Die Cafissimo Milk ist eine Kapselmaschine von Tchibo, an deren Gehäuse ein Milchbehälter steckt. Auf der Produktseite heißt sie „Cafissimo milk, rot“ und trägt die Artikelnummer 122750, in der Bedienungsanleitung steht die Typ- und Modellnummer 375 273.
Unser Richtwert liegt bei ca. 89 Euro (Stand September 2026), übernommen aus dem Amazon-Katalog vom 7. September. Im Tchibo-Shop stand die Maschine einen Tag später mit 129,00 Euro und dem Hinweis „Zur Zeit nicht verfügbar“, die Kategorieübersicht meldete „Bald wieder verfügbar“. Dieselbe Übersicht zeigt die aktuelle Reihe: Cafissimo now für 79,00 Euro, Cafissimo pure+ für 89,00 Euro und die Milk als einzige der drei mit integriertem Milchsystem. Wer bei Tchibo kauft, hat 30 Tage Rückgaberecht, ausgenommen sind Lebensmittel, insbesondere Kaffee.
Zum Lieferumfang zählt Tchibo 30 Kapseln aus drei Sorten, nämlich Caffè Crema vollmundig, Caffè Crema mild und Espresso kräftig. Das Amazon-Angebot verspricht ebenfalls 30 Kapseln in drei Sorten, sein Produktbild zeigt aber zum Teil andere Packungen, darunter einen Espresso Caramel. Welche Sorten im Amazon-Karton liegen, ist damit offen. Bei zwei Tassen am Tag reicht der Vorrat 15 Tage.
Gehäuse, Tasten und Kapseleinwurf
Tchibo gibt die Maße mit ca. 18 cm Breite, 31,5 cm Tiefe und 25 cm Höhe an, das Gewicht mit ca. 4,8 kg, und der Amazon-Katalog kommt auf dieselben Werte. Auf dem Produktfoto ist die Seitenwand rot, Front und Sockel sind schwarz, der durchsichtige Milchbehälter sitzt rechts neben dem Kaffee-Auslauf. Die pure+ aus derselben Reihe führt Tchibo mit 11,9 cm Breite, die Milk ist also 6,1 cm breiter.
Bedient wird sie über sechs beleuchtete Tasten und eine Kontroll-Leuchte. Drei Tasten gehören zum Kaffee, nämlich Espresso, Caffè Crema und Kaffee. Die anderen drei heißen Cappuccino, Milchschaum und Milchsystem spülen. Steckt der Milchbehälter nicht im Anschluss, leuchten nur die unteren drei Kaffee-Tasten. Zum Einschalten genügt ein kurzer Druck auf irgendeine Taste, ausgeschaltet wird mit Espresso und Caffè Crema gleichzeitig. Nach etwa 9 Minuten ohne Tastendruck wechselt die Maschine von selbst in den Standby, Tchibo rät trotzdem zum Ausschalten von Hand. Blinkt die Kontroll-Leuchte rot und ertönen mehrere Signaltöne, ist laut Störungstabelle der Wasserbehälter leer oder der Hebel während der Zubereitung geöffnet worden.
Für jede Kapsel klappst du den Hebel bis zum Anschlag zurück und setzt sie mit dem Deckel zur Front ein. Beim Herunterklappen durchstoßen zwei Dorne im Kapseleinwurf die Kapsel von beiden Seiten, in Boden und Deckel. Tchibo verbietet deshalb, in den Einwurf zu fassen, und verlangt, Finger und Gegenstände fernzuhalten, während der Hebel herunterklappt. Nach dem Bezug klappst du den Hebel wieder zurück, und die gebrauchte Kapsel fällt in den Kapsel-Auffangbehälter in der Frontschublade. Er fasst ca. 6 Kapseln und muss täglich geleert werden, außerdem immer dann, wenn er voll ist. Ohne eingesetzte Frontschublade soll die Maschine nicht laufen, und anheben sollst du sie am Außengehäuse, nie am Hebel.
Die Leistungsaufnahme liegt bei 1.350 Watt, angeschlossen wird an 220 bis 240 Volt mit 50 Hertz. Weil Tchibo das Gerät in Schutzklasse I führt, also mit Schutzleiter, gehört es an eine Steckdose mit Schutzkontakt. Das Kabel misst ca. 80 cm. Den Wasserbehälter mit 1,2 Litern ziehst du gerade nach oben heraus.
Die Inbetriebnahme beschreibt die Anleitung in 19 Schritten, am Ende stehen das Spülen des Milchsystems, die Reinigung des Milchbehälters und zwei Durchläufe mit Wasser. Kleine Reste von Kaffee oder Wasser im neuen Gerät sind normal, weil Tchibo jede Maschine vor der Auslieferung mit Kapseln und Wasser prüft.
Pumpendruck, Vorbrühen und Mengen
In Tchibos Kaffeeakademie klingt das Prinzip schlicht: Die Maschine erhitzt die benötigte Wassermenge aus dem Tank und presst sie unter Druck durch die Kapsel. Für die Cafissimo-Maschinen spricht Tchibo dort von einem patentierten Drei-Druck-Brühsystem.
In den technischen Daten der Anleitung steht ein Pumpendruck von max. 15 bar. Die Zahl beschreibt, was die Pumpe höchstens schafft. Wie viel Druck tatsächlich auf dem Kaffee lastet, hängt vom Widerstand ab, den Kaffeemehl und Kapsel dem Wasser entgegensetzen, und Füllmenge wie Mahlgrad stehen bei einer Kapsel ab Werk fest. Espresso aus dem Siebträger entsteht üblicherweise bei rund 9 bar am Kaffeebett. Eine höhere Pumpenangabe sagt deshalb wenig darüber, was in der Tasse ankommt.
Genauer wird Tchibo beim Unterschied zwischen den Kaffeetasten. Bei Espresso und Caffè Crema wird zuerst eine kleine Menge vorgebrüht, erkennbar an einem kurzen Stopp gleich zu Beginn, Tchibo begründet es mit dem Aroma. Die Taste Kaffee läuft ohne diesen Stopp durch, wie eine herkömmliche Filterkaffeemaschine.
Die Idee dahinter stammt aus der Espressotechnik. Trockenes Kaffeemehl nimmt Wasser ungleichmäßig auf. Benetzt die Maschine es zuerst mit wenig Wasser, quillt es, und das Wasser, das danach mit vollem Druck folgt, fließt gleichmäßiger durch das Pulver, statt sich einzelne Kanäle zu suchen.
Ab Werk laufen beim Espresso ca. 40 ml in die Tasse, bei Caffè Crema und Kaffee jeweils ca. 125 ml, einstellbar ist die Wassermenge zwischen ca. 30 und 250 ml. Die Menge ist bei Tchibo zugleich der Regler für die Stärke, das zugehörige Kapitel heißt „Stärke des Getränks (Getränkemenge) anpassen“. Dauerhaft speichert die Maschine eine Einstellung pro Taste: Taste gedrückt halten, nach ca. 2 Sekunden ertönt ein Signalton, loslassen, sobald genug in der Tasse ist. Für einen einzelnen Bezug geht es auch ohne Speichern: Du stoppst den Durchlauf mit der blinkenden Taste vorzeitig, wenn dir das Getränk zu schwach ist, oder startest ihn ohne neue Kapsel ein zweites Mal, wenn es zu stark ist.
Milchschaum aus dem angesteckten Behälter
Der Milchbehälter fasst laut Tchibo ca. 400 ml. Du ziehst ihn gerade nach vorn aus der Maschine und schiebst ihn zum Aufschäumen bis zum Anschlag wieder in den Anschluss. Bleiben die Milchtasten dunkel, ist er laut Störungstabelle vermutlich nicht korrekt angeschlossen. Für Kaffee ohne Milch darf er abgezogen bleiben, Tchibo empfiehlt dann, die Abdeckung am Anschluss zu schließen, damit kein Staub hineinkommt.
Gefüllt wird höchstens bis zur MAX-Markierung und mindestens bis zur Markierung für aufgeschäumte Milch beziehungsweise für Cappuccino. Die Cappuccino-Taste bereitet ab Werk laut Bedienkapitel ca. 90 ml Milchschaum zu und brüht danach ca. 40 ml Espresso, beides startet und stoppt automatisch. Beim Speichern hältst du die Taste deshalb zweimal: erst für die Schaummenge, dann, sobald die Kaffeezubereitung beginnt, für die Kaffeemenge. Für den Cappuccino empfiehlt Tchibo eine Espresso-Kapsel. Die Milchschaum-Taste läuft ohne Kapsel und ist auf ca. 130 ml eingestellt. Latte Macchiato und Milchkaffee stehen zwar auf der Getränkeliste der Produktseite, eine eigene Taste hat keines der beiden Getränke. Nach dem Tastenfeld zu urteilen, setzt du sie aus Milchschaum und einem Kaffeebezug zusammen.
Einfüllen sollst du kühlschrankkalte Milch mit mindestens 1,5 Prozent Fett. Hinter solchen Empfehlungen steht die Chemie des Schaums, die unser Ratgeber zum Milch aufschäumen ausführlicher erklärt: Milcheiweiße lagern sich um die eingezogenen Luftbläschen und halten sie fest, der Fettanteil bestimmt mit, wie dicht und stabil die Blasenstruktur wird. Wer fettärmere Milch nimmt, arbeitet außerhalb der Herstellerempfehlung.
Kann ich Kapseln anderer Hersteller verwenden?
Nein, jedenfalls nicht mit Tchibos Zustimmung. Die Anleitung schreibt ausschließlich Original-Cafissimo-Kapseln vor. Kapseln anderer Hersteller, beschädigte oder verformte Kapseln und eingefülltes loses Kaffeepulver oder Bohnen beschädigen laut Tchibo die Maschine, und eine Reparatur deckt die Garantie in diesem Fall nicht.
Tchibo verkauft die Kapseln als 10er-Packung und je nach Sorte als Großpackung mit 30, 80, 96 oder 120 Stück, den entkoffeinierten Decaffeinato listet der Shop als Großpackung mit 80 oder 120 Kapseln. Jede Kapsel ist für eine Tasse portioniert. Den Caffè Crema vollmundig, eine der drei Sorten aus Tchibos Lieferumfang, stuft der Hersteller mit Intensität 4 von 6 und Säure 2 von 6 ein.
Beim Preis entscheidet die Packungsgröße. Am 8. September 2026 kostete diese Sorte bei Tchibo 4,29 Euro für 10 Kapseln, rund 0,43 Euro je Kapsel, und 41,99 Euro für 120 Kapseln, rund 0,35 Euro je Kapsel. Tchibos Kaffeeakademie beziffert eine Tasse aus der Kapselmaschine je nach System auf 20 bis 40 Cent. Der Caffè Crema vollmundig liegt damit am oberen Rand dieser Spanne oder darüber.
Wir haben das auf zwei Kapseln am Tag hochgerechnet, nach dem Rechenweg aus dem Ratgeber Kapsel oder Pad: 730 Kapseln kosten aus der Großpackung rund 255 Euro im Jahr, aus 10er-Packungen rund 313 Euro. Schon die günstigere Rechnung liegt im ersten Jahr bei fast dem Dreifachen des Maschinenpreises, und bei jedem Cappuccino kommt die Milch dazu.
Spülen, zerlegen, entkalken: der Pflegeplan aus der Anleitung
Die Taste Milchsystem spülen drückst du immer direkt nach einem Milchgetränk. Der Spülgang dauert ca. 50 Sekunden und endet mit zwei Signaltönen. Im Amazon-Katalog klingt das, als wäre der Milchtank damit schon erledigt, er sei „durch die integrierte Reinigungstaste besonders leicht zu reinigen“. Tchibo hält in der Anleitung dagegen: Das Spülen ersetze „keinesfalls das tägliche Reinigen“.
Täglich heißt im Reinigungskapitel: Hast du an einem Tag Milch aufgeschäumt, nimmst du den Milchbehälter einmal komplett auseinander, am besten nach dem letzten Gebrauch. Die Sicherheitshinweise formulieren strenger. Dort steht, Milch sei ein schnell verderbliches Lebensmittel und daher anfällig für Keimbildung, bei Kaffeespezialitäten mit Milch sei auf absolute Sauberkeit zu achten, und alle Teile des Milchbehälters seien nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen.
Der Behälter zerfällt in Milchbehälterdeckel, Milch-Auslauf, Anschlussstutzen, Ansaugschlauch, Abdeckung, einen transparenten und einen schwarzen Adapter sowie den Behälter selbst, die Nummern am Deckel geben die Reihenfolge vor. Alle Teile reinigst du in warmem Wasser mit mildem Spülmittel, bei Bedarf mit einer weichen Bürste, und alle dürfen auch in die Spülmaschine. Anschließend spülst du sie mit klarem, kaltem Wasser ab, trocknest sie sorgfältig und lässt sie über Nacht offen trocknen. Tchibo begründet den Aufwand mit Hygiene, Schaumqualität und der Lebensdauer des Geräts und empfiehlt, die Teile regelmäßig in warmem Wasser mit durgol Milchsystem-Reiniger einzuweichen. Saugt die Maschine keine Milch an, rät die Störungstabelle, den Sitz aller Teile zu prüfen und den Behälter notfalls neu zu zerlegen und zu säubern.
Beim Wasser ist der Takt ähnlich eng. Hinein gehört nur frisches, kaltes Leitungs- oder Trinkwasser, kein kohlensäurehaltiges Mineralwasser und keine anderen Flüssigkeiten. Das Wasser wechselst du täglich, um Keimbildung vorzubeugen, und spülst den Behälter täglich unter fließendem Wasser aus, damit Kalk oder andere Partikel die Öffnung an seinem Boden nicht verstopfen. Einmal pro Woche reinigst du ihn gründlich in warmem Wasser mit Spülmittel, Tchibo nennt ihn „nicht spülmaschinengeeignet“. Abtropfschale und Abtropfgitter, Frontschublade und Kapsel-Auffangbehälter dürfen dagegen in die Spülmaschine, das Gehäuse wischst du mit einem weichen, feuchten Tuch ab.
Auf der Produktseite steht unter Reinigung und Pflege dagegen pauschal „Nicht spülmaschinengeeignet“. Wir richten uns nach der Anleitung, weil sie jedes Teil beim Namen nennt. Wer den Widerspruch umgehen will, spült von Hand.
Vor dem Reinigen schaltest du die Maschine aus und ziehst den Netzstecker. Maschine, Netzstecker und Netzkabel dürfen niemals in Wasser oder andere Flüssigkeiten getaucht werden. Einen Wasserstrahl schließt Tchibo ebenfalls aus, gereinigt wird nur so, wie es beschrieben ist, und zwar ohne scharfe Chemikalien, aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel.
Entkalkt wird, sobald die Kontroll-Leuchte gelb leuchtet, und zwar in den nächsten Tagen. Eine Einstellung für die Wasserhärte hat die Maschine nicht. Bei den Mitteln ziehen die Sicherheitshinweise eine enge Grenze: ausschließlich die in der Anleitung angegebenen Reinigungs- und Entkalkungsmittel samt passenden Reinigungsutensilien, weil andere Mittel Gesundheitsrisiken bergen. Angegeben ist ein handelsüblicher flüssiger Entkalker für Kaffee- und Espressomaschinen, Mittel auf Basis von Ameisensäure schließt Tchibo aus. Empfohlen wird durgol swiss espresso: eine Portion von 125 ml in den leeren Wasserbehälter, danach kaltes Leitungswasser bis zur MAX-Markierung. Nimmst du einen anderen Entkalker dieser Art, beachtest du die Angaben von dessen Hersteller.
Für den Durchgang steckt der Milchbehälter im Anschluss, und unter Kaffee- und Milch-Auslauf steht ein Gefäß, das mindestens 600 ml fasst und zwischendurch mehrmals geleert werden muss. Rund 25 Minuten pumpt die Maschine die Lösung in Abständen abwechselnd durch beide Ausläufe und pausiert danach ca. 2,5 Minuten. Erst dann wäschst du Wasserbehälter, Frontschublade und Kapsel-Auffangbehälter mit Spülmittel ab, füllst kaltes Leitungswasser bis MAX ein und startest die Spülphase, die ca. 2 Minuten dauert und noch einmal ca. 600 ml durchlaufen lässt. Zum Schluss ist der Milchbehälter zu reinigen.
Der ganze Vorgang dauert ca. 30 Minuten, und unbeaufsichtigt lassen sollst du die Maschine dabei nicht. Aufschieben wird teuer: Wer zu lange wartet, riskiert laut Tchibo so viel Kalk, dass kein Entkalker mehr wirkt, und einen solchen selbstverursachten Defekt schließt die Garantie aus. Eine Wartung über Reinigung und Entkalkung hinaus ist laut Anleitung nicht erforderlich.
Was Tchibo nicht angibt und was wir gestrichen haben
Offen sind die Brühtemperatur in Grad, die Aufheizzeit in Sekunden (die Anleitung meldet nur einen Signalton und dauerhaft leuchtende Tasten), die Verteilung der drei Druckstufen auf die Getränke und der Werkstoff von Gehäuse, Wasser- und Milchbehälter. Ebenso fehlen die Höhe des Wasserbehälters, ein Herstellungsland (genannt wird nur „Made exclusively for“ Tchibo), ein Datum für den Marktstart (die Anleitung auf Tchibos Seite trägt lediglich den Stand Januar 2022, Version 2), die Zahl der Tassen aus einer Tankfüllung oder der Cappuccini aus einer Füllung des Milchbehälters, die Dauer bis zum fertigen Getränk, die Zahl der Sorten im Sortiment, das Material der Kapseln und eine Ersatzteilliste mit Verfügbarkeitszeitraum (Verschleißteile und Verbrauchsmaterial bestellst du beim Cafissimo Service). Pflanzendrinks tauchen weder als Freigabe noch als Verbot auf, und von einem Wasserfilter ist nirgends die Rede.
Aus früheren Fassungen dieser Seite sind mehrere Angaben gestrichen, weil Produktseite und Anleitung sie nicht decken. Im Datenblatt standen 1.250 Watt, Tchibo nennt 1.350 Watt. Beschrieben war auch eine Caffitaly-Technik mit kompatiblen Kapseln anderer Anbieter. Tchibo bezeichnet das System nirgends so, und welche Kapseln die Anleitung zulässt, steht oben im Kapselabschnitt. Statt „zwei Sieben“ in der Kapsel beschreibt die Anleitung zwei Dorne im Einwurf. Ohne Beleg waren außerdem ein Kunststoffgehäuse, eine Touch-Variante des Bedienfelds, ein Wassertank an der Rückseite, ein Entkalkungsrhythmus von sechs bis acht Wochen, ein nur wöchentlicher Reinigungsdurchlauf für den Milchbehälter, Kapselpreise ab 0,25 Euro und Urteile über die Feinporigkeit des Schaums, die ohne eigene Zubereitung niemand fällen kann.
Cafissimo Milk oder eine der drei anderen?
| Modell | Der Unterschied | Preis | Unsere Wertung | Nimm dieses, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Tchibo Cafissimo Milk (dieses) | Milchbehälter mit ca. 400 ml steckt an der Maschine, Cappuccino kommt per Taste | ca. 89,00 € | 8,3 | du morgens mehrere Milchgetränke hintereinander machst |
| Nespresso CitiZ mit Aeroccino | Kapselformat Nespresso Original, die Milch schäumt ein separater Aeroccino neben der Maschine | ca. 167,89 € | 8,9 | du Nespresso-Kapseln willst und Platz für ein zweites Gerät hast |
| Tassimo My Way 2 | T-Disc-System ohne Milchbehälter, Intensität, Volumen und Temperatur je nach Getränk einstellbar | ca. 59,00 € | 8,1 | du selten Milch trinkst und lieber an Stärke und Temperatur drehst |
| Sage Creatista Plus | Dampfdüse am Gehäuse, Milchtemperatur in 11 Stufen, Milchschaumtextur in 8 Stufen | ca. 489,99 € | 9,3 | du Temperatur und Schaum der Milch selbst festlegen willst |
Die Preise sind die Richtwerte aus unseren Preisboxen und nicht der Preis am Tag deines Kaufs, die Wertung ist unsere redaktionelle Einschätzung aus Hersteller- und Katalogdaten. Kapselkosten fehlen in der Tabelle, und sie lassen sich hier auch nicht direkt gegeneinander stellen, weil die vier Maschinen drei verschiedene Kapselformate ziehen. Weitere Modelle mit Wertung stehen in unserer Übersicht der Kapsel- und Padmaschinen.
Wann die Cafissimo Milk passt und wann eine andere Maschine
Die erste Frage lautet, wie oft Milch in die Tasse kommt. Den Pflegeplan von oben hast du an jedem Tag, an dem du Milch aufschäumst, auch wenn es bei einem einzigen Cappuccino bleibt. Wer nur ab und zu Milch nimmt und dafür keine frische Milch im Kühlschrank haben will, sieht sich die My Way 2 an. An ihr gibt es keinen Milchbehälter: Milchgetränke entstehen dort nur über Milch- oder Latte-T DISCs, eine Packung Jacobs Typ Latte Macchiato Classico ergibt laut Tassimo-Shop acht Portionen zu je 295 ml.
Werden morgens mehrere Milchgetränke hintereinander fällig, spricht der Behälter für die Cafissimo Milk. Für den Aeroccino 3, den Aufschäumer der CitiZ mit Aeroccino, nennt Nespresso höchstens 120 ml Milch im Schaumprogramm, knapp ein Drittel dessen, was in den Behälter der Cafissimo Milk passt. Am Aeroccino beginnt deshalb jede weitere Portion Schaum mit neuem Einfüllen.
Zum Geld: Nach unseren Richtwerten kostet die Cafissimo Milk 30 Euro mehr als die My Way 2 und rund 79 Euro weniger als die CitiZ mit Aeroccino. Die Creatista Plus liegt rund 401 Euro darüber. Nach unserer Einschätzung lohnt sich diese Summe nur für alle, die die Milch selbst einstellen wollen, denn an der Cafissimo Milk bestimmst du die Menge und sonst nichts. Über die Jahre zählen bei ihr ohnehin die Kapseln mehr als der Anschaffungspreis, die Rechnung steht weiter oben.
Dann die Stellfläche. Für die Inbetriebnahme verlangt Tchibo eine ebene, gegen Feuchtigkeit unempfindliche Oberfläche, die Nähe einer Steckdose bei ca. 80 cm Kabel, mindestens 1 m Abstand zu heißen, brennbaren Flächen wie Herdplatte, Ofen oder Heizkörper und 15 cm Abstand zu Wänden. Direkt neben dem Kochfeld darf sie wegen des Meterabstands nicht stehen. Unter einem Hängeschrank reichen die 25 cm Gerätehöhe als Maß nicht, weil der Wasserbehälter gerade nach oben herauskommt, und seine Höhe nennt Tchibo nicht. Plane über der Maschine also Luft ein oder einen Platz, an dem du sie zum Nachfüllen nach vorn ziehen kannst.
Für wen geeignet?
Konzipiert ist die Cafissimo Milk laut Anleitung zum Zubereiten von herkömmlichem Kaffee, Caffè Crema und Espresso mit Kapseln der Marke Tchibo Cafissimo sowie von Kaffee- und Milchspezialitäten. Bestimmt ist sie für den Haushalt und haushaltsähnliche Bereiche, als Beispiele nennt Tchibo Läden, Büros oder ähnliche Arbeitsumgebungen, landwirtschaftliche Anwesen sowie Gäste in Hotels, Motels, Frühstückspensionen und anderen Wohneinrichtungen. Bei gewerblichem Einsatz muss geschultes Personal sie beaufsichtigen und reinigen.
Für die Teeküche im Büro ist das eine Freigabe. Mit dem Büroalltag reibt sich allerdings eine Vorgabe aus den Sicherheitshinweisen: Betreiben soll man die Maschine nie unbeaufsichtigt.
Falsch ist sie für alle, die ihr einen Platz in einer Nische zugedacht haben. Die Anleitung verlangt, sie zum Betrieb frei aufzustellen, keinesfalls direkt an einer Wand oder in einer Ecke, in einem Schrank, an einer Gardine oder Ähnlichem, und sie während des Betriebs nicht abzudecken. Ein Hochschrankfach als Kaffeestation scheidet damit aus.



