Die kurze Antwort: Grob mahlen, mit heißem, nicht kochendem Wasser aufgießen, vier Minuten ziehen lassen und langsam pressen. So steht es übereinstimmend bei Bodum, Espro und Grønenberg; ausgießen würden wir gleich danach (siehe Schritt 7). Beim Verhältnis reichen die Herstellerangaben von 1:12 bis 1:18 (Espro); wir würden mit 1:15 anfangen, also etwa 30 g Kaffee je 450 ml Wasser.
French Press zubereiten: die Anleitung Schritt für Schritt
Die Reihenfolge folgt Bodums Sammelanleitung für seine Kaffeebereiter (Fassung 2019). Wo Espro oder Grønenberg etwas anders machen, steht es beim jeweiligen Schritt.
- Kaffee abwiegen und grob mahlen. Die Menge steht im Abschnitt zum Verhältnis, warum Bodum nur grob gemahlenen Kaffee zulässt, im Abschnitt zum Mahlgrad.
- Das Mehl in die leere Kanne geben und die Kanne auf einen Untersetzer stellen. Den Untersetzer verlangt Bodum ausdrücklich.
- Heißes, nicht kochendes Wasser aufgießen und oben mindestens 2,5 cm frei lassen. Grønenberg teilt den Aufguss: erst nur so viel Wasser, dass das Mehl bedeckt ist, 30 Sekunden vorquellen lassen, dann auffüllen. Bei Bodum fehlt dieser Zwischenschritt.
- Einmal umrühren. Unsere Begründung: Klumpen, die trocken oben schwimmen, haben keinen Kontakt zum Wasser. Danach den Deckel mit hochgezogenem Stempel aufsetzen und ihn bei Bodum so drehen, dass der Ausguss geschlossen ist (bei der Reihe Brazil geht das laut Anleitung nicht).
- Ziehen lassen, laut Bodum mindestens vier Minuten. Was andere Hersteller angeben, steht weiter unten.
- Langsam pressen. Bodum schreibt: „Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie den Filterstab mit minimalem Druck langsam hinunterdrücken.“ Den Griff festhalten, den Ausguss von dir weg drehen. Übermäßige Kraft kann laut Bodum eine bereits beschädigte Kanne zerbrechen lassen, dann schießt heißes Wasser heraus.
- Ausgießen, in Tassen oder eine zweite Kanne. Wir würden das gleich nach dem Pressen tun. Unsere Begründung: Nach vier Minuten ist die Extraktion nicht am Ende (dazu der nächste Abschnitt), und durch ein einfaches Metallsieb hat der Kaffee weiter Kontakt zum Mehl darunter. Espro schreibt für seinen Doppelfilter, er stoppe die Extraktion beim Pressen. Nur die Flüssigkeit unter dem Filter brühe mit dem Mehl weiter, die solle man nicht trinken. Lass also einen Rest in der Kanne.
Was beim Ziehen in der Kanne passiert
Die French Press ist ein Vollimmersionsverfahren: Mehl und Wasser liegen die ganze Zeit zusammen, nichts läuft durch. Genau dieses Prinzip haben Liang, Chan und Ristenpart von der UC Davis untersucht (2021, Scientific Reports 11, 6904). Sie brühten im Labor in 1-l-Bechern, mit Brühverhältnissen von 2 bis 25 und Temperaturen von 80 bis 99 °C. Eine French Press stand dabei nicht auf dem Tisch, sie kommt im Aufsatz nur als Beispiel für Immersion vor.
Drei Ergebnisse sind für die Kanne zu Hause wichtig. Erstens steigt der Anteil gelöster Stoffe (TDS) mit der Zeit und erreicht erst nach etwa 20 Minuten ein Plateau, so fassen es die Autoren für alle geprüften Verhältnisse und Temperaturen zusammen; bei niedrigerer Temperatur dauerte es nach ihren Kurven länger (dazu unten mehr). Nach vier Minuten ist die Extraktion also nicht fertig, sie wird abgebrochen. Wer weniger herauslösen will, muss nach den Autoren früher aufhören.
Zweitens landet die Ausbeute im Gleichgewicht nahe 21 Prozent (20,70 ± 1,08 Prozent ab einem Brühverhältnis von 3), und zwar fast unabhängig davon, wie viel Kaffee im Wasser liegt. Das Verhältnis verschiebt stattdessen die Stärke: Das TDS fällt ungefähr umgekehrt proportional zum Verhältnis. Die Autoren folgern, der einfachste Weg, den Geschmack einer Immersion zu ändern, sei das Brühverhältnis.
Drittens ändern Temperatur, Mahlgrad und Rühren vor allem das Tempo. Feineres Mahlgut kam im Gleichgewicht nur auf leicht höhere Werte, die Ausbeuten lagen zwischen etwa 19 und 23 Prozent.
Wie das mit dem Geschmack zusammenhängt, zeigt die Brewing Control Chart. In der klassischen Fassung nach Lingle (2011) liegt die Idealzone bei etwa 1,15 bis 1,35 Prozent TDS und 18 bis 22 Prozent Ausbeute. Guinard und Kollegen (2023, Journal of Food Science 88(5), gefördert von der SCA) haben die Karte mit neueren Sensorikdaten überarbeitet: Säure und Zitrusnoten traten bei hoher Stärke und niedriger Ausbeute auf, Bitterkeit und Röstnoten bei hoher Stärke und hoher Ausbeute. Gemessen wurde an Filterkaffee. Wo eine French Press nach vier Minuten auf dieser Karte landet, hat keine der Studien bestimmt.
Wie viel Kaffee auf wie viel Wasser?
Einen Standard gibt es nicht. Ein SCA-Rezept oder eine SCA-Norm speziell für die French Press haben wir nicht gefunden, und die Hersteller rechnen unterschiedlich:
- Espro nennt in seiner FAQ als Verhältnis 1 g Kaffee auf 15 bis 18 ml Wasser.
- Die Espro-Brühanleitung für die 18-oz-Kanne staffelt nach Röstung: 1:18 für dunkle, 1:15 für mittlere, 1:12 für helle Röstungen und Cold Brew.
- Bodum dosiert in Löffeln. Die Anleitung nennt je Tasse zu 1,25 dl einen gehäuften Esslöffel oder einen Bodum-Messlöffel, die Produktseite der Chambord einen gehäuften Teelöffel je Tasse zu etwa 120 ml. Die beiden Bodum-Quellen widersprechen sich, eine Grammzahl steht in keiner.
- Angeloni und Kollegen (2023, European Food Research and Technology) brühten ihre French Press im Labor mit 25 g auf 250 g Wasser bei 95 °C und fünf Minuten, also 1:10.
Löffel sind dabei die ungenaueste Angabe, weil ein gehäufter Löffel nicht genormt ist und Bodum nicht sagt, wie viel sein Messlöffel fasst.
Unsere Einschätzung: Fang mit 1:15 an, zum Beispiel 30 g Kaffee auf 450 ml Wasser. Das liegt in Espros Spanne und ist Espros Wert für mittlere Röstungen. Ist dir der Kaffee zu dünn, nimm mehr Kaffee statt mehr Zeit, bis hin zu 1:12, wie Espro es für helle Röstungen ansetzt. Nach Liang et al. verstellst du damit genau die Größe, die bei der Immersion den Unterschied macht.
| Wasser | 1:18 (Espro, dunkle Röstung) | 1:15 (Espro, mittlere Röstung) | 1:12 (Espro, helle Röstung) |
|---|---|---|---|
| 300 ml | 17 g | 20 g | 25 g |
| 450 ml | 25 g | 30 g | 38 g |
| 700 ml | 39 g | 47 g | 58 g |
| 900 ml | 50 g | 60 g | 75 g |
Die Grammwerte sind unsere Rechnung aus den Espro-Verhältnissen, gerundet.
Wie lange muss French-Press-Kaffee ziehen?
Vier Minuten ist die Zahl, auf die sich die meisten Hersteller einigen können, aber nicht alle meinen damit dasselbe. Bodum schreibt in der Anleitung mindestens vier Minuten, auf der Produktseite der Chambord vier. Espro sagt in der Brühanleitung bis zu vier Minuten und in einem Blogartikel generell vier bis fünf, je nach Vorliebe drei bis sechs. Grønenberg setzt nach den 30 Sekunden Vorquellen vier Minuten an. Bialetti nennt für die Preziosa in der Anleitung mindestens vier, auf der italienischen Produktseite circa fünf Minuten. Der Mühlenhersteller Wilfa geht von sechs Minuten aus, das Laborrezept von Angeloni et al. von fünf.
Dass ab fünf Minuten Bitterstoffe überhandnehmen, belegt keine dieser Quellen; zwei Hersteller empfehlen ja selbst fünf und sechs. Belegt ist nur die Richtung: Mit jeder Minute steigt die Extraktion weiter, bis zum Plateau, das bei 99 °C nach etwa 20 Minuten erreicht ist und bei niedrigerer Temperatur später.
Unsere Einschätzung: Bleib bei vier Minuten, bis Verhältnis und Mahlgrad stimmen, und dreh dann an der Zeit. Espros Faustregel dazu: Ist der Kaffee zu bitter, kürzer ziehen lassen; ist er zu dünn, mehr Kaffee nehmen oder etwas länger warten.
Wassertemperatur: knapp unter dem Kochen
Die Anleitung von Bodum sagt nur „heiß, nicht kochend“, ohne Gradzahl. Auf der Produktseite der Chambord nennt Bodum circa 92 bis 96 °C. Espro gibt 195 bis 205 °F an, umgerechnet rund 91 bis 96 °C, und schreibt, gekochtes Wasser habe 212 °F und solle einige Momente stehen. Grønenberg nennt in der Anleitung 94 °C, auf der Produktseite 90 bis 94 °C, und als Faustregel: den Wasserkocher nach dem Aufkochen eine Minute stehen lassen.
Liang et al. fanden das Gleichgewicht der Immersion zwischen 80 und 99 °C kaum temperaturabhängig, das Tempo aber schon. Heißeres Wasser erreichte einen stabilen TDS-Wert schneller: Bei 99 °C und einem Brühverhältnis von 5 lag der Aufguss nach 20 Minuten über 4 Prozent TDS, bei 94 und 80 °C dauerte das mehr als 30 Minuten. Weil die French Press nach vier Minuten weit vor dem Gleichgewicht abgebrochen wird, löst heißeres Wasser in dieser Zeit mehr; so lesen wir diese Kurven. Batali, Ristenpart und Guinard (2020, Scientific Reports 10, 16450) ließen 270 Brühungen bei 87, 90 und 93 °C von einem geschulten Panel bewerten und glichen dabei Stärke und Ausbeute an, damit die Temperatur nicht über die Extraktion wirkte. Die Arbeit betrifft Filterkaffee, nicht die French Press. Nur das Attribut nussig unterschied sich signifikant.
Unsere Einschätzung: Wir würden uns an Bodums 92 bis 96 °C halten, weil alle drei Hersteller in diesem Bereich liegen. Ohne Thermometer reicht Grønenbergs Minute nach dem Aufkochen. Kochendes Wasser meiden alle drei, und Espro nennt in seinem Blogartikel zur Ziehzeit den Grund: Es könne zu bitterem Kaffee führen.
Welcher Mahlgrad passt zur French Press?
Grob, sagen Bodum, Espro, Bialetti und Grønenberg einhellig. Bodum und Bialetti begründen das nicht mit dem Geschmack, sondern mit der Sicherheit: Fein gemahlener Kaffee könne den Filter verstopfen und Druck in der Kanne erzeugen. Espro argumentiert ähnlich. Der Deutsche Kaffeeverband ist eine Spur vorsichtiger und schreibt in seiner Broschüre von einer „mittleren bis gröberen Mahlung“ für die French Press; je feiner gemahlen, desto mehr Aromastoffe könnten sich lösen.
Wo „grob“ auf deiner Mühle liegt, steht in deren Anleitung. Baratza setzt die French Press bei der Virtuoso+ auf Stufe 28 von 40 und bei der Encore ESP auf 32, Sage beim Smart Grinder Pro auf 55 bis 60 von 60 und beim Dose Control Pro auf 46 bis 55. Wilfa nennt für die Uniform 30 bis 38 von 41, Comandante für die C40 25 bis 35 Klicks. Diese Werte gelten je Gerät und lassen sich nicht untereinander umrechnen. Mehr dazu steht im Ratgeber Mahlgrad einstellen.
Zur Bauart der Mühle: Die Stiftung Warentest (test 12/2019, 15 Mühlen) sieht Schlagmessermühlen für den gelegentlichen Einsatz, ein gutes Ergebnis lasse sich damit schwer wiederholen; eine Mühle mit Mahlwerk liefere einmal eingestellt jeden Tag denselben Mahlgrad. Das ETM Testmagazin (5/2025) schreibt, Messermahlwerke mahlten nie ganz einheitlich, für die French Press sei das noch passabel. Dass feiner Staub aus Schlagmessermühlen die Hauptursache für Satz in der Tasse ist, hat niemand gemessen. Und gleichmäßiger heißt nicht automatisch mehr Extraktion: Im Laborversuch von Angeloni et al. mit einer EK 43 löste ungesiebtes Mahlgut mit zwei Korngrößengipfeln mehr als gesiebte, gleichmäßige Fraktionen, die Ausbeute lag bei 21,4 ± 0,9 Prozent. Geschmack wurde dort nicht bewertet. Unsere Einschätzung: Ein Mahlwerk lohnt sich für die French Press wegen der Wiederholbarkeit. Welche Mühlen in Frage kommen, steht im Mühlen-Ratgeber.
Die Zahlen im Überblick
| Stellgröße | Spanne in den Quellen | Wer was sagt | Unser Startwert |
|---|---|---|---|
| Verhältnis | 1:10 bis 1:18 | Espro 1:12 bis 1:18, Angeloni et al. 2023 1:10 (Labor), Bodum nur Löffel | 1:15 |
| Ziehzeit | 3 bis 6 Minuten | Bodum mindestens 4, Espro bis zu 4 (Blog 3 bis 6), Bialetti 4 bis 5, Wilfa 6 | 4 Minuten |
| Wassertemperatur | 90 bis 96 °C | Bodum Produktseite 92 bis 96 °C, Espro 195 bis 205 °F, Grønenberg 90 bis 94 °C | 92 bis 96 °C |
| Vorquellen | 0 oder 30 Sekunden | Grønenberg 30 Sekunden, Bodum ohne | nach Belieben |
| Mahlgrad | grob bis mittel | Hersteller grob, Kaffeeverband mittel bis gröber | grob |
| Freiraum oben | mindestens 2,5 cm | Bodum Anleitung | 2,5 cm |
Welche Kannengröße passt zu dir?
Bodum führt seine Glasbecher in vier Größen und rechnet mit einer Tasse zu 1,25 dl:
| Nennvolumen | Tassen laut Bodum |
|---|---|
| 0,35 l | 3 |
| 0,5 l | 4 |
| 1,0 l | 8 |
| 1,5 l | 12 |
Espro baut seine Kannen mit 530 und 950 ml. Für die große P5 nennt die Produktseite rund 710 ml als Mindest-Brühmenge.
Zwei Dinge machen die nutzbare Menge kleiner als das Nennvolumen. Wegen Bodums 2,5 cm Freiraum geht in eine 1-l-Kanne kein ganzer Liter Wasser. Und das Mehl hält Flüssigkeit fest: Liang et al. maßen im Labor im Mittel 2,48 ± 0,19 g Flüssigkeit je Gramm Kaffee. Als grobe Überschlagsrechnung von uns: 30 g Kaffee halten rund 75 g zurück, aus 450 ml Wasser kommen also eher um 375 ml in die Tassen. In einer Kanne mit Stempel kann der Wert abweichen, gemessen hat ihn dort niemand.
Unsere Einschätzung: Wähl die Kanne nach der Zahl der Becher, die du auf einmal brauchst, nicht nach Bodums Tassenangabe. Für die Chambord mit einem Liter kommen wir in unserem Review mit 200-ml-Bechern auf vier bis fünf.
Warum schmeckt French-Press-Kaffee bitter, wässrig oder voller Satz?
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was du änderst | Beleg |
|---|---|---|---|
| Dünn, wässrig | Zu wenig Kaffee je Wasser, die Brühstärke ist niedrig | Mehr Kaffee, etwa von 1:15 auf 1:12 | Liang et al. 2021; Espro Blog |
| Bitter | Hohe Stärke und hohe Ausbeute | Weniger Kaffee, kürzer ziehen lassen, nicht kochend aufgießen | Guinard et al. 2023 (Filterkaffee); Espro Blog |
| Sauer | Hohe Stärke bei niedriger Ausbeute | Länger ziehen lassen, damit mehr gelöst wird | Guinard et al. 2023; Liang et al. 2021 |
| Satz in der Tasse | Feinanteil passt durch das Metallsieb | Gröber mahlen; eine Kanne mit feinerem Sieb | Bodum, Espro; Review Espro P3 |
| Stempel geht schwer | Zu fein gemahlen, das Sieb setzt sich zu | Stab herausziehen, umrühren, erneut langsam drücken; nächstes Mal gröber | Bodum Anleitung; Espro FAQ |
Zu heißes Wasser steckt in der Bitter-Zeile mit drin. Espro warnt vor kochendem Wasser, und nach Liang et al. löst heißeres Wasser schneller, treibt in derselben Ziehzeit also die Ausbeute nach oben. Wie stark sich das nach vier Minuten in der Tasse schmecken lässt, hat keine der Studien geprüft. Eine oft genannte Ursache fehlt dagegen mit Absicht: Dass zu kräftiges Pressen mehr Satz in die Tasse bringt, steht in keiner Quelle; Bodum begründet das langsame Drücken mit besseren Ergebnissen und der Bruchgefahr.
Etwas Feinstoff am Boden der letzten Tasse gehört zur Bauart. In unserem Review zur Bodum Chambord steht er als Nachteil der Methode, nicht des Modells.
French Press richtig reinigen
Bodum verlangt, die Filtereinheit nach jeder Anwendung auseinanderzuschrauben und zu reinigen. Grønenberg begründet dasselbe: Rückstände im Stempel könnten mit der Zeit ranzig werden und Geschmack und Hygiene beeinträchtigen. Ohne Papierfilter gehen die Kaffeeöle mit in die Tasse und bleiben vermutlich zum Teil an Sieb und Platten hängen.
- Satz ausleeren, Kanne mit warmem Wasser ausspülen.
- Die Presseinheit auseinanderschrauben: Sieb, Kreuzplatte und Spiralplatte bei Bodum, die beiden Siebe bei Espro.
- Die Teile einzeln waschen. Espro schreibt dazu Wasser und Seife vor, also Spülmittel, damit die Öle abgehen.
- Alles abtrocknen, bevor du die Einheit wieder zusammensetzt, wie Grønenberg es in der Anleitung verlangt.
Bei der Spülmaschine unterscheiden sich die Hersteller. Bodum: „Nur der Filter und die Glas-, Kunststoff- und Chromteile sind spülmaschinenfest.“ Espro erlaubt alle Teile im oberen Korb, warnt aber, dass die Maschine die Lebensdauer des Glases verkürzen kann, und empfiehlt einmal im Monat eine Tiefenreinigung mit dem eigenen Reiniger. Grønenberg gibt die Edelstahlkanne für die Spülmaschine frei, farbige Varianten nur von Hand. Bialetti empfiehlt in der Anleitung der Preziosa Handwäsche und streicht das Spülmaschinensymbol durch, während die Produktseiten das Glas spülmaschinenfest nennen.
Zu Kalk auf dem Sieb äußert sich keiner dieser Hersteller, weder zu Entkalker noch zu Essig oder Zitronensäure. Allgemeine Hinweise gibt es nur für andere Geräte: Die Verbraucherzentrale nennt verdünnte Zitronensäure für Wasserkocher und Kaffeemaschinen, die Stiftung Warentest warnte 2003 bei Kaffeemaschinen vor Essig, weil er Metall- und Kunststoffteile angreifen könne. Ob sich das auf die Dichtungen deiner Kanne übertragen lässt, sagt keine der Quellen. Wir würden in dem Fall beim Hersteller nachfragen. Mehr zu Kalk und Wasser steht in den Ratgebern Entkalken und Reinigen und Wasserhärte.
French Press oder Handfilter: was ist der Unterschied?
Der Filter. Papier hält zurück, was ein Metallsieb durchlässt. Der Deutsche Kaffeeverband erklärt es so: Bei Filterkaffee gelangen wenige Fettstoffe in den Kaffee, weil die Poren des Filters größere Moleküle zurückhalten. In der French Press kommen Öle und Feinanteil mit in die Tasse.
Was das für den Körper heißt, deutet eine Arbeit von Gloess und Kollegen an (2013, European Food Research and Technology 236). Sie verglichen neun Zubereitungen, darunter einen Lungo aus der French Press, instrumentell und sensorisch. Die Menge an Gesamtfeststoffen hing dort mit Textur und Körper zusammen, Koffein und Chlorogensäuren mit Bitterkeit und Adstringenz. Einen direkten Vergleich French Press gegen Handfilter beim Körper liefert die Zusammenfassung nicht. Wie der Handfilter funktioniert, steht in Filterkaffee zubereiten; für eine einzelne Tasse kommt auch die AeroPress in Frage, und der direkte Vergleich steht unter AeroPress oder French Press.
Beim Material der Kanne ist die Rechnung weniger eindeutig, als oft behauptet. Glas zeigt den Füllstand, ist aber nicht bruchsicher: Bodum führt die Chambord im Datenblatt unter Shatter Proof mit No. Doppelwandiger Edelstahl ist blickdicht und kommt ohne Glasbauteil aus. Teurer ist er nicht zwingend. In unserer Preisbox steht die doppelwandige OZAVO Thermo mit ca. 27,99 Euro unter der gläsernen Chambord mit ca. 34,99 Euro.
Welche Kanne aus unserem Vergleich?
Alle Angaben stammen aus unseren Reviews, die Preise aus unserer Preisbox.
- Bodum Chambord: Borosilikatglas, 1 l, Rahmen aus verchromtem Edelstahl. Bodum führt Glas, Sieb und beide Platten einzeln als Ersatzteil. Ca. 34,99 Euro.
- Bodum Brazil: gleiches Glas und gleiche Ersatzteilreihe, aber ein Gehäuse aus BPA-freiem Kunststoff. Ca. 16,89 Euro.
- Amazon Basics French Press: 1 l, laut Amazon fünf bis sechs Tassen, kaum Herstellerunterlagen und kein belegtes Ersatzteilangebot. Mit ca. 11,54 Euro die Kanne mit dem niedrigsten Preis in unserer Kategorie.
- Bialetti Preziosa: 1000 ml Glas im Edelstahlträger. Ersatzgläser führt der Bialetti-Shop nicht. Ca. 26,90 Euro.
- Espro P3: 530 ml, zwei Mikrofilter mit Silikondichtung, Kunststoffrahmen. Ca. 29,75 Euro.
- Espro P5: 950 ml, derselbe Doppelfilter im Edelstahlkäfig. Ca. 50 Euro.
- Grønenberg Edelstahl Thermo: 1 l, doppelwandiger Edelstahl 304, kein Glas. Ca. 36,99 Euro.
- OZAVO Thermo: 1000 ml, doppelwandig, mit dreilagigem Stempelfilter und fünf Ersatzfiltern im Karton.
Die Rangfolge steht in der Bestenliste French Press und AeroPress 2026, alle Kannen in der Kategorie French Press & AeroPress. Kaffee- und Wassermenge für eine gewünschte Tassenzahl rechnet der Brüh-Rechner aus.
