Rommelsbacher EKO 364/E
Espressokocher
Premium-Wahl

Rommelsbacher EKO 364/E

★★★★☆Redaktionswertung 4,4 / 5Elektrisch, 365 W, Edelstahlkanne, 2 oder 4 Tassen
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 14.7.2026

Der Rommelsbacher EKO 364/E ist die richtige Wahl für alle, die Mokka ohne passenden Herd brühen wollen oder die Bequemlichkeit eines Geräts mit Abschaltautomatik schätzen. Wer einen funktionierenden Herd hat, aufs Geld schaut oder die Kanne auch mit auf den Campingplatz nehmen möchte, bekommt für weniger Geld mehr Flexibilität.

Elektrisch, kein Herd nötig365 Watt, verdecktes HeizelementFiltereinsatz für 2 oder 4 TassenAutomatische Abschaltung
Richtpreis
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64,46 €
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Kurz & knapp8.7/10

Der Rommelsbacher EKO 364/E ist der einzige elektrische Espressokocher in unserem Vergleich: Er braucht keinen Herd, sondern heizt mit 365 Watt selbst und schaltet automatisch ab. Für rund 64 Euro der teuerste Kocher der Kategorie, aber die bequemste Lösung für alle ohne passendes Kochfeld.

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Sechzehn Kannen stehen in unserer Kategorie Espressokocher neben diesem Gerät, und alle sechzehn brauchen ein Kochfeld. Der Rommelsbacher EKO 364/E braucht eine Steckdose. Er bringt die Wärmequelle mit, heizt mit 365 Watt und sitzt dabei auf einem eigenen Sockel wie ein Wasserkocher. Das verschiebt nicht die Tasse, sondern den Anwendungsfall, und es erklärt den Preis: Mit ca. 64,46 Euro laut unserer Preisbox ist er der teuerste Kocher der Kategorie; am 7. September 2026 stand er im Amazon-Katalog bei 60,89 Euro. In unserer Wertung kommt er auf 8,7 von 10 Punkten.

Edelstahlkanne, Zentralsockel, 780 Gramm

Von außen ist das eine klassische Mokkakanne: unten der Wasserbehälter, darüber der Kaffeebehälter, dazwischen Filtertrichter, Dichtung und Filterplatine. Ein Steigrohr aus Edelstahl führt den fertigen Espresso nach oben. Auf dem Produktfoto sitzt dieser Doppelkonus auf einem schwarzen Sockelring, der Griff steht seitlich ab, oben liegt ein Deckel mit kleinem Knauf. Die Teileübersicht der Anleitung zählt zwölf Positionen, vom Oberteil und Deckel über das Dichtungs-Set bis hin zu Schalter, wärmeisoliertem Sockel und Zentralsockel. Zum Reinigen zerlegst du also ein Gerät und nicht bloß eine Kanne.

Rommelsbacher gibt das Gehäuse als Edelstahl an, das Gewicht mit 780 Gramm und die Abmessungen mit 16,00 x 12,00 x 19,00 Zentimetern für Breite, Tiefe und Höhe. Das sind Hüllmaße. Der abstehende Griff und der Deckelknauf stecken darin, der runde Korpus selbst misst weniger.

Der Sockel macht den Unterschied zur Herdkanne. Rommelsbacher beschreibt ihn als kompakten 360-Grad-Zentralsockel, rundum aufsetzbar und damit für Rechts- wie Linkshänder gedacht. Du hebst die Kanne in jeder Position ab und trägst sie ohne Kabel zum Tisch. Das Netzkabel gehört fest zum Sockel und lässt sich nicht abziehen; aufgewickelt wird es laut Anleitung auf dessen Unterseite, wobei du die freie Länge selbst bestimmst. Der Ein/Ausschalter ist beleuchtet, der Griff nach Herstellerangabe ergonomisch geformt und wärmeisoliert.

Im Detail: 365 Watt statt Herdplatte, 3,5 Bar am Ventil

Am Prinzip ändert der Strom nichts. Im geschlossenen Wasserbehälter baut sich beim Erhitzen Dampfdruck auf, der das Wasser durch das Kaffeemehl nach oben treibt. Nur die Hitze kommt hier nicht von einer Platte.

Die Anleitung nennt für den Typ EKO 364/E 230 Volt bei 50 Hertz und eine Nennaufnahme von ca. 365 Watt. Das Heizelement ist verdeckt, liegt also nicht frei im Wasserbehälter. Beim Auswischen ist das der Unterschied zwischen einer glatten Wand und einem Heizstab, um den du herumbürsten müsstest.

Zwei Bauteile sichern das Gerät ab. Der Überhitzungs- und Trockengehschutz ist als selbst zurücksetzender Temperaturbegrenzer ausgeführt und greift, wenn das Gerät ohne Wasser läuft. Das Sicherheitsventil setzt laut Anleitung ab 3,5 Bar ein und trägt bei diesem Modell einen Stift. Die 3,5 Bar sind die Schwelle, ab der das Ventil öffnet, also eine Obergrenze und nicht der Wert, mit dem gebrüht wird. Dasselbe Ventil gehört zu den Teilen, die Rommelsbacher regelmäßig auf Verstopfung geprüft sehen will.

Am Ende schaltet sich das Gerät selbst ab, und die Anleitung beschreibt, woran du das siehst: Der Ein/Ausschalter geht in die Ausgangsposition zurück, die Kontrolllampe erlischt. Bis dahin bleibt die Kanne, wo sie ist. Rommelsbacher untersagt ausdrücklich, sie während des Kochvorgangs vom Zentralsockel zu nehmen. Nach dem Brühen verlangt die Anleitung zwei weitere Handgriffe: Netzstecker ziehen, und die leere Kanne nicht auf dem angeschlossenen Zentralsockel abstellen.

Wie viel passt in eine Füllung?

250 Milliliter Wasser, und der Edelstahl-Filtereinsatz ist wahlweise für 2 oder 4 Tassen ausgelegt. Mehr geht nicht: Das ist die maximale Füllmenge aus den technischen Daten zum EKO 364/E, und dieselbe Zahl führt die Produktseite als Fassungsvermögen.

Die Zahl beschreibt, was du einfüllst. Weil Rommelsbacher zu diesem Modell keine Ausbeute in Millilitern angibt, rechnest du beim Kauf mit der Füllmenge. Oben in der Kanne kommt weniger an: Ein Teil des Wassers bleibt unterhalb des Filtertrichters im Kessel stehen, ein weiterer Teil im Pulver.

Vier Tassen meint vier Mokkatassen, keine Becher. Teilt man die 250 Milliliter durch vier, sind das gut 60 Milliliter Wasser je Tasse, und in der Tasse landet entsprechend weniger. Das ist unsere Rechnung, der Hersteller arbeitet stattdessen mit den beiden Marken 2 und 4 im Wasserbehälter.

Für die kleinere Menge beschreibt die Anleitung einen eigenen Handgriff. Du füllst Wasser nur bis zur Markierung 2 und legst in den 4-Tassen-Filtertrichter zusätzlich den 2-Tassen-Filtereinsatz. Wer stattdessen einfach weniger Wasser nimmt und den großen Trichter halb voll lässt, bekommt ein flach gefülltes Pulverbett, das der Dampf leichter durchbricht als ein volles.

Was in den Filtertrichter gehört

Espressopulver, kein normales Kaffeepulver: Diesen Satz setzt Rommelsbacher in der Anleitung mit Ausrufezeichen. Du füllst randvoll, aber locker, und streichst die Oberfläche nur glatt. Pressen ist untersagt. Richtwerte für die Pulvermenge stehen im Brüh-Rechner, das Nachjustieren am Mahlwerk im Ratgeber Mahlgrad einstellen. Ein verdichtetes Pulverbett hält dem Dampfdruck stand, statt ihn durchzulassen, und dann arbeitet das Ventil statt der Kanne.

Vor dem Einschalten verlangt die Anleitung einen Handgriff, der in kaum einer Produktbeschreibung auftaucht: Den Stift in der Mitte des Sicherheitsventils sollst du vor jeder Benutzung mehrmals mit dem Finger hin und her bewegen, besonders nach längerer Pause. Die Reihenfolge der übrigen Schritte steht in unserer Anleitung für Espressokocher. Ein festsitzender Stift ist ein Ventil, das im Ernstfall klemmt.

Was kommt sonst infrage?

Drei Kannen, die ein Käufer wirklich gegen dieses Gerät abwägt. Was sie trennt, ist die Wärmequelle oder die Menge, nicht die Bauform.

Modell Der Unterschied Preis Unsere Wertung Nimm diesen, wenn
Rommelsbacher EKO 364/E (dieser) Heizt selbst mit 365 W, 250 ml, braucht eine Steckdose ca. 64 € 8,7 in deiner Küche kein Kochfeld steht, auf dem eine Mokkakanne läuft
Bialetti Moka Express Aluminium, 6 Tassen, laut Bialetti für Gas und Elektro, Induktion nur mit Zusatzplatte ca. 29 € 9,4 du ein Kochfeld hast und unter 30 Euro bleiben willst
Bialetti Brikka Silikonmembran im Steigrohr für eine Schaumschicht, laut Bialetti 180 ml statt 250 ca. 52 € 8,9 dir die Schaumschicht wichtiger ist als die Unabhängigkeit vom Herd
Barista Royal Espressokocher 300 ml für 6 Tassen, Edelstahl, laut Hersteller spülmaschinengeeignet ca. 45 € 8,5 regelmäßig mehr als zwei Leute mittrinken und die Teile in die Maschine sollen

Die Preise stammen aus den Datenblättern unseres Katalogs und bewegen sich täglich; beim EKO 364/E weicht unser Richtwert vom Katalogpreis des 7. September 2026 ab, bei Brikka und Barista Royal stimmen beide Werte überein, und zur Moka Express führte der Katalog an diesem Tag gar keinen Preis. Die Einordnung dazu steht weiter unten im Preisabsatz. Die Punktzahl daneben ist unsere redaktionelle Wertung. Wie der Kaffee aus den vier Kannen schmeckt, steht in keiner Spalte: Dafür müssten wir sie nebeneinander brühen. Weitere Modelle der Kategorie findest du in der Bestenliste Espressokocher.

Wann der EKO 364/E passt und wann eine Herdkanne

Die erste Frage entscheidet fast alles: Läuft in deiner Küche eine Mokkakanne auf dem Kochfeld? Wenn ja, kaufst du hier Bequemlichkeit, keine bessere Tasse. Die günstigste Edelstahlkanne in unserem Katalog kostet ca. 17,95 Euro, brüht nach derselben Physik und funktioniert zusätzlich auf dem Gaskocher.

Wenn nein, dreht sich das Bild. Ein Wohnheimzimmer mit einer einzigen Platte, eine Ferienwohnung mit unbekanntem Kochfeld, ein Induktionsfeld und keine Lust auf die Frage nach dem Kannenboden: Dann ist der Elektroantrieb die Bedingung dafür, dass überhaupt Mokka herauskommt.

Als Zweites die Menge. Eine Füllung ist laut Filtereinsatz für zwei oder vier Mokkatassen gedacht, deckt also ein bis zwei Personen am Tisch ab. Vier Personen am Sonntagmorgen sind mit einer 6-Tassen-Kanne besser bedient, zumal die in einem Durchgang fertig wird.

Dann der Platz. Der Sockel steht dauerhaft und belegt eine Steckdose. Unter dem Hängeschrank sind die 19 Zentimeter Höhe unkritisch, auf einer vollen Arbeitsplatte ist der Sockel ein Stellplatz mehr, denn im Gegensatz zu einer Herdkanne kannst du ihn nicht wegräumen und trotzdem brühen. Die Anleitung stellt eigene Bedingungen an den Stellplatz, und sie zählt sechs auf: eine wärmebeständige, stabile und ebene Arbeitsfläche ohne lackierte Oberflächen und ohne Tischdecke; keinesfalls auf elektrischen Heizplatten oder Gasflammen; außerhalb der Reichweite von Kindern; ringsum ausreichend Belüftungsabstand gegen Hitze und Dampf, damit die Luft ungehindert zirkuliert; nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Herd oder Gasflamme und nicht in explosionsgefährdeter Umgebung; und während der Benutzung nicht in einem Schrank.

Rommelsbacher führt den EKO 364/E in seiner eigenen Produktkategorie Camping. Das gilt mit Landstrom, denn 230 Volt aus der Steckdose sind Bedingung. Am Gaskocher, am Lagerfeuer und auf jedem Stellplatz ohne Anschluss bleibt die Kanne kalt, und das ist der Punkt, an dem sie hinter fast jedem anderen Kocher dieser Kategorie zurückbleibt. In den technischen Daten steht außerdem Wechselstrom, 230 Volt bei 50 Hertz. Wer im Wohnmobil über einen Wechselrichter geht, muss diesem also 365 Watt zutrauen, und zwar für die gesamte Brühdauer.

Zum Preis gehört eine Einordnung, weil er sich bewegt. In der Preisbox oben steht unser Richtwert von ca. 64,46 Euro, ein früherer Stand aus dem Amazon-Katalog. Beim Abruf am 7. September 2026 stand das Gerät dort mit 60,89 Euro, im Shop des Herstellers mit 82,99 Euro und laut dessen Statuszeile sofort lieferbar. Zwischen dem Katalogpreis und dem Herstellershop liegen an diesem Tag gut 22 Euro, also mehr, als das Dichtungsset und beide Filtereinsätze zusammen kosten. Mehrere Quellen zu vergleichen lohnt hier also mehr als bei einer Kanne für 20 Euro.

Unsere Einschätzung: Der Aufpreis von rund 36 Euro gegenüber der Moka Express bezahlt die Abschaltautomatik und die Unabhängigkeit vom Kochfeld. Wer ein funktionierendes Kochfeld hat und den Brühvorgang ohnehin im Blick behält, dem würden wir davon abraten.

Reinigung, Entkalken und was fünf Jahre kosten

Nicht in die Spülmaschine geben, schreibt Rommelsbacher, und zwar ohne Ausnahme für einzelne Teile. Das Zubehör reinigst du in heißem Wasser, eine kleine weiche Flaschenbürste nennt die Anleitung dafür ausdrücklich, Scheuermittel dagegen sind tabu. Wasserbehälter und Zentralsockel darfst du weder eintauchen noch unter fließendes Wasser halten, was bei einem Bauteil mit Heizelement und Netzanschluss niemanden überrascht.

Kalk sammelt sich je nach Wasserhärte im Wasserbehälter, deshalb verlangt die Anleitung regelmäßiges Entkalken. Rommelsbacher rät dabei zu Zitronensäure oder Essig in heißem Wasser, nicht zu einem eigenen Mittel aus dem Zubehörprogramm. Wie oft das ansteht, hängt an deinem Leitungswasser; wie du deine Härte einordnest, steht im Ratgeber zu Entkalken und Reinigung.

Zwei Teile verschleißen im Betrieb. Filterplatine und Gummidichtung müssen laut Anleitung sauber gehalten und regelmäßig erneuert werden. Beide stecken im Dichtungsset RF1314, das der Hersteller-Shop mit drei Dichtungsringen und einer Filterplatine für 5,00 Euro führt. Ersatzkanne, Ersatzdeckel und Ersatzsockel sind dort nicht gelistet. Neben dem Dichtungsset führt der Shop nur die beiden Filtereinsätze, CH0520 für 2 Tassen zu 5,00 Euro und CH0506 für 4 Tassen zu 5,50 Euro.

Auf fünf Jahre gerechnet: 64,46 Euro Anschaffung plus zwei Dichtungssets zu 5,00 Euro sind 74,46 Euro, knapp 15 Euro im Jahr. Die zwei Sets sind unsere Annahme, sie stehen für sechs Dichtungswechsel in diesen fünf Jahren, denn ein Set bringt drei Ringe und eine Filterplatine mit. Wie oft ein Wechsel wirklich fällig wird, hängt an deinem Gebrauch, und die Rechnung fällt entsprechend anders aus, wenn du seltener oder öfter tauschst.

Was Rommelsbacher offenlässt

Die Lücken liegen bei diesem Gerät alle an derselben Stelle, nämlich beim Ablauf des Brühens: Aufheizzeit, Brühdauer, Temperatur des fertigen Espressos und Arbeitsdruck stehen weder auf der Produktseite noch in der Anleitung. Dasselbe gilt für die Lautstärke, die Länge des Netzkabels, die Pulvermenge in Gramm, eine Tassengröße in Millilitern, ein Entkalkungsintervall in Wochen, das Wechselintervall für Dichtung und Filterplatine und die Abkühlzeit zwischen zwei Durchgängen. Auch der Stromverbrauch je Brühvorgang bleibt offen, ausgewiesen sind nur die Nennaufnahme und der Standby-Wert. Zum Wasser selbst verlangt die Anleitung nur, dass es kalt und klar ist, ob gefiltertes oder enthärtetes Wasser sinnvoller wäre, bleibt offen. Gelistet ist zudem allein die Ausführung in Edelstahl, andere Farben führt der Hersteller zu diesem Modell nicht, und welcher Werkstoff hinter Deckel, Knauf und wärmeisolierter Griffschale steckt, bleibt ebenso unausgewiesen wie das Material der Gummidichtung und der Filterplatine. Auch zur Frage, wie lange Ersatzteile lieferbar bleiben, sagt Rommelsbacher an keiner Stelle etwas zu. Beim Fertigungsland ist die Lage heikler: Die Unternehmensseite wirbt allgemein mit Made in Germany, eine Herkunftsangabe zum EKO 364/E selbst haben wir weder im Datenblatt noch in der Anleitung gefunden, und wir tragen sie deshalb nicht nach.

Für wen geeignet?

Rommelsbacher grenzt den bestimmungsgemäßen Gebrauch in der Anleitung selbst ab, und diese Liste hilft beim Kauf mehr als jede Empfehlung von uns. Bestimmt ist das Gerät für den Haushalt und ähnliche Anwendungen, und die Anleitung zählt vier davon auf: Küchen für Mitarbeiter in Läden, Büros und anderen gewerblichen Bereichen, landwirtschaftliche Betriebe, die Nutzung durch Kunden in Hotels, Motels und weiteren ähnlichen Wohnumgebungen sowie Frühstückspensionen. Teeküche einer Abteilung und Gästezimmer einer Pension stehen damit im vorgesehenen Rahmen.

Ein paar Zeilen weiter zieht derselbe Hersteller die Grenze: Das Gerät ist nicht für den gewerblichen Einsatz bestimmt. Beide Sätze stehen so in derselben Anleitung. Wir lesen sie so, dass die vier aufgezählten Fälle gedeckt sind und der Ausschluss darüber hinausgeht; was Rommelsbacher unter gewerblichem Einsatz versteht, definiert das Heft nicht. Ein zweites Mal taucht der Begriff in den Garantiebedingungen auf: Dort erlischt die Gewährleistung bei gewerblicher Nutzung, wenn der Mangel auf unsachgemäßer oder missbräuchlicher Behandlung, Gewaltanwendung, nicht autorisierten Reparaturversuchen oder normaler Abnutzung beruht.

Wer ein Elektrogerät kauft, kauft eine Reparaturkette mit. Rommelsbacher gibt an, 1928 von Dipl.-Ing. Gustav Rommelsbacher gegründet worden zu sein, seit 1991 in dritter Generation als Familienunternehmen geführt zu werden und heute 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen. Kundendienst und Ersatzteile laufen über den Firmensitz in der Rudolf-Schmidt-Straße 18 in 91550 Dinkelsbühl.

Datenblatt

Technische Daten: EKO 364/E

BauartElektrischer Espressokocher mit eigenem Heizelement, kein Herd erforderlich
Leistung365 Watt
MaterialEdelstahlkanne
FüllmengeFiltereinsatz für 2 oder 4 Tassen
HeizelementVerdeckt, also nicht frei im Wasserbehälter liegend
Sockel360-Grad-Zentralsockel, Kanne lässt sich in jeder Position aufsetzen und abnehmen
SicherheitAutomatische Abschaltung
HerdartenEntfällt, das Gerät arbeitet am Stromnetz und ist damit nicht campingtauglich ohne Strom
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.9
Leistung
8.6
Handhabung
9.3
Preis-Leistung
8.0

Vorteile

  • ✓Braucht keinen Herd, das Gerät heizt selbst und ist damit die Lösung für Büro, Wohnheim, Ferienwohnung oder eine Küche ohne passendes Kochfeld
  • ✓Automatische Abschaltung nimmt dir genau den Punkt ab, an dem eine klassische Herdkanne Aufmerksamkeit verlangt, du musst nicht danebenstehen
  • ✓360-Grad-Zentralsockel wie beim Wasserkocher, die Kanne lässt sich frei abheben und am Tisch servieren, ohne am Kabel zu hängen
  • ✓Filtereinsatz für 2 oder 4 Tassen, du kannst also auch die kleine Menge brühen, ohne die Kanne halb leer laufen zu lassen

Nachteile

  • ✗Mit ca. 64,46 Euro der teuerste der 17 Espressokocher in unserem Vergleich, die günstigste Edelstahlkanne im Feld kostet ca. 17,95 Euro
  • ✗Braucht zwingend 230 Volt aus der Steckdose: Am Gaskocher, am Lagerfeuer und auf Stellplätzen ohne Landstrom fällt das Gerät aus, obwohl Rommelsbacher es selbst in seiner Kategorie Camping führt
  • ✗Maximal 250 ml Wasser je Durchgang für 2 oder 4 Mokkatassen, und vor dem nächsten Durchgang verlangt die Anleitung eine Abkühlpause
  • ✗Nicht spülmaschinengeeignet: Wasserbehälter und Zentralsockel dürfen laut Anleitung weder eingetaucht noch unter fließendes Wasser gehalten werden, gereinigt wird von Hand
Im Vergleich

EKO 364/E im Vergleich

Rommelsbacher EKO 364/EEKO 364/EBialetti Moka ExpressMoka ExpressBialetti Brikka 4 TassenBrikka 4 Tassen
Gesamtwertung8.7/109.4/108.9/10
Preis64,46 €28,87 €52,25 €
Verarbeitung8.99.39.2
Leistung8.69.59.3
Handhabung9.39.08.3
Preis-Leistung8.09.68.2
TypEspressokocherEspressokocherEspressokocher
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Der Rommelsbacher EKO 364/E ist die richtige Wahl für alle, die Mokka ohne passenden Herd brühen wollen oder die Bequemlichkeit eines Geräts mit Abschaltautomatik schätzen. Wer einen funktionierenden Herd hat, aufs Geld schaut oder die Kanne auch mit auf den Campingplatz nehmen möchte, bekommt für weniger Geld mehr Flexibilität.

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Zuletzt geprüft: 8.9.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Bewertungsmethodik

KI-HinweisDieser Text entstand mit KI-Unterstützung und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Bilder auf dieser Seite sind nicht KI-generiert.Wie wir KI einsetzen

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu EKO 364/E

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von EKO 364/E.

Kann ich zwei Kannen direkt hintereinander brühen?

Nicht ohne Pause. Die Bedienungsanleitung verlangt, das Gerät vor einer erneuten Zubereitung abkühlen zu lassen und dann von vorn zu beginnen. Abkühlen muss allerdings auch eine Herdkanne, bevor du sie aufschraubst und neu befüllst. Der Unterschied liegt in der Menge: Eine 6-Tassen-Kanne wie der Barista Royal fasst 300 Milliliter in einem Durchgang, damit erübrigt sich der zweite Ansatz für vier Trinkende oft ganz.

Was mache ich, wenn am Sicherheitsventil viel Dampf austritt?

Gröber mahlen. Genau das nennt Rommelsbacher in der Fehlersuche der Anleitung als Abhilfe, wenn während der Zubereitung stark Dampf am Ventil entweicht. Ein zu feines Mehl lässt das Wasser nicht schnell genug durch, der Druck im Behälter steigt, und das Ventil übernimmt. Weil die Anleitung dazu keine Mahlgradzahl nennt, gehst du an der Mühle eine Stufe zurück und siehst dir den nächsten Durchgang an. Kontrolliere bei der Gelegenheit, ob der Stift im Ventil frei läuft.

Wie bewahre ich den Kocher zwischen zwei Einsätzen auf?

Trocken und auseinandergeschraubt. Rommelsbacher schreibt, das Gerät immer vollständig austrocknen zu lassen, und empfiehlt ausdrücklich, es zerlegt aufzubewahren statt zusammengeschraubt in den Schrank zu stellen. Es geht um die Restfeuchte, die sonst zwischen Dichtung, Filterplatine und Oberteil eingeschlossen bleibt. Im Schrank braucht ein zerlegtes Gerät dafür mehr Platz als eine Herdkanne, die man einfach zuschraubt.

Was unterscheidet den EKO 364/E vom größeren EKO 366/E?

Die Menge, sonst wenig. Der EKO 366/E ist die Ausführung für 3 oder 6 Tassen und fasst laut den technischen Daten 350 statt 250 Milliliter. Die Nennaufnahme liegt bei beiden bei ca. 365 Watt, das größere Modell erhitzt also mehr Wasser mit derselben Leistung. Im Shop des Herstellers kostet der 366/E 92,99 Euro gegenüber 82,99 Euro für den 364/E (Stand September 2026).

Woran erkenne ich beim Bestellen, dass es die 2/4-Tassen-Version ist?

An der EAN 4001797202000 und der Typbezeichnung EKO 364/E. Die Bedienungsanleitung ist ein Sammeldokument für drei Geräte, den EKO 364/E, den EKO 366/E und den EKO 376/G. Deshalb stehen darin auch Angaben von 350 Millilitern, die zu diesem Modell nicht gehören. In der Ersatzteilzeile führt der Hersteller den Kocher zusätzlich unter dem Namen ElPresso mini für 4/2 Tassen mit der Bestellnummer F13.14.

Zieht das Gerät Strom, wenn es nur auf dem Sockel steht?

Nein. Rommelsbacher gibt den Standby-Verbrauch mit 0 Watt an, Strom fließt allein während der Zubereitung, mit einer Nennaufnahme von ca. 365 Watt bei 230 Volt. Eine abschaltbare Steckdosenleiste spart hier also nichts, anders als bei Geräten mit Bereitschaftselektronik. Dass die Anleitung trotzdem verlangt, nach jedem Gebrauch den Netzstecker zu ziehen, zielt nicht auf den Verbrauch, sondern auf die sichere Ausschaltung.

Was ist der braune Film in der Kanne, und muss er weg?

Das sind Ablagerungen von Kaffeefett, und die Anleitung nennt dafür ein eigenes Mittel: spezielle Kaffeefettlöser aus dem Zubehörhandel. Sie wirken anders als Entkalker, denn Kalk setzt sich im Wasserbehälter ab, der Fettfilm dagegen im Oberteil und am Steigrohr, also dort, wo der fertige Espresso entlangläuft. Mit heißem Wasser und Bürste allein bekommst du ihn nur teilweise herunter.

Wie lange läuft die Garantie, und was verlangt der Hersteller für eine Reparatur?

Rommelsbacher nennt in der Bedienungsanleitung zwei Jahre ab Kaufdatum, sofern das Produkt in Deutschland gekauft wurde. Der Amazon-Katalog führt zu derselben Artikelnummer 24 Monate, beide Angaben decken sich also. Für eine Reparatur verlangt der Hersteller den Kaufbeleg und eine schriftliche Beschreibung des Fehlers. Die gesetzlichen Rechte gegenüber dem Händler, bei dem du gekauft hast, bleiben davon unberührt.