stellt Anschaffungspreise nebeneinander, während der größere Teil der Ausgaben über die Jahre am Kapselpreis hängt, und der richtet sich nach Sorte und Verbrauch. Weitere Modelle derselben Kategorie stehen in unserer Bestenliste der Kapsel- und Padmaschinen.
Wann die CitiZ passt und wann eine andere Maschine
Die erste Frage ist nicht, ob die Maschine gut ist, sondern wie oft bei dir Milch in die Tasse kommt. Bei zwei Milchgetränken täglich sind das rund 730 Tassen im Jahr. Wie viele Durchgänge aus Einfüllen, Aufschäumen, Ausgießen und Ausspülen daraus werden, hängt am Getränk: Laut Bildanleitung des Aeroccino 3 reicht eine Füllung für zwei Cappuccino-Tassen, aber nur für ein Latte-Macchiato-Glas. Zwei Cappuccino zur selben Zeit sind im Jahr rund 365 Durchgänge, zwei Latte Macchiato oder zwei Tassen zu verschiedenen Zeiten rund 730. Bleibt es bei zwei Cappuccino pro Woche, fällt dieser Aufwand kaum ins Gewicht.
Beim Budget rechnest du in beide Richtungen. Zur Essenza Mini sind es rund 87 Euro Abstand, dafür bekommst du den Aufschäumer und einen Tank, der zwei Drittel mehr fasst. Zur Creatista Plus sind es rund 322 Euro nach oben, dafür wandert das Milchsystem an die Maschine und wird einstellbar. Solange offen ist, ob Milchschaum bei dir zur täglichen Gewohnheit wird, ist die Mittellage der CitiZ ihr stärkstes Argument.
Der Platz ist der dritte Punkt. Die Höhe von 27,7 cm passt unter jeden Hängeschrank, kritischer ist die Tiefe: Auf einer 60 cm tiefen Arbeitsplatte bleiben vor dem Gerät gut 20 cm, und in diesem Streifen stehen Tasse, Milchpackung und der Aeroccino beim Ausgießen. In schmalen Nischen zwischen Herd und Spüle wird das eng.
Der vierte Punkt wird beim Kauf oft übersehen: Du entscheidest dich für ein Kapselformat, nicht für eine Maschine. Der Kaufpreis fällt einmal an, der Nachschub über fünf Jahre summiert sich weit darüber hinaus, und er bleibt an das Original-Format gebunden. Für diese Grundsatzfrage helfen zwei Seiten weiter: der Ratgeber Kapsel oder Padmaschine mit dem Systemvergleich und der Kaffee-Finder, der nach Budget und Trinkgewohnheiten sortiert.
Pflege: eine Maschine, zwei Routinen
Der Aeroccino will nach jedem Gebrauch ausgespült werden. Milch hinterlässt Eiweiß und Fett an der Innenwand, beides trocknet fest und wird im noch warmen Behälter schnell zum Geruchsproblem. Für den einzeln verkauften Aeroccino 3 schließt Nespresso die Spülmaschine aus, laut Handbuch ist das Milchkännchen nicht spülmaschinengeeignet. Für den Aufschäumer dieses Bundles nennt De’Longhi dazu nichts, Handspülen ist also der sichere Weg.
An der Maschine übernimmt die Elektronik einen Teil der Erinnerung: De’Longhi führt für dieses Modell einen Reinigungs- und Entkalkungsalarm. Bei weichem bis mittlerem Wasser reicht er als Erinnerung. Ab etwa 14 Grad deutscher Härte entkalkst du besser vor dem Alarm. Welche Mittel taugen und wie der Vorgang abläuft, steht im Ratgeber zum Entkalken. Dort stehen auch die Intervalle für tägliche Nutzung: alle vier Wochen bei hartem Wasser, alle sechs bis acht Wochen bei mittlerem, alle drei Monate bei weichem.
Kalk ist bei einem Thermoblock kein kosmetisches Problem. Der Kanal, durch den das Wasser läuft, ist die heißeste Stelle im Gerät. Genau dort fällt Karbonathärte als Kesselstein aus. Der Querschnitt wird mit der Zeit enger, die belegte Wand gibt ihre Wärme schlechter ab. Am Ende braucht die Maschine länger, bis das Wasser auf Temperatur ist.
Für wen geeignet?
Im Amazon-Katalog steht dieses Modell seit dem 1. August 2016, also seit zehn Jahren. Bei einer Kapselmaschine spricht das eher für sie als gegen sie: Die Extraktion gibt die Kapsel vor, es bleibt wenig, was eine neuere Gerätegeneration anders machen könnte. De’Longhi bewirbt das Gehäuse als kompakt und als von einem retro-modernen Stil inspiriert.
Richtig ist sie für Haushalte mit ein bis zwei Milchgetränken am Tag, in denen niemand ein Kännchen führen lernen will und ein zweites Gerät auf der Arbeitsplatte Platz hat. In unserem Vergleich der Kapsel- und Padmaschinen löst sie den Milchschaum als zweites Gerät neben der Maschine, während die Cafissimo Milk ihn eingebaut hat und die Creatista Plus ihn über eine Dampfdüse macht. Drei Wege zum selben Getränk. Dieser hier besteht aus zwei Teilen, die es beide auch einzeln zu kaufen gibt: die CitiZ als EN167.B, den Aeroccino 3 als Zubehör.
Falsch ist sie für zwei Gruppen. Zur ersten gehören Haushalte, in denen morgens vier Milchkaffees am Stück auf den Tisch kommen: Das werden bei Cappuccino zwei, bei Latte Macchiato vier Durchgänge mit Nachfüllen und Spülen dazwischen. Zur zweiten gehört jeder, der Milchtemperatur und Schaumhöhe selbst festlegen will. Für ihn beginnt die Auswahl eine Preisklasse höher, bei der Creatista Plus. Ein Kännchen führst du allerdings auch dort nicht, ihre Dampfdüse arbeitet automatisch und nur mit dem mitgelieferten Milchbehälter.
Unsere Einschätzung: Der Aufpreis gegenüber der Essenza Mini geht in Ordnung, sobald an fünf von sieben Tagen Milch in die Tasse kommt. Darunter kaufst du ein Gerät mit, das die meiste Zeit trocken auf der Arbeitsplatte steht.



