Fast jede Bestenliste für Milchaufschäumer führt irgendwo den SM 3586 von Severin, besser bekannt unter dem Modellnamen Spuma 700. Das Gerät ist seit Jahren im Handel, hat sich einen festen Kundenstamm aufgebaut und punktet vor allem mit einer Eigenschaft: Es funktioniert zuverlässig, ohne dass man sich durch ein Menü aus einem Dutzend Programmen klicken muss.
Erster Eindruck: reduziert auf das Wesentliche
Gegenüber dem großen Bruder SM 3587 wirkt der Spuma 700 fast schon minimalistisch: ein Drehregler, ein LED-Leuchtring, fertig. Genau das ist der Punkt. Wer morgens müde in die Küche kommt, will meist keine Programmauswahl treffen, sondern Milch reinschütten, Programm drehen, fertig. Der Behälter aus gebürstetem Edelstahl mit mattschwarzen Applikationen liegt gut in der Hand, der Sockel steht dank ordentlichem Gewicht auch auf glatten Arbeitsplatten sicher.
Dass so viele Küchen weltweit inzwischen einen Spuma 700 stehen haben, liegt auch an der langen Marktpräsenz des Modells: Severin pflegt die Baureihe seit Jahren, Ersatzteile und Bedienungsanleitungen sind gut dokumentiert, und die große Nutzerbasis sorgt für viele Erfahrungswerte in Foren und Bewertungen. Wer ein Gerät ohne Kinderkrankheiten sucht, profitiert von dieser Reife spürbar.
Im Detail: Induktion, LED-Ring und die Schokofunktion
Wie beim SM 3587 arbeitet auch dieses Modell mit Induktion: Ein Magnetfeld erwärmt den Boden des Behälters, ohne dass eine Heizspirale direkten Kontakt zur Milch hat. Das reduziert das Anbrennen spürbar, gerade bei Vollmilch mit höherem Fettanteil, die auf klassischen Heizplatten schneller ansetzt. Fünf Programme decken die gängigen Fälle ab: warmer Schaum in zwei Konsistenzstufen, kalter Schaum, reine heiße Milch und die namensgebende Schokoladenfunktion, bei der sich sogar echte Schokostückchen mit aufschäumen und schmelzen lassen.
Die Aufschäumkapazität liegt zwischen 120 und 350 Millilitern, zum reinen Erhitzen ohne Schaum sind bis zu 700 Milliliter möglich. Der 360-Grad-LED-Leuchtring am Behälterboden ist ein unterschätztes Detail: Er zeigt schon aus der Distanz, ob das Gerät gerade im Warm- oder Kaltmodus arbeitet, praktisch, wenn mehrere Personen morgens nacheinander in die Küche kommen. Wer nach dem Milchaufschäumer noch überlegt, welche Kaffeemaschine dazu passt, findet über den Kaffee-Finder in wenigen Fragen eine Einordnung.
Wie laut ist der Spuma 700 im Betrieb?
Kurz gesagt: unauffällig. Severin nennt keinen Dezibel-Wert, aber wie bei allen Induktionsaufschäumern ist im Betrieb ein leises, gleichmäßiges Surren des Magnetquirls zu hören, das im normalen Küchenumfeld schnell im Hintergrund verschwindet. Deutlich leiser als ein integriertes Milchsystem im Kaffeevollautomaten und ganz ohne das Fauchen einer Dampflanze. Selbst im offenen Wohnküchen-Grundriss stört das Gerät morgens niemanden beim Gespräch am Frühstückstisch.
Reinigung und Pflege
Der herausnehmbare Milchbehälter ist komplett spülmaschinenfest, ein klarer Vorteil gegenüber Geräten, die nur teilweise oder gar nicht in die Spülmaschine dürfen. Im Alltag reicht meist kurzes Ausspülen mit warmem Wasser direkt nach Gebrauch, besonders nach der Schokoladenfunktion, bei der sich am ehesten Rückstände am Boden absetzen. Der Sockel mit der empfindlichen Induktionselektronik wird nur mit einem feuchten Tuch gereinigt und darf nicht in Wasser getaucht werden. Bei hartem Leitungswasser lohnt sich alle paar Wochen eine Runde Entkalken mit verdünntem Essig oder Zitronensäure, damit sich am Boden keine Kalkschicht bildet, die die Wärmeübertragung der Induktion beeinträchtigt.
Für wen geeignet?
Der Spuma 700 ist die richtige Wahl für alle, die einen Milchaufschäumer wollen, der einfach funktioniert, ohne große Lernkurve und ohne Programme, die nach dem dritten Monat ungenutzt bleiben. Die Kombination aus bewährter Induktionstechnik, spülmaschinenfestem Behälter und fairem Preis erklärt den Bestseller-Status. Wer dagegen explizit ein Pflanzendrink-Programm, eine Ausgusstülle für Latte Art oder Spezialfunktionen wie Glühwein sucht, ist beim Severin SM 3587 oder einem anderen Modell mit mehr Programmvielfalt besser aufgehoben. Für den täglichen Cappuccino ohne Umwege bleibt der Spuma 700 aber die pragmatischere und günstigere Anschaffung.
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